Beiträge von Omni

    Also heizen die Bienen das Brutnest doch nicht auf konstant 35° auf?! Ich hätte jetzt ganz blöde erwartet, dass die Bienen dann einfach etwas mehr heizen, um das Brutnest dann doch wieder auf "Betriebstemperatur" zu bekommen.


    Meines Wissens wurde dies so auch hier im Forum mehrfach behauptet.
    Ihr versucht es einem Anfänger aber auch nicht leicht zu machen...

    Ich habe noch nie Trockenhefe genutzt, ich mache Met und auch Wein immer mit Flüssighefe (Port-Hefe oder Sherry-Hefe, in den letzten Jahren die Hefe immer beim Hornbach um die Ecke gekauft).
    Mittlerweile bin ich bei 20-25 Ansätzen für Met, und bestimmt 30 Wein-Ansätze (Hobby-Winzer seit knapp 30 Jahren).


    Mehl habe ich nur bei einem Ansatz benutzt, da hat es nach ein paar Tagen aber auch unappetitlich ausgesehen, war aber letztendlich dennoch in Ordnung.


    Gärstarter habe ich auch nur vielleicht 5 Mal genutzt (wenn man das nochmalige Auffüllen nach einer kompletten Vergärung mit einem neuen Ansatz mit rechnet).
    Wie gesagt, eigentlich kenne ich das Problem eines Fehlschags gar nicht, nur ein einziges Mal war der Wein (kein Met) sauer, mittlerweile denke ich aber ich hätte das damals einfach weiter gähren lassen sollen und etwas Zucker nachkippen sollen (bin halt ein Süßer).

    Ich würde da einfach ziemlich platt sagen Du hast nicht sauber gearbeitet.


    Schimmel hatte ich allerdings noch nie, obwohl ich eigentlich auch nicht pingelig sauber arbeite. Das Mehl lasse ich auch weg, der naturtrübe Apfelsaft bringt genügend Schwebeteilchen mit, an denen sich die Hefe anlagern kann. Allerdings arbeite ich immer mit halbe Menge Apfelsaft, andere Hälfte Wasser (bei 1,5 Kg Honig also 1,5 Liter Wasser und 1,5 Liter Apfelsaft). Daran sollte es aber auch nicht liegen...


    Ansonsten hört sich alles gut an. Bei welcher Temperatur steht Dein Ansatz denn?
    Gärverschluss ist ja wohl auch hoffentlich drauf und mit Wasser gefüllt?


    EDIT: Was mir im nachhinein einfällt, bist Du Dir sicher das es Schimmel ist und nicht der Schaum der startenden Gärung?


    Daher die Frage, ob AS und Füttern auch gleichzeitig möglich ist.


    Mir wurde gesagt, dass dann evtl die Säure in das Futter zieht und dadurch dann die Säurekonzentration in der Luft evtl. nicht ausreicht, um die Milben zu killen...
    Keine Ahnung ob das stimmt, aber ich werde das gleichzeitige Behandeln und Füttern aus diesem Grund vermeiden.

    Mein Pate sagte mir "stelle Dein Volk so wie Du Dein Auto parken würdest." Nicht in die pralle Sonne, aber auch nicht in den Schatten.
    Bernhards Vorschlag bei miesem Wetter zwischen den Plätzen zu entscheiden macht absolut Sinn. Jetzt müssen wir nur noch philosophieren, was das mieseste Wetter ist :)

    Bei kühlerem Wetter heizen die Bienen mehr, die Temperatur des Brutnestes ist immer gleich, d.h. auch die Entwicklungszeit von Ei bis Biene sollte immer gleich sein.
    Daran kann es also nicht liegen.


