Beiträge von Björn Bienenfreund

    Hallo Blaubiene,
    hast Du denn schon über einen längeren Zeitpunkt die Stechigkeit wahrgenommen oder ist es nur seit kurzer Zeit so?
    Ich habe ein Volk , welches mich entsetzlich verprügelt hatte, während die Nachbarvölker allesamt friedlich waren, zwei Wochen später war der Spuk vorbei, das Volk war friedlich und vital, als wäre nichts gewesen.
    Also, nicht in "Bockshorn" jagen lassen und nochmal kontollieren, bzw. Deine Umweiselung unter möglilcherweise etwas entspannteren Bedingungen durchziehen.
    Viele Grüße,
    Björn

    Hallo Henry,


    selbstverständlich - von Bayer Produkten(z.B. Perizin, Waschlotion(gibt`s die von Bayer?) ,etc. nehme ich natürlich - wenn möglich - Abstand, das Wort "böse" hat damit nichts zu tuen. Auch Monsanto ist nicht böse, er erscheint mir einfach nur skrupellos, an schierer Gewinnmaximierung interessiert.Und hat zudem noch etwas besonders Gefährliches in der Hand. Heute wieder bezüglich Haiti gelesen: "Der Agrarkonzern nutzte die humanitäre Katastrophe geschickt, um seine gentechnisch veränderten nichthybriden Maissorten - sogenanntes "Terminatorsaatgut" , welches keine Wiederaussaat ermöglicht - als Hilfe verpackt auf den lokalen Markt zu werfen. Der medico-Partner Tet Kole protestierte mit anderen Akteuren der haitianischen Zivilgesellschaft immerhin so laut, dass der versuchte Coup von Monsanto international als Skandal gehandelt wurde. Hier in Haiti zumindest ist für alle, mit denen wir( medico international) sprachen, eine Verwirklichung der Menschenrechte nur denkbar, wenn es auch gelingt die Nahrungsmittelsouveränität und Förderung der lokalen Ressourcen in den Blick zu nehmen." Medico international unterstütze ich seit 20 Jahren, kenne einige Menschen aus dem Umfeld, das und so viele andere Berichte reichen mir einfach zur Meinungsbildung. Ich persönlich finde es immer wieder erstrebenswert, sich immer wieder zu entscheiden, Standpunkte zu beziehen, zu handeln. Wenn wir bis zum St. Nimmerleins-Tag im Kopf alles nur hin und herbewegen,weil, es könnte ja doch eine begrüßenswerte Initiative von Monsanto und Co. ausgehen - dann handeln sie allein.
    Die machen das.
    Ist mir einfach zu kostbar das Leben, als es in die Hände derer zu legen von deren Integrität ich nicht überzeugt bin. Manche Leute (damit meine ich jetzt nicht Dich) entscheiden sich ausschliesslich für´s weitere Abwägen, Relativieren, Bagatellisieren, lassen sich gar ihre Meinung BILDen. Ich finde das schade.
    Ja,es gibt nicht nur schwarz und weiss, aber Monsanto ist schon mächtig,mächtig dunkel...(Eine spontane Assoziation : Manche Leute behaupten auch, Hitler sei nicht nur schlecht gewesen, er hätte ja immerhin die Autobahnen gebaut. Aus welchen Motiven(Kriegsvorbereitung) dies geschah ist aber ein ganz anderes Thema.) Ich weiß, jeder Nazi-Vergleich ist letztlich falsch und von Übel, ich möchte damit nur verdeutlichen, dass es durchaus angemessen sein kann, einer Gruppe,einer Partei einem Konzern,etc. rundweg das Vertrauen abzusprechen.

    "Was konkret weißt denn Du, Björn Bienenfreund, über RemebeePro ™?[/QUOTE]"


    Hallo Henry,
    ich weiß gar nichts von RemebeePro, habe heute das erste mal diesen Begriff gelesen.
    Da es aber was mit Monsanto zu tuen hat, lehne ich es ab. Ganz einfaches, eindimensionales Weltbild.Zufrieden?


