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Thema: Varroabekämpfung im Oktober?

  1. #1
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    Standard Varroabekämpfung im Oktober?

    Hallo zusammen!
    Ich bin neu bei Euch. Habe in 2015 zu Imkern angefangen. Letztes Jahr habe ich mit Apilife Var behandelt. Ich habe 2 von 4 Völkern verloren, weiß aber nicht, ob dies daran schuld war.
    Dieses Jahr habe ich mit dem Nassenheider Verdunster Proffessional behandelt. Am Wochenende habe ich die Milbenzahl konrolliert und festgestellt, dass doch noch viele Milben fallen.
    Bei der 2. Behandlung.
    Nun meine Frage: Was kann ich jetzt im Oktober noch gegen die Milben tun?


    busy bee


  2. #2
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  3. #3
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    Standard AW: Varroabekämpfung im Oktober?

    Moin und herzlich Willkommen hier im Forum!
    Mit AS wirst du um diese Jahreszeit nicht mehr wirklich was.
    Für Milchsäure musst du das Brutnest auseinander reissen, was ich zu dieser Jahreszeit eigentlich nicht mehr mache, da die Bienen ihren Wintersitz einrichten.
    Um jetzt noch was gegen die Milben zu machen kannst du entweder mit Puderzucker/Bienenhilfe behandeln oder aber Oxalsäure verdampfen (siehe Links von Kruppi).
    Viel Erfolg!
    Grüße aus HH Andreas

    Man kann sich den ganzen Tag aufregen ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu

  4. #4
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    Standard AW: Varroabekämpfung im Oktober?

    vielen Dank für Eure Hilfe. ich werde nochmal zählen und dann später, evtl Anfang Dez. eine Oxalsäurebehandlung durchführen.

    busy bee

  5. #5
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    Standard AW: Varroabekämpfung im Oktober?

    Wieviele sind den "doch noch viele Milben" nur so an der grenze oder massiv viele?
    Wenn viel zu viele würde ich ne Totale Brut Entnahme machen, die Brut is dann ja eh schon von den Milben geschädigt,
    dann den Brutfreien zustand nutzen für OS träufeln oder noch besser verdampfen.

    Wenn die beiden Völker zu klein sind würd ich dann vereinen, lieber ein starkes Volk von dem man im Frühjahr zwei (oder sogar drei) Ableger machen kann als zwei schwache mit denen man im Frühjahr nur Stress hat und dann womöglich doch noch eingehen.

    Was für Möglichkeiten hast du zur Varroabekämpfung?

    Gruß
    Flo

  6. #6
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    Standard AW: Varroabekämpfung im Oktober?

    Zitat Zitat von busy bee Beitrag anzeigen
    Dieses Jahr habe ich mit dem Nassenheider Verdunster Proffessional behandelt. Am Wochenende habe ich die Milbenzahl konrolliert und festgestellt, dass doch noch viele Milben fallen.
    Wie viel Zeit ist vergangen, seit du den Verdunster wieder entnommen hast?
    Bitte bedenke, dass nach Entnahme des Gerätes noch mindestens 1 Woche, meist fast 2 Wochen lang ein erhöhter Milben-Totenfall ALS FOLGE deiner Behandlung stattfindet! Hattest du viele Milben drin und hat die Behandlung gut angeschlagen, kann dieser Totenfall sehr stark ausfallen, muss dir aber keine Angst (mehr) machen.
    Erst nach dieser Phase ist es sinnvoll, den Totenfall der Milben wieder zu analysieren und erst jetzt kann man davon wieder grob auf die tatsächlich noch vorhandene Milbenbelastung schließen!

    Solltest du im Totenfall dagegen während dieser Phase im Anschluss an eine Behandlung noch viele lebende und/oder helle Milben finden, ist das ein Alarmzeichen für eine fehlgeschlagene Behandlung.
    Lebende Milben bewegen sich entweder von Anfang an auf der Schublade oder fangen damit an, wenn man sie ein wenig bewegt.
    Sind dagegen praktisch alle Milben dunkel und bewegungslos, ist das ein gutes Zeichen.

