Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 15 von 22

Thema: Bienenparadies schaffen

  1. #1
    Registriert seit
    29.07.2009
    Ort
    Bayern (Oberfranken)
    Beiträge
    168

    Standard Bienenparadies schaffen

    Hallo Zusammen,

    ich habe mir vor ein paar Jahren, ein ca. 2.000m² großes Grundstück (umschlossen von Laubwald) gekauft. Auf diesem stehen auch meine Bienen. Heuer habe ich ein Stück gepflügt, dort Phacelia, Senf, Sonnenblumen, .... gesät bzw. sogar gepflanzt. Allerdings hat die Ackerwinde innerhalb von kurzer Zeit alles überwuchert, was meinen Blutdruck doch etwas erhöht hat.

    Nun zur eigentlichen Frage. Ich würde auf dem Grundstück trotzdem gerne ein Bienenparadies schaffen, allerdings nicht mit Stauden, sonder Gehölzen. Was würdet Ihr pflanzen, Weiden ganz klar, Haselnus ist bereits im angrenzenden Wald. Ich dachte jetzt bereits an ca. 50 meter (25 Pflanzen) Brombeeren, evtl auch noch 50 meter Himbeeren, aber was gibt es sonst noch an "dauerblüher" und reichen 50 meter Brombeeren um für die Bienen eine einigermaßen akzeptable Tracht darzustellen? Das nächste Wohngebiet ist ca. 2,5 km Luftlinie entfernt.

    Für eure Anregungen danke ich im Voraus


  2. #2
    Registriert seit
    19.01.2016
    Ort
    Mittelhessen, Marburg
    Beiträge
    121

    Standard AW: Bienenparadies schaffen

    Wann, also zu welcher Jahreszeit, möchtest du ein Angebot für deine Bienen schaffen?

  3. #3
    Registriert seit
    21.01.2011
    Ort
    Havelland
    Beiträge
    4.691

    Standard AW: Bienenparadies schaffen

    Und für wieviele Völker?

  4. #4
    Registriert seit
    29.07.2009
    Ort
    Bayern (Oberfranken)
    Beiträge
    168

    Standard AW: Bienenparadies schaffen

    Angebot soll von beginn der Saisson an gehen. Habe ich vergessen, es steht bereits ein Pflaumen und drei Apfelbäume aufm Grundstück.

    Maximal warden dort 7 Volker angesiedelt.

  5. #5
    Registriert seit
    19.01.2016
    Ort
    Mittelhessen, Marburg
    Beiträge
    121

    Standard AW: Bienenparadies schaffen

    Auf jeden Fall mind. drei "Bienenbäume" , auf dem gepflügten Stück nächstes Jahr, Oregano und Borretsch.

    "25 Brombeeren", die machen richtig Arbeit, wenn du das wirklich vor hast, in den folgenden Jahren.

  6. #6
    Registriert seit
    29.07.2009
    Ort
    Bayern (Oberfranken)
    Beiträge
    168

    Standard AW: Bienenparadies schaffen

    Hallo Bandwurm,

    Oregano und Borretsch wird von der Ackerwinde wieder zunichte gemacht :(

    Deshalb würde ich gerne auf etwas höheres gehen. Die Brombeeren bekommen ein Spalier, die abgetragenen Ruten warden im Herbst geschnitten, die neuen wieder angebunden. Zwischen den Reihen wird das Gras kurz gehalten, und die Ackerwinde schön regelmäßig gemäht

    Klar muss man trotzdem damit rechnen, dass die Ackerwinde auch an den Brombeeren hoch klettert, aber da lässt sich die leichter entfernen als bei Borretsch

  7. #7
    Registriert seit
    24.03.2016
    Ort
    Bernburg, Sachsen Anhalt
    Beiträge
    25

    Standard AW: Bienenparadies schaffen

    Hallo,
    Brombeere blüht Mai bis August mit laut Literatur gutem Pollen-/Nektarwert. Das ist schonmal keine schlechte Idee.
    Ein paar weitere Vorschläge wären
    - unterschiedliche Weidenarten, wie z.B. Salweide, Korbweide, Silberweide... (Blüte März bis Anfang Mai, unterschiedliche Arten sorgen für eine nahezu lückenlose Blüte)
    - Obstbäume, Schlehe, Weißdorn, Mehlbeeren... (Rosengewächse)
    - neben der erwähnten Haselnuss zur Erweiterung des Pollenangebotes im Frühjahr und Honigtau im späteren Jahresverlauf noch Erle (später Februar bis April), Pappel, Hainbuche und Birke (April bis Mai)
    - Spitz- und Bergahorn (April bis Mai)
    - Rosskastanie (Mai bis Juni)
    - verschiedene Lindenarten, wie z.B. Winter- und Sommerlinde (Juni bis Juli)
    - Geheimtipp: Wintergeißblatt (Lonicera purpusii) blüht Dezember bis April und wurde von unseren Bienen bevorzugt gegenüber anderen Quellen wie Schneeglöckchen/Krokus und andere Frühblüher beflogen
    - Dauerblüher: z.B. Fingerstrauch (Potentilla fruticosa) blüht Mai bis September, aber nur mäßiges Pollen-/Nektarangebot, wurde bei uns wegen oben genannter Alternativen dieses Jahr nicht allzu gut beflogen
    - u.v.m. beliebig fortführbar

