Beiträge von VDM

    Hallo!


    Vielleicht hilft es bei der Diskussion, sich der Versuche von Martin Dettli in der Schweiz zu erinnern. Er führte diese Versuche in Kooperation mit Liebefeld durch. Über diese führte die schweizerische Bienenzeitung einen Bericht auf, der hier nachgelesen werden kann: http://www.summ-summ.ch/bibl/f…ben_SBZ_Dezember_2009.pdf


    Diese Versuche großflächig umgesetzt, wird zu großen bienenfreien Flächen führen. Die überlebenden Kleinstvölker (siehe Dettlis Erkenntnisse im Bericht) fallen für die Bestäubung großflächig aus. Honigüberschuss gibt es schon garnicht.


    Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass manche Naturschützer von der Vorstellung ausgehen: Lassen wir alles ohne Eingriffe laufen, dass regelt sich von selbst. Da aber der Mensch in Europa eine 'Kultur'landschaft geschaffen hat, wäre die logische Konsequenz, den Menschen aus diesem System heraus zu nehmen. Ich erinnere an die Volksabstimmung in der Schweiz, die mit einem ähnlichen Argument gegen weitere Zuzüge war.
    Es liegt in der menschlichen Natur, das Gute zu wollen und gerade dadurch Fehler zu machen.
    Will diese Aktion 'Free the bees' nicht so etwas wie in dem Bericht der Zeitung geschildert? Mir kommt es so vor, man will das Rad auf die Zeit vor der Varroa und der Menschheit zurück drehen.
    Oder wird nur laut genug geschrien, um an Fördermittel und Steuergeld heran zu kommen. Nur so ein unbehagliches Gefühl.


    Herzliche Grüße
    Andreas

    Hallo Genscher!


    Danke für Deinen Erfahrungsbericht. Wie heißt das Sprichwort: Versuch macht kluch!


    Die Pigmente 'schlucken' das UV-Licht und verhindern die Zerstörung des schützenden Leinöls. Wenn Du unbedingt den Holzton willst, dann muss das Beutendach soweit überstehen, dass der konstruktive Holzschutz gegeben ist und das Holz schnell wieder abtrocknet, wie bei den Häusern im Schwarzwald oder in den Alpen.


    Zum Selberanreiben geht auch ein großer Granitkiesel aus dem Baumarkt, der gut in der Hand liegt und den du dann mit der Flex absägst, so dass eine schöne Reibefläche entsteht. Eine billige Granitplatte dazu oder bei großen Mengen mein Tipp oben vom Gurkenglas und den Murmeln.


    Bei Interesse über das Anreiben könnte dieser Sendebeitrag über Kremer-Pigmente hilfreich sein. Man kann ja je nach Vorkommen, seinen ganz persönlichen Farbton aus der Umgebung entwickeln, siehe das Albgeld in dem Film:


    Hier der Link: http://swrmediathek.de/player.…48-11e4-8029-0026b975f2e6


    Herzliche Grüße


    Andreas

    Hallo Johannes!


    Bei dem Insekt auf dem Bild #69 sieht es mir nach einer Kakerlake aus. Die krabbeln sehr schnell (Erinnerungen aus dem Studentenwohnheim). Hol sie dir ja nicht ins Haus!


    Ich habe heute bei meinen 8 Völkern MS-Behandlung gemacht. Alle acht leben. Zwei davon haben sogar Brut. Bei dem einen waren es sogar offene Brut (Carnica-Mix mit orangenen Ringlein).


    Jetzt bin ich gespannt, was fällt.


    Herzliche Grüße


    Andreas

    Hallo hitch24!


    Bei deinem letzten Satz schüttelt es mich. Weinlese drei Tage nach der Spritzung. Die Winzer müssen panisch gewesen sein.
    Das Mittel SpinTor (B!, bienengefährlich) gegen die Kirschfruchtfliege hat eine Wartezeit von 14 Tagen. Zitat: "Die Wartezeit beträgt 14 Tage. Eine Ernte darf unter keinen Umständen vor Ablauf der Wartezeit erfolgen."
    Quelle: Landesbauernverband Baden-Württemberg http://www.lbv-bw.de/Achtung-K…MzU4MjEmTUlEPTU1NzEw.html


    Was sollen die Weinhefen nicht noch alles verdauen.


    Frost tötet die Kirschfruchtfliege. Zwei Wochen knackiger Frost wären im Januar nicht schlecht.


    Herzlicher Gruß
    Andreas

    Hallo beetic!


    Danke für Deine Liste mit den Pflanzen, die Rehe nicht schmecken sollen.


    Zu den Lilien habe ich aber folgenden Einwand: Die Blütenknospen der einheimischen Türkenbundlilie sind der reine Leckerbissen!


    Ich erinnere mich, auf der Schwäbischen Alb einen Standort entdeckt zu haben, 30 Meter lang und 10 Meter breit voller aufgehender Türkenbundlilien, dicht an dicht.
    Am nächsten Tag wollte ich mit der Kamera kommen.
    Über Nacht waren alle Knospen weggefressen, Blätter nicht.


