Beiträge von VDM

    Ein gesegnetes Christfest erst einmal, hallo Jörg!


    Es scheinen erste Ergebnisse ihrer Doktorarbeit zu sein (nicht Master-Arbeit, siehe 'Sabi(e)ne').
    Am Hohenheimer Tag, 11. März 2012, der Landesanstalt für Bienenkunde an der Universität Stuttgart-Hohenheim steht sie als Referentin auf der Liste: Eva Frey, Was machen Varroamilben im Spätsommer? Invasionsdruck und Spätvermehrung an Standorten mit hoher Bienendichte.


    Herzlicher Gruß
    Andreas

    Hallo,


    ich komme noch einmal auf dieses Thema, weil in der heute eingetroffenen 'Bienenpflege' 01/2012 (Verbandsblatt württembergischer Imker) folgender Beitrag von der Referentenschulung zu lesen war:
    Die Doktorandin Eva Frey untersucht die Reinvasion. Dazu heißt es in dem Bericht (Seite 12): "Vor Versuchbeginn wurden die Bienenvölker mit bewährten Methoden milbenfrei gemacht. Über den gesamten Untersuchungszeitraum sind die Hälfte der Versuchvölker dauerbehandelt worden. Die andere Hälfte der Versuchsvölker blieb unbehandelt. Dort konnten sich die von außen eingetragenen Milben ungehindert vermehren. Im Abstand von drei Wochen wurden die Völker regelmäßig geschätzt. Anhand der Bienen- und Brutproben konnte der Milbenfall ermittelt werden. Die wöchentliche Gemülldiagnose gab bei den dauerbehandelten Völkern Klarheit über den Umfang des Milbeneintrags. Der Anteil der Fremdbienen, also den zugeflogenen volksfremden Bienen, wurd permanent über die genetische Untersuchung von Flugbienen ermittelt.


    Den ersten Ergebnissen nach hängt der Milbeneintrag von außen davon ab, wie viele Völker sich in der näheren Umgebung der Versuchstandorte befinden. Alles in allen war der Milbeneintrag zwischen den Völkern sehr unterschiedlich. So wurden wöchentlich bis zu dreistellige Varroenzahlen von außen eingetragen. Im "Spitzenvolk" - eines aus der unbehandelten Kontrollgruppe - hat sich innerhalb des Versuchzeitraum einen Brutbefall von über 90% hochgeschaukelt. Bei der Restentmilbung (am Versuchsende) sind über fünftausend Milben gefallen. (Hervorhebungen durch mich)
    Genau genommen bedeutet das, dass sich die Milbenpopulation alleine durch den Milbeneintrag von außen, von gegen Null bis zu mehreren tausend Milben aufbauen kann." (Zitatende)


    Dass der Begriff Re'invasion' berechtigt ist, leuchtet mir nun ein.


    Ein gesegnetes Weihnachtsfest wünscht
    Andreas

    Hallo!


    Ist es möglich, dass eine Königin, deren Vorrat an Spermien zu Ende gegangen ist, nochmals ausfliegt, um sich weitere Male begatten zu lassen?


    Ich weiß, dass diese Nachfrage gegen alle Erkenntnis meiner Bücher über Bienen und Imkerei steht.


    Folgendes veranlasste mich zu dieser Frage:
    Da ich umziehen werde, bat ich den Seuchenwart unseres Vereins, sich meine Bienenvölker anzuschauen und ein Gesundheitszeugnis auszustellen. Der Mann imkert seit über 50 Jahren und ist seit vielen Jahre Sachverständiger.


    In meinem Wirtschaftsvolk (drei Völker hatten sich wegen Behandlungsfehler und unzeitigen Umstellens wegen einer Baustelle 'verabschiedet') fanden wir beide weder Königin, Stifte, offene oder gedeckelte Brut.


    Die Untersuchung war am 24.09.
    Am 29.8. waren 20 Waben bei 2 Zanderwaben besetzt gewesen und 5 Waben mit Brut vorhanden.
    Vom 3.-14.09. machte ich eine AS-Behandlung mit dem Nassenheider horizontal (200 ml). Es fielen 1700 Milben, obwohl ich aus diesem Volk während des Sommers 4 Ableger erstellt habe.