    Meiner Meinung nach ist man mit einheimischen durchsetzungsstarken Pflanzen besser bedient als mit eingebürgerten, die verregnen oder erfrieren (Spätfrost) können wie Robinie (Mai bis Juni) und Bienenbaum (Juni bis Oktober) oder ähnliches. Die Naturschützer hier bei uns schimpfen drüber, aber naja sind trotzdem bei den richtigen Bedingungen gute Trachtquellen.

    Lg

  8. #8
    Registriert seit
    19.01.2016
    Ort
    Mittelhessen, Marburg
    Beiträge
    121

    Standard AW: Bienenparadies schaffen

    Zitat Zitat von BienenFine Beitrag anzeigen
    Meiner Meinung nach ist man mit einheimischen durchsetzungsstarken Pflanzen besser bedient als mit eingebürgerten, die verregnen oder erfrieren ( Bienenbaum (Juni bis Oktober) oder ähnliches.
    Der Bienenbaum ist für mich das absolute Highlight. Hast du jemals das live gesehen?

    Vor drei Wochen habe ich das gesehen. Biene kommt an, sitzt auf fünf Blüten und fliegt schon wieder zurück, weil satt/gefüllt.

    Welche "einheimische" Pflanze bietet das um diese Jahreszeit?


  9. #9
    Registriert seit
    13.06.2014
    Ort
    wo Spargel, Wein und Feigen wachsen
    Beiträge
    605

    Standard AW: Bienenparadies schaffen

    Himbeeren kannste vergessen, wenn Dein Grundstück nicht rehsicher umzäunt ist. Frische Himbeertriebe (auch mit Stacheln) sind obermegalecker für Rehe, die kommen nicht hoch. Vor allem, wenn drumherum das Gras niedrig ist und die Himbeertriebe auf dem Teller serviert werden. Bei mir ist alles weg, viel Arbeit und Geld versenkt. Vielleicht hast Du eine Chance, wenn Du erst ein fieses Brombeerbollwerk züchtest, mit dem Du die Himbeeren schützen kannst.

    Ernüchterte Grüße von Kikibee,
    die auch ganz tolle Vorstellungen vom eigenen Grundstück am Waldrand hatte.
    With lots of room for improvement.

  10. #10
    Registriert seit
    13.06.2014
    Ort
    wo Spargel, Wein und Feigen wachsen
    Beiträge
    605

    Standard AW: Bienenparadies schaffen

    PS: Ob sich Brombeeren dauerhaft mit dem ihnen zugewiesenen Platz am Spalier begnügen, wage ich nach den Erfahrungen im Garten auch zu bezweifeln. Mein vergötterter Gatte hatte zwei dornenlose Brombeeren (die nicht mal gut schmeckten) ins Beet gepflanzt. Die eigentlichen Pflanzen sind mittlerweile seit zwei Jahren raus, mit den fies bedornten Wurzelausläufern kämpfen wir immer noch. Hier könnte ein ggf. vorhandener Rehdruck aber helfen.

    Kikibee
    With lots of room for improvement.

  11. #11
    Registriert seit
    19.01.2016
    Ort
    Mittelhessen, Marburg
    Beiträge
    121

    Standard AW: Bienenparadies schaffen

    Mein reden/schreiben, lass die Finger von Brombeeren, wenn du diese Pflanze nicht kennst und keine Erfahrung hast.
    "25 Brombeeren" never ever.