    Allerdings hatte ich letzten Herbst die gleiche Beobachtung gemacht, dass nach der Behandlung und 3 Wochen warten offensichtlich deutlich mehr Milben auf natürliche Weise fallen, als vor der Behandlung.
    Mir wurde das so erklärt, dass die Bienen während der Behandlung entweder durch geringere Außentemperaturen oder tatsächlich wegen der Behandlung weniger brüten (das Brutnest schrumpft), und nach der Behandlung dann wieder das Brutnest ausweiten.
    Damit werden auch die toten Milben in nicht genutzten Zellen zunächst nicht ausgeräumt, wenn dann aber wieder das Brutnest vergrößert wird, putzen die Bienen die Zellen und werfen die toten Milben hinaus.
    Dadurch würden dann, wie beobachtet, auch nachträglich durch die Behandlung tote Milben fallen.


    Hört sich alles logisch an, ob es stimmt, weiß ich nicht. Vermutlich müsste man die Rähmchen nach 3 Wochen ziehen und die toten Milben aus den Zellen klopfen, um diesen Effekt auszuschließen... Da habe ich aber ehrlich keine Lust drauf :p

    Also AS wirkt, zumidest so wie ich gelernt habe, auch in verdeckelte Brutzellen. Weiterhin schadet die Milbe am ehesten der Made.
    Wenn Du also erst mit AS behandeln willst, wenn die Bienen weitestgehend Brutfrei sind, könntest Du auch fast bis zur Oxalsäure-Behandlung warten.
    Mit Pech sind die jetzt ausgebrüteten Winterbienen zu stark geschädigt und das Volk kommt daher nicht über den Winter....
    Darum würde ich schon jetzt mit AS behandeln (wenn nicht die Gemülldiagnose fast Milbenfrei ist). Dann werden hoffentlich noch gesunde Winterbienen ausgebrütet.


    Du solltest auf jeden Fall kontrollieren, wie stark die Völker befallen sind (d.h. Windeln einschieben!).


    Bei uns sind die kommenden Tage noch einmal richtig warm (über 20°), die nutze ich für die AS Behandlung. Auf so Experimente mit Kerzen im Stock habe ich keine Lust...

    Ich würde mal direkt sagen "Das gibt Dir ein Fenster von 9 Tagen..."


    2011 hatte ich ein sehr stichfreudiges, gar nicht so starkes Volk. Hier habe ich nach Vereins-Empfehlung die Königin abgedrückt und auf Besserung durch Nachschaffung gehofft. Dieses Volk ist dann noch im August mit einer nachgeschaffenen Königin geschwärmt. Ich muss nicht erwähnen dass das verbliebene Restvolk vereinigt werden musste, weil die verbliebene Nachschaffungskönigin nicht vom Hochzeitsflug zurück kam...


    Nach meinen Erfahrungen kann also gerade das Nachschaffen lassen das Schwärmen auslösen.


    Auf sein Grundstück kann / darf ich nicht alleine gehen


    Wieso nicht? Sagt das BGB beim Verfolgen eines Bienenschwarms da nicht etwas anderes??? (Ok, Du willst wohl das Nachbarschaftsverhältnis nicht unnötig strapazieren, aber dürfen dürftest Du soweit ich weiß)


    Bis Oktober wird der Schwarm dort nicht sitzen bleiben, oder hat er sich schon irgendwo dort einquartiert?

    Wer da evtl. klauen geht, ist eher weniger an Bienen interessiert.


    Das ist vermutlich der beste Diebstahlschutz, einfach das am wenigsten lohnende Objekt in der Gegend zu sein. Traurig. :(


    Ich halte es ähnlich wie die meisten hier, entweder auf umzäunten Privatgelände, oder wenn öffentlich "zu leicht" zugänglich heimlich aufstellen.


    An all die Kamera-Überwacher:
    Stellt nur sicher, dass Ihr nicht aus versehen öffentliches Gelände überwacht, sonst bekommt Ihr vom klauenden und durch Eure Kamera überführten Dieb noch einen dran, und auf einmal kostet Euch der ganze Spass mehr als hättet Ihr den Dieb einfach ziehen lassen.


    Traurig, das man sich über so etwas Gedanken macht :-(