Beiträge von Apidät

    Fragt sich nur, ob die "nur" angeätzten dann noch Lust auf Vermehrung haben...
    Ich sehe in Säure und ätherischen Ölen das kleinere Übel.


    Die Frage nach der Lust stellt sich für mich nicht, ob sie noch dazu im Stande sind ist die große Frage. Anscheinend überleben nach einer Säurebehandlung immer noch ein paar, die sich fortpflanzen, sonst gäbe es keine Varroamilben mehr, oder?


    Was meinst du mit ätherischen Ölen?

    Die Milben werden doch nicht zwingend resistenter gegen die Ameisensäure.


    [...]


    Stefan


    In meinem Beitrag #17 habe ich schon versucht zu erklären warum ich an eine Art von "Resistenz" für möglich halte. Wenn ich zum Besispiel die Behandlungsempfehlungen der Imkerzeitschriften im Verlauf der letzten Jahre anschaue, werden immer hochprozentigere und öftere Anwendungen empfohlen. Ich bin kein Biologie-Wissenschafter und ich weiß, dass das kein Beweis ist, aber für mich ein Indiz.


    Deine Reh-Vergleichs-Theorie halte ich für ziemlichen Humbug. Zuerst wollte ich nicht darauf eingehen, aber jetzt trotzdem meine "Erklärung" dazu: Für Wild gefährlichen Verkehr (Anzahl, Geschwindigkeit) gibt es noch keine 100 Jahre. Schau dir mal Filme nach dem 2. WK an! Außerdem ist mit Autos nur eine zufällige und kleine Anzahl der Rehpopulation betroffen. "Resistenzen" gegen Jäger wären viel effektiver. :- ) Bei Varroamilben hingegen überleben nur die, die mit der Säure besser klar kommen. Es findet also eine bewusste Selektion statt.


    Euer Apidät

    [...]


    Ansonsten können wir nur die Bienen auf Varroajagd, sehr hohen Putztrieb, und Milbenfüße abbeißen auslesen, das scheint ihre eigene bevorzugte Methode zu sein.:wink:


    Deswegen finde ich ja die Puderzuckermethode so interessant: Bienenvölker mit besseren Putztrieb werden größeren Erfolg haben. Natürlich "züchtet" man auch Milben mit besseren Haftbeinen, aber persönlich schätze ich eine schnelle Verträglichkeit der Milben gegen Säuren höher ein.

    @ Ralph alias Kleingartendrohn: Mir ist auch klar, dass nur Puderzucker nicht zur Komplettlösung im Varroaproblem beiträgt. Ich habe nächste Saison vor Brutscheunen mit Fangwaben zu bilden. Was ich dann mit den brutfreien, varroabelasteten Bienen in Altvolk und Brutscheune mache ist noch nicht sicher. Oxalsäure, Milchsäure, Puderzucker, Wärme oder vielleicht eine Kombination mehrerer Anwendungen?


    @ Immenhalter: Ich weiß jetzt nicht, ob Resistenz der richtige Begriff ist. Aber wenn ich mir die Beiträge hier, die Vorträge bei Imkerkursen, Artikel in Imkerzeitschriften und Gesprächen mit anderen Imkern im Verlauf der letzten Jahre ansehe, gibt es die Tendenz mit immer hochprozentigeren Säuren immer öfter zu behandeln und die Problematik sich eher verschlechtert hat. Das ist keine wissenschaftlich belegte These, sondern mein persönlicher Eindruck.

    Ich finde Abraxas Idee einen guten Anfang für ein Behandlungskonzept und ich fände es schön, wenn wir hier Vorschläge zur Verbesserung sammeln könnten. Danke an Bernhard für den ausführlichen Beitrag. Meine persönliche Einschätzung ist, dass man auf Dauer mit der Behandlung von (immer mehr) Säuren die Problematik verschlimmert (Stichwort Resistenzen) und sich langfristig nach Alternativen umschauen muss. Das Gute an der Puderzuckermethode ist, dass man den Putztrieb der Bienen anregt und eventuell besser darauf selektieren könnte. Also welches Volk schüttelt nach dem Puderzucker am meisten Milben ab.


    Mein Vorschlag:
    Nach der Abschleuderung Entnahme der Brut und bilden von Brutscheunen. Die Altvölker mit der Puderzuckermethode behandeln. Die Königin der Brutscheunen auf eine Wabe sperren. Wenn diese verdeckelt ist entnehmen und Brutscheunenbienen wieder mit Puderzucker behandeln. Dabei vielleicht die Bienen in Schwarmfangbehälter mit varroadurchlässigen Sieb geben und mit Puderzucker einstäuben. Mit den behandelten Bienen Altvölker verstärken.


