Beiträge von Apidät

    Und ich meine, daß man sich jeder Kritik - ja jeder Bewertung - zu Dingen zu enthalten hat, die man nicht ansatzweise versteht.


    Dann sollte aber auch jeder die Finger von etwas lassen, bei denen er die Folgen nicht ansatzweise abschätzen kann. (Gentechnik, Atomkraft, ...)


    Und so lange bis das nicht geschieht, bin ich gegen diese Dinge, auch wenn ich es nicht ganz oder ansatzweise verstehe!!!

    Ja, haben wir schon machen müssen - meist wegen umgestürzter Bäume und ähnlichem...:roll:
    In richtiger Winterruhe (Traube sitzt fest und ruhig und draußen ist es kalt) passiert den Bienen nichts, solange du nichts fallen läßt oder die Kiste wüst schaukelst.
    Nach dem Winter fliegen sie sich eh neu ein, von daher ist das kein Problem.


    OK, dann werde ich es so machen! Danke für deine Hilfe :daumen: und wenn es nicht geklappt hat, weiß ich ja, an wenn ich mich zwecks Entschädigung wenden muss... :)

    Sabi(e)ne, hast du solche Umtrageaktionen während der Winterruhe schon öfter durchgeführt? Oder kann mir jemand anderes Erfahrungsberichte schildern?


    Ehrlich gesagt, habe ich ein wenig Angst, dass ich (selbst wenn ich ganz vorsichtig bin) den Bienen schaden könnte. Ich möchte während meiner ersten Überwinterung nicht alle Völker wegen einer solchen verschiebbaren Aktion verlieren.

    Guten Abend zusammen,


    zu diesem Thema habe ich auch eine Frage und hoffe, dass ihr mir weiterhelfen könnt:


    Meine 6 Bienenvölker stehen ca. 50m von ihrem neuen Zuhause entfernt. Das neue Bienenhäuschen wird ungefähr Ende November fertig und die Beuten sollten frühestmöglich dorthin wandern. Welches Vorgehen würdet ihr mir empfehlen?


    1. Die Beuten Ende November mit Sabi(e)nes Methode versetzen. Dabei sehe ich das Problem, dass nur wenige bis keine Bienen aus- und sich damit neu einfliegen und sich eventuell beim ersten Ausflug im Frühjahr verfliegen. Außerdem wäre das Versetzen eine Störung in der Ruhezeit.


    2. Die Beuten erst im Frühjahr versetzen. Dann müsste ich allerdings die Beuten am alten Standort provisorisch ein wenig winterfester machen. Wann wäre hier der richtige Zeitpunkt?


    3. Total anders vorgehen!?!


    Ich würde mich freuen, wenn ihr mir bei meinen Fragen weiterhelfen würdet.


    Euer Apidät

    Fragt sich nur, ob die "nur" angeätzten dann noch Lust auf Vermehrung haben...
    Ich sehe in Säure und ätherischen Ölen das kleinere Übel.


    Die Frage nach der Lust stellt sich für mich nicht, ob sie noch dazu im Stande sind ist die große Frage. Anscheinend überleben nach einer Säurebehandlung immer noch ein paar, die sich fortpflanzen, sonst gäbe es keine Varroamilben mehr, oder?


    Was meinst du mit ätherischen Ölen?

    Die Milben werden doch nicht zwingend resistenter gegen die Ameisensäure.


    [...]


    Stefan


    In meinem Beitrag #17 habe ich schon versucht zu erklären warum ich an eine Art von "Resistenz" für möglich halte. Wenn ich zum Besispiel die Behandlungsempfehlungen der Imkerzeitschriften im Verlauf der letzten Jahre anschaue, werden immer hochprozentigere und öftere Anwendungen empfohlen. Ich bin kein Biologie-Wissenschafter und ich weiß, dass das kein Beweis ist, aber für mich ein Indiz.


    Deine Reh-Vergleichs-Theorie halte ich für ziemlichen Humbug. Zuerst wollte ich nicht darauf eingehen, aber jetzt trotzdem meine "Erklärung" dazu: Für Wild gefährlichen Verkehr (Anzahl, Geschwindigkeit) gibt es noch keine 100 Jahre. Schau dir mal Filme nach dem 2. WK an! Außerdem ist mit Autos nur eine zufällige und kleine Anzahl der Rehpopulation betroffen. "Resistenzen" gegen Jäger wären viel effektiver. :- ) Bei Varroamilben hingegen überleben nur die, die mit der Säure besser klar kommen. Es findet also eine bewusste Selektion statt.