    Ja - diese Haltung mag ein Vorurteil bestärken, über die Menschen, die ihr Wissen nicht aus sog. Fakten speisen würden- Fortschrittfeinde, Nein-Sager, Wutbürger aber - ich wußte vor Fukoshima auch nichts Fundiertes über Kernkrafttechnik - wäre die Kritik daran deshalb unberechtigt gewesen??


    Du schreibst davon, dass dies ein Forum sei, wo es um Wissen gehe - ich frage nur, was ist Wissen?
    Letztlich ist es immer wieder auch eine Gefühlsentscheidung, welchem Wissenschaftler, welchem Politiker, welchem spirituellem Menschen,etc. wir eher glauben schenken. Dass dies immer wieder überprüft werden sollte, versteht sich von selber.
    Aber wir beherzigen zu wenig, dass der Mensch ein emotionales Wesen ist und eben auch emotional Entscheidungen fällt; Gefühle werden abgelehnt und sich auf die vermeintliche Fakten berufen. Vorsicht Falle! Im Grunde genommen wird alles, ob im Konsum, in der Voksabstimmung, bei den Wahlen, usw. gefühlsmäßig mit-entschieden. Du selber entscheidest Dich ja auch für die Biene und gegen die Varroa,Hornisse,etc.. weil Dir die Biene näher ist.(Dass es Dir wichtig war, einzelne Bienen zu retten, wenn das Volk zugrunde ging, war mir überiegens sehr sympathisch.)
    Und wenn ich schon weiß, dass eine Organisation oder eine Person schon so viel Mist gebaut hat, brauche ich nicht jedesmal neue Vorhaben genau prüfen, um doch noch etwas Gutes darin zu finden - dazu fehlt mir, der ich nicht fünf Stunden am Tag im Netz verbringen kann und möchte, die Zeit. Da pflanze ich lieber einen Baum...
    Mir reicht da schon der Roundup-gelbe Acker von nebenan und die vielen Informationen über dieses Gemisch von Inhaltsstoffen, das Leid der Bauern in Argentinien die damit vergiftet werden, zahlreiche weitere Berichte(z.B.In Nordamerika lässt sich keine Rapspflanze mehr ohne künstlich veränderte Gene finden) um diesen Konzern und alles was er tut rundweg abzulehnen.
    Da ich täglich entscheiden muss, halte ich mich an eigene Erfahrungen und natürlich auch an Menschen meines Vertrauens, wie Sepp Holzer, Klaus Wallner und bei grundsätzzlichen Fragen an Vorbilder wie Dietrich Bonhoeffer, Martin Luther King oder Albert Schweizer.
    Sie alle machen mir einen integeren Eindruck und helfen mir, Meinung zu bilden, dafür muss ich mich nicht in die tiefere Materie von RemebeePro ™ , usw. hereinfuchsen, Allgemein-Weise können wir heute nicht mehr sein. Ich danke z.B. Bernhard, wenn er sich da hinein kniet.
    Apropos Allgemeinweiser : hat Goethe uns in seinem Zauberlehrling nicht verdeutlicht, was geschehen kann, wenn man sich naiv auf etwas einlässt, was man nicht beherrschen kann? Wozu in Anbetracht der Einzigartigkeit aber auch Verletzlichkeit des Lebens es durch eine so fragwürdige Technik auf´s Spiel setzen?
    Lasst uns die Geister, die wir riefen, versuchen los zu werden, solange es noch geht, in Fokushima ist es bereits zu spät...

    Lieber Henry,
    da jetzt so weit auszuholen um Dir zu erklären welche Geschäftsphilosophie Monsanto seit so vielen Jahren fährt, dafür habe ich jetzt keinerlei Nerven und Zeit, entschuldige. Du kannst Dich informieren, Du kannst Dich entscheiden, welch Haltung Du einnehmen möchtest und wenn Du meinst, dass dieser Konzern auch nur einen Handschlag im Sinne einer - ich sage mal - besseren Welt macht, dann glaube es, freue dich darüber.
    Und natürlich spielt Atomkraft da mit rein - wenn es um die grundsätzliche Haltung geht, die Entwicklungen in die ein oder andere Richtung ermöglicht,was glaubst denn Du?
    Ich vertraue nach all den vielen Informationen - und um Vertrauen und Glauben geht es nähmlich durchaus in der Schaffung unseres Weltbildes (und das gilt für jeden Menschen) - auf andere Philosophien und Haltungen.