  12. #12
    Registriert seit
    16.06.2010
    Ort
    Winzerhausen (BaWü)
    Beiträge
    855

    Standard AW: Bienenparadies schaffen

    Hallo,

    Efeu ist mittlerweile eine meiner Lieblingspflanzen und im Herbst für Insekten ein Traum. An den Blüten ist immer unheimlich viel los, nicht nur Bienen findet man dort. Einziges Manko: Efeu braucht 10 - 20 Jahre, bis er das erste Mal blüht.
    Mit freundlichen Grüßen -- Traugott Streicher

  13. #13
    Registriert seit
    25.07.2016
    Ort
    Fränkische Schweiz
    Beiträge
    5

    Standard AW: Bienenparadies schaffen

    Hallo,

    Einziges Manko: Efeu braucht 10 - 20 Jahre, bis er das erste Mal blüht.
    Zur Ergänzung: Das ist zwar schon alles richtig, aber dem kann man Abhilfe schaffen. Wenn man nichts Kletterndes sucht, kann man den Strauchefeu http://http://www.eggert-baumschulen...borescens.html pflanzen. Dieser ist die Altersform des kletternden Efeus, macht gar lang nicht solche Ausläufer und blüht schon nach kurzer Zeit. Ich hab ein paar dergleichen vor 2-3 Jahren gepflanzt, und die blühen schon. Gefühlt sind mehr Insekten auf sonnigeren Pflanzplätzen als auf absonnigen.

    Gruß Oliver

  14. #14
    Registriert seit
    17.07.2016
    Ort
    Schwarzach/Niederbayern
    Beiträge
    38

    Standard AW: Bienenparadies schaffen

    Bloss keine Brombeeren ich war heut auf meiner Streuobstwiese dort hatte mein Opa vor 20 Jahren auch die Idee das er 10 Brommbeerstauden Pflanzen muss. Heißt für mich heute alle 2 Jahre ca 400m2 Brommbeerhang durchforsten. Wenn du irgendwo nen Zaun hast find ich Wilden Wein ne gute Option für Herbstversorgung. Efeu ist auch ne gute Option wenn man einen Ableger aus bereits blühenden Sträuchern macht blühen die gleich weiter. Himbeeren kann man auch gut gegen Verbiss schützen durch diverse Zäune. Was eigentlich bei den meisten Jungpflanzen am Waldrand empfehlenswert ist. Hagebutten und Weißdorn werden bei mir auch gern beflogen und beschäftigen nebenbei 3 Generationen Frauen mit Marmelade/Gelee sonstwas produktion.
    Schöne Grüße aus Niederbayern
    Kelle

  15. #15
    Registriert seit
    05.07.2012
    Ort
    von der Lausitz ins Berner Seeland ausgewandert
    Beiträge
    383

    Standard AW: Bienenparadies schaffen

    N'Abend

    Von mir noch als Tip:
    - Esskastanie. Gibt sowohl grossfrüchtige Sorten (Baumschule), die du dann noch zu leckerem Marronipüree oder gerösteten Marroni verarbeiten kannst oder die Wildform, die halt kleinere Früchte bringt, aber einfach selbst aus Samen gezogen werden kann (einfach im Herbst einige in die Erde stecken, einige keimen dann im Frühjahr). Wird ein richtig grosser Baum, wenn du Ihn lässt, oder du sägst Ihn nach 15-20 Jahren wieder ab und wartest dann wieder auf den Stockausschlag.
    - Kornelkirsche - im Frühling sehr früher Blüher, gutes Pollenangebot, leckere Früchte im Herbst.
    - Salbei wächst bei mir Garten als Busch mit nem Meter Durchmesser, durch die verholzten Stengel hat auch die Winde keine Chance, Ihn niederzudrücken. Auch sehr gut beflogen. Ebenso Rosmarin
    - kan. Goldrute - ja, ich weiss, pöser NEophyt, aber da ca. 80% unserer Nahrungspflanzen nichteinheimisch sind, habe ich da nicht so ein wahnsinnig grosses schlechtes Gewissen. Dafür ein Wahnsinns Bienen- , Käfer- und SChmetterlingsmagnet. Ich hätte von den Goldrutenbeständen meiner Gartenvorbesitzerin dieses Jahr je Woche nen 2kg-Kunstschwarm machen können, wenn ich irgendwie die Bienen hätte einfangen können.

    GRüsse, Robert


Ähnliche Themen

  1. Noch bauen lassen / Platz & Beschäftigung schaffen?
    Von UweGG im Forum Fragen, Hinweise, Tipps und Ratschläge, nicht nur für Einsteiger
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 03.07.2014, 12:27
  2. Erkennen Bienen drohnenbrütige Königin als schlecht und schaffen nach?
    Von hornet im Forum Fragen, Hinweise, Tipps und Ratschläge, nicht nur für Einsteiger
    Antworten: 17
    Letzter Beitrag: 02.06.2014, 09:11
  3. Antworten: 15
    Letzter Beitrag: 18.11.2013, 16:28
  4. Wie schaffen es die Scouts, so lange vom Volk wegzubleiben?
    Von sabi(e)ne im Forum Bienenbiologie
    Antworten: 33
    Letzter Beitrag: 26.12.2011, 22:56

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •