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Thema: Wespen ärgern Ableger

  1. #1
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    Standard Wespen ärgern Ableger

    Moin Moin!

    Das Problem: Einer meiner Ableger wird massiv von Wespen geärgert.
    Vermuteter Grund: falsche Fütterung
    Frage: Was tun?

    Hintergrund: Ich bin doof & neu & Jungimker ;-)
    Mir fiel schon seit längerer Zeit auf, daß Wespen munter in die Beute flogen ohne nennenswert bekämpft zu werden, habe aber nicht reagiert. Nach dem Öffnen der Beute sah ich, daß massenhaft/ausschliesslich Wespen auf dem Futter saßen, das ich vor einiger Zeit reingelegt hatte. Das Futter war Entdeckelungswachs, in dem noch recht viel Honig klebte, dachte mir, die Immen dürfen das schön ausschleckern, um das saubere Wachs dann zu entnehmen.

    Aber offensichtlich war das nicht sinnvoll . Habe das "Futter" dann sofort rausgenommen, um den Wespen die Grundlage zu nehmen.
    Gleichzeitig (sprich vorgestern) dann die Varroa-Windel eingeschoben, um den Varroadruck zu kontrollieren.
    Gut, heute die Windel gezogen, um Milben zu zählen.

    Nur: keine Milben da. Schomma gut. Aber auf der Windel gewiss 100 tote Immen und 10 tote Wespen in Fluglochnähe, es hat da also massenhaft Mord und Totschlag gegeben!

    Ich habe das Flugloch nun massiv eingeengt, damit die Immen besser verteidigen können.

    Nun, langer Rede, kurzer Sinn: Kann ich noch andere (sinnvolle ) Maßnahmen ergreifen?

    Thx 4 any hints!


  2. #2
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    Standard AW: Wespen ärgern Ableger

    Entweder ist das für das Volk unbedeutend oder bereits zu spät...

    Klingt doof, ist aber so!

    Entweder machst du dich grundlos verrückt und die paar sterbenden Wespen klauen Abfall in der Beute oder das Volk ist bereits halbtot und die Aasgeier, äh -Wespen räumen gerade auf.

    Mein Tipp:
    Abwarten bis zum ersten Frost. Dann hat sich das Problem von selbst erledigt.

    Gruß Jörg

  3. #3
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    Standard AW: Wespen ärgern Ableger

    Tach auch!

    Also das rück füttern von Entdeckelungswachs ist erst mal nichts ungewöhnliches. kann man auch so machen. Starke Völker nehmen das auch zügig an bzw. ab. Das war nicht das Problem. Die toten Bienen unter der Windel kommen, sofern es sich um ganze Bienen handelt, nicht von Wespen. Die Bienen saßen einfach unter dem Gitterboden und wurden durch die Windel der Freiheit beraubt und sind verhungert, verklammt oder sonst wie umgekommen. Massive Tote durch Räuberei sieht man entweder vor der Beute oder an Bienenteilen auf der Windel.

    Soweit zum allgemeinen. Nun zu deinem Problem.

    1. Wie stark ist denn der Ableger noch. Wenn der nicht mal leckeres Futter aus dem Futtergeschirr abnimmt, ist der mit Sicherheit nicht sehr stark. Wie viel Brut hat der bzw. wie stark sind die Rähmchen besetzt?
    2. Wie groß ist nun das Flugloch bzw. wie groß war es vorher?
    3. Königin noch vorhanden?

    Du kannst natürlich immer noch das Volk verstellen. Dann hat es erst mal Ruhe - wenn es sehr weit verstellt wird. Aber dann kommt Frage 1 und 3 zum Tragen. Also gibt es noch was, was man retten kann?!?

    Gruß
    Frank
    12er Dadant, Buckfast

  4. #4
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    Standard AW: Wespen ärgern Ableger

    Zitat Zitat von Nordfriese Beitrag anzeigen
    Moin Moin!

    Ich habe das Flugloch nun massiv eingeengt, damit die Immen besser verteidigen können.

    Nun, langer Rede, kurzer Sinn: Kann ich noch andere (sinnvolle ) Maßnahmen ergreifen?
    Hallo Nordfriese. Flugloch auf 2 Bienenbreiten einengen=1cm Breite und 6-7mm Höhe. Das Bienenvolk mit den Waben vor's Flugloch schieben und nur die Bienenbesetzten Waben belassen. Wichtig nur Abens kurz vor Dunkelheit flüssig füttern.