    Lieber Klaus,
    ich weiß, dass es irritierend wirken mag, wenn jemand unsere Existenz auch mal auf eine Weise beschreibt, die aus dem Herzen spricht, das ist für viele befremdlich, wenngleich doch aus dieser Haltung so manche wertvolle Erkenntnis und Handlung entsprungen ist...
    Nunja, also die Sache mit den zwei Königinnen ist mir schon lange bekannt, sowohl in bestehenden Völkern in der Beute - als auch im Schwarm,das hat mir letztens noch ein sehr erfahrener Berufsimker sehr genau beschrieben. Da ich dieser Person nach über 50 Jahren intensiver Erfahrung mit Bienen vertraue, ist das für mich ein Fakt, auch wenn er kein renomierter Wissenschftler der Bienenzunft ist...

    Wie wichtig ist es, dass wir bei diesem Thema uns bestmöglich informieren, vernetzen und unseren Protest kund tuen!
    Da gibt es ja vielfältigste Möglichkeiten etwas zu tuen - vom eigenen Konsum, Aufklebern, Gesprächen etc. über das Anpflanzen von Bantam-Mais, die Teilnahme an direkten Aktionen...
    Während beim Thema Atomkraft spätestens sei Fukoshima die unbeherrschbaren Gefahren, die damit verbunden sind, weiten Teilen zumindest der hiesigen Bevölkerung gedämmert sind, so ist die Wirkung der Gentechnik nicht so spektakulär wie ein Atompilz oder ein explodierendes AKW, aber nicht minder gefährdend für das Leben auf diesem Planeten.
    Ich denke auch gerade an die bagatellisierenden Worte von Jungimker Peter Harry Carstensen, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, welche er im aktuellen Bienenjournal von sich gegeben hat : Da werden die durch Ausbeutung, Klimaveränderung und soziale/wirtschaftliche Schieflagen leidenden Menschen vorgeschützt : Grüne Gentechnik wird mit Hinweis auf den "furchtbaren Hunger " in der Welt gerechtfertigt, und dass seine Bienen durch gespritzte Rapsfelder Schaden nehmen könnten sähe er so "überhaupt nicht". Das sind die Entscheidungsträger, die noch vor einem Jahr die Laufzeitverlängerung durchgeboxt haben, und die in anderen Bereichen, wo es eben noch kein Fukoshima gab, noch genau die selbe Denke haben. Übel!

    Ja - auf so vielen Ebenen entdecke ich immer wieder, was alles möglich ist und auch welch geheimnissvolle und wunderschöne Blüten das Leben - allein auf dieser Erde, diesem grün-blauem Raumschiff, diesem Organismus im unendlichen und nicht immer für uns sehr wirtlich anmutenden extrem kalten oder heißem Weltraum entwickelt hat. Mit den Blüten meine ich die Ausformungen der sichtbaren wie der für´s Auge unsichtbaren Natur. "Unsere" Bienen sind da eine tolle Gelegenheit, mehr darüber zu erfahren. Und wenn ich bedenke, wie lange sie schon über diesen Planeten summen, werde ich ganz ehrfürchtig und auch dankbar, dass ich sie ein Stück weit begleiten kann...

    Hallo Sabiene,
    ich hatte letztes Jahr einen Schwarm eines Nachbarimkers bei uns an der Hauswand gefangen, die Königin auch mit im Fangkasten, bzw. 2 Tage später in der kleinen Beute. Ein Drittel des Schwarms war aber bereits in die Hauswand (Fachwerkhaus mit Hohlräumen) eingezogen und war auch am Abend des Einfangens nicht mehr bereit, dort wieder auszuziehen, obwohl ja die Königin bereits im Kasten war. (War vielleicht noch eine zweite Königin im Schwarm gewesen - kann gut sein.)
    Nachdem ich also etwa 30m von der Hauswand entfernt das neue Zuhause des Schwarms aufgestellt hatte, entspann sich ein überaus reger Flugverkehr zwischen beiden Völkern - dem in der Wand und dem im Kasten. Das ging über mehrere Tage so, ohne Kämpfe aber doch mit der bei Räuberei ja zu beobachtenden beeindruckenden Intensität des Fliegens (auch bei einsetzender Dunkelheit) und einer großen Unruhe.
    Kämpfe gab es augenscheinlich nicht, auch die Waben schienen nicht geleert zu werden.
    Mir war die Sache dann aber doch nicht geheuer, leider interpretierte ich dieses Ereignis als eine Form der Räuberei, brachte darum die Beute an meinen anderen Stand; denke jetzt aber - und Deine Erlebnisse bestärken mich darin - dass der ursprüngliche Schwarm sich weiterhin als EIN Volk an zwei Orten verstanden hat.
    Sehr spannend!

