Beiträge von sting

    Wir wollen eines unserer Völker bei einem Freund aufstellen. Dessen Wiese ist aber nur ca 1,5 km weg von uns. Unsere Überlegung war nun, ob es nicht sinnvoll wäre, das Volk noch diese Woche, solange es noch kalt ist und die Bienen noch nicht fliegen, umzustellen. Spricht was dagegen?
    Danke für eure Antworten,
    Gabriele

    Ich hatte auch schon als Kind immer mit Nesselausschlag auf Bienenstiche reagiert. Als wir dann selbst die Bienen hatten, wurde die Reaktion auf jeden Stich heftiger, bis zum allergischen Schock. Ich hab noch nie gehört, dass man manchmal allergisch reagiert und manchmal nicht. Wie auch immer: mir hat die Stichprovokation wieder mehr Freiheit gegeben, ich kann endlich wieder barfuß gehen, Unkraut jäten ohne Angst, Blumen pflücken.
    Gabriele

    Freunde haben uns um unseren Rat gebeten.
    Folgende Situation: eines ihrer beiden Völker hat kaum Futter abgenommen (fertiger Sirup). Beim Aufmachen zeigte sich, dass das Volk ziemlich schwach ist, knappe 5 Wabengassen besetzt (in der oberen von 2 Zargen), und es flogen auch ein paar Wepen heraus! Was hat das zu bedeuten? Hat das Volk überhaupt eine Chance, über den Winter zu kommen? ich würde auflösen, aber der Vorschlag fand keine Zustimmung. Was ist eure Meinung?
    Gabriele

    Danke! Nur noch eine Frage: Wann ist der richtige Zeitpunkt im Frühjahr? Man will da ja auch nicht grGoß stören, andererseits muss die Zarge ja weg, bevor die Bevölkerungsexplosion beginnt.
    Gabriele

    Eigentlich wollte ich mit der Leerzarge bewirken, dass die Königin nicht nach oben geht und wieder in die alten Waben ablegt, die ich ja entsorgen will, aber noch nicht konnte, weil noch Brut drin war. Hab gleich vorhin nochmal reingeguckt, weil ich schnell die Weiselzellen zerstören wollte, und fand, dass es die Bienen doch schon selbst erledigt hatten! Leerzarge weg, alte Waben nach unten, werde die dann eurem Rat entsprechend erst im Frühjahr entsorgen. Ich muss nochmal bei Liebig nachlesen, aber bin mir ziemlich sicher, dass er vom Einengen im Kapitel Spätsommerpflege spricht.

    Diese Bienen machen aber auch nichts so, wie sie sollen!
    Schon Ende Juli, nach dem Abschleudern, hab ich den Honigraum ohne ASG wieder aufgesetzt, damit das Brutnest nach oben geht, und ich die untere Zarge zur Einengung und vor dem Auffüttern wegnehmen kann. So die Theorie...
    Als ich diesen Eingriff dann vor einer Woche vornehmen wollte, waren alle 3 Zargen bei allen 4 Völkern gut besetzt. Habe dann nach einigem Zögern doch beschlossen, die unteren Zargen zu entfernen. Also Bienen abgeschüttelt zurück ins Volk. Rahmen mit gedeckelter Brut gesammelt. Es waren grad eine Zarge voll, die ich dann dem schwächsten Volk (nicht wirklich schwach, aber relativ zu den anderen) über einer Leerzarge zum Schlüpfen aufgesetzt habe. Bei der Kontrolle dieses Volkes gestern fiel ich dann aus allen Wolken: erstens waren die Rahmen voller Bienen, und es ist auch noch einige gedeckelte Brut da, und auf einem Rahmen waren 2 unverdeckelte Weiselzellen mit Made! Offensichtlich war da auch noch unverdeckelte Brut, die ich übersehen hatte. Was nun? Einen späten Schwarm riskieren (bei den Temperaturen ist das doch möglich, oder?) oder Weisellosigkeit, bei der Durchschau vor einer Woche hatten die definitiv noch junge Brut in den unteren Zargen, da wäre es doch logischer gewesen, sich dort einen neue Königin zu basteln statt über der Leerzarge???
    HILFE!!!!
    Gabriele

    Ich hab großen Respekt vor Säure, nachdem vor einigen Jahren meinem Mann ein Tropfen durch den Handschuh auf die Haut ging, und die sich dann total schälte.
    Deswegen drück ich´s ganz fest (bis zum Anschlag) drauf, weil ich Angst hab, dass es kippt! Ich weiß nicht, wie schnell es dann verdampft, weil ich erst nach 3 Tagen reinguck....
    Gabriele

    Liebig schreibt: beim starken, überwinterungsfähigen Volk sollten beim Blick durch die Folie alle Wabengassen gut mit Bienen besetzt sein, beim Blick von unten durch das Flugloch sollte das Volk über mindestens 5 Wabengassen durchhängen oder sogar auf dem Gitterboden aufsitzen.
    Okay, die Anweisungen sind sehr klar. Der Teil von oben ist auch leicht. Aber als ich vorhin (ca 20.00) mal probeweise von unten reingeguckt habe, konnte ich vor lauter Bienen, die gleich innen am Loch saßen, nichts sehen. Ist das nun wirklich, weil es eben ein starkes Volk ist? Oder könnte es sein, dass ich zur falschen Tageszeit geguckt habe, also dass gerade alle heimgekommen sind und sich erstmal sortieren müssen? Oder ist es jetzt sowieso noch zu früh, um eine Entscheidung über Vereinigung von schwächeren Völkern zu treffen?
    Vielen Dank für eure Antworten
    Gabriele

