Beiträge von joolwi

    Es ist kein sachlicher Grund vorgetragen, die 3 Ableger am Ablegerstand nicht auch dem KS-Verfahren, das dort zudem offen durchgeführt werden könnte, zu unterwerfen. Ganz im Gegenteil tut sich das Amt keinen Gefallen, wenn dort keine Bienen mehr verbleiben. Dann ist nämlich gerade keine zügige Auflösung des Sperrbezirkes möglich, weil dann nämlich keine Proben von irgendwas genommen werden können. (Auch tote Völker ließen sich beproben, die Waben sind im Frühjahr ja vorhanden.)


    Hallo Henry,
    der Veterinär hat uns hier das Gesetz gezeigt: Wenn alle Völker an einem Standort getötet sind und das Material desinifiziert ist, gibt es keinen Grund mehr für den Sperrbezirk.
    Schöne Grüße
    Johannes

    So, nun war der Veterinär zur Besprechung da und hat sich 1,5h Zeit für uns genommen und alle Fragen beantwortet.
    Wie schon gewohnt (grins) läuft in Bayern einiges anders als in anderen Bundesländern.
    Nun weiß ich, dass bei uns im Labor eine rein qualitative Untersuchung und keine quantitative gemacht wird.
    Man bekommt also nur die Aussage: vermehrungsfähige Sporen vorhanden - oder eben nicht.


    Er hätte am liebsten, die Faulbrut in seinem Verantwortungsbereich ganz auszurotten. Dabei ist er sich recht sicher,
    dass das mit der früher gemachten Methodik, nur klinischen Befall zu behandeln, nicht möglich ist.
    Vom Standpunkt der "Seuchenbefreiung" wäre es ihm am liebsten, überall wo Befall ist, alle Völker abzutöten, alles
    zu desinfizieren und dann ganz von vorne zu beginnen. Er meint, so wird man der Seuche am ehesten Herr.


    Aber er ist - wie schon beschrieben - einverstanden, dass wir nur die Völker mit klinischem Befund abtöten, den Rest
    können wir durch Kunstschwarm sanieren. Von unseren 11 Völkern war eines ohne Befund, 2 klinisch, der Rest hat
    in den Futterproben Sporen aufgewiesen.
    Der Veterinär sagte auch, dass hier bei uns ein extremer Befall ist, wie er es so nicht kannte (aber vor kurzem auch
    noch in einem anderen Bezirk hatte).


    Er hat uns genehmigt, die 3 Ableger auf dem "feuergefährlichen" Platz zu unseren anderen Völkern, die saniert werden,
    zurückzuholen.


    Was mir zu vage war war die Antwort auf meine Frage, was denn bei dem Kunstschwarmverfahren ein sporenbefallenes
    Volk von einem klinisch belastetem Volk unterscheidet, also im Prinzip die Frage, warum ich denn nun letztere abtöten muss.
    Abgesehen von der Tatsache, dass in dem bayerischen Gesetz steht, dass bei klinischem Befund abzutöten ist meinte er,
    dass diese ja in einer Beute mit Milliarden von Sporen leben und diese nicht so einfach wieder loswerden.
    Nunja, das hat mich nicht überzeugt.


    Aber ansonsten können wir uns nicht beschweren, da er doch auf unsere Argumente eingegangen ist und verstanden hat,
    dass wir uns mit größter Intensität darum bemühen werden, dass bei der Nachkontrolle in 2 Monaten kein Befund mehr vorliegt.


    In einer Woche haben wir die mobile Reinigungsstation. Ich komme hoffentlich dazu, ein paar Bilder zu schießen und werde
    die dann hier einstellen.


    Schöne Grüße
    Johannes

    Danke für Eure Antworten und Infos.
    Das hilft uns schon weiter, weil es unser Meinungsbild breiter macht und uns auch immer wieder Argumente gibt im Gespräch mit dem Veterinär
    (der mir prinzipell erst mal sympathischer ist mit seinen eigenen Bienen als einer, der nicht selbst Imker ist).
    Heute habe ich erfahren, dass der Sperrbezirk aktuell noch gar nicht um diese Ablegerstände erweitert ist - das würde erklären, warum er die
    gerne geschwefelt hätte.


