Beiträge von Imkerei Fläming

    Und der vom Rapido gerührte Honig bleibt dann auch wirklich cremig? Für immer und ewig?
    Kann mir das irgendwie nicht so richtig vorstellen ...
    Muss der Honig erst schon einmal fest geworden sein oder funktioniert das auch, wenn er gerade erst angefangen hat zu kristallisieren?


    Viele Grüße
    Friedrich

    ... Wenn der Honig im Oktober verkauft ist, ist das toll. Wo aber wäre der Unterschied, wenn man ihn erst im Dezember verkauft hätte??? ...


    Der Unterschied ist ganz einfach: Ich habe, zumindest wenn ich die Imkerei und den Honigverkauf in einem klein wenig größeren Maßstab betreibe, zwei Monate mehr mit dem Verkauf zu gebracht. Ich habe länger mein Produkt beworben, ich bin meinen Honig im Dezember vielleicht erst "losgeworden", nachdem ich mich auf ein bis zwei Weihnachtsmärkte gestellt habe.
    Natürlich werde ich aber eben auch garantiert deshalb nicht mit dem Preis herunter gehen, weil meine Arbeitszeit sonst noch weniger entlohnt würde. Und wer eben keinen guten Preis für gute Qualität bezahlen will, der ist bei mir eben falsch.


    Gespräch mit einer Bienenkönigin ...

    :daumen:


    Wer ist denn der Dichter? :)
    :u_idea_bulb02: Das Gedicht ist die moderne Fassung von Joseph Guggenmoss' "Gespräch mit einer Bienenkönigin".


    Freundliche Grüße
    Friedrich

    Generell würde ich sagen, dass es interessant wäre mit außergewöhnlichen Abfüllmengen zu experimentieren. Also nicht nur 500g oder 250g sondern, beispielsweise 180g oder 360g. Möglicherweise ist schon allein, dass durch die andere Füllmenge ein anderer Eindruck für den Kunden gegeben ist, weil eben schon allein die Menge etwas außergewöhnliches, sich von der breiten Menge absetzendes ist.

    Also bei mir gibt es kein 500g-Glas unter 5,00 €€, zumindest wenn ich persönlich verkaufe. So habe ich von Anfang an verlauft und es kommen immer wieder Kunden, die schon gleich mit dem 5€-Schein in der Hand vor der Tür stehen und guten Honig kaufen wollen. Ab nächstem Jahr werde ich auch 250g-Gläser verkaufen, die dann etwa 3,50€ kosten sollen. Die sind dann für all jene, die die Preise anderer hiesiger Imker gewohnt sind.


    Vor einiger Zeit kam jemand zu mir, der sich nach meinen Honigpreisen erkundigte. Ich nannte ihm den Preis, woraufhin dieser meinte, was ich denn für hohe Preise habe, dass man den Honig ja auch als Rentner noch bezahlen können müsse, da er auch viel Honig esse. Er bekäme das Glas Buchweizenhonig bei einem anderen Imker für 3,50€ bis 4,00€. Ich fragte ihn, welcher das sei, woraufhin er meinte, dass er mir das ja nicht verraten würde. Was das für einen Unterschied gemacht hätte, habe ich nicht verstanden. Jedenfalls habe ich in der Zeit darauf jenen Imker gefunden, der dieser vermutlich ist. Ich habe ihn einmal angeschrieben, weshalb er so billig verkaufe, worauf er meinte, dass er sonst den Honig nicht los würde. Ich denke jedoch, dass er zumindest die gleichen Einnahmen in gleicher Zeit wie ich hätte, wenn er die Preise anheben würde, nur eben noch mehr Honig, der dann übrig bleiben würde, den er dann ja aber trotzdem noch verkaufen könnte.


    Gerade neulich war wieder eine ähnliche Kundin da. Meine kleine Schwester verkauft mit ihrer Freundin im Herbst immer unsere Kürbisse, die Eier und den Honig an unserem Hof. Sie hat erzählt, dass eine Frau kam, der sie den Preis von 4,50€ nannte, welche daraufhin bestürzt die Hand vor den Mund nahm und meinte, dass der viel zu teuer sei. Selbst nachdem meine Schwester dann den Preis von 3,50€ nannte, hielt die Kundin den Honig noch immer für teuer. Solche Menschen sind Kunden, auf die ich gut und gerne verzichten kann. Das sind Menschen, die kaufen den Honig, der in Supermärkten ganz unten im Regal steht. Bei uns ist das zum Beispiel "Imkerhonig", der irgendein cremiger Honig aus Nicht-EG-Ländern ist, und "Bienenhonig" von der gleichen Firma, ein flüssiger Honig aus Nicht-EG-Ländern, jeweils für 2,19€. Die wissen die Qualität meines Honigs gar nicht zu schätzen, weil sie diese auch leider nicht kennen.