    Das offensichtlich weisellos gewordene Volk setzte ich über Zeitungspapier einem Ableger zu.


    Am nächsten Tag, 25.09. fand ich im Gras vor dem alten Standort einen dicken Klumpen Bienen. Ich stellte eine Zarge und FW darüber. Sie zogen ein.


    Ich fand dann einige Tage später die alte Königin (Umweiselung vom Herbst 2010), aber keine Stifte. Das Volk 'heulte'.
    Ich musste einige Tage verreisen. Ich wollte sie heute bei der wärmeren Witterung vor die anderen Völker abfegen, der ruhige Flugbetrieb ließ mich jedoch vorher in die Beute schauen.
    Und siehe da, eine 1 Brutwabe fand sich mit je 2 handtellergroße Brutflächen (Stifte, offene und gedeckelte Brut).


    Entweder ist die alte Königin noch da und sie ließ sich ein weiteres Mal begatten oder das Volk wurde von einer anderen Königin okkupiert.
    Was haltet ihr davon, als 'Jungimker' kann ich mir sonst keinen Reim darauf machen!


    Herzliche Grüße
    Andreas

    Hallo Stef4,


    vielleicht gleicht Dein Problem meinem Anfängerfehler. Letztes Jahr verwendete ich zum Befüllen der Flaschen kellerkühle Ameisensäure analog zum Schwammtuchverfahren. Ich wunderte mich, wie schnell sie im Stock "verschwand". Das Problem ist, wenn die kühle AS sich im Stock erwärmt, dehnt sich die Luftblase über ihr in der Flasche durch die Erwärmung zu stark aus und drückt zuviel AS auf den Docht. Seitdem ich die Ameisensäure aus dem kühlen Kellerraum auf die Temperatur der Aussenluft erwärmen lasse, habe ich dieses Problem nicht mehr. Vielleicht lag es bei Dir ja daran.
    Herzliche Grüße in die Schweiz aus dem "Nordkanton"
    Andreas

    Hallo Olivier,


    ich konnte den von dir erwähnten Artikel "Einloeten Mittelwände SBZ 01-2009" problemlos öffnen, dafür einen anderen nicht. Die Artikel aus dem Jahr 2009 sind wohl nicht alle abrufbar. Bei denen aus dem Jahr 2010 und bis April 2011 hatte ich noch nie Schwierigkeiten.


    Gruß in die Schweiz
    Andreas

    Hallo Alfons,


    neben der württembergischen "Bienenpflege" schaue ich immer noch in das Archiv der "Schweizer Bienen Zeitung". Im Nachlauf von ca. 6 Monaten kann man sich dort einzelne Artikel per PDF-Datei anschauen, die solide und gründlich geschrieben sind.
    Davon ist hier im Forum schon mehrfach berichtet worden. Der Abo Preis fürs Ausland für 50 Euro ist nicht ohne. Hier der Link: http://www.vdrb.ch/bienen-zeitung/archiv.html


    Gruß
    Andreas

    Hallo,
    (Zitat #14): "Ich habe es jetzt vor ein oder zwei Wochen gemacht, obendrauf einen alten Honigraum, 3 Wochen gewartet und unten war tatsächlich alles frei."


    So hat es letztes Jahr bei mir wunderbar geklappt.
    Dieses Jahr hat eine Königin unten ständig neu bestiftet. Nach einem Tipp, den ich irgendwann einmal gelesen habe, trieb ich die Königin mit Rauch in den oberen Raum, legte zwischen dem ersten und zweiten Brutraum das Absperrgitter und bohrte im oben aufgesetzten alten Honigraum ein 20 mm Loch.
    Ein solches Loch in der oberen Zarge wird von den Magazinimkern und anderen empfohlen. So können noch schlüpfende Drohnen entweichen. Im Winter bleiben die Waben trocken.
    Wespen können nicht eindringen, denn der obere Zugang wird sehr gut bewacht.