    Eventuell könnte man nach der Puderzuckermethode noch eine weitere Behandlung mit (Mich-)Säure durchführen. Das ganze ist natürlich sehr arbeitsaufwendig und nur für Hobbyimker mit wenigen Völkern gedacht.


    Als Anfänger würde ich mich über konstruktive Kritik freuen.


    Euer Apidät

    Ich möchte auch noch eine Hornissengeschichte loswerden:


    Letztes Jahr habe ich mich gewundert, warum auf unseren Terassentisch immer Wespenteile fallen. Über den Tisch ist ein schöner Weinstock, deren Früchte sich Wespen zu unserem Leidwesen als Nahrungsquelle erschließen. Dazwischen mogelten sich immer wieder Hornissen, die die Wespen verspeisten. Bis dahin konnte ich mir nicht vorstellen, dass für Hornissen Wespen auf dem Speiseplan stehen. Solche Beobachtungen zu machen ist wirklich interessant und lehrreich.


    An unserem Bienenstand verirren sich auch gelegentlich Hornissen; ich habe aber noch keine beim Fangen einer Biene "erwischt".


    Bei der Gelegenheit möchte ich nochmal dazu aufrufen: Wenn es unter Euch Freiwillige und Fähige gibt, die diese gewonnen Daten entsprechend mit mir zusammen aufbereiten möchten, seid Ihr herzlich dazu eingeladen.
    Für die grafische Aufarbeitung habe ich mir den Herbst und Winter reserviert. Hilfe ist jederzeit herzlich willkommen.


    Ich bin es beruflich gewohnt, größere Datenmengen zu verarbeiten und graphisch aufzubereiten. Als Programm verwende ich dabei häufig Matlab. Falls du Interesse an einer Zusammenarbeit hast, melde dich einfach bei mir.

    Ich bin Imker-Anfänger mit Magazinbeuten (Dadant) und habe auch mit dem Gedanken gespielt, mit der Bienenkiste zu starten. Meiner Meinung liegt der Schwerpunkt bei der Bienenkiste eher bei dem Beobachten des Phänomens Bien und der Bestäubung; bei den Magazinbeuten steht die einfache Honigernte im Vordergrund. Natürlich kann man mit der Bienenkiste auch Honig ernten und umgekehrt...


    Jeder Imker, ob Anfänger oder Fortgeschrittener, kann sich nun für ein System (oder mehrere) entscheiden. Wichtig ist nur, dass er sich über Vor- und Nachteile der jeweiligen Systemen ausführlich informiert und damit glücklich wird.

    Hast Du eine digitale Temperaturanzeige dran? Ist zwar keine Gewähr für Schaltgenauigkeit, aber nach den Aussagen zu den "Altgeräten" hier zumindest ein Hinweis, das es besser sein könnte...


    rst


    Ja, ich habe die neue Version mit der Bezeichnung SEAD 1800 A1. Auf der Verpackung war davon nichts gestanden, aber in der Bedienungsanleitung steht die genaue Produktbezeichnung.


    Heute hatte ich den Einkochautomaten das erstmals im Einsatz. Beim ersten Einschalten hat es, wie in der Bedienungsanleitung schon angekündigt, geraucht und ziemlich unangenehm gerochen. Beim Erhitzen meines ersten Holundersirups hat alles gut geklappt. Nervig ist nur, dass der Zapfhahn nicht ganz unten ist und damit man den letzten Rest zapfen kann, den Einkochautomaten (im ausgeschalteten Zustand) ziemlich stark kippen muss.


    Danke an den Ersteller des Threads für den Einkaufstipp!

    Ja, ist der Werbeprospekt im Briefkasten / Zeitungsrolle. Hier für Kahla / Thür. und Umgebung! ;-) Dort war für diesen Donnerstag das alte Teil beworben und wird das alte Teil verkauft. Wahrscheinlich schon zum x.mal als Rückläufer weil die Umverpackungen alle mit drei oder vierlei Packband verklebt ist. Wie sonst im Sonder-Abverkauf.


    rst



    Ich habe mir auch den Einkochautomaten gekauft. Was ist der Unterschied zwischen alter und neuer Version? Wie kann ich überprüfen, welchen ich erwischt habe?