    Es lässt sich anhand eines Allergietests feststellen, ob und wie stark jemand auf Bienenstiche reagiert.
    Ich wurde 6 Wochen nach dem anaphylaktischen Schock getestet, vorher geht nicht, da alle Medikamente, die während des Schocks gegeben wurden, abgebaut werden müssen, da sie das Ergebnis des Tests verfälschen. In der Allergologie der Hautkinik in Tübingen wurde mir aufgrund der Testergebnisse eine Hyposensibilisierung angeboten. Ich war vor 1 1/2 Jahren stationär dort zur Einleitungsphase, in der in stetig höherer Dosis Bienengift injiziert wird, ich weiß nicht mehr genau, wie oft, 8-10 Mal etwa. Seither werden mir monatliche Bienengiftspritzen bei der Hausärztin verabreicht. Letzte Woche hatte ich in der Klinik eine Stichprobe. Ich habe nicht mehr allergisch reagiert, nur noch mit einer lokalen Schwellung. Jetzt muss ich noch bis Ende 2015 weiter gespritzt werden, erst noch 5-wöchig, dann 6-wöchig.
    Ich kann jeden, der eine allergische Reaktion hatte, dazu ermuntern, einen Allergietest machen zu lassen, statt in ständiger Angst zu leben, ob das nun eine einmalige Sache war oder nicht. Und wenn es dann nötig ist: eine Hyposensibilisierung ist zwar etwas zeitaufwendig, aber sie lohnt sich!
    Gabriele

    Nach 1 1/2 Jahren monatlicher Spritzen war ich nun in der Hautklinik Tübingen zur Stichprovokation. Keine allergische Reaktion mehr, nur eine Schwellung um die Einstichstelle! Jetzt geht´s zwar noch weiter mit den Bienengiftinjektionen, nur alle 5 Wochen, in einem Jahr alle 6, bis 2015, aber ich muss keine Angst mehr haben. Freue mich total.
    Gabriele

    Lieber Ralph!
    In einer Nacht-und Nebelaktion bin ich nochmal in den Baum gestiegen und hab es geschafft, einen Großteil der Resttraube in einen Eimer zu befördern. Hab diesen vor der Beute ausgeleert, und sie sind tatsächlich langsam aber sicher hineingewandert.
    Danke für den Tipp! Einzig der Gedanke daran, dass sie morgen wieder auf der Suche nach der Königin den Garten unsicher machen, hat mich in die Gänge gebracht. Ich hab jetzt echt die Schnauze voll, blöde Viecher!
    Gabriele

    Gestern ist ein Volk geschwärmt, trotz Schröpfen und Durchsicht vor einer Woche. Jaja, ich weiß, wir haben eine Schwarmzelle übersehen, obwohl wir jedes einzelne Rähmchen gezogen haben. Wahrscheinlich waren unsere Augen schon übermüdet, es war das letzte an dem Tag. Na egal. Ich will euch die Lage mit dem Schwarm beschreiben: er hatte sich ganz blöd, erstens hoch oben auf einer Zypresse, und zweitens um den Hauptstamm rum, niedergelassen. Haben es geschafft, in mehreren Schritten viele Bienen abzuschütteln und in eine Zarge zu geben. Trotz offenem Eingang blieben sie drin, und sind vom Deckel in einer U-förmigen Traube runtergehängt, also denke ich doch, dass die Königin dabei ist. Was allerdings sehr seltsam ist: die restlichen Bienen vom Schwarm hängen z.T. immer noch oben, obwohl die Zarge nur 2 Meter weg von der Zypresse steht. Die müssten doch eigentlich merken, dass sie dort noch einziehen könnten??? Und seit ca. 2 Stunden ist im Garten die Hölle los, es flitzen Bienen total chaotisch kreuz und quer, fliegen sogar gegen Fensterscheiben. Bei den normalen Völkern ist zwar viel los, aber das ist wohl, weil das schönste Erntewetter herrscht. Ich glaub, das ist ein Teil von dem Restschwarm. Sind die total orientierungslos oder was?
    Ich wäre dankbar über Erklärungsversuche!
    Gabriele

    Also, jetzt bin ich fertig mit der Durchschau. Meine Frage hab ich vorher gestellt, weil ich alle möglichen Szenarien bedenken wollte.


    Volk 1: dutzende WZ mit z.T. dicken fetten Maden. Brutrahmen für Sammelbrutableger entfernt, ebenso Baurahmen entfernt, da meist verdeckelte Drohnenbrut, und neuen eingehängt.
    Volk 2: insgesamt schwächer, nur ein paar Spielnäpfchen.
    Volk 3: wie 1 sehr stark, aber nicht gar so viele WZ. ebenfalls Brutrahmen und Baurahmen entfernt.


    So, jezt bleibt nur noch zu hoffen, dass es noch nicht zu spät war...
    Gabriele