    Wie ich ebenfalls heute erfahren habe, haben wir am Ablegerstand ein ganz anderes Problem: das ist ein Holzplatz in Waldrandnähe.
    Also absolut nicht möglich, dort ein Feuer zum Verbrennen alles dort befallenen Materials zu entfachen.
    Also müßten wir doch von dort die Bienen umziehen, mal sehen, was der Vet dazu sagt.


    Am Freitag kommt der Veterinär damit wir in Ruhe alles besprechen können. Und nächste Woche Freitag haben wir dann den mobilen Reinigungsstand
    (ist anscheinend momentan stark im Einsatz). Wir hoffen, dass wir dann von Freitag bis Sonntag alles erledigt haben.


    Schöne Grüße
    Johannes

    Und so geht das Malheur weiter:
    Meine Imkerkollegin hat eben mit dem Veterinär telefoniert, der ihr die Ergebnisse gesagt hat.
    Alle 11 Völker sind befallen. Die 2 Völker, bei denen er bei der Begehung die Faulbrut festgestellt hat verlangt er, dass diese getötet werden.
    Bei den anderen Völkern gestattet er uns das Kunstschwarmverfahren.
    (Er hat sich wohl so geäußert, dass er nach seiner Erfahrung eigentlich immer verlangt, dass alle Völker getötet werden, aber weil wir relativ
    neue Ware haben und alles recht sauber aussah und weil wir keinen Bienenstand (???) haben gestattet er uns eben den Kunstschwarm).


    Wir haben einen Standort wo 3 Ableger stehen, wovon einer geschwefelt werden muss.
    Sein Vorschlag ist, dass wir die 2 anderen Ableger auch töten.
    Begründung: Extra wegen dieser 3 Völker mußte er den Sperrbezirk erweitern (war vorher nicht bekannt, dass da Völker stehen).
    Anscheinend möchte er mit der Maßnahme "Völker töten" den Sperrbezirk sofort wieder verkleinern können.
    Wir sind da verständlicherweise nicht so begeistert.
    Andererseits sind die 2 übrigen Ableger zu klein für einen Kunstschwarm.
    Ich würde ja am liebsten die 2 Völker mit anderen Völkern zusammenlegen und dazu die Völker innerhalb des Sperrbezirks "verschieben".
    Das will er aber wohl nicht gestatten.


    Wo ich immer noch nicht weiß, wie ich es machen soll, ist die Königinnenauswahl. Wir können ja alle Königinnen käfigen.
    Am Schluss haben wir durch Zusammenlegen um überhaupt auf Bienenmasse zu kommen viel weniger Völker. Wie macht man das mit
    den überzähligen Königinnen? Unsere Königinnen sind nicht gezeichnet und wir wissen grob das Alter. Sollen wir einfach junge Königinnen
    aus Ablegern bevorzugen? Oder mehrere Königinnen in den Kunstschwarm gekäfigt einführen und der Bien wählt?


    Was mir noch viel mehr sorgen für die Zukunft macht: es geht im Ort das Gerücht um dass verschiedene Imker ihre Völker aus den Sperrbezirk
    verstellt haben. Wissen tue ich nichts, aber damit muss ich fürchten, dass der Mist weiter geht.
    Der Veterinär war nämlich auch sehr verwundert, dass wir in jedem Volk die Belastung haben, hat er so nicht erwartet. Starke Völker die schwache
    ausrauben OK, aber warum auch in schwachen Völkern und Ablegern?


