Beiträge von VDM

    Hallo,

    in meinen Anfangsjahren der Imkerei entbrannte ein "Kampf" zwischen einem schwarmlustigen Volk und mir beim Zellenbrechen. Dies mache ich inzwischen nicht mehr, sondern wähle andere Methoden bis hin zum Besuch einer Belegstelle.

    Der "Kampf" zog sich über 4 Wochen hin. Wer von beiden ist sturer!

    Sie legten an den unmöglichsten Stellen Weiselzellen an (Pollenwabe, Drohnenwabe, Speckwabe am Rand). Die Krönung war die Aussenwand!

    Dann ließ ich eine Umweiselungszelle stehen. Im Nachhinein und aus heutiger Sicht betrachtet war die Linie der Zuchtkönigin nichts. Zur Information, es waren Carnica.

    Hallo,

    ich schleudere mit solch einer Radschleuder von der Imkerzentrale seit 12 Jahre.

    Da ich damals kein Geld für eine gut gearbeitete Schleuder hatte, leistete ich mir diese. Eine Wand zum Dranschrauben hatte ich auch nicht. Also baute ich mir ein Gestell.

    Wenn es sein muss, schleudere ich auch eine einzelne Honigwabe, mit zwei ausgeschleuderten, dass es nicht so eiert.

    Ich habe Zander modifiziert mit Hoffmannrähmchen. Wenn ich sie lange genug laufen lasse, bequemt sich auch teilweise noch nicht ganz fester Melizitosehonig.

    Inzwischen betreibe ich sie mit dem Akkuschrauber. Wenn ich will kann ich mit der Umdrehungsgeschwindigkeit jedes Rähmchen zerbretzeln (Ironie aus). Am Anfang ganz vorsichtig andrehen!

    Jetzt kommt das Aber: Es ist ein großes Honiggetropfe. Die Sichtscheiben lassen trotz Sicke der Trommel Honigtropfen durch. Es ist eine große Bapperei.

    Ich würde nur dazu raten, wenn ich einen gefliesten Raum mit Abfluss hätte. In die Querhalterung setzt sich auch Honig ein, der mühsam entfernt werden muss.

    Mein Rat: Nimm mehr Geld in die Hand und suche was, das solide verarbeitet ist.

    Hallo 'wBienen',

    ich hänge inzwischen 3 - 5 Nicot-Zuchtstopfen (die gelben) mit ein paar Tropfen Wachs auf Holzleistchen geklebt in den Honigraum am oberen Rand des Bogens leerer Zellen im Zanderraum.

    Dann können sich die Bienen die Stifte aussuchen, die sie mögen.

    Hallo 'rase',

    hast Du beide Meßmethoden mit beiden Instrumenten schon einmal am gleichen Honig vergleichen können?


    Ich benutze eine Spindel, weil ich mir zum Beginn der Imkerei kein genaues Refraktometer leisten konnte. Das Refraktometer des Vereins erbrachte annähernd die gleichen Werte wie die Spindel.

    Inzwischen habe ich mich an sie gewöhnt und die Tropfprobe am Löffel kann ich im Lauf der Jahre weitgehend einschätzen.

    Hallo,

    wenn ich nur wenige Königinnen brauche und Stifte im frei gehaltenen Platz des Honigraums (Zander) anbiete (Nicotnäpfchen mit Larven aus dem Zuchtvolk), so habe ich die Erfahrung gemacht, dass zum ersten möglichen Termin zum Käfigen die Weiselzellen wenig angebaut werden. Ich konnte sie immer so freischneiden, dass ich sie unverletzt in den Nicotschutzkäfig stecken konnte.

    Einmal hatte ich zu dem ersten Termin ein Volk übersehen. Sie waren beim zweiten möglichen Käfigtermin so zugebaut, dass ein Freilegen ohne Verletzung der Zelle nicht mehr möglich war.