    Gruß
    hornet
    Ja, spinn' i oder bien i?

  7. #7
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    Standard AW: Varroabekämpfung im Oktober?

    Zitat Zitat von Florian2 Beitrag anzeigen
    Wieviele sind den "doch noch viele Milben" nur so an der grenze oder massiv viele?
    Man kann es nicht oft genug zitieren: Entscheidend ist nicht, wieviel Milben durch die Behandlung tot herabfallen, sondern wieviele noch lebendig im Volk verblieben sind.
    Es ist zu unterscheiden zwischen dem Milbentotenfall, der durch die vorhergehende Behandlung verursacht wird und dem natürlichen Totenfall nach Abklingen der Behandlungswirkung. Für den natürlichen Totenfall (Windeldiagnose) haben sich Schadschwellen als grobe Richtlinien etabliert, die aber von normal großen Völkern mit jahreszeittypischem Brutumfang ausgehen.
    https://www.llh.hessen.de/downloads/...rb_07-2008.pdf
    Von der Alarmstufe hängt ab, ob Du noch Zeit hast bis zur Restentmilbung im brutfreien Zustand (in manchen Völkern dürfte das bereits vor Dezember eintreten). Die Restentmilbung hat nichts mit der Überwinterungsfähigkeit zu tun, sie soll und kann nur bessere Voraussetzungen für den Frühjahrsstart der Völker schaffen. Wenn Du jetzt nur noch 2 Völker von 4 hast, dann mußt Du jetzt (ggf. mit fachkundiger Unterstützung) die Volksstärke und den Befallsgrad mit Varroen bestimmen und danach handeln - nicht warten bis Dezember. Flo hat dazu Vorschläge gemacht.

  8. #8
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    Standard AW: Varroabekämpfung im Oktober?

    Hallo Imkerfreunde

    ich bin dieses Jahr auch etwas ratlos, die gleiche Behandlung wie vergangenes Jahr, die mit Erfolg gekrönt war hat dieses Jahr versagt. Seit Mitte August 4 Mal mit OS behandelt und ich habe den Eindruck das sehr viele Jungbienen die, durch die Spättracht bis zum 03.10.2016 bei uns ununterbrochen vorhanden war, geschädigt sind. Zur Zeit werden vor allem bei kleineren Völkern (HBB, usw.)viel geschädigte Brut ausgeräumt. Also ich bin ein wenig über das Ausmaß der Schädigung erstaunt.

    Am Ende der Kälteperiode, also sobald als möglich, bei fast Brutfreiheit,würde und werde ich die Winterbehandlung durchführen, alles andere scheint brotlose Kunst zu sein.
    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)


  9. #9
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    Standard AW: Varroabekämpfung im Oktober?

    Ist denn eine TBE zu dieser Jahreszeit noch ratsam?
    Kommen die Bienen damit noch zurecht?
    Grüße aus HH Andreas

    Man kann sich den ganzen Tag aufregen ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu

  10. #10
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    Standard AW: Varroabekämpfung im Oktober?

    Es kommt darauf an, wie man TBE definiert bzw. welches Ziel man verfolgt: Ein geschwächtes Volk noch genügend Winterbienen nachbrüten zu lassen, dafür ist es jetzt wohl zu spät. Restentmilbung mit Entnahme ohnehin massenhaft geschädigter Brut und Behandlung der auf den adulten Bienen sitzenden Varroen ist sicher jetzt noch sinnvoll und machbar, auch das Zusammenlegen von Völkern mit wetterangepaßten Methoden. Bauerneuerung kann und darf man von den Bienen jetzt natürlich nicht mehr erwarten.

  11. #11
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    Standard AW: Varroabekämpfung im Oktober?

    Zitat Zitat von Hamburger-Jung Beitrag anzeigen
    Ist denn eine TBE zu dieser Jahreszeit noch ratsam?
    Kommen die Bienen damit noch zurecht?
    Würde ich jetzt nicht machen; denn woher sollen denn die Jungbienen kommen, wenn die Volksentwicklung zurück geht ?! Und ob ausreichend gebaut wird ohne Tracht bezweifel ich.