    Gruß Josef
    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute

  5. #5
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    Standard AW: Wespen ärgern Ableger

    Hey, Dank für die flotten Antworten!
    @all
    Habe die Fluglöcher nun *nochmals* verkleinert, auf 2 Löcher zu 9mm. Nun herrscht so ein Gewimmel vor dem Flugloch, daß wirklich keine Wespe mehr reinkommt, habe mir das 30 Minuten angeschaut, Wespen haben keine Chance mehr .
    Und es sind echt *viele* Wespen! Ständig mind. 5 Stk vorm Flugloch!

    @Jörg K.
    Nein, ich mache mich nicht verrückt .... Alles gut. Die Bienenhaltung ist ein hammerspannendes Hobby, Probleme werden gelöst oder auch nicht. Mißerfolge gehören dazu. Wenn ich nicht alle meiner sieben Völker über den Winter bringen kann, oder welche vereinigen muß --- das gehört dazu .
    Meine Imkerei ist keine Leistungsschau, sondern soll mein Vergnügen bleiben.

    @Hobbit
    Hey, Du steht am Steuerrad eines Motorbootes! Wenn Du hingegen eine Pinne in der Hand hieltest (sprich Segler wärest) , würde ich Dirn Glas Honig schenken, um Dein Vorschoter zu sein zu dürfen *LACH*. Aber ich werde Off Topic, back to the bees:

    Bevor ich auf Deine 3 Fragen eingehe, muss ich noch was vorweg schicken: Das Mäusegitter dieser Beute war nicht vernünftig geschlossen, es war verrutscht, sprich: Die Beute war unten teilweise offen, sodaß vieles in der Windel landete, was normalerweise vom Gitter zurückgehalten würde. Das Mäusegitter hat der Hersteller nur aufgelegt auf den Rahmen, so daß jeder kräftiger Halm oder Ratte oder whatever dieses Mäusegitter weg/hochdrücken kann.
    Dies ist hier geschehen, sonst hätte ich keine Immen auf der Windel, da hast Du völlig Recht. Aber wie es so ist in der Imkerei: Ich schiesse mich hier auf Heroldbeuten in Holz ein, und jeder Boden jedes Lieferanten ist eben unterschiedlich. Der eine Hersteller fixiert das Mäusegitter, der andere legt es nur in einen Rahmen *sfz*. In dieser Beute nun leider nicht fixiert.
    Von daher kam der "Totfall" an Immen und Wespen tatsächlich in den 2 Tagen des Windeleinschubs.

    Zu Deiner Frage 1:
    Stark ist der Ableger nicht, 3 Gassen gut besetzt, Brut vorhanden, Kö scheint vorhanden. Aktives Volk aber eben noch klein. Futter wird sofort angenommen, ein Liter Sirup ist nach 2 Tagen umgetragen.
    2) Flugloch hatte vorher die komplette Breite, jetzt wie oben beschrieben 2 mal 9 mm.
    3) Kö direkt nicht gefunden, dafür fehlt mir noch das Auge, aber Brut in allen Stadien vorhanden, Pollen werden eingetragen.

    Eine ggf notwendige Vereinigung mit einem anderen Volk kann ich aber auch noch später machen, oder?
    Ich würde mir das sonst noch 3-4 Wochen anschauen, bevor ich eine Entscheidung treffe.

    Mit honigsüßen Grüßen
    Henning

  6. #6
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    Standard AW: Wespen ärgern Ableger

    Moin Henning,

    ist ein Segelboot - aber zu groß für eine Pinne - zumindest im Yachtbereich. Ist eine Bavaria 42 mit Doppelsteuerrad - aber halt in der Hafeneinfahrt bei nicht vorhandenem Wind - also wo bleibt mein Honig ;-)

    Also für die Zukunft. Bei Ablegern musst du immer das Flugloch stark einengen. Sonst hast du nicht nur mit Wespen sondern auch mit anderen Bienen. Wenn du keine Tracht hättest, würden dir die Bienen deinen Mini-Ableger in ein zwei Tagen platt machen. Meine Ableger kann man aktuell nicht mehr von großen Wirtschaftsvölkern unterscheiden. Sind alle gleich Stark. Trotzdem habe ich teilweise Fluglöcher, die nur 1/3 tel so breit sind, wie die Kiste selber. Ich hatte, außer im letzten Dezember, noch nie Räuberei.

    Mäusegitter sind übrigens die groben Gitter, die man vor das Flugloch tackert, wenn man keine Fluglochkeile nutzt. Das was du meinst ist der Gitterboden. Der muss halt, wie du schon sagtest, immer fest mit dem Boden verbunden sein. Wer war denn der Hersteller wenn man fragen darf?

    Gruß
    Frank
    12er Dadant, Buckfast

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