Beiträge von Ramunas Lange

    Liebigs Bücher sind doch im Eigenverlag gedruckt, da kommt man schon mit 1000 Euro recht bequem hin und hat ein Printing on Demand.
    Wurde das Thema nicht auch bei der Buchübersetzung zu Warre angesprochen?


    Aber interessant zu wissen, dass Liebig bald in Rente geht. Ich hoffe auf jeden Fall ihn einmal live zu erleben. (Nach meinem Wissen ist er auf einem Imker-Schnupperkurs im Feb zu dem ich wollte). In den YouTube-Videos fand ich ihn sehr unterhaltsam. (Zur Fachlichkeit kann ich als absoluter Neuling natürlich nichts zu sagen.)


    Hallo Omni,
    natürlich kann ein Buch für 1.000 EUR und weniger "zu Papier" gebracht werden, allerdings ist dies nicht die Norm - hier gibt es sogar im Internet einige Möglichkeiten. Solche Bücher lassen sich allerdings schlecht verkaufen - im Normalfall, den üblichen Weg beschreitend, ist bei einer kleinen Auflage von 1.000 Exempl. mit rund 7.000 EUR Selbstkosten zu rechnen (Makete, Hartumschlag incl. ). Ob da Herr Dr. Liebig wirklich viel günstiger wegkommt?
    Für einen Jungimker sind Kurse, wie von Dr. Liebig angeboten, eine gute Sache - kann ich Dir nur empfehlen: Nimm alles mit und später, wenn Du dann richtig gut in der Materie bist, selektierst Du dann noch einmal das Gehörte.

    Hallo Ruben.


    Die Anordnung der Rahmen im Kalt- oder Warmbau ist Teil der persönlichen Betriebsweise; besonders wir Berufsimker bevorzugen hier Kaltbau, da davon ausgegangen wird, dass
    durch diese Haltung gesündere und fittere Völker entstehen (Forcierung Brutstop - dadurch effektivere Restentmilbung möglich).


    Genauso ist der Einsatz (oder das Weglassen) des Schieds Teil der persönlichen Betriebsweise. Es existieren seit geraumer Zeit Vorträge über das Imkern im Dadantmass - hier wird ein Schied empfohlen,
    unter anderem für die Gewinnung von "mehr Honig" (Schied) oder Pollen (kein Schied).


    Frei nach Bruder Adam benötigen gute Bienenköniginnen Platz für die Brutlage - abgesehen von klimatischen Beeinträchtigungen in Höhenlagen, östlich und somit kalt gelegenen
    Bienensständen, etc., sollten besonders Imker in guten Wetter- und Trachtlagen über den Einsatz (bzw. das Weglassen) eines Schieds nachdenken.


    Ich persönlich kenne drei Erwerbsimker, die allesamt ohne Schied arbeiten (übrigens sehr erfolgreich).


    Wir in unserer Imkerei benutzen einen Schied nur bei Bildung von Brutablegern oder Kunstschwärmen; Bienenvölker, die von Mai bis Juli nur durch Einengung auf 7 bis 8 Waben zu nennenswerten Brut- und Honig-
    leistungen zu bewegen sind, haben bei uns (respektive ihre Königinnen) eine sehr schlechte Zukunftsprognose.


    Eine erfolgreiche Imkerei ruht nicht zuletzt auf den Pfeilern ZUCHT und SELEKTION; hier sollte alles dafür getan werden, um zu qualitativen Königinnen zu kommen. Mit etwas Übung ist das wirklich nicht schwer - natürlich kommt es auch ein wenig darauf an, welche Erwartungshaltung an die Imkerei gestellt wird, doch glaube ich persönlich, dass wir alle gerne mit friedlichen, schwarmträgen, gesunden und ertragreichen Bienen imkern.

    Die Definition von "Persönlich" brauchen wir nicht zu eruieren, da sind wir wohl beide aus dem Alter raus. Ja, eine gute Kinderstube ist durchaus auch einmal, Position für "Recht" und "Unrecht" einzunehmen.
    Menschen, die derart von oben herab über Bienenrassen schreiben - wie hier geschehen -, Mitmenschen wegen ihres ausgeübten Berufs belächeln und selbst vor einem Verstorbenen (Br. Adam) keinen Respekt zeigen, sind nach meinen Wertvorstellungen als Gesprächspartner nicht geeignet. Gelegentlich gelten auch in unserer Gesellschaft physikalische Gesetze von Aktion - Reaktion.


    Hier sind Attribute wie "etwas harsch" und "beleidigende Schreibweise" kausal nur schwer zuzuordnen.


