Beiträge von wiwi

    Habe selber ein Wespennest unter meinem Garagendach und das freut mich. Darum wohne ich gerne an einem Waldrand, weil es dort allerlei Leben gibt, die sind zwar nicht alle gleich angenehm aber waren zuerst da, ich kam erst später.


    Tschüss, Wilfried.

    Dieses Jahr 2016 wird bei mir als eines der schlechtesten Honigjahre in die Annalen eingehen. Die letzten Tage schon wieder Dauerregen, es ist absolut keine Tracht in unserem Gebiet und das seit der Blütenhonigernte sowie auch nie beständiges Flugwetter.


    Hoffentlich bleibt August trocken, dann gibt es bestimmt Heidehonig.


    Tschuss, Wilfried.

    Hallo WIWI,
    ich als bekennender Purist habe immer so den Verdacht, dass hier Internetwissen verzapft wird.


    Ja Remsi, das weiß ich mittlerweile.:wink:


    Zitat

    Beispiel bei dir: Hefenährsalz ja, aber dann benötigst du keinen Apfelsaft und dann noch Zitronensäure :roll:. Der Met ist sonst dann total übersäuert und du kannst ihn zum Zahnschmelzreinigen benutzen


    Apfelsaft ist nur für den Gärstart. Für den Gärstarter gebe ich noch keinen Nährsalz oder Zitronensaure zu (keine Lust das alles immer ab zu wiegen), die Trübung sollte anscheinend die Hefe helfen. Gärstarter: 2-3 manchmal auch mal 5 Liter trüben Apfelsaft + Honigwasser, 15-20 liter bei einem SG von 1040 g/l. Wenn das einmal gut aktiv Gärt kommt Verdünnter Honig rein mit Saure und Nährsalz, und dann noch mal und … im Endeffekt sind 2-5 Liter Apfelsaft in 100 l Met.


    Einen Standard Metrezept habe ich nicht, ich habe herumexperimentiert und jetzt ist das so ungefähr meine Vorgehensweise aber die wird sich bestimmt auch wieder ändern. Hauptsache der Met schmeckt mir immer besser.


    Zitat

    Die Säure des Nährsalzes ist ausreichend.


    Habe ich auch mal gemacht und habe einen sehr feinen Essig draus gemacht. Als Met war es nicht schlecht aber mit Saure gefiel es mir halt besser. Geschmackssache? Aber vielleicht versuche ich auch noch mal ohne.


    Zitat

    Die Hefenangaben finde ich auch lustig.


    Wieso? Was ist den Lustig an Kitzinger Porthefe? Brouwland wovon Robirot redet ist bei mir so ungefähr nebenan, schau dir mal die Website an, zum Experimentieren habe ich alles im Hand Bereich und das habe ich schon ausreichend ausgenützt.


    Zitat

    In Belgien gilt das Reinheitsgebot nicht.


    Zum Glück!:wink:



    Gruß, Wilfried.

    "dass die Linde honigt, wenn sie nasse Füße hat". Totaler Blödsinn,


    Aber wenn sie trockne Füße hat schon gar nicht. Es gibt mehrere Faktoren die das Honigen beeinflussen. Auch führ die Linde bedeutete das Sauwetter von Juni stress, weniger Sonnenschein und kälter als sonst. Auch die Linde bracht für einen optimalen Metabolismus mehr Sonnenschein und Wärme. Ich würde meine Erfahrungen nicht einfach so ändern, basierend auf diesem extremen Frühjahr.


    Es kann sein das ich jetzt Unsinn dazu schreibe aber ich habe das Gefühl dass wenn Bienenvölker mal in einer Situation geraten sind wo die Tracht zeitlich nachlässt (durch Trachtlücken, Trockenheit, Regen, Kälte) oder was auch immer, sie nie wieder richtig zu 100 % aus den Socken kommen. Als ob die eine Erfahrung gemacht haben wobei sie Sparsamer sein müssen und sich für den Rest des Sommers dran halten, auch wenn nachher wieder überflüssig Tracht da ist.