    Soweit erstmal für heute. Der Veterinär trifft sich mit meiner Kollegin und mir am Freitag und will alles mit uns nochmal durchsprechen.
    Soweit ich hier die Forumsbeiträge verstanden habe gibt es ja keinen zwingenden Grund, ein befallenes Volk zu töten, denn wenn ich
    die Brut entferne und den Bien hungern lasse, bin ich doch die Sporen nahezu los, oder.
    Oder soll ich von einer Anfälligkeit meiner Bienen ausgehen und diese deshalb töten? Dann müßte ich es doch mit allen tun, wenn alle die Belastung haben?


    Schöne Grüße
    Johannes

    Hallo Henry,
    (interessant - um mal abzuschweifen: schreibt man eine Antwort und klickt dann auf Vorschau und genau in diesem Moment kommt eine pm rein, dann muss man irgendwie die Meldung zur pm abarbeiten und danach landet man in den pm's und der geschriebene Text ist weg - so ein mist)


    Wir arbeiten mit Zander und die Honigräume sind abgeräumt. Der Veterinär hat bei uns 4 Standorte definiert, wovon bei 2 Standorten Befall festgestellt wurde (2 von 7 Völkern). Dabei ist der eine Befall
    ein Ableger vom anderen. Wenn die 2 anderen Standorte befundfrei sein sollten nach den Laborergebnissen, haben wir auf jeden Fall kein Materialproblem.


    Meine Bedenken beziehen sich hauptsächlich auf das Feststellen des Verhungerns im Keller - Du schreibst: "Hunger wird eng überwacht" - da kann ich dann wahrscheinlich auch keine lange Nachtpause
    einlegen? Und eine ganz praktische Frage dazu: wie kontrollierst Du? Wenn ich unten aufmache um nach den Totenfall zu sehen, kommen dann die Bienen nicht in einer Vielzahl raus und meine Frau
    bekommt einen Schreianfall ob all der Bienen in ihrem Keller?


    Wenn ich beim offenen Verfahren beim Freiflug immer nach Wabenbau schaue, kann ich dann nicht gleichzeitig mit Milchsäure behandeln?


    Ansonsten finde ich Deine Argumente sehr gut nachvollziehbar und bin mir wirklich unsicher, wie wir es machen sollen.
    Materialtechnisch habe ich erst befürchtet, dass wir es wie in diesem Film zu machen haben:
    https://tib.flowcenter.de/atibplayer/index.php?clid=9188
    und da gibt es eben für jedes Volk einen Kunstschwarmkasten.
    Aber apirita schreibt ja, dass das so nicht notwendig ist.


    Ich werde wohl mit meiner Kollegin weiter die Argumente abwägen und hin- und her überlegen, wie wir am besten zum Wohl unserer Bienen vorgehen.


    Noch eine andere ganz praktische Frage:
    Gehen wir davon aus, dass auf einem Standort neben dem befallenen Volk auch Völker stehen, die laut Laborergebnis frei von Sporen sind.
    Muss ich dann da gar nichts machen?
    Oder soll man die auch zum Kunstschwarm machen?
    Die Frage hat natürlich auch damit zu tun, dass aus vielen kleinen Völkern nur sehr wenige Kunstschwärme werden können, die eine Überlebenschance haben.


    Danke für Deine und Eure Mühe, uns zu unterstützen!
    Schöne Grüße
    Johannes

    Hallo Melanie und apirita,
    ohne google - macht richtig Mühe, einen sauberen Link zu erhalten:
    http://www.llh-hessen.de/downl…ung_0907_bbk%20100921.pdf


    Ich wohne in Bayern. Bei der Begehung war ich nicht dabei. Aber meine Kollegin, die es als Selbstständige hier erwischt hat (siehe Henry) konnte mir erzählen,
    dass der Veterinär selbst Bienen hat und insgesamt waren wohl er und der erfahrene Imker, der die Völker untersuchten, sehr hilfsbereit und zugänglich.
    Es scheint auch so zu sein, dass wir zwar gesagt bekommen nach den Ergebnissen, was zu tun ist, aber es wird uns dabei nicht auf die Finger gesehen.
    Nach ca. 2 Monaten kommt dann wohl die Nachkontrolle und eventuell - natürlich bei wieder positiven Befund - nächstes Jahr noch ein Besuch.