    Niemand schätzt Drohnungen, und ich mache hier leider auch keine Ausnahme, daher war dies mein letztes Posting. Um es mit Deinen Worten zu sagen: Versprochen!


    Moin Ramunas Lange,


    ja welche Twistigkeiten... ?
    Abgesehen von der etwas harschen und auch beleidigenden Schreibweise des Nigra, merkst Du nicht, das gerade Du in Deinen Postings persönlich wirst? Hier einen Aufruf zu starten, Nigra nicht mehr zu Antworten etc., ist das die gute Kinderstube die Du meinst? Ich bin nach wie vor der Meinung, daß wenn ihr euch hier schon fast unterhalb der Gürtellinie beharkt, dann laßt das Forum außen vor und macht das bitte unter euch aus.
    So einen Ton hatten wir hier schon lange nicht und es wird ihn so auch nicht lange geben, versprochen!


    Beste Grüße
    Hartmut

    Seltsam, seltsam. Da "schießt" ein schweizer Imkerkollege derart aus allen Rohren, dass jeder, der nicht bei "Drei" auf den Bäumen sitzt,
    automatisch einen Kolateralschaden erleidet. Ist das die Form von guter Kinderstube und einer gesund gewachsenen Sozialkompetenz?
    Welche Zwistigkeiten sollen da per PM oder Mail ausgemacht werden? Bei allem Respekt vor dem Administrator, der sicherlich eine
    nicht immer leichte Aufgabe zu erfüllen hat: So sollte es nicht sein.


    Würdet Ihr bitte Eure Zwistigkeiten generell per PM oder Mail ausmachen, wir könnten dann wieder zum eigentlichen Thema zurück kehren.
    Anderenfalls ist mit diesem Thema hier Schluss.


    Beste Grüße
    Hartmut

    Ja klar, man kann auch darüber hinwegsehen, wenn einem der Geruch nicht stört: http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=17390&p=252951#post252951

    Die Grösse ist daran noch das kleinste Problem. Warmbau und die Aufstellung in Häusern schon eher.


    Mich persönlich interessieren Ihre Feindseligkeiten gegenüber Andersdenkenden nicht - machen Sie doch einmal eine Pause und lesen ein gutes Buch (nicht unbedingt von Bruder Adam - obwohl es in Ihrem Fall sicher hilfreich wäre - vielleicht etwas über Verhaltensweisen in einer Sozialgesellschaft). Auch geistige Brandstiftung ist strafbar: Ich rege an, diesem Herrn nicht mehr zu antworten. Vielleicht sollten wir ihm 50 Rappen für die Parkuhr in
    die Schweiz schicken ...?

    Adambienenhalter - Importdrohnen - Importrassehalter. Für so einen jungen Menschen, wie Du es bist - lieber "Nigra" - scheinst Du eine sehr spezielle Ausdrucksweise (ich denke, Du als Schweizer wirst mich hier sehr genau
    verstehen) zu pflegen. Für mich persönlich ist das wirklich keine Geschmackssache ...


    Auch Leute von der Post scheinst Du nicht zu mögen; warum eigentlich, wo ihr doch so einen schönen Postbus habt?


    Das ist halt Geschmacksache. Ich finde es halt einfach primitiv, andere Rassen als krankheitsanfällig zu verunglimpfen. Besonders wenn man sie zuvor mit seinen Importdrohnen versaut hat. Die Importrassenhalter können ja im Unterschied zu uns immer auf Importe zurückgreifen aus Gebieten in denen die Züchter über riesige Schutzgebiete verfügen.

    Sorry, dass wir hier irgendwie nicht auf einen Nenner kommen - eigentlich wollte ich nur der Jule helfen:


    Die Frage war ja: "Oxalsäure mehrfach träufeln möglich?"


    Möglich ja, anzuraten aus meiner persönlichen Sicht nicht.


    Die Methode - sprechen wir jetzt einmal darüber - des Verdampfens ist in vielen Ländern erlaubt
    und wird dort mit unterschiedlichem Erfolg praktiziert. Auch wir in unserer Berufsimkerei haben hier unsere Erfahrungen Anfang der 90er Jahre mit gemacht - eine OS-Begasung
    kann ich (einmal abgesehen von den rechtlichen Bedenken) nicht ohne "Wenn und Aber" empfehlen. Warum auch, wenn das Träufeln doch funktioniert (wirklich funktioniert).


    Hier ist die Anwendung denkbar einfach und verlangt auch nicht so viel Fingerspitzengefühl vom Anfänger ab wie z. B. der Einsatz von Ameisensäure im Sommer.