    Der Revierförster bestätigte meine Beobachtung.


    Herzliche Grüße


    Andreas

    Guten Morgen!


    Im Bienenmuseum Münstertal im Südschwarzwald, dessen Besuch sich immer lohnt, falls man in der Nähe ist, habe ich einen solchen Korb mit einem Aufsatz unter der Bezeichnung 'Odenwälder Stülper' gesehen. Wenn ich die Quadersteine auf dem Bild in Beziehung zur Größe setze, scheinen mir diese hier auf dem Bild aber einen größeren Durchmesser zu haben.
    Eine Aufnahme habe ich in meinem Archiv aber leider nicht gefunden.
    Mit einer totalen Brutraumentnahme nach der Abschleuderung, wie es jetzt manche machen in ihren Körben (Suche dürfte hier im Forum erfolgreich sein), einem selbstgebauten Varroaschubladenrahem darunter dürfte es möglich sein, damit zu imkern. Der obere Durchmesser dürfte für einen Liebig-Dispenser passen.
    Der untere Zugang für die Bienen müsste über ein in das Bodenbrett eingeschnittenen Zugang gehen wie beim allemanischen Rumpf. Auf der Seite des BV Villingen (Schwarzwald) ist die alte Betriebsweise beschrieben.
    Viel Erfolg damit zu imkern.


    Herzliche Grüße
    Andreas

    Hallo Andreas (AMK)!
    Das Argument mit dem Standort ist sehr wichtig.
    Ich selber habe kompatible Beuten (Zander) mit 25 mm Wanddicke und ein Vorlagern im Hochsommer habe ich noch nicht beobachtet, obwohl einige Beuten sehr lange in der Mittagssonne stehen.
    Auf der Seite der Magazinimker sind Bezugsquellen aufgeführt. Die Preise bei 'Beutenjäger' erscheinen mir gehoben.
    Mit Seber und Lang habe ich bislang gute Erfahrungen gemacht (Preis-Leistungsverhältnis). Mit der Suchfunktion gibt es über dieses Thema der Qualität der Hersteller mehr zu lesen.


    Wagner in Murnau hat gute Qualität, nur hatten bislang seine 'kompatiblen' Beuten keine 25 mm Wandstärke (Austauschbarkeit unter den Herstellern).


    Gute Vorbereitungen für den Start


    Andreas

    Hallo Doro E!


    Es stinkt übel. Die aufgelösten Honigreste, ich drücke verdeckelte Futterecken vor dem Wässern ein, fangen an zu gären.
    Ich bin froh um die Gummihandschuhe mit langen Stulpen von der Ameisensäurebehandlung.


    Die Rähmchen werden bei mir getrocknet und bei entsprechender Anzahl in 5% Sodalösung ausgekocht, in 5% Essiglösung neutralisiert (in einer großen Pflanzschale), anschließend abgebraust.
    Sie riechen wie früher die Waschstube meiner Tante. Nichts Gammeliges ist zu verspüren. Das Holz leidet nicht mehr wie sonst bei Sodalösung. Die Rähmchen, vernagelt und mit Propellerleim D3 verleimt, halten die Wässerung durch. Du musst halt schauen, dass sie komplett vom Wasser bedeckt sind.
    Das Wachs wird bei mir noch dreimal mit reinem kalkfreiem Wasser aufgekocht und nach dem Erkalten unten abgekratzt. Zum Schluß mit entmineralisiertem Wasser. Da stinkt dann nichts mehr.


    Ich nehme so eine altes blaues Chemikalienfass mit Deckel und trete einmal am Tag mit dem Fuß kräftig dagegen, damit die Luft aus den Zellen entweicht.


    Meine Tomaten und Himbeeren haben nichts dagen, dass ich diese Brühe an ihren Fuß gieße. Ich bin halt Schwabe. :-D"No nix umkomma lau'" hat d'Hausfrau g'sagt und "A'gschleckt wirscht ond wenn de no so zappelst" und hat die Maus am Schwanz aus dem Sahnetopf gezogen. Wir im Süden müssen Berlin mit durchfüttern.:-D


    Herzliche Grüße


    Andreas

    Hallo!


    Ich habe zwei Versuche mit unterschiedlicher Einweichzeit gemacht. Hier die Ergebnisse:


    Ausbeute Wabenauskochen


    Gewicht gekaufte Mittelwände:
    • Eigenwachs (Goldimkerei Oberschwaben, gewalzt)
    1090 Gr. in 15 Mittelwände = 70 Gr. pro Mittelwand
    • Biorat/Wallner (rückstandskontrolliert, gegossen ?)
    2020 Gr. in 25 Mittelwände = 80,8 Gr. pro Mittelwand
    Anmerkung: Mittelwände aus Eigenwachs werden lieber ausgebaut


    Gewichtsausbeute in Beziehung zu gewässerten Waben (Dampfwachsschmelzer)
    6 Tage: 654 Gr. bei 7,8 Waben = 83,3 Gramm pro Mittelwand
    Gewinn zu Mittelwand Eigenwachs: 19 %
    Gewinn zu Mittelwand Wallner: 3 %