    Das Kontrollgespann hat jedenfalls selbst davon erzählt, dass man Kunstschwärme erzeugen kann.
    Allerdings sagte er auch, dass unsere teilweise sehr kleinen Völker kaum dazu geeignet seien (sogar das doch starke befallene Volk soll zu klein für einen Kunstschwarm sein).
    Andererseits sagte er auch, dass es gerade die kleinen Völker kaum befällt, so dass die Möglichkeit gegeben ist, dass bei denen gar keine Sporenbelastung gegeben ist.


    Da stellt sich dann bei mir die Frage, ob man ein Risiko eingeht, wenn man - wenn ohne Befund, die kleinen Völker gar nicht anfasst, sprich saniert.
    Es gibt hier ein Bildungszentrum Triesdorf, das alle möglichen Landwirtschaftsbereiche abdeckt u.a. auch die Bienenzucht.
    Von denen kann man sich einen Anhänger ausleihen, auf dem alles drauf ist für die Sanierung mit Dampfwachsschmelzer, Kessel für Natronlauge und die Möglichkeiten,
    Holzbeuten auszubrennen. Das ganze kostet uns nichts, wenn wir eine Bestätigung vom Amtstierarzt erhalten.
    Die Triesdorfer sagen, dass man so ein Mobil normalerweise 3 Tage braucht - daran sieht man ja dann den Zeitaufwand.


    Noch mal ganz allgemein die Frage: Wenn ich auf einem Stand befallene Völker habe und der Rest ist nicht befallen.
    Saniere bzw. schwefle ich dann nur die befallenen Völker?
    Muss man bei den Völkern mit keinem Befund nichts machen?
    Besteht da nicht die Gefahr, dass durch die Nähe des Seuchenherds die auch befallen werden?


    Schließlich vergehen z.B. bei uns zwischen dem Besuch des Veterinärs und den Laborergebnissen 10-14 Tage. Und dann muss ja auch noch das Mobil geordert werden
    so dass es nicht unrealistisch ist mit bis zu 3 Wochen zu rechnen vom Besuch bis zum Beginn der Sanierung der zu dem Zeitpunkt bekannten befallenen Völker.


    Schöne Grüße
    Johannes

    Hallo Miteinander,
    ich betreibe mit meiner Kollegin seit einigen Jahren die Imkerei mit momentan 10 Völkern
    (auch wenn wir schon einiges gelernt haben sind wir gefühlt bestimmt noch lange Zeit Anfänger).
    Vor kurzem wurde unser Gebiet Sperrbezirk wegen AFB.
    Inzwischen war der Veterinär auch bei uns. Erst ganz begeistert: bei so tollen goldgelben Waben
    gibt es bestimmt keine Faulbrut...
    Und dann fand er auch bei uns ein Volk und der dazugehörige Ableger mit AFB.
    Momentan warten wir auf die Laborergebnisse für die restlichen Völker.
    (Im Sperrbezirk sind anscheinend sehr viele Imker betroffen, aber ich habe noch nicht gehört, dass
    man die Ausbruchsquelle gefunden hat)


    Ich habe hier im Forum nun schon rauf und runter alles mögliche dazu gelesen (sehr informativ für mich
    waren da vor allem die Beiträge von Henry). Natürlich auch sonst im Internet geguckt, was so alles
    getan und empfohlen wird.
    Was mich persönlich an vielen Methoden stört ist die Hungerphase mit sehr vielen toten Bienen und wenn
    man nicht sehr gut aufpasst, geht das ganze Volk ein.