    Wenn ich über 200 Bienenvölker im Winter an zwei Tagen mit OS beträufeln kann, so schaffst Du das Jule bei Deinen Völkern auch, daher: Nur Mut.


    Der LINK zeigt leider nur eine Meinung auf, die nicht heilsbringend ist, genau so wie die meine natürlich. Grundsätzlich durchlaufen Arznei und Behandlungsmethode immer aufwendige Zulassungsverfahren, die leider meist anders laufen, als von Expertenmeinung erhofft - hier kann Frau Dr. Rademacher sicherlich auf leidige Erfahrungen hinsichtlich der Zulassung von Ameisensäure verweisen.


    Empfehlungen in öffentlichen Foren, nicht zugelassene Behandlungsmethoden anzuwenden, sollten wir nie abgeben - die OS-Bedampfung ist in Deutschland nicht zugelassen (Stand: 04.11.2010).


    Es ist mir unverständlich, wieso immer wieder behauptet wird, dass die OS-Bedampfung nicht zugelassen werden kann, weil sie zu gefährlich ist:evil:. In "Varroa unter Kontrolle" steht, dass die Bedampfung nicht empfohlen wird, weil die Darreichungsform der Oxalsäure ungeklärt ist. In diesem Link ist das ganz klar und eindeutig formuliert:
    "Der Grund dafür, dass wir das Zulassungsverfahren für Oxalsäure in der Applikationsform Verdampfen nicht weiter betrieben, lag vorrangig in der noch nicht ausgereiften Arbeitssicherheit: Das Hantieren mit Oxalsäurekristallen kann für den Imker gefährlich werden. Eine Zulassung wird hier erst möglich, wenn für das Verdampfungsverfahren Tabletten bzw. Kapseln, die dem Arzneimittelgesetz entsprechen, verfügbar sind. Bis heute liegen zur Herstellung und Haltbarkeit solcher Präparate keine ausreichenden Daten vor."
    Also: OS-Bedampfung an sich wird nicht als Problem gesehen, sondern das Fehlen von Oxalsäurekapseln oder -tabletten mit der Beifügung "ad us.vet.".
    Gruß Ralph

    Ich respektiere jegliche Zuchtbemühung, insofern diese als seriös zu bewerten ist. Imker, die Schutzradien von Belegstellen nicht akzeptieren, kann ich nicht verstehen - nach meinen Wertvorstellungen handeln sie
    unsozial (genauso wie die Imker, die ihre eigene Standbegattung als seriöse Zucht einstufen und Imker, die andere Zuchtrassen halten, diskriminieren).


    Die Zuchtverbände, die nach international anerkannten Methoden züchten, müssen wegen diesen asozialen Elementen, die sogar Schutzgebiete nicht respektieren, viel zusätzlichen Aufwand betreiben. Die DNA-Fingerprints sind nur ein Teil davon.


    Im Moment läuft es nun so, dass die Unterstützung der seriösen Züchter aus allgemeinen Mitteln der Bundeskasse finanziert wird. Statt auf die Fremdrassenexpermentierer werden die Kosten also einfach auf der Allgemeinheit abgewälzt. Wie halt in vielen anderen Bereichen auch.


    Wenn die Importeure (nicht nur von Honigbienen) jeweils für die Folgekosten aufkommen müssten und diese nicht einfach abwälzen könnten, herrschte allgemein eine andere Stimmung im Land.

    Wenn man den Schutz der Belegstellen nicht mehr vernünftig sicherstellen kann, wird man vermehrt in KB investieren müssen - vermutlich sprechen die Schweizer Politiker lieber dafür mehr Geld, als für Einschränkungen bei Fremdrassenexperimenten zu stimmen. Die Mehrheitspolitiker werden sich kaum an Slowenien orientieren wollen.

    Das Begasen von Bienenvölkern ist in Deutschland nicht zugelassen. Punkt!
    Dies ist nicht ganz unwichtig, wenn wir über Behandlungsmethoden in einem Forum referieren, wo viele Jungimker mitlesen
    (die wir nicht immer sehen, da sie meist nicht schreiben). Das hat wohl auch nichts mit Dummheit zu tun, oder sind die Ungarn (Gabon als Varroabehandlungsmittel zugelassen),
    Türken (Amitraz), Litauen (Apifos), etc. schlauer als wir Deutschen ...?

