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Thema: Blühstreifen für die Sommerversorgung der Bienenvölker

  1. #76
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    Standard AW: Blühstreifen für die Sommerversorgung der Bienenvölker

    Mensch Bernhard wie kommst du an solche Bilder/Felder.
    Ich fahre öfters mal die Felder im Flugkreis und der Region ab aber solche Felder wie hier oder auch die Kornblumen sind mir noch nicht begegnet. Ich kenne solche Bilder leider nur aus BB und MV - die Wanderung ist mir aber zu weit.

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  2. #77
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    Standard AW: Blühstreifen für die Sommerversorgung der Bienenvölker

    Säe Du selbst die Veränderung, die Du dir wünschst.

    http://www.zitate-online.de/sprueche...ie-du-dir.html
    Dem Bien folgen, heißt, den richtigen Weg wählen.

  3. #78
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    Standard AW: Blühstreifen für die Sommerversorgung der Bienenvölker

    Hallo zusammen,

    ich bräuchte mal euren Rat. Ein Bekannter von mir hat 3 Hektar Streuobstwiese, wo ich Bienen stehen hab.
    Leider hat er keinen der die Wiese verwerten kann.
    Auch im Ort ist keiner mit Schafen oder Ziegen, der die zum Weiden da hinstellt.
    Ihn nervt es, das das gemähte Gras einfach ungenutzt rumliegt, jetzt hat er mich gefragt ob er was ansähen kann, was den Bienen hilft.
    Er möchte zwischen den Bäumen gerne einen Blühstreifen mache, am besten etwas mehrjähriges.
    Meine Frage ist, gäbe es irgend einen Grund, das man solche Blühstreifen nicht auf Streuobstwieden anlegt und wäre diese Mischung hierfür geeignet?
    https://bsv-saaten.de/oekolandbau/bl...hmischung.html
    Wie gesagt am besten mehrjährige Blühpflanzen. Und ich brauche Große Gebinde weil der Streifen gut und gern 100m lang und e Meter breit wird.

    Vielen Dank und Gruß,

    Max
    LV Buckfastimker Bayern e.V.


  4. #79
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    Standard AW: Blühstreifen für die Sommerversorgung der Bienenvölker

    Hallo Maxikaner,
    aber in deiner Mischung sind ja nur 7 Arten, ist das nicht ein bisschen wenig?
    Was habt ihr denn für einen Boden?
    Soll es allgemein was für Bienen und andere Bestäuber oder nur für Honigbienen werden?
    Empfehlen kann ich die hier angebotenen Mischungen: Rieger Hoffmann.
    Bei uns werden zur Zeit diese Mischungen an der Hochschule getestet. Ich würde dir eine Mischung angepasst an den Boden mit möglichst wenig Kulturarten und keinem Gras empfehlen. Außerdem kann ich anhand der Erkenntnisse von uns die Herbstansaat empfehlen.
    Wichtig:
    - gute Bodenvorbereitung
    - 1. Jahr nach der Aussaat: 1. Pflegeschnitt im Mai/Juni, 2. Pflegeschnitt im Juli/August ca. 20 cm über dem Boden, um unerwünschte Arten aus der Samenbank zu unterdrücken
    - ab 2. Jahr: 1 Pflegeschnitt in 2 Schritten ca. 8 Wochen versetzt zwischen Ende Mai und Mitte Juni

    An Interessenten hier die Ergebnisse unserer Blühstreifen-Forschung: http://www.llg.sachsen-anhalt.de/fil...ehstreifen.pdf
    Jetzt 6 Jahre nach der Ansaat sind immer noch ein Großteil der Arten präsent und fruchtbar (d.h. sie blühen).
    Jede Woche seit April begehe ich den Streifen zusammen mit einer Naturschützerin die Wildbienen erforscht. Es blüht immer was. Als erstes fängt die rote Lichtnelke an.
    Neben zahlreichen Wildbienenarten (alles Mögliche, sie könnte da genauer Auskunft geben), fliegen hier auch immer Falter und natürlich Honigbienen! Besonders attraktiv waren in letzter Zeit die Färber-Hundskamille, die Knautia, der Salbei und der Wegerich.

    Gruß
    Sophie
    Geändert von BienenFine (17.06.2016 um 20:13 Uhr) Grund: Link behoben

  5. #80
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    Standard AW: Blühstreifen für die Sommerversorgung der Bienenvölker

    Hallo Sophie,

    Danke für deine Antwort. Mir Kamen die 7 Arten auch wenig vor.
    Der Boden ist eher feucht und lehmig. Wir wollten das Gras unterfräsen und dann ansähen.

    Viele Grüße,

    Max
    LV Buckfastimker Bayern e.V.