    Ist der Befall jetzt zu hoch, hilft m. E. nur noch OXS Blockbehandlung.

    In diesem Jahr ist aus meiner Sicht die Belastung hoch im Vgl. zum Vorjahr. Das könnte an einer unzureichenden Winterbehandlung im Dez.'15 liegen, wo vielfach aufgrund der warmen Tage zum Jahresende die Völker noch Brut enthielten.

    Insofern ist der richtige Zeitpunkt für eine erfolgreiche Winterbehandlung ohne Brutnest sehr wichtig. Die "alten Hasen" raten zu Mitte Dezember.

    Beste Grüße

    Rainer
    Anerkennen, was ist ! (Hellinger)

  12. #12
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    Standard AW: Varroabekämpfung im Oktober?

    Leider darf ich dich nicht schon wieder gut Bewerten
    Aber du hast den Nagel auf den Kopf getroffen
    Wer im Winter letztes Jahr komplett entmilbt hat, der dürfte in diesem Sommer/Herbst auch kein großes Varroa Problem haben.
    Wer das erste mal von AS auf OXS-D umgestiegen ist wird meist erst mal einen kleinen Schock erleiden, aber keine Angst, ab dem nächsten Jahr wird es besser, insofern nicht schon alles zu spät war.

  13. #13
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    Standard AW: Varroabekämpfung im Oktober?

    Zitat Zitat von ribes Beitrag anzeigen
    ... das Zusammenlegen von Völkern mit wetterangepaßten Methoden.
    Wie würdest Du das jetzt machen mit zwei 1-Zargern auf DN 1,0?

    Gruß, Jörg
    Eine Fischsuppe aus einem Aquarium zu machen, ist leichter als ein Aquarium aus einer Fischsuppe.

  14. #14
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    Standard AW: Varroabekämpfung im Oktober?

    Zitat Zitat von iWei Beitrag anzeigen
    Wie würdest Du das jetzt machen mit zwei 1-Zargern auf DN 1,0?
    Mit DN habe ich keine eigenen Erfahrungen. Allgemein aber kommt es auf verschiedene Faktoren an.
    Das einfachste: Das schwächere Volk dem stärkeren über ASG aufsetzen. Evtl. entscheiden sich die Bienen dann für eine der beiden Kö.
    Wenn erhaltenswerte Brut da ist (Varroabefallsdiagnose), diese ggf. zu einem einzigen Brutnest in der unteren Zarge ordnen.
    Oder: Eine der beiden Kö. herausnehmen + beide Zargen übereinanderstellen. Ganz Vorsichtige geben eine Bienenflucht über die untere Zarge mit Kö. und setzen die weisellose Zarge darüber.
    Oder: Wenn die Völker noch schwächer und mehrere leere Randwaben in einer Zarge sind-> entnehmen und mit den bienenbesetzten Waben der anderen Zarge auffüllen. Zarge mit vollen Futterwaben darübersetzen.
    Oder: Wenn die Völker zu schwach sind - restentmilbt stärkeren Völkern zuhängen bzw. aufsetzen.
    Auf Futtervorrat und Varroa-Befallsgrad ist freilich immer zu achten und ggf. anzupassen. Völkervereinigung soll ja schließlich nicht zur Reinfektion von milbenarmen Völkern führen.

  15. #15
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    Standard AW: Varroabekämpfung im Oktober?

    Zitat Zitat von beemax Beitrag anzeigen
    Insofern ist der richtige Zeitpunkt für eine erfolgreiche Winterbehandlung ohne Brutnest sehr wichtig. Die "alten Hasen" raten zu Mitte Dezember.
    Das verstehe ich jetzt nicht, wenn die Völker ohne Brut sind, warum dann erst im Dezember die Winterbehandlung durchführen und nicht jetzt. Da können doch möglicherweise die Bienen schon wieder in Brut sein.
    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)


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