    Generell bin ich auch immer wieder verwundert, dass die meisten Menschen, zumindest in meiner Altersklasse so gar nichts von Honig wissen. Die gucken mich zum teil überrascht an, wenn ich, nachdem ich ihnen ein Glas anbiete, nach der gewünschten Sorte frage. Dann kommt häufig die Frage: "Wie? Da gibt es auch Sorten?"
    Es ist recht lustig zu sehen, wenn ich dann einmal ein Glas zum Probieren geschenkt oder günstiger abgegeben habe, wie auch Menschen, die mir vorher felsenfest versichert haben, dass sie keinen Honig essen, weil der nicht schmeckt, plötzlich, wenn auch zögerlich, nochmal nachfragen, welchen zu bekommen. :-D


    Was mich aber eigentlich noch viel mehr aufregt als Kunden, die meine eigentlich zu niedrigen Preise zu teuer finden, sind Imker die sich über die höheren Preise von anderen Imkern aufregen. Das ist etwas, was ich gar nicht verstehen kann. Es kann denen doch egal sein, zu welchem Preis ich meine Honiggläser loswerde. Das ist doch mein Problem. Wenn das keiner zahlen wollte, dann würde ich ja wohl keinen Honig verkaufen. Und Abzocke ist das keineswegs, wie auch ich mir manche Kollegen vorgeworfen haben. Allerhöchstens produziere ich zu teuer. Jedenfalls rechne ich vorher durch, was mein Honig eben kostet, was ich an Dingen investiert habe.
    Meines Erachtens muss man sich nicht an die regionalen Preise anpassen, jedenfalls nicht nach unten. Selbst wenn alle anderen Imker im Verein ihren Honig für 4€ verkaufen, kann mir das vollkommen egal sein. Ich verkaufe meinen Honig dannn trotzdem z.B. für 7€. Es schadet den anderen ja eben nicht, eher kommt es ihnen zu Gute. Das ist aber häufig bei Imkern so, dass da irgendwie immer der Neid ist, dass die anderen ja zu viel einnehmen könnten oder so. Jedenfalls sind doch auch bei dir, Hannelore, eben die Kunden da, die die Preise bezahlen, also würde ich mich auch niemals irgendeinem Preisdiktat beugen. Ganz im Gegenteil ich würde eher sagen, dass, wenn du nach zwei Monaten nach der letzten Ernte keinen Honig mehr hast, den Preis ruhig noch etwas anheben könntest. Wobei das natürlich irgendwo auch dem bereits bestehenden Kundenstamm nicht ganz fair wäre, vorausgesetzt, du machst ein Plus mit deiner Imkerei, bei den bestehenden Preisen.
    Wie viele Völker habt ihr denn eigentlich, Hannelore? Bzw. welche Honigmengen pro Jahr?


    Freundliche Grüße
    Friedrich

    Hallo,


    also die technische Ameisensäure, die im hiesigen Imkereibedarfshandel erhältlich ist, ist ganz klar mit Ameisensäure 60% deklariert, also nichts von wegen Konzentration von ... bis ... . Da es aber eben technische Ameisensäure ist und nicht jene zur Anwendung bei Tieren, ist auf den Flaschen vermerkt "zur Wabenpflege". Somit ist der Imkerbedarfshändler in jedem Fall aus dem Schneider, wenn es zu Beschwerden kommt.
    Ich habe diese noch nicht angewandt, habe aqlso keine Erfahrungen damit. Aber ich vermute, dass es ganz theoretisch auch nicht das Problem wäre, wenn ich die Ameisensäure aus dem Chemieunterricht benutzen würde. :wink:


    Die farbigen Ränder sind bei mir auch immer. An diesen kann man auch sehr gut beobachten, ob der Docht bespielsweise zu groß gewählt wurde, sodass man beim Nachfüllen des Verdunsters diesen gegebenenfalls korrigieren kann. Ich denke, die stammen aus dem Verdunstungstuch, zumindest beim Nassenheide Verdunster horinzontal, denn dort, wo die Ameisensäure war, ist das Tuch auch heller.


    Freundliche Grüße
    Friedrich

    Also dass es an schwachen Völern liegt würde ich eher ausschließen. Bei mir ist es jedenfalls so, dass die mittelstarken Ableger dieses Jahres die Zuckerlösung am besten abnehmen. Die Wirtschaftsvölker und starken Ableger brauchen ein wenig länger, die schwachen Ableger wesentlich länger.

    Also ich füttere jetzt noch. Allerdings ist die Abnahme sehr unterschiedlich. Einige Völker nehmen ein Kilogramm Zuckerlösung 3:2 pro Tag, andere lagern fünf Kilogramm pro Tag ein.

    Ich habe das auch so beobachtet. Nun stellte sich mir nur die Frage: Wie kann ich erkennen, wenn dieses Volk beraubt wird?
    Es ist immer nur plötzlich an vereinzelten Völkern, dass die Bienen vor dem Flugloch sehr aktiv werden.
    Aber gibt es einen eutlichen Unterschied, den man beobachten kann, wenn Räuberei begonnen wird?

    Auch die Heideflächen bei uns befinden sich auf einem noch zu Teilen genutzten Truppenübungsplatz. Jener Teil, wo den Imkern die Standplätze zugeteilt werden, das kostet 5€ pro Volk, wird aber logischerweiser nicht mehr militärisch genutzt, das Gebiet ist beräumt, jedenfalls wurde es erst vor ein paar Jahren entbuscht, was wohl nur schwerlich bei Munitionsbelastung möglich gewesen wäre. Teilweise sind auf dem Platz ganz vereinzelt hektargroße Brandflächen zu sehen, auf denen wohl kontrolliert Feuer gelegt wurden. Der Boden ist überall nur Sandboden.
    Jedoch stehen schon längst wieder zahlreiche übermannshohe Birken und andere Sträucher auf dem Gebiet. Das Pfeifengras dehnt sich ebenfalls immer mehr aus. Bisher ist aber jedenfalls noch genug Heide vorhanden. Sie blüht jetzt sehr gut. Es sind zahlreiche junge Treibe an den Pflanzen die allesamt in voller Blüte stehen.


    Freundliche Grüße
    Friedrich