    Hallo Jule,


    ja, der Oxalsäuregehalt ist hier bei beiden Produkten gleich, allerdings haftet nach Lehrmeinung Bienenwohl besser an der Biene, wodurch dann wiederum eine höhere Milbentoxizität erreicht wird.
    Ein mehrfaches Träufeln im Sommer wird nicht nur auf dem Beipackzettel von Bienenwohl empfohlen - es gibt hier ein nahezu identisches österreichisches Produkt mit dem Namen Bee Vital, welches ähnlich eingesetzt wird.


    Ich persönlich kann ein mehrfaches Träufeln nicht empfehlen, da hier immer mit einem erhöhten Bienenabgang zu rechnen ist. Die Biene verlässt zum Sterben (bei möglichem Flugwetter) ihren Stock, und es fällt hier natürlich
    keine weitere Veränderung im Volk auf (Bodenbrett zeigt keine Verdachtsmomente). Mach lieber im Winter bei Brutfreiheit (es ist ja bald soweit, also nur Geduld) die Oxalsäurebehandlung, und dann natürlich nur 1 x.
    5 ml je besetzter Wabengasse, da liegst Du immer richtig.
    Kleine Anmerkung noch zum Schluss: Die Hauptmotivation für die Zulassung eines Oxalsäuremittels ist die Anwendersicherheit - dies mag dann auch der Grund dafür sein, warum das Verdampfen von Oxalsäure bis heute
    noch nicht in Deutschland zugelassen ist (und es wohl auch in Zukunft nicht sein wird).


    Bienenwohl ist scheint wohl doch besser verträglich - wenn auch nicht zugelassen - ist denn der Oxalsäure %Gehalt der gleiche wie in Oxuvar?

    Wenn man eine Blockbehandlung im Sommer mit 10ml x4 nimmt, kommt man auf Gesamtbelastung < 40ml pro Volk weil der Bienendurchsatz noch besteht? Würdet ihr das auch so sehen?

    Gruß Jule

    Schöne Grüße in die Schweiz - habe im Kanton Glarus längere Zeit gelebt & gearbeitet. Selbst unter meinen Arbeitskollegen gab es einen Imker, der dann auch noch gleich die Buckfast gehalten hat... ;-)
    Heute ist die Sektion der Buckfastimker auch in der Schweiz insgesamt auf dem Vormarsch (so wie auch in Bayern, obwohl das dort nicht immer so wahrgenommen wird). Nimmt man nur diese Fakten rein isoliert und addiert noch die Fans der Ligustica, Kaukasica, etc. hinzu, die ... unerlaubt solche Bienenrassen und ihre Verkreuzungen halten,
    so stellen sich dann viele Fragen, die durch Fingerprints zwar beantwortet, aber nicht gelöst werden können.


    Genau darum fände ich es angebracht, wenn die Fremdrassenhalter sich an den Kosten für die Fingerprints der ursprünglichen Rassen beteiligten.


    Die Drohnensicherheit ist nicht mehr so entscheidend wie früher, als man die ungewollten Verkreuzungen kaum aufdecken konnte. Mit den Fingerprints ist das schon viel besser - nur müssen die auch bezahlt werden!

    Es gab und gibt schon Merkmale mit denen so eine unerwünschte Verkreuzung aufgedeckt werden konnte. Das Verfahren ist aber nicht sicher genug.

    Liebe Sabi(e)ne,
    dies ist auch der Hauptgrund, warum gute Züchter ihrer Königin, direkt noch in der Narkose, einen Flügel stutzen. Da fliegt dann nix mehr ...


    Einwände gegen den künstlichen, von uns Menschen ausgehenden, Eingriff in das Leben eines Individuums bleiben hierbei leider unberücksichtigt, und kritische
    Sichtweisen zur künstlichen Besamung sind natürlich zulässig.

    Moin,
    ich hab an einem nassen, verregneten Julinachmitttag eine schon seit zwei Wochen bei mir legende *begattet gekaufte* Königin völlig allein nachmittags um 16 Uhr allein ausfliegen sehen - und etwa 25min später mit Begattungszeichen zurückkommen sehen - seitdem hab ich extreme Zweifel, was die Abstammungen und Stammbäume angeht.
    Und nicht ganz zu unrecht, denke ich, weil das mit Sicherheit kein Einzelfall war.
    Besamten Königinnen fehlt ebenfalls das Freiflugerlebnis - wie sicher ist es, daß sie nicht nochmal losdüsen?
    Ich finde Besamung einerseits klasse (definierte Gene - wooow), aber andererseits finde ich es gruselig, ähnlich wie ivf-Babies, die womöglich noch vor der Implantierung in die Gebärmutter auf Defekte getestet und aussortiert werden - "Brave new world" läßt grüßen....:evil:
    Man muß nicht alles tun, was man machen kann....