    Euer Apidät

    [...]


    Ansonsten können wir nur die Bienen auf Varroajagd, sehr hohen Putztrieb, und Milbenfüße abbeißen auslesen, das scheint ihre eigene bevorzugte Methode zu sein.:wink:


    Deswegen finde ich ja die Puderzuckermethode so interessant: Bienenvölker mit besseren Putztrieb werden größeren Erfolg haben. Natürlich "züchtet" man auch Milben mit besseren Haftbeinen, aber persönlich schätze ich eine schnelle Verträglichkeit der Milben gegen Säuren höher ein.

    @ Ralph alias Kleingartendrohn: Mir ist auch klar, dass nur Puderzucker nicht zur Komplettlösung im Varroaproblem beiträgt. Ich habe nächste Saison vor Brutscheunen mit Fangwaben zu bilden. Was ich dann mit den brutfreien, varroabelasteten Bienen in Altvolk und Brutscheune mache ist noch nicht sicher. Oxalsäure, Milchsäure, Puderzucker, Wärme oder vielleicht eine Kombination mehrerer Anwendungen?


    @ Immenhalter: Ich weiß jetzt nicht, ob Resistenz der richtige Begriff ist. Aber wenn ich mir die Beiträge hier, die Vorträge bei Imkerkursen, Artikel in Imkerzeitschriften und Gesprächen mit anderen Imkern im Verlauf der letzten Jahre ansehe, gibt es die Tendenz mit immer hochprozentigeren Säuren immer öfter zu behandeln und die Problematik sich eher verschlechtert hat. Das ist keine wissenschaftlich belegte These, sondern mein persönlicher Eindruck.

    Ich finde Abraxas Idee einen guten Anfang für ein Behandlungskonzept und ich fände es schön, wenn wir hier Vorschläge zur Verbesserung sammeln könnten. Danke an Bernhard für den ausführlichen Beitrag. Meine persönliche Einschätzung ist, dass man auf Dauer mit der Behandlung von (immer mehr) Säuren die Problematik verschlimmert (Stichwort Resistenzen) und sich langfristig nach Alternativen umschauen muss. Das Gute an der Puderzuckermethode ist, dass man den Putztrieb der Bienen anregt und eventuell besser darauf selektieren könnte. Also welches Volk schüttelt nach dem Puderzucker am meisten Milben ab.


    Mein Vorschlag:
    Nach der Abschleuderung Entnahme der Brut und bilden von Brutscheunen. Die Altvölker mit der Puderzuckermethode behandeln. Die Königin der Brutscheunen auf eine Wabe sperren. Wenn diese verdeckelt ist entnehmen und Brutscheunenbienen wieder mit Puderzucker behandeln. Dabei vielleicht die Bienen in Schwarmfangbehälter mit varroadurchlässigen Sieb geben und mit Puderzucker einstäuben. Mit den behandelten Bienen Altvölker verstärken.


    Eventuell könnte man nach der Puderzuckermethode noch eine weitere Behandlung mit (Mich-)Säure durchführen. Das ganze ist natürlich sehr arbeitsaufwendig und nur für Hobbyimker mit wenigen Völkern gedacht.


    Als Anfänger würde ich mich über konstruktive Kritik freuen.


    Euer Apidät

    Ich möchte auch noch eine Hornissengeschichte loswerden:


    Letztes Jahr habe ich mich gewundert, warum auf unseren Terassentisch immer Wespenteile fallen. Über den Tisch ist ein schöner Weinstock, deren Früchte sich Wespen zu unserem Leidwesen als Nahrungsquelle erschließen. Dazwischen mogelten sich immer wieder Hornissen, die die Wespen verspeisten. Bis dahin konnte ich mir nicht vorstellen, dass für Hornissen Wespen auf dem Speiseplan stehen. Solche Beobachtungen zu machen ist wirklich interessant und lehrreich.


    An unserem Bienenstand verirren sich auch gelegentlich Hornissen; ich habe aber noch keine beim Fangen einer Biene "erwischt".