Beiträge von VDM

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    Mein Problem: Mein wunderschönes gelbes Wachs duftet nicht, ebenso die Teelichter.


    Gruß Werner


    Wenn ich mein Wachs, welches ich 4 x geklärt habe, zu Mittelwänden verarbeiten lasse, dann duften diese wunderbar. Als Kerzenwachs habe ich keinen großen Duft feststellen können. Ich rieche aber auch nciht so toll.



    Mein gutes Wachs kommt mir nicht mehr in die Kerze!


    Melanie


    Hallo Melanie, für Kerzen bleibt nur das Wachs übrig, welches beim Abkratzen mit an der Dreckschicht hing. Es ist nicht viel. Es wird ebenfalls 4-5 mal geklärt. Das meiste dieses "Kerzen"wachses geht für das Ausgießen der Futterkammern der EWK's drauf. Ein paar Kerzen reicht es aber für mich selbst.


    HG Andreas


    Beitrag: #68
    Es gibt - auch in Hagers Handbuch beschrieben, noch die Möglichkeit mit sog. Tierkohle oder Aktivkohle Wachs zu bleichen. Dabei geht es letztlich um die Entfernung der färbenden Substanzen, die dann unspezifisch an die große innere Kohleoberfläche gebunden werden. Praktisch würde ich letzteres machen:
    Besorg dir Aktivkohle, die ist meistens in Granulat zu bekommen und probier's mal mit kleinen Mengen Wachs. Im Wasserbad aufschmelzen, Aktivkohlegranulat zusetzen (Mengen muss Du probieren), eine Zeit lang rühren und dann alles über den berühmten Damenstrumpf oder das Gartenflies filtrieren. Es sollte ein Bleicheffekt sichtbar sein, ansonsten kann man es vergessen.


    Hallo!
    Als geiziger Imker habe ich es statt mit Aktivkohle mit dem feinen Rest am Grunde des Sacks mit der Buchenholzkohle für das Grillen probiert.
    Ich gab reichlich Holzkohle dem Wasser/Bienenwachsgemisch zu und ließ es gut blubbern und rührte, damit sich Dampfblasen und Wachs gut berühren.
    Es ergab einen grünlichen Wachsblock.


    Beim zweiten Wachsklären und stundenlangem heißem Wasserbad ergab sich ein gelber Wachsblock mit dicker Kohledreckschicht unten.
    Es braucht aber noch einen dritten Durchgang.
    Ein heller werden des Bienenwachses konnte ich nicht feststellen!


    Ich werde den Versuch nicht wiederholen.
    Nur wer belastetes Wachs (Perizinreste) reinigen möchte, könnte es probieren. Aber erst eine Wachsuntersuchung würde einen Erfolg zeigen.


    HG


    Andreas

    Hallo!
    Warum extra brutfrei machen mit gesperrter Königin, die man jetzt in der dichten Traube auch erst einmal finden muss.


    Ich habe heute nachgeschaut. Bei der warmen Temperatur heute schien mir dies möglich. Vorsichtshalber habe ich MS 15% bereit gestellt. Als ich das erste Volk brutfrei vorfand, habe ich alle durchbehandelt.
    Alle waren brutfrei.
    Die Völker sehen gesund und stark aus. Sie hatten die Zellen der ausgelaufenen Brut mit Honig aus dem blühenden Senf und Rübsen (Gründung) aufgefüllt.
    Ich bin gespannt, wie viel Milben fallen werden.
    Hoffentlich schaffen sich die Winterbienen jetzt nicht zu sehr ab.


    Herzlicher Gruß


    Andreas

    Hallo!


    Nachdem mich ein Bewohner unseres Dorfes (Nähe Pforzheim, 44 Kilometer entfernt von der ersten Sichtung 2014) mit der Nachricht aufgeschreckt hatte, ständig seien große angriffslustige Wespen mit langen gelben Beinen in seinem Gewächshaus, die auch seine Nachbarn mit schmerzhaften Stichen belästigen, und sich diese als 'Zierliche Feldwespe' (Polistes bischoffi) oder ihre sehr ähnliche nördliche Variante Polistes helvetica herausgestellt hat, kam bei mir die Frage auf:


    Hat dieses Jahr jemand im Südwesten eine Sichtung der Asiatischen Hornisse gemacht?

    Wenn es hier im heißen Baden-Württemberg den selteren Wespenarten so gut geht, könnte sich auch die asiatische Hornisse wohlfühlen.


    Unsere einheimische Hornisse habe ich allerdings kaum gesehen.


    Herzliche Grüße


    Andreas

    Hallo Breera!


    Eisenoxide wirken anscheinend gegen Algen. Und sie sind preiswert. Die Erden müssen gefunden, möglichst rein ergraben und aufbereitet werden. Deshalb sind sie teuer.