    Nun habe ich mir folgendes pdf angesehen:
    http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=4&ved=0CC8QFjAD&url=http%3A%2F%2Fwww.llh.hessen.de%2Fdownloads%2Fbieneninstitut%2Farbeitsblaetter%2F03_krankheiten_seuchenrecht%2F312%2520-%2520Offenes%2520Kunstschwarmverfahren%2520zur%2520Faulbrutsanierung_0907_bbk%2520100921.pdf&ei=RUa9U5nQEoeg4gSA34GwDA&usg=AFQjCNG83ao6NDjocw8XnWSj26t-AFN0gA&bvm=bv.70138588,d.bGE&cad=rja


    Was mir bei der Methode gefällt ist erstens, dass ich mit meinem vorhandenen Material arbeiten kann und nicht wie ich es woanders gesehen habe, mir lauter
    Kunstschwarmkisten besorgen muss. Aber vor allem läuft es ohne Kellerhaft und mit viel geringerer Gefahr meines Erachtens, dass das Volk verhungert.


    Nun meine Fragen:
    Habt ihr schon mit der Methode gearbeitet?
    Was haltet ihr von der Methode?


    Und dann ganz unabhängig von der Methode.
    Unsere Völker haben sind entweder aus Schwärmen entstanden oder wir haben Ableger gebildet wo die Bienen sich selbst eine Königin gezogen haben.
    Anders ausgedrückt: Wir überlassen den Bienen, was für eine Königin sie wollen und kontrollieren auch nicht das Alter der Königinen.
    Wenn wir nun mehrere Völker für die Aktion zu einem Volk zusammen fassen, wie geht man dann am besten mit den Königinen um (Ich würde die vorher
    käfigen): Meine Intension wäre, zusammengelegten Völkern Ihre Königinen dazugeben und die bessere gewinne.


    Ich vermute mal, da bekomme ich hier viel Protest. Andererseits - woran soll ich die Vitalität der Königin erkennen?


    Ich danke Euch für Eure Meinungen


    Schöne Grüße
    Johannes

    Hallo Honigfreunde,
    erstmal danke für die Infos (rapido hab ich auch schon gelesen, ob es mehr bringt als meine Spirale?)
    Hat es denn keiner von Euch mal mit einem (Akku)Schrauber probiert?
    Theoretisch doch optimal geeignet, da die sich ja mit viel Kraft langsam drehen.
    Da wäre dann nur die Frage, wieviel Nm notwendig sind.


    (Gestern hab ich mal 36 Gläser abgefüllt: Schweinearbeit bei der Konsistenz und hat 1,5h gedauert:
    der Honig schlängelt sich ins Glas :-?
    )
    Schöne Grüße
    Johannes


    Das Problem ist, dass das Bundesverfassungsgericht die ökonomischen Konsequenzen meist ausblendet - dabei leben wir in einer ökonomisch schicksalhaften Lage, die gleichzeitig eine Schicksalsfrage ist für die Staaten Europas, insbesondere für Deutschland.
    der
    Drohn


    Äh - Drohn:
    Was soll denn das Bundesverfassungsgericht sonst tun?
    Die Aufgabe des Bundesverfassungsgerichts kann ja nicht sein, ökonomisch zu handeln, sondern den "Wortsinn" der Verfassung zu erhalten.
    Sich ändernde Rechtsprechung des BVGs kann IMHO nur so geschehen, dass die Verfassung durchaus auch im Licht eines sich ändernden "Staatsvolks"
    betrachtet wird.
    Das ist wohl die feine Kunst, der Intension der Verfassung gerecht zu werden.
    Es kann doch nicht die Aufgabe des BVG sein, ökonomisch recht zu handeln und dabei die Intension des Verfassungtextes nicht zu beachten.
    Schöne Grüße
    Johannes

    Hallo Marion,
    vielen Dank für die links, der Fachterminus "überrühren" hat mir gefehlt.
    Jetzt habe ich das mal alles gelesen, bin aber immer noch nicht wirklich "wissensbefriedigt".
    Da ich meine Bohrmaschine kurz vor dem Exidus für den Job ausgemustert habe, mache ich den
    Job eben momentan mit einem Farbrührer mit ca. 500U/min.
    Also nach gelesenem wohl wesentlich zu schnell.


