Beiträge von Omni

    Meine Frau hat auch eine Insektengift-Allergie. Unsere Bienen stehen 10 Meter von der Terrasse, da merkt man gar nichts mehr. Sie geht mittlerweile auch direkt (1 Meter Abstand) an den Beuten vorbei, alles kein Problem. Wir haben schließlich friedfertige Bienen. :) 2 Mal allerdings ist sie gerannt, aber das hört man wirklich, wenn die Damen "sauer" sind.

    Natürlich wirst Du bei nächstbester Gelegenheit einen Schwung Königinnen mitbringen.


    Und Du fragst nicht wirklich hier im Forum ob man einen solchen Fund an ein Bieneninstitut melden soll? Hier wird doch oft genug gemeckert, dass die offiziellen Stellen nichts tun.


    Es werden sich sicher etliche Interessierte bei Dir melden, die dann auch solche Bienen haben wollen. Die Frage ist allerdings in wie weit sich deren Verhalten zur Varroa durch die klimatischen und anderen äußeren Einflüsse dort vor Ort erklären. Ohne es auszuprobieren wird man diese Frage aber nicht beantworten können.
    Daher: Königinnen holen, und selber ausprobieren!

    Nach ende der Hauptgärung habe ich ihn vom Hefelager abgezogen und die für die Restsüße wie gewohnt weiteren Honig zugegeben.
    danach setzte die Gärung erneut ein und jetzt liegt der Alkoholgehalt bei 19%:lol:!
    Leider schmeckt der Met jetzt sehr stark nach Alkohol..:-(


    Wenn ich meinem Alkohol-Messungen trauen kann, habe ich bei meinem Met auch um die 20% Alkohol, allerdings finde ich schmeckt man den gar nicht. Wie ist denn Deine Rezeptur?


    ich habe insgesamt drei Beuten und dafür drei Zargen mit je 10 Zanderrähmchen. Wie viele Ersatzrähmchen sollte man immer zur Hand haben. Ich bin ein Jungimker in Kinderschuhen, deswegen diese Frage an euch. Danke für eure Antworten.


    Hast Du drei Zargen je Beute, oder drei Zargen insgesamt?


    Ich würde bei Zander (das hast Du ja) mindestens je Volk mit 2 Brutraumzargen und 2 Honigräumen mit entsprechender Rähmchenzahl rechnen. Pro Volk eine Leerzarge für die Behandlung ist nicht verkehrt (klar kann man den Honig runter nehmen, aber wo lagert man in der Zwischenzeit die Rähmchen? Am besten in einer Zarge...)


    Dazu MINDESTENS das Material für einen Schwarm, d.h. Boden, Deckel und eine Zarge mit Rähmchen. Wenn Du vermehren willst, entsprechend mehr.


    Bei drei Völkern solltest Du also mindestens knapp 20 Zargen incl. Rähmchen, dazu 4* Boden+Deckel haben. Das ist das absolute Minimum.
    In meinem zweiten Jahr hatte ich 3 Völker ausgewintert, Platz für 8 Völker und musste dennoch welche abgeben weil ich kein Material mehr hatte (als Anfänger klappte die Schwarmkontrolle wohl nicht so richtig, hihi)


    Ich habe derzeit 3 Völker jeweils auf 2 Zargen, dazu 5 Reserveböden/-deckel und ca. 20 Zargen + Rähmchen, 10 weitere Zargen sind bestellt. (Zudem habe ich Holz für ca. 8 Zargen im Keller, die wären in einem Tag gebaut) Reserverähmchen habe ich auch noch so 100, und Mittelwände auch gut 4kg. Damit fühle ich mich einigermaßen gewappnet.


    Letztendlich kannst Du machen was Du willst, im Sommer hast Du zu wenig Material, egal wie viel Du vorher eingekauft hast. Wie Drops schon schrieb, wenn Dir das Material ausgeht, ist der Laden leer und Du bekommst erst im folgenden Winter neues Material. Also rechtzeitig das Lager auffüllen!

    Wie Marion schreibt: das passiert, tut einem Anfänger aber mehr weh, weil hier meist wenige Völker vorhanden sind und oft in den 2-3 Völkern dann auch noch das gleiche Unglück geschieht...


    Ich tippe wie viele Vorredner auch auf einen Varroaschaden (auf der Januar-Sitzung im Verein wurde auch noch gesagt dass bei Varroaschaden jetzt meist einfach nur noch leere Beuten vorhanden sind).
    Ferndiagnose ist aber halt schwer bis unmöglich, für mich blutigen Laien sowieso.


    Bleibt eigentlich nur zu sagen: Weiter am Ball bleiben und im nächsten Jahr versuchen den Fehler zu vermeiden (= bessere Behandlung, bessere Kontrolle)

    Ich erinnere mich, dass kein Stichtag angegeben war, sondern bei der Formulierung Bezug auf das Erntejahr genommen wurde und dadurch der 31.12. implizit der Stichtag wird (nach der Behandlung darf im gleichen Jahr nicht mehr geerntet werden). Nach etwas Suchen habe ich das hier gefunden:


    (Leitfaden Varroa Bekämpfungskonzept Celle): "Gemäß der Standardzulassung ist eine Varroa-Behandlung mit organischen Säuren nur dann zulässig, wenn die Anwendung nach der letzten Honigernte des Jahres erfolgt bzw. bei einer Sommerbehandlung erst die Honigernte der Tracht des Folgejahres genutzt wird. "


    Ich hoffe das reicht hier...


    ob ein Met aus Waldhonig schmeckt, weiß ich noch nicht. Adam rät ja eher zu milden Honigen. Ich habs noch nicht probiert.