    Im Honigraum werden bei einem Volk maximal drei Larven gepflegt. Diese aber sehr gut und es gibt stattliche Jungfern mit schönem Brustumfang.

    Hallo,

    in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts experimentierten die Anhänger des Strohkorbs, um mit der Konkurrenz der sich entwicklenden Rähmchen-Imkerei mitzukommen.

    Waben- oder Tropf- oder Stampfhonig aus bebrüteten Naturwabenbau wollten immer weniger Kunden, sondern der Honig im Glas aus geschleuderten Waben fand das Gefallen des Kunden.

    Somit wurde vielfach experimentiert. Der Kanitzkorb ist so ein Produkt dieses Wettlaufs, dessen Ausgang wohl bekannt ist. Aufgesetzte Honigräume wie oben beschrieben waren eine andere Richtung der Experimente.

    Volle Honigtöpfe wünscht

    Andreas

    Hallo!

    Soweit ich weiß, haben sie einmal bei Mellifera e.V. die Rümpfe am Anfang als Projekt geprüft und sind wieder davon abgekommen.

    Im Vogtsbauernhofmuseum im Schwarzwald stehen noch einige Rümpfe. Sie werden aber nicht betrieben.

    Die Bienen wurden damals immer auf Honig überwintert. Wenn es Waldhonig gab, sei die Überwinterung teilweise katastrophal gewesen. Bevor es den Rübenzucker gab, hatten sie zur Einwinterung nur eingedickte Fruchtsäfte (a la Pflaumenmus). Auch hier sei die Überwinterung katastrophal gewesen, da zuviel Mineralstoffe vorhanden waren.

    Die Rümpfe standen vor dem Balkon im ersten Stock der Schwarzwaldhöfe und in Nähe der Eingangstüre, aber so hoch, dass der Mensch nicht in den Landeanflug geriet. Wurden die abgelegenen Einzelhöfe überfallen, konnten sich die Bewohner mittels dieser "Luftwaffe" verteidigen. In Russland seien deshalb vor dem Wehrgang der Stadtmauern öfters Bienenkörbe aufgestellt gewesen, um gleich diese Abwehrwaffen zur Hand zu haben.

    Einen schönen Abend noch

    Andreas

    Hallo,

    heute an Karfreitag erinnerte ich mich gelesen zu haben, dass im Verbreitungsgebiet des alemannischen Rumpfes (süddeutscher Strohkorb, stark gedrungen und mit eigener Betriebsweise, bei Interesse Suchfunktion benutzen) entweder am Josefstag (19. März) oder an Karfreitag der Honig geerntet wurde

    Hat von den Schwarzwäldern noch eine/r Informationen, z.B. vom Großvater, ob es tatsächlich so gehandhabt wurde?

    Als geschichtsinteressierter Imker bin ich einfach neugierig, wie diese sehr alte Betriebsweise funktionierte, die die ständige Wabenerneuerung integriert hatte.


    Falls das Thema falsch eingestellt wurde, bitte verschieben. Ich fand kein passendes Unterforum zur Geschichte der Bienenhaltung.


    Andreas

    Hallo,

    die Kornblume in den Ökukornfeldern um mich herum rettete mir letztes Jahr die Sommerernte. Drei Kilometer entfernt ohne Ökokornfelder war nichts zu holen.

    Such dir einen entsprechenden Standort.

    Was mir aber auch in den Jahren darauf aufgefallen ist: Wenn es etwas Lohnenderes in der Nähe gibt, wird dieses beflogen. Selbst als ich nach Karl von Frisch einige Tage lang Kornblumen in Zuckerwasser legte und dieses auf die Anflugbretter sprühte, reagierten sie nicht darauf.

    Selbst nur einen Kornblumenanteil im Honig zu haben, finde ich lecker.

    Viel Erfolg!

    Hallo!