    Zwischenfrage: Hat schon mal jemand Erfahrungen gesammelt mit einem (Akku-)Schrauber?
    Die gibt es ja in zahlbaren Preislagen bis 40Nm - langt da die Kraft?


    Wenn ich mit dem Rühren durch bin, dann habe ich schon diesen perlmuttartigen Glanz (meine ich).
    Der Honig hat durchgehend die gleiche Konsistenz - würde er diese so halten, wäre ich zufrieden
    (letztes Jahr hat es so geklappt - Glück?)
    In wie weit ich bei der Tätigkeit Luft eingerührt habe, weiß ich schlecht einzuschätzen.
    Die hohe Drehgeschwindigkeit ist da bestimmt kontraproduktiv.


    Super wäre es, wenn all ihr erfahrenen Honigrührer mal schreibt, mit welcher Gerätschaft ihr arbeitet.
    Dann kann man sich als Anfänger mal daran orientieren, welche Rührstäbe und welche Rührmotoren
    langjährig zu guten Ergebnissen führen.


    Schöne Grüße
    Johannes

    Hallo Honigfreunde,
    ich habe vor einer Woche festgestellt, dass meine Bohrmaschine nicht mehr geeignet war, im 30l Eimer den Honig zu rühren - schon zu fest.
    Hab mir dann schnell einen Kraftmischer besorgt, der allerdings nur eine Festdrehzahl von ca. 500U/min hat.
    Mit dem hab ich dann den Honig gerührt un der war dann schnell wieder "streichzart".
    Ich habe so einen gewendelten Edelstahlrührer und nach wenigen Minuten war die Arbeit erledigt.
    Nun stelle ich mir die Frage, ob man es auch übertreiben kann mit dem Rühren:
    Ich wollte den Honig noch in dem Eimer lassen (hat einen Quetschhahn) und deshalb bis ich zum Abfüllen komme, regelmäßig rühren.
    Kann ich den Honig zu viel Rühren?


    Schöne Grüße
    Johannes

    Hallo Abraxas,
    die haben geschrieben, dass sie das so interpretieren.
    Wobei es für mich im Artikel danach klang als wären die sich dessen bewußt, dass das eine "angreifbare" Interpretation ist :-D
    Schöne Grüße
    Johannes

    Da kann ich Dir ein hübsches Beispiel nennen:
    Es gibt ja immer wieder in Anhörungen zu die Bürger aufregenden Geschehnissen Laien, die sich hochkompetentes Wissen angeeignet haben.
    Da fällt mir z.B. Anhörungen zu Gefahren von Atomkraftwerken an, wo es den Fachleuten nicht unbedingt so recht war, dass der Laie ihnen
    bei den Argumenten Paroli bieten konnte.
    Aber realistisch betrachtet: Wer auf dem Niveau mitdiskutieren will, der muss wohl über eine lange Phase all seine Energie und all
    seine wie auch immer verfügbare Zeit in das Erlernen und Verstehen solchen Wissens investieren.
    Wer kann das in dieser Intensität leisten? Die Wenigsten.
    Couchpotatoes haben wohl weder die Energie noch die Lust dazu,
    und wer Vollzeit einer bezahlten Tätigkeit nachgeht und nebenbei auch noch gut eingebunden ist in Nachbarschaft, vielleicht Ehrenamt
    und ein bischen Haus und Hof, der wird da schon gewisse Probleme haben, diese Zeit zu investieren.


    Hut ab vor jedem, der in Fachfragen, die nicht zur eigenen Ausbildungs- und Arbeitswelt gehören und genügend komplex sind,
    welcher darin ein hohes Wissen angesammelt hat (und auch noch up-to-date ist, denn die Welt dreht sich ja bekanntlich immer schneller :lol: )


    Schöne Grüße
    Johannes