    Tut er, der ist nur etwas herber. Ich habe sogar einmal Met aus Tannenhonig angesetzt, der war für meine Verhältnisse aber ungeniessbar, ich stehe mehr auf das süsse Zeug. Bekannte hingegen sagten der war genial...
    Ist wohl alles eine Frage des Geschmacks.

    Wie lange gärt der denn nun? Mein erster Ansatz hat nun 2 Monate geblubbert und langsam denke ich, blubbert nix mehr. Trüb ist er aber noch.
    Wie lange wartet man da eigentlich bis Handeln angesagt ist?


    2 Monate gähren, das kommt in etwa hin.
    Nach ca. 1 Woche ist die stärkste Gärung da, dann wird es langsam wieder weniger. Nach 2 Monaten passiert fast gar nichts mehr. Dann einfach stehen lassen, die Hefe senkt sich dann langsam ab und der wird etwas klarer. Ich lagere den Met dann einfach weiter in den Gärbehältern (ich erwähnte doch dass ich faul bin?). Bei Bedarf fülle ich dann ein Fläschchen oder zwei ab, der Rest bleibt bei uns in den Gärballons. Richtig klar wird der aber nie, ausser Du kaufst Dir (wie ein Bekannter) für ca 200 Euronen eine Filteranlage. Mich stört das Trübe aber nicht wirklich. Zum verschenken wäre eine klare Füssigkeit natürlich noch edler.
    Trinken kann man den Met schon 1 Monat nach dem Ansetzen, dann hat er aber noch starken Hefegeschmack und ist vergleichbar mit Federweissen.
    Das Jahr warten lässt den Met irgendwie reifen, ich habe keine Ahnung was da genau passiert, aber der Geschmack wird deutlich besser mit zunehmendem Alter. Nachbarn erzählten von einem vergessenen Metansatz der nach mehreren Jahren "wiederentdeckt" wurde, der soll ein Traum gewesen sein. Werde ich nie erfahren, bei uns hält der Met keine 2 Jahre. Vielleicht sollte ich doch mal einen gute 100 Liter Ansatz machen...

    Und ich vermisse in dem Rezept die Zugabe von Säure, die für die Weingesundheit notwendig ist. Honig hat kaum welche, das bisschen Apfel ist zu wenig.
    (Freilich denke ich nicht, dass die fehlende Säure am Fehlstart schuld ist.)


    Ich vergähre meinen Met immer nur mit Säure vom naturtrüben Apfelsaft, es gab bei uns noch nie einen Fehlschlag. Und ich gehe mittlerweile vermutlich auf die 50 Weinansätze zu.


    Beim Lesen des Start-Rezepts habe ich nur gedacht "Viel zu viel Honig, mehr Flüssigkeit!" (Das "Peinlichst gereinigt" habe ich genüsslich überlesen, hihi. Bei uns wird der Gärbehälter zur Hälfte mit Wasser aufgefüllt, etwas Sand zugegeben und 1 Minute geschüttelt, dann noch einmal ordentlich ausgespült, mehr reinigen wir die Gärbehälter zwischen den Vergärungen nicht mehr)
    Ich kann nur noch einmal mein Fauler-Sack-ist-Rundum-Sorglos-Rezept angeben:
    1 Kg Honig, 1 Liter naturtrüben Discounter-Apfelsaft aus dem Tetrapack, 1 Liter Wasser direkt aus der Leitung (Ich benutze das jetzt leere Tetrapack vom Apfelsaft als Messbecher).
    Alles einfach direkt zusammenkippen (nix auf 50°-80° C erhitzen oder so, Honig evtl ins Warmwasserbad zum Verflüssigen), Nährsalz mache ich auch nur hin und wieder rein, schadet aber sicher nicht.
    Wein-Flüssig-Hefe aus dem Baumarkt rein, Stöpsel dauf, warten!


    Evtl kommt nach 1-2 Monaten noch etwas Honig drauf, wenn mir das Ergebnis nicht ganz gefällt.


    Das war es. Das anstrengenste dabei ist es meiner Meinung nach ein gutes Jahr zu warten, weil der Met ab diesem Alter meiner Meinung nach erst so richtig schmeckt.

    Ich habe in meinem ersten Bienenjahr tatsächlich 1500-2000€ ausgegeben und bin nicht größer eingestiegen als Du.


    Ok, ich hatte auch das "Rundum-Sorglos" Paket eingerechnet: Bücher, Bienenlehrgang, komplette Montur (Schutz und Werkzeuge), Beuten, Rähmchen, Mittelwände, Bienen... KEINE Schleuder (die habe ich im Jahr danach erst gekauft)
    Unter 1000€ wirst Du es meiner Meinung nach nicht oder nur schwer schaffen, ernsthaft anzufangen (ausser Du kaufst benutzte Beuten, das ist für mich aber nicht "ernsthaft").


    Zudem ist die Zeitplanung von Dir auch utopisch. Profis schaffen es sicher, für ein Volk pro Woche unter 10 Minuten aufzuwenden, aber gerade als Anfänger wirst Du deutlich mehr Zeit benötigen (und auch wollen, weil Du einfach vor der Beute stehst und beobachtest).


    Was Deinen Plan angeht, die Kinder einzubeziehen: unser Sohn hat mit 5 Jahren angefangen, ein klein wenig zu helfen... Vorher stand er bestenfalls im Weg.


    Mit den Voraussetzungen die Du hast, würde ich Dir eher raten, mit dem Start noch ein paar Jahre zu warten.


    EDIT: oh, ich sollte mir mit dem Schreiben nicht zwei Stunden Zeit lassen, es sind schon unzählige ähnliche Antworten eingetroffen.