    Soweit so schön, ich habe nur nicht mit den eindringenden Drohnen gerechnet. Circa 30 von ihnen wollten unbedingt von unten nach oben durch das Absperrgitter und blieben mit dem Hinterleib stecken. Die hätten eigentlich problemlos zurück krabbeln können, dachte ich mir. Lieber starben sie.


    Herzlicher Gruß
    Andreas

    Hallo,


    ich habe zum Verdünnen immer Balsamterpentinöl benutzt. Die kürzeste Zeitspanne zwischen Streichen und Einsatz war 2 Wochen. Ich bemerkte bei den Bienen kein nachteiliges Verhalten. Echtes Terpentinöl müssten sie ja vom Harz aus dem Wald kennen.


    Grüße
    Andreas

    Hallo,
    den speziellen Grund weiß ich auch nicht.
    Beim kompatiblen Zandermagazin, welches ich benutze, könnte man ja einfach bei 20 mm Wandstärke die Trag- und Deckleisten stärker machen und käme wieder auf das Längenmaß der ARGE. Man müsste die Tragleisten für die Auflagefläche der Rähmchen oben einfräsen.


    Bei 25 mm Wandstärke wird dagegen nach Bauplan der ARGE das Stirnbrett oben um 3 mm durch Fräsen reduziert, damit die Maße wieder stimmen. Ein Wirtschaftsfachmann könnte es sich ja durchrechnen, was für den Hersteller günstiger wäre.


    Nur eine Mischung aus verschiedenen Wandstärken tue ich mir und den Bienen nicht an. Wasserpfützchen könnten sich bilden z.B. durch Schlagregen und durch die Kapillarwirkung in den Falz ziehen.


    Andreas

    Hallo,
    in #7 schrieb ich von meiner Vermutung, dass Grünspechte vielleicht die Farbe Gelb nicht erkennen könnten und strich deshalb meine Beuten Ockergelb.
    Jetzt war am Samstag eine Fortbildung beim Nachbarverein und ein dortiger Imker erzählte von Spechtschäden, obgleich seine Beuten ebenfalls Ockergelb gestrichen seien.
    Schade! Es wäre doch zu schön gewesen.


    Andreas

    Hallo Erzgebirgler,


    nachdem ich von 'Kreidezeit' die gute aber teure Ökostandölfarbe verwendet habe (750 ml ca. 20 Euro), fand ich bei Kremer Pigmente GmbH in Aichstetten/Allgäu (www.kremer-pigmente.com) eine preiswerte Alternative.
    Die unbedenklichen Eisenoxidpigmente kosteten mich (Oxidgelb Nr 48000) 1 kg 6,80 Euro, Zinkweiß (Nr.463007) zwecks besserer Beständigkeit im Aussenbereich 100 gr. 2,50 Euro. Die Pigmentmenge reicht für viele viele Beuten.
    Standöl gibt es auch dort oder im Baumarkt (Leinöl-Firnis Nr. 73100 1 l 4,20 Euro; Standöl Nr. Nr. 73200 1 Liter 6,90 Euro). Rezepte für den Ölfarbenanstrich finden sich auf deren Homepage.


    Zum Anreiben der Farbe benutzte ich ein altes Gurkenglas mit gut verschießbarem Deckel. Ich füllte einige nicht mehr gebrauchte Glasmurmeln meiner Kinder ein samt Pigmente (bei 85 % Pigmentanteil ist die Farbe satt deckend) und drehte das ganze für 10 Minuten. Fertig.


    Die Farbe liess sich recht angenehm verstreichen - wie die gekaufte Ökofarbe - und vom Farbton passt sie zu dem der gekauften Ölofarbe. Zum Trocknen braucht sie einige Tage. Die Wetterbeständigkeit empfinde ich als gut.


    Eisenoxidpigmente seien ökologisch unbedenklich, genauso wie Spinellpigmente und sollen für Kinderspielzeug verwendet werden.

    Gruss Andreas