    Also mit vier "Völklein" hatte ich einmal knapp drei Zentner geimkert, das machte 410 g am Tag - ich liebe Honig, aber ganz allein hat meine Familie das dann doch nicht bewältigen können :-).
    Natürlich müssen geeignete Flächen/Räume für die kommerzielle Produzierung vorhanden sein,eine gewisse Hygiene und Sauberkeit sind uns allen ein Anliegen, das bestreitet doch keiner, keiner jammert darüber. Und dass der Blick häufig so einseitig nur auf die imkerliche Hygiene und in viel zu geringem Ausmaße z.B. auf den Dreck, der täglich auf die Felder gespritzt werden darf, gerichtet wird, muss doch bei dieser Gelegenheit erwähnt werden können!
    Es gibt aber auch Kleinstimkereien mit bis zu zehn Völkern(so wie ich), welche improvisieren müssen und es ist doch sehr erstrebenswert, wenn auch diese wichtigen Kleinimker und Kleinunternehmer mit begrenzten finanziellen Mitteln die Bienenvorkommen erhöhen, damit Naturschutz betreiben und finanziell überleben können, sie haben überdies einen viel unmittelbareren Kontakt zu den Endkunden: wie oft thematisiere ich bei den häufigen Fragen nach dem Bienensterben die Themen Biologische Landwirtschaft, Verantwortung des Konsumenten oder des Kleingärtners, die poltische Ebene,etc.,etc..
    Und da gibt´s ja auch die bekannten Regelungen mit der Privatküche,etc. die kennen wir ja alle. Aber so einfach ist das eben nicht immer für jeden persönlich, da muss man schon nach Lösungen suchen. Da die Möglichkeit im eigenen Haus zu schleudern aber nächstes Jahr für mich persönlich nicht mehr besteht, habe ich ja diese Frage ins Forum gestellt und bin insgesamt auch mit der Resonanz (mit Ausnahme einiger weniger etwas grob anmutender Formulierungen) zufrieden, das gibt Denkanstöße - darum vernetzen wir ImkerInnen uns doch.
    Mit imkerlichen Grüßen
    Björn

    @ Olivier :
    Hallo Olivier, meine Situation ist ähnlich wie Deine : Ich habe mir auch eine eigene neue Schleuder geleistet, es wiederstrebt mir zudem, die Waben in ein Auto zu packen und sie dann durch die Gegend zu fahren, viel Zeit in der Koordination mit anderen Imkern/in Wartezeit zu verliern (außerdem dauert es ja doch einige Zeit, bis der gesamte Honig aus der Schleuder gelaufen ist) während ich zwei Jahre die Erfahrung gemacht habe, dass das Schleudern zu Hause (in einem bodengefließten Raum, welchen ich nächstes Jahr aber leider nicht mehr nutzen kann, da ihn meine Frau dringend für ihre Ausbildung braucht) etwas so Ruhiges und - ich will sagen - auch Idyllisches hat.
    Die Küche ist wegen unserer beiden kleinen Kinder und dem Hund und seinen Haaren auch kein Thema, dass die Zeltlösung nicht optimal ist, sehe ich auch ein, also denke ich an einen Bauwagen, ein Baumarkt-Gartenhäuschen (Ausstellungsstück) oder an eine selbstgemauerte Hütte von etwa 10qm.
    Mal schauen - das Thema scheint aber doch für Viele interessant zu sein, wenn ich die vielen Beiträge sehe.
    Viele Grüße
    Björn