  6. #81
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    Standard AW: Blühstreifen für die Sommerversorgung der Bienenvölker

    Gibt es Erfahrungen mit pferdeverträglicher Bienenweide oder Blühmischungen? Es muss auch keine Mischung sein, einzelne Sorten würden schon ausreichen.
    Ich hatte deswegen gerade eben ein kurzes Gespräch mit meinem Nachbarn, einem Pferdezüchter und Lehrreitstallbetreiber. Er ist generell nicht so sehr von allgemeiner Bienenweide oder Wildblumenmischung angetan, weil Pferde wohl einen sehr empfindlichen Verdauungsapparat haben und manche Gewächse schwere Schäden an den teuren Pferden verursachen können. Wir haben nur rein informativ darüber gesprochen und sind so verblieben, dass wir uns beide schlau machen wollen. Er hat nämlich einige Hektar Weide, auf der sehr viel Platz für Blühmischungen wäre...

    Wie sind hier die Erfahrungen, gibt es hier Pferdebesitzer, die Empfehlungen dazu geben können, welche Wildblumen pferdeverträglich sind?

    Gruß Andreas

  7. #82
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    Standard AW: Blühstreifen für die Sommerversorgung der Bienenvölker

    Nachdem ich mit den passenden Begriffen gesucht hatte, bin ich - oh Wunder - bei Hofmann&Rieger gelandet...
    Leider nicht erbauend, was ich dort fand: Pferdeweide aus den gleichen Quellen, wie die Bienenweide-Mischung.
    Unerfreulich, dass es kaum Überschneidungen zwischen den Mischungen gibt. Schade, das wäre es geween.

    Gruß Andreas

  8. #83
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    Standard AW: Blühstreifen für die Sommerversorgung der Bienenvölker

    Mal eine andere Art von Blühstreifen: eine Bienenautobahn quer durch die Stadt Oslo.

    http://www.turngreen.de/oslo-bienen-...natorpassajen/
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  9. #84
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    Standard AW: Blühstreifen für die Sommerversorgung der Bienenvölker

    Zitat Zitat von Maxikaner Beitrag anzeigen
    Wir wollten das Gras unterfräsen und dann ansähen.
    ... ich möchte Dir raten:
    bevor Du diese Wiese 'unterfräst', und damit eine wahrscheinlich Jahrzehnte alte und gewachsene Bodenkultur kaputt machst, informiere Dich zuvor ob
    - Du das überhaupt darfst. Hier z.B. in Bayern dürfen die Landwirte nicht einfach Grünland in Ackerland 'umwandeln' = kann sehr teuer werden
    - wäre es nicht sinnvoller einen Boden-Fachmann/frau zu fragen, was man mit so einer Wiese noch machen könnte um - um nach Deiner Vorstellung zu einer bienenfreundlicheren Wiese - etwas zu verändern
    - mit dem 'Unterfräsen' machst Du schlicht und einfach auch viel kaputt

    Ich meine, es sollte nicht darum gehen, was für Deine Bienen gut ist, sondern darum, was diese Wiese von ihrem Standort her gesehen, überhaupt für Bienen-Blumenarten verträgt.

    Mir sagte mal ein Bio-Grünland-Landwirt, dass ein ein Umbruch einer Wiese zu Ackerland diese ca. 10 Jahre benötigt um wieder eine standortgerecht Wiese zu werden. Auch sollte bei so einer Sache bedacht werden, das diese Wiese ein Lebensgemeinschaft ist und alle Pflanzen - bei den Bäumen ist das nachgewiesen - in einer Art chemische Kommunikation (über die Wurzeln) stehen.

    Jonas

  10. #85
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    Standard AW: Blühstreifen für die Sommerversorgung der Bienenvölker

    Zitat Zitat von Maxikaner Beitrag anzeigen
    3 Hektar Streuobstwiese, wo ich Bienen stehen hab.
    Leider hat er keinen der die Wiese verwerten kann.
    Auch im Ort ist keiner mit Schafen oder Ziegen, der die zum Weiden da hinstellt.
    Ihn nervt es, das das gemähte Gras einfach ungenutzt rumliegt,
    Hier half mir eine Nachfrage in einem Tiergarten. Dort bringe ich 2 x/Woche das frische handgemähte Grünfutter hin. Die Schafe, Ziegen etc. kennen mich schon und rufen nach mehr.
    Engagierte Lehrer o.a. Personen könnten interessierte Schüler sammeln, um so eine Wiese während der Saison zu pflegen, das Heu zu machen und im Schober zu bauen, Arten zu bestimmen, den Wert von Kreislaufwirtschaft kennenzulernen usw. Solche Projekte wurden hier vom Umweltamt gefördert, v.a. wenn man dann Rote-Liste-Arten abrechnen kann. Mancher aus dem Seniorenkreis würde noch einmal jung, wenn er den Kids beibringen kann, wie das früher so ging...
    Abnehmer für Kleinportionen von Frischfutter bzw. Heu finden sich u.U. leichter als Weidegänger. Man muß 3 ha auch nicht unbedingt in einem Zuge mähen. Kleine Portionen lassen sich von Hand bewältigen, sind letztlich für die Lebensraumstabilität besser als großflächige maschinenauslastende tabula-rasa-Aktionen und finden leichter Abnehmer. Von der Volkshochschule über den BUND bis zu Reha-Kliniken - der Wert des Mähens mit der Sense muß nur vermittelt werden. Innerhalb von 5 - 7 Jahren entwickelt sich so eine standortangepaßte Blühmischung, die ihresgleichen sucht.
    Was an Grünschnitt und Heu übrig bleiben sollte, kann dann immer noch in einer Biogas- oder Kompostieranlage nutzbringend verwertet werden.