    4 Tage: 653 Gr. bei 12,8 Waben = 75,23 Gramm pro Mittelwand
    Gewinn zu Mittelwand Eigenwachs: 10 %
    Verlust zu Mittelwand Wallner: - 6 %


    Fazit: Ich werde keine weiteren Versuche mit kürzerer Einweichzeit machen, da für mich die Tendenz klar ist und ich zukünftig auf 6 und mehr Tage Einweichzeit achte.
    Wahrscheinlich braucht das Wasser Zeit, um in die verschlossenen Brutzellen einzudringen. Die Waben stammten von einer totalen Brutentnahme. Wahrscheinlich gibt es auch Unterschiede zwischen Brutwaben und alten Leerwaben. Aber da soll ein Schüler einer Bienen-AG oder ein Student eine Arbeit darüber schreiben und sie können beim Weissacher Imkertag berichten


    Herzliche Grüße


    Andreas

    Lieber Bernhard!


    Da Du in der Möglichkeitsform geschrieben hast und keine anderen User geantwortet haben, schließe ich, dass noch niemand es ausprobiert hat oder Erfahrungswerte hat.
    Ja, wenn man mehr Zeit hätte!


    Herzliche Grüße


    Andreas

    Hallo!


    Gibt es eine optimale Einweichzeit der Waben? Hat es unter Euch eine(r) gestestet? Die Suchfunktion brachte keine Antwort.


    Zum Hintergrund der Frage:
    Beim Nassauschmelzen ohne die Waben vorher gewässert zu haben, stellte ich ich eine ungefähre Ausbeute von 1 : 1 fest (Wachsausbeute zu Gewicht Mittelwände).


    Seitdem ich die Waben vorher einweiche, stelle ich eine 12% bis 22 % höhere Ausbeute fest. So bekomme ich einen Wachsüberschuss und das Wachs wird schön gelb.


    Zwar ist beim Erkalten festzustellen, dass noch Restwachs im Trester bleibt. Dieses hatte ich auch schon ausgedrückt, aber es wurde dunkles Wachs und Kerzen gieße ich nicht. Solch dunkles Wachs kommt mir nicht in die Mittelwände.


    Nachdem die Suchfunktion eine Einweichzeit von 1 -3 (und länger) Tage ergeben hat, nun die oben aufgeführte Frage.
    Denn die unterschiedliche Ausbeute von 12 - 22 % Überschuss lässt mich vermuten, dass es mit der Einweichzeit zu tun hat.


    Wie lange brauchen Larvenhäutchen bis sie ganz vom Waser voll gesogen sind?


    Herzliche Grüße


    Andreas

    Hallo Pisolo!


    Für kleine Mengen, wie Du es brauchst, besorge Dir bei Kremer Pigmente den kleinen Glasläufer, siehe : http://www.kremer-pigmente.com…-stiel--klein-883340.html


    Von irgendwo noch eine Glasplatte zum Anreiben der Pigmente. Es lohnt sich, da ja die Pigmente unangerieben jahrelang haltbar bleiben.
    Dann mit kreisenden Bewegungen unter Druck anreiben. Vorher mit einer kleine Spachtel für die Ölmalerei an'manschen', Pigment und Öl anteigen.


    Der Trick ist, dass die Pigmentkörnchen von allen Seiten mit dem Malmittel, hier Leinöl, umgeben sein müssen. Die großen Farbhersteller machen es mit drei Walzen, die unterschiedlich schnell laufen, und die Scherkräfte reißen die Pigmente auseinander und zwingen das Öl um die Teilchen. Ich privat mache es bei größeren Mengen z.B. Beuten mit Glasmurmeln und einem alten Gurkenglas und drehe das ganze 10 - 15 Minuten. Es kommt eine herrlich streichfähige Farbe heraus. Vom sogenannten "Abkreiden" habe ich jetzt noch nichts bemerkt.


    Für kleine Mengen, 10 - 20 Gramm Pigment, reicht der Glasläufer.


    Zur Haltbarkeit, die ersten Beuten haben jetzt seit 5 Jahren ihren Schutzanstrich, möchte ich noch anmerken. Am Anfang bekamen sie 3 - 4 Anstriche von 'mager' bis 'vollfett', wie es Kremer für den Holzschutz Außen empfiehlt. Bei starker Tracht merkte ich aber, wie das viele Wasser nicht schnell genug von innen nach aussen diffundieren konnte und es sich Farbwölbungen nach aussen bildeten. Nach der Volltracht bildeten sie sich zurück.
    Seitdem ich nur noch 1 - 2 Pigmentschichten auftrage, kann ich es nicht mehr feststellen.
    Eisenoxidpigmente (am Besten noch mit Zinkweiß etwas aufgehellt) wirkt laut Literatur antibakterizid. Früher macht man ja sogar Zinkoxidumschläge beim Menschen.


    Fröhliches Malen, bei diesen Temperaturen kann man es ja wieder


    Andreas