Vor 500 Jahren

Dieses Bild ist von Breughel und ca. 500 Jahre alt. Ich zeige einen Ausschnitt. Interessant sind die dargestellten Beuten. Offenbar handelt es sich um Konstruktionen aus Stroh, die auf der Unterseite mit einem Gewebe (?) verschlossen sind. Ein umlaufendes Band sichert dieses Tuch. Im Hintergrund ist eine solche Beute aufgestellt und man erkennt, dass sie auf zwei Unterleghölzern steht, somit gegen Feutigkeit von unten geschützt ist und die Beute duch das Gewebe atmen kann. Eventuell dient dieser Verschluss zur Transportvereinfachung, wer weiss das? In der Lüneburgerheide sind die Stülper ja nach unten offen. Die Körbe sind recht groß, aber die Menschen waren früher ja auch etwas kleiner. Ich erkenne 2 Eingänge pro Korb-wozu?

Einiges bleibt rätselhaft, aber insgesammt ist es eine gelungene Darstellung, nicht nur aus künstlerscher Sicht , sondern auch aus technisch-imkerlicher Betrachtungsweise. Wer weiss mehr über diese Beuten? Hier gibt es bestimt ein paar schlaue Leute?!?!?!

Kommentare 3

  • In der Lüneburger Heide werden die Stülper zum Transport mit einem Tuch mit eingenähtem Gardinenstoff unten zum Transport verschlossen. Ein Bild findet man, wenn man bei Holtermann in der Suche den Begriff KORBTUCH eingibt. Diese Korbtücher werden aber nicht wie in Breughel's Bild mit einem umlaufenden Band gesichert, sondern mit 4 Metallstiften die an den Ecken angenäht sind befestigt. In den Klindworth-Filmen sind diese in Aktion zu sehen, z.B. hier youtube.com/watch?v=1cd3TA8khTc ab Minute 6:07
    • Stimmt! Guter Hinweis, danke. D.h. die Jungs vor 500 Jahren waren gar nicht so dumm....
  • Die haben nur ein Flugloch, wie auf dem linken Korb sichtbar. Auf dem stehenden Korb, rechts, ist der oebre nur ein Fleck, genau so wie die Flecken auf dem Mantel des mittleren Imkers.