  11. #86
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    Standard AW: Blühstreifen für die Sommerversorgung der Bienenvölker

    Menzel äußert sich hier verhalten kritisch zu Blühstreifen, da genau die dann die Spritzmittel abbekommen, die wir nicht wollen:
    http://mellifera-berlin.de/interview-randolf-menzel/

  12. #87
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    Standard AW: Blühstreifen für die Sommerversorgung der Bienenvölker

    Geht es den Bienen in Städten beziehungsweise stadtnahen Gebieten besser als auf dem Land?

    Aufgrund der geringen Datenlage wäre es eine unverhältnismäßige Aussage, dass Honigbienen in jeder Stadt Deutschlands gesünder leben als in agrarindustriell geprägten Räumen. Die vorliegenden Daten lassen jedoch den Schluss zu, dass vegetationsreiche Städte im Vergleich zu intensiv landwirtschaftlich genutzten Gebieten Vorteile für die Gesundheit von Honigbienen bieten können.

    Interessante Abhandlung: http://www.baerbel-hoehn.de/fileadmi...tudie_2017.pdf

    Na dann ab in die Stadt. Flüchten wir mit den Bienen in die Städte. Stadtflucht...
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  13. #88
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    Standard AW: Blühstreifen für die Sommerversorgung der Bienenvölker

    Das ist leider die Tendenz, die mit dem Aufzählen der Vorteile der Stadtimkerei ausgedrückt wird. Und wie sieht es mit der Bestäubung auf dem Land aus??
    Und ist es wirklich erwiesen, dass die "Stadtvölker" mehr Honig/Volk bringen?? Ich stelle mir gerade vor, wie die 11.000 Imker aus Ba.-Wü. alle in Stuttgart ihre Völker aufstellen!
    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  14. #89
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    Standard AW: Blühstreifen für die Sommerversorgung der Bienenvölker

    Also letztes Jahr haben meine Völker in der Stadt tatsächlich das Doppelte reingeholt wie die außerhalb der Stadt. Ist aber nicht immer so.

    Was sollen die auf dem Land denn noch bestäuben? Mais oder Grünroggen? Ansonsten ist hier alles mehr oder weniger tot. Keine Ackerrandstreifen mehr, Hecken, nix.
    Dem Bien folgen, heißt, den richtigen Weg wählen.

  15. #90
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    Standard AW: Blühstreifen für die Sommerversorgung der Bienenvölker

    Ich melde mich mal als Stadtimker!

    So vorteilhaft finde ich den Bericht für die Stadtimkerei nicht!
    Ja, wir haben eine große Völkerdichte in der Stadt und wir haben auch, wie im Bericht geschrieben viele nicht registrierte Imker und "Gutimker", die so natürlich wie möglich ihre Bienen halten wollen. Dem entschprechend auch viel Nicht-Varrobehandler und Schwärme! Ich denke die Krankheitübertragung und Varroabelastung von zusammenbrechenden Völkern darf man nicht vergessen. Ich sehe das als großes Problem hier bei uns und wenn erstmal AFB auftaucht, weiß ich gar nicht wie das gehen soll!

    Positiv finde ich den Teil über die Belastung vom Honig. Da waren meine Kunden am Anfang beim Stadthonig sehr skeptisch zwegs Belastung und Feinstaub! Da musste ich viel Aufklärungsarbeit leisten und wenn man was schriftlich hat, geht das viel besser!

    Übrigens, so viel Honig habe ich in meinen 5 Jahren auch nicht geerntet. Im Durchschnitt waren es 25kg pro Volk und letztes Jahr bloß 12kg!!!!!

    Holmi, ich stelle gerne 2 Zandervölker zu dir.

    Viele Grüße

    Susanna
    Ein freundliches Wort ist wie Honig: angenehm im Geschmack und gesund für den Körper (Sprüche 16,24)

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