    Wenn es um den preiswerten grünen Farbton geht, kann man auch preisgünstiges aber ungiftiges Chromoxidgrün nehmen. Siehe hier: http://www.kremer-pigmente.com…chromoxidgruen-44200.html


    Das ist der Farbton der grünen Fensterläden.


    Herzliche Grüße


    Andreas

    Hallo vic!


    Das ist Naturocker, der erst einmal rein ergraben und aufbereitet werden muss. Diese Ockererde ist etwas für Künstler und Restauratoren.
    Für uns Imker reichen die künstlich hergestellten Pigmente aus Eisenoxiden. Die sind bedeutend billiger. Schaue dort einmal unter 'Eisenoxid' nach, unterhalb der Erden.
    Eisenoxide wirken auch gegen Pilze. Augehellt mit Zinkweiß, welches ebenfalls gegen Pilze und Bakterien wirkt, gibt es eine Farbe, die das Holz recht gut gegen Angriffe derselben schützt.
    Ich habe eine Anflugmarkierung mit Zinkweiß und eine mit Titanweiß gestrichen. Die mit Zinkweiß gestrichene ist von keiner Alge angegriffen, die mit Titanweiß gestrichene Tafel ist total veralgt.


    Herzliche Grüße


    Andreas

    Hallo 'vic kassel'!


    Das Eisenoxigpigment, welches ich von Kremer verwende, kostet das Kilogramm 8,57 Euro. Und ein Kilogramm reicht für für viele Zargen.
    Auf welches Pigment beziehst Du Dich in Deinem Beitrag #57?


    Herzliche Grüße
    Andreas

    An älle 'aechte' Wirdaberger om Schuegert rom!:)
    Ois von de ältest Bienabüocher, wo's geit, duot der Prof. Ehmer z' Marbach vorstelle.
    D'r Andreas Picus hat's 1592 en Tübing drucka lao.


    D'r Prof. Ehmer isch a Kepsele, was wirdabergisch G'schicht agot.
    Worum sich d'r Mo mit dem Picus abgibt.
    Er isch au von Beilstei.
    Hie guat Wirdaberg!


    Übersetzung:
    An alle geschichtsinteressierten Imker um Stuttgart herum.
    In Marbach am Neckar wird am 19. März 2015 Prof. Ehmer eines der ältesten deutschsprachigen Imkerbücher vorstellen. Hier der Link zur Veranstaltung:


    http://www.schiller-vhs.de/index.php?tpl=kursdetail&id=4611


    Andreas Picus
    Ein Büchlein oder Tractätlein. Von den Bienen Woher die kommen, und wie sie werden ... : Item vom Honig und Wachs ...
    Es erschien 1592 in Tübingen und ist in einer Ausgabe von 1654 digital lesbar.


    Andreas Picus (latinisiert, er hieß Specht) war Pfarrer in Beilstein. Das Interesse von Prof. Ehmer bei seinem Rang in der Historikerzunft mag verwunderlich sein an diesem kleinen Werk. Aber er stammt auch aus Beilstein. Hier der Link für das Digitalisat:


    http://reader.digitale-sammlungen.de/de ... 00011.html


    Hallo!


    Vielleicht hilft es bei der Diskussion, sich der Versuche von Martin Dettli in der Schweiz zu erinnern. Er führte diese Versuche in Kooperation mit Liebefeld durch. Über diese führte die schweizerische Bienenzeitung einen Bericht auf, der hier nachgelesen werden kann: http://www.summ-summ.ch/bibl/f…ben_SBZ_Dezember_2009.pdf


    Diese Versuche großflächig umgesetzt, wird zu großen bienenfreien Flächen führen. Die überlebenden Kleinstvölker (siehe Dettlis Erkenntnisse im Bericht) fallen für die Bestäubung großflächig aus. Honigüberschuss gibt es schon garnicht.


    Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass manche Naturschützer von der Vorstellung ausgehen: Lassen wir alles ohne Eingriffe laufen, dass regelt sich von selbst. Da aber der Mensch in Europa eine 'Kultur'landschaft geschaffen hat, wäre die logische Konsequenz, den Menschen aus diesem System heraus zu nehmen. Ich erinnere an die Volksabstimmung in der Schweiz, die mit einem ähnlichen Argument gegen weitere Zuzüge war.
    Es liegt in der menschlichen Natur, das Gute zu wollen und gerade dadurch Fehler zu machen.
    Will diese Aktion 'Free the bees' nicht so etwas wie in dem Bericht der Zeitung geschildert? Mir kommt es so vor, man will das Rad auf die Zeit vor der Varroa und der Menschheit zurück drehen.
    Oder wird nur laut genug geschrien, um an Fördermittel und Steuergeld heran zu kommen. Nur so ein unbehagliches Gefühl.