    Grüße, Wilfried.

    Sherry Hefe geht bis 17% ohne Probleme


    Wen die Bedingungen günstig sind vielleicht. 17 % abv ist mir aber sowieso zu viel für Met, mit Porthefe bekomme ich das beste Resultat bisher.
    Abschwefeln , no way.
    Ein wenig Apfelsaft für den Gärstarter, Hefenährsalz und Zitronensaure benutze ich auch, für die Puristen unter uns ist es dann aber kein Met mehr aber das soll mir egal sein, es soll mir vor allem schmecken. Kaliumpyrosulfit, Gelatine und Tannin sind unnötig wobei in meinem Met manchmal vielleicht eine Tanninnote fehlt, vielleicht doch einen Versuch wert.


    Gruss, Wilfried.

    Danke für die Angaben, Sefan.
    Ich glaube aber dass es uns gar nichts sagt denn wenn das Beutengewicht 100 g abgenommen hat, dann bedeutet das dass 100 g Zucker umgesetzt wurde in CO2 oder das Wasser verdunstet ist oder … was auch immer aber es sagt uns wenig über die Menge Futter die in Bienenmasse oder Wachs umgesetzt wurde und den Bienen jetzt auch nicht mehr als Futter zu Verfügung steht.


    Gruß, Wilfried.

    Die Spanner mit den Zahnrädern funktionieren auch bei verdeckten Drähten, wenn man den Spaner am Draht ansetzt, zusammendrückt und dann noch zusätzlich den Spanner etwas nach in die entgegengesetzte Richtung dreht, in die man dann bewegt. Das heißt, ich verspanne den Draht zusätzlich in den Rädern.


    So mach‘ ich es auch, den Draht zwischen den Zahnrädern kneifen und dann die Hand leicht nach vorne drehen damit der Draht nicht grade sondern ganz leicht S-förmig zwischen den Zahnrädern durch zieht. Funzt immer, auch bei nicht so sauberen Edelstahldraht.


    Gruß, Wilfried.

    warum entnimmst Du nicht BW und verstärkst damit schwächere Völker, scheinst Du doch zu haben, siehe #4


    Vielleicht weil in ein schwaches Volk zu wenig Bienen vorhanden sind um diese extra BW bei kühler Witterung vor Abkühlung zu schützen?
    Weiß Der Bien nicht besser als der Imker wieviel Brut sie in gegebenen Umständen pflegen kann?


    Gruß, Wilfried.

    Ist es Schimmel oder eine Kahmhaut? In beiden Fällen würde ich meinen das die Gärung sich nicht durchgesetzt hat. Sowohl Kahm als auch Schimmel brauchen beide Sauerstoff zum Wachsen, würde der Apfelsaft richtig gären dann bildete sich eine schützende Kohlensauredecke auf den Apfelsaft.


    Tschüss, Wilfried.

    Im letzten Winter hatte sich ein Varroagitter in einer Ecke vom Beutenboden gelöst und da ist eine Maus im Bienenstock hineingeraten, Ergebnis: nu reine Hand voll verkümmerte Bienen samt Königin haben es überlebt. Die Königin habe ich in ein Volk das Weisellos aus den Winter gekommen war eingeweiselt. Es hat bis in die Akazie gedauert bis das Volk wieder richtig auf Trab war aber heute ist das Volk nicht mehr von meinen anderen Wirtschaftsvölker zu unterscheiden.
    Bienen sind zäh.


    Gruß, Wilfried.

    ist es nicht so, das die Dunkle Biene auch systematisch züchterisch bearbeitet wurde und eine "natürlich" vorkommende Dunkle Biene es gar nicht mehr gibt?


    Ob es noch eine "natürlich" vorkommende Dunkle Biene gibt, darüber geht es hier doch gar nicht. Es geht IMHO darüber ob sie ohne Imker klar kommen könnten und ich schreibe absichtlich nicht „in der Natur“ weil das gibt es in unseren Gegenden auch fast gar nicht mehr.