    Die Bienen fliegen dorthin, wo sie nach der Rückkehr noch genügend Nektar im "Tank" haben. Sie sind sehr effizient. Sie fliegen nur dorthin, wo sie auch etwas zurück bringen können und nicht als "Flugbenzin" für die Rückkehr aufbrauchen.

    Ich hatte einmal eine Quelle gefunden, es war glaub ich in einem Werk von Prof. Lindauer, dass die Heftigkeit bei Schwänzeltänzen für Trachtquellen weiter weg als 500-700 Meter stark nachlässt.

    Nach dem Motto: Keine Anstrengungen, wenn es sich nicht lohnt. Hier im Forum war aber auch das Ergebnis einer Untersuchung: Wenn Pollennot herrscht, fliegen Arbeiterinnen auch weiter als 3 Kilometer. Ich habe ein größeres Verständnis für meine Völker gewonnen, als ich mir ihr Tun und Lassen unter energetischen Gesichtspunkten betrachtete.

    Kurzum: Solange du keine Belegstelle betreiben willst, schaue dich für deinen Bienenstand nach einem Trachtband (kontinuierliches Trachtangebot) in der Reichweite von 500 -700 Meter Radius um. Alles weitere machen sie selber.

    Nach dem Sodabad tauche ich sie in ein Essigsäurebad, welches im Prozentgehalt meiner Sodalösung entspricht. Anschließend wird in ein Wasserbad getaucht.

    Wenn es doch weiße Reste geben sollte, weiß ich, dass das Säurebad nachlässt.


    Wurde hier im Forum schon mehrfach behandelt.

    Suchfunktion im Forum benutzen kann bei vielem helfen.

    Hallo!

    Weil sich bei meinen EWKs die Königinnen immer gern nach oben verdrückten, habe ich mir aus Resthölzern einen Stempel (Platte im etwas kleineren Maß des Aufstiegsdorms mit angenageltem Holzdübel als Griff) gebaut.

    Im Futterraum habe ich noch keine Königin gesehen.

    Wenn ich die Königin zeichnen oder entnehmen will, öffne ich oben die transparente Abdeckplatte und drück die Bienen sanft nach unten.

    Der Stempel versperrt den Fluchtweg nach oben und die Königin kann nur die Wabenseiten wechseln.

    Das Abfangen geht leichter.


    Grüße Andreas

    Hallo miteinander!

    Wachsverfälschungen häufiger wie gedacht. (Meine Schlagzeile9

    In der heute eingetroffenen Zeitschrift des Landesverbandes württembergischer Imker wird über den Vortrag von Dr. Peter Rosenkranz (Leiter Bieneninstitut Stuttgart-Hohenheim) bei der Referententagung des Landesverbandes wie folgt berichtet ("Bienenpflege", 02/2020, Seite 105): "Dass nach wie vor verfälschtes Bienenwachs im Umlauf ist, zeigt die Auswertung der Wachsuntersuchungen, die an der Landesanstalt .... durchgeführt werden können. Bei einer nennenswerten Anzahl der untersuchten Proben seien weiterhin Wachsverfälschungen durch Beimischungen an Paraffin und Stearin nachweisbar. ..... bereits ab einem Verfälschungsgrad von 5% könnten Brutschäden auftreten. Bei den in Hohenheim untersuchten Wachsproben sei auch 2019 dieser Wert öfter überschritten gewesen als vielleicht erwartet." (Zitatende)

    Liebe Moderatoren, ich wußte nicht, wie ich das Zitat kürzen sollte.


    Ich schließe daraus, die Verunreinigungen sind weiter verbreitet wie gedacht. Denn nur vorsichtige Imker haben die 30 Euro für den Eigenanteil für die Untersuchung in die Hand genommen.

    Der subventionierte Geldanteil wurde inzwischen gedeckelt, da er m.W. von den beiden Landesverbänden für baden-württembergische Imker/innen bezahlt wird. Die Nachfrage scheint größer zu sein.


    Andreas