    Herzliche Grüße
    Andreas

    Hallo Genscher!


    Danke für Deinen Erfahrungsbericht. Wie heißt das Sprichwort: Versuch macht kluch!


    Die Pigmente 'schlucken' das UV-Licht und verhindern die Zerstörung des schützenden Leinöls. Wenn Du unbedingt den Holzton willst, dann muss das Beutendach soweit überstehen, dass der konstruktive Holzschutz gegeben ist und das Holz schnell wieder abtrocknet, wie bei den Häusern im Schwarzwald oder in den Alpen.


    Zum Selberanreiben geht auch ein großer Granitkiesel aus dem Baumarkt, der gut in der Hand liegt und den du dann mit der Flex absägst, so dass eine schöne Reibefläche entsteht. Eine billige Granitplatte dazu oder bei großen Mengen mein Tipp oben vom Gurkenglas und den Murmeln.


    Bei Interesse über das Anreiben könnte dieser Sendebeitrag über Kremer-Pigmente hilfreich sein. Man kann ja je nach Vorkommen, seinen ganz persönlichen Farbton aus der Umgebung entwickeln, siehe das Albgeld in dem Film:


    Hier der Link: http://swrmediathek.de/player.…48-11e4-8029-0026b975f2e6


    Herzliche Grüße


    Andreas

    Hallo Johannes!


    Bei dem Insekt auf dem Bild #69 sieht es mir nach einer Kakerlake aus. Die krabbeln sehr schnell (Erinnerungen aus dem Studentenwohnheim). Hol sie dir ja nicht ins Haus!


    Ich habe heute bei meinen 8 Völkern MS-Behandlung gemacht. Alle acht leben. Zwei davon haben sogar Brut. Bei dem einen waren es sogar offene Brut (Carnica-Mix mit orangenen Ringlein).


    Jetzt bin ich gespannt, was fällt.


    Herzliche Grüße


    Andreas

    Hallo hitch24!


    Bei deinem letzten Satz schüttelt es mich. Weinlese drei Tage nach der Spritzung. Die Winzer müssen panisch gewesen sein.
    Das Mittel SpinTor (B!, bienengefährlich) gegen die Kirschfruchtfliege hat eine Wartezeit von 14 Tagen. Zitat: "Die Wartezeit beträgt 14 Tage. Eine Ernte darf unter keinen Umständen vor Ablauf der Wartezeit erfolgen."
    Quelle: Landesbauernverband Baden-Württemberg http://www.lbv-bw.de/Achtung-K…MzU4MjEmTUlEPTU1NzEw.html


    Was sollen die Weinhefen nicht noch alles verdauen.


    Frost tötet die Kirschfruchtfliege. Zwei Wochen knackiger Frost wären im Januar nicht schlecht.


    Herzlicher Gruß
    Andreas

    Hallo beetic!


    Danke für Deine Liste mit den Pflanzen, die Rehe nicht schmecken sollen.


    Zu den Lilien habe ich aber folgenden Einwand: Die Blütenknospen der einheimischen Türkenbundlilie sind der reine Leckerbissen!


    Ich erinnere mich, auf der Schwäbischen Alb einen Standort entdeckt zu haben, 30 Meter lang und 10 Meter breit voller aufgehender Türkenbundlilien, dicht an dicht.
    Am nächsten Tag wollte ich mit der Kamera kommen.
    Über Nacht waren alle Knospen weggefressen, Blätter nicht.


    Der Revierförster bestätigte meine Beobachtung.


    Herzliche Grüße


    Andreas

    Guten Morgen!


    Im Bienenmuseum Münstertal im Südschwarzwald, dessen Besuch sich immer lohnt, falls man in der Nähe ist, habe ich einen solchen Korb mit einem Aufsatz unter der Bezeichnung 'Odenwälder Stülper' gesehen. Wenn ich die Quadersteine auf dem Bild in Beziehung zur Größe setze, scheinen mir diese hier auf dem Bild aber einen größeren Durchmesser zu haben.
    Eine Aufnahme habe ich in meinem Archiv aber leider nicht gefunden.
    Mit einer totalen Brutraumentnahme nach der Abschleuderung, wie es jetzt manche machen in ihren Körben (Suche dürfte hier im Forum erfolgreich sein), einem selbstgebauten Varroaschubladenrahem darunter dürfte es möglich sein, damit zu imkern. Der obere Durchmesser dürfte für einen Liebig-Dispenser passen.
    Der untere Zugang für die Bienen müsste über ein in das Bodenbrett eingeschnittenen Zugang gehen wie beim allemanischen Rumpf. Auf der Seite des BV Villingen (Schwarzwald) ist die alte Betriebsweise beschrieben.
    Viel Erfolg damit zu imkern.


    Herzliche Grüße
    Andreas