    Zitat

    Und falls es davon noch etwas gibt, wird der kleine Rest auch noch gezielt verpaart und selektiert, das dass was übrig ist noch dezimiert wird?


    Das ist ja der Knotenpunkt. Was hier in unsere Provinz und sogar in ganz Flandern an Carnica herumfliegt ist fast alles direkt aus Reinzucht aus Deutsche Bieneninstitute, genetisch sehr an einander verwand wobei die Positivauslese sehr weit durchgetrieben ist.
    Die Dunklen die wir noch dahaben sind im Grunde genommen Landbienen die kaum ausgelesen wurden. Das im vorherigen Bericht beschriebene Verhalten illustriert einiges.

    Zitat

    Die meisten Dunkle Bienen sind was ich so mit bekomme Nigra und somit auch ein ganz normaler Zuchtstämmen wie Carnica.


    Die Belgische Dunkle ist überhaupt keine Nigra.

    Zitat

    Mit den Argumente der genetischen Varianz die du anführst, müsste die Buckfast ja die besten Chancen habe.
    Durch die Krezungs -und Kombinationszucht beinhalteten die Buckfaststämme eine Super Genpool, der an diversität nicht zu übertreffen ist.


    Das werde ich nicht wiedersprechen wegen keine Erfahrung mit Buckis.

    Zitat

    Keiner von uns kann vorher sagen was die Natur bringt und wie es in 200 Jahren auf der Erde aussehen wird.


    Stimmt, hier wird viel philosophiert und hat mit der Wirklichkeit nicht immer was zu tun aber nichtsdestotrotz kommen da interessante Einsicht bei raus.

    Zitat

    Ich bin immer noch der Meinung, das Naturschutz im jetzt gelebt werden muss um überhaupt eine Zukunft zu haben. Naturschutz in der Vergangenheit ist verlorene Energie und was für Naturromantiker.


    Genau, unsere Dunklen gibt es jetzt, in diesen Augenblick, lebendig und fast ausgerottet.
    Nennst du mich jetzt ein Naturromantiker? Das ist die Krankheit des IF, wenn man kein Recht bekommt wird man Persönlich, Grund genug um mich auch mal aus diesen Thread zu verabschieden.


    Tschüss, Wilfried.

    Hallo Max.


    Auslese hat das genetische Spektrum der Bienen oft sehr verengt. Um ohne den Imker klar zu kommen braucht der Bienenstock Bienen mit möglichst viele verschiedene Talente, Eigenschaften, verhalten usw. . Genetisch wird das bestimmt durch die Begattung von Drohnen mit möglichst unterschiedlichen Eigenschaften in dessen Genom. Bei den sehr weit Ausgelesene Bienenarten sind die Drohnen fast Zwillinge weil deren Mütter Geschwister sind weil alle nur von ein Paar ausgelesene Urmütter stammen, nämlich von denen die Sanftmütig sind und viel Honig sammeln usw. Ich sehe das auch auf meinen Bienenstand.
    Bei meine Kärntner, dessen Oma aus Mayen stammt, verhalten sich alle Bienen alle gleich mit viel Honigeintrag weil alle Honig aus die reichliche Tracht nach Hause schleppen, sanftmütig weil keiner mehr defensiv agiert , wabenstätig weil keiner mehr herumrennt.
    Bei meinen Dunklen sind oft (manchmal auch zu oft =;0)) welche dabei die sich anders verhalten, die meinen sie müssen mich unbedingt mal eine verpassen, nicht das ganze Volk aber mal einen Einzelgänger, wenn der Nektar von den Bäumen siecht sind welche dabei sich mit den Blümchen im Kräutergarten zu beschäftigen weil sie sich nicht alle gleichzeitig auf die Massenwahre stürzen, also viel mehr Unterschiede in deren Verhalten.


    Dunkle und Landbienen gebe ich daher noch eine Chance, die zu weit durgezüchtete eben nicht.


    Gruß, Wilfried.