Beiträge von Clas Lehmann

    Ich sehe es wie Hartmut,

    die Diskussion dreht sich im Kreis. Es kommen keine neue Argumente dazu und die Positionen der einzelnen sind verfestigt.

    Ich schlage eine Pause in dem Faden vor.

    Gruß

    Werner

    Moin, moin!


    Ja. Und es wird mutwillig missverstanden und mit fetten rosa Fragezeichen geworfen.


    Punkt ist doch: Die Veränderungen in den Kulturflächen stellen die Neophyten in den Schlagschatten, und ein Verlust von 30% zumindest potentieller Tracht in der Fläche wird durch einige, meinethalben auch viele, Pflanzen am Bach entlang nicht entfernt ausgeglichen.


    Gruß Clas

    Moin, moin,


    Mais verdrängt hier in der Gegend über 30 % des Grünlandes.


    Also zum Beispiel des Klees und des Löwenzahnes.
    Und natürlich auch Getreide.

    Und sicher hatte man vor der Einführung der Kartoffel auf den Flächen was anderes angebaut.


    Gruß Clas

    Moin, moin,

    die Getreidearten sind hier auch vom Menschen hingebracht worden, wie überhaupt der Ackerbau eine Erfindung aus dem mittleren Osten ist.


    Nicht wenige Ackerwildkräuter sind mit hierher verschleppt worden oder aus Steppengebieten eingewandert und seither auf unseren Äckern heimisch.

    Z. B.:

    Verronica arvensis

    Geranium rotundifolium
    Merdurialis annua

    .


    Andere sind später verschleppt worden und haben sich dann auf landwirtschaftlichen Nutzflächen ausgebreitet.

    Z. B.:

    Veronica persica

    Matricaria discoidea

    Oxalis fontana

    Gruß Clas

    Es gibt Neophyten und es gibt invasive Nephyten… und nur die invasiven sind problematisch. Und dazu zählt nun mal das Springkraut…

    Moin, moin,


    genau diese Einordnung ist Ausdruck pflanzenbezogener Fremdenfeindlichkeit, nichts weiter.

    Abwarten und wachsen lassen...


    Gruß Clas

    Soweit ich das erinnere ist das etwa nach 50 Jahren der Fall.

    Na dann...das Springkraut ist sogar schon weit über 100 Jahre im Land. Die aktuellen Kampagnen dagegen nerven ungemein, da wird wieder eine Sau durch's Dorf getrieben ohne Sinn und Verstand, nur weil irgendwer diese Welle losgetreten hat.


    Es sollten mal Imker mit Medienkontakten aufstehen, um da dagegen aufzuklären. Es gäbe wirklich wichtigere Umweltthemen als ein seit über 100 Jahren bewiesenermaßen harmloses, seit jahrzehnten nicht mehr wirklich zunehmendes Kraut zu verteufeln. Die Energie dieser Leute könnte man sinnvoller einsetzen.

    Neophyten sind nach dem Lexikon der Biologie alle Pflanzen, die seit der Entdeckung Amerikas hier ankamen. Das betrifft auch allerhand Forstpflanzen, womöglich auch in den Wäldern des Herrn Reitzig...

    Ansonsten können wir ja froh sein, dass Ausgangs der Eiszeit die Menschen andere Sorgen hatten und nicht alles eindringende Neugrün als untundröses Unkraut verfolgt und ausgerottet haben.


    Gruß Clas

    Moin, moin,

    einseitig finde ich vor allem die pflanzenbezogenen Fremdenfeinde, die solche faktenfernen Propagandasendungen in die Wohnstuben schicken...

    Zum Springkrautfressen braucht es nicht spezielle Dexterrinder, sondern Weidegang von Rindern dort, wo das wächst. Wenn man die aber ganzjährig im Stall hält und ihnen ihr Grünfutter auf intensiv bewirtschafteten grüngespritzten Futterbauflächen mäht, kennen sie das nicht und haben keinen Zugang dazu. Wie sollen sie es dann fressen?


    Und nein, es sind nicht nur die Honigbienen, denen das Springkraut Ersatz für aus der Fläche verschwundene Blüten bietet. Hummeln und andere Wildbienen sowie verschiedene Wespen und Fliegen sind dort ebenfalls.


    Gruß Clas

    Vielleicht überlegt Ihr mal ob es einen Zusammenhang zwischen dem Verschwinden von Blühpflanzen, dem Einschränken von Bienenflächen und dem Wunsch der Imker nach Springkraut gibt?

    Wenn in deiner Region keine Kleewiesen im Frühjahr mehr blühen, weil das Springkraut die plattgemacht hat, überlegst du vielleicht ob das mit dem Springkraut so ne gute Idee war.

    Invasive Arten sind keine Lösung für den Rückgang von Trachtpflanzen, sondern ein Teil davon.


    Hier ist die Problematik gut beschrieben

    Moin, moin,


    Springkraut ist nicht mahdtolerant. Kleewiesen werden in meiner Region eher Simplexopfer, leider ziemlich flächendeckend.

    Gruß Clas

    PS: sind Bienen zu dieser Zeit was Pollen angeht auch blütenstet?

    Moin, moin,


    der Augenschein spricht bei meinen Bienen dafür. Ich habe noch nie mehrfarbige Pollenhöschen bei Honigbienen gesehen.

    Bei Hummeln schon.

    Und auch bei den Bienen habe ich drauf geachtet, seit ich in einem Vortrag gehört hatte, Bienen und Hummeln seien gleichermaßen blütenstet, was meiner Beobachtung widersprach.


    Gruß Clas


    Man nehme einen Topf mit Erde, sät bis zum 1.9 ca 30 Körner / m2 aus. (Feinkrümeliges Saatbeet) und schaut sich die Entwicklung und den Befall mit Schädlingen mal an.

    Da lese ich nichts von Hektarerträgen.

    Moin Llecter,

    das kommt, wenn man nicht den ganzen Beitrag 813 (?) zitiert. Dort steht im letzten Satz, man möge nicht vergessen, den Ertrag auf den Hektar hochzurechnen.


    Gruß Clas

    Es ging um reproduzierbar ertragssicher. Und das ist eher.... schwierig. Wenn das Mal klappt und Mal nicht, ist er auf professioneller Basis, wirtschaftlich, unmöglich.

    Moin Ralf,


    nein. Robinienhonig gibt es mal, und mal gibt es ihn nicht. Eine reine Robinienhonigimkerei geht natürlich wirtschaftlich und imkerlich nicht. Das versucht ja auch keiner. Im Landwirtschaftlichen Betrieb ist aber der Raps auch nur ein Bein von mehreren. Schon, weil er in der Fruchtfolge eher weit stehen sollte.

    Dass aber die Ernten der einzelnen Kulturen jahrweise unterschiedlich ausfallen, liegt im Wesen der Landwirtschaft. Im Können des Landwirtes liegt es, diese Schwankungen möglichst auszugleichen, aber es bleibt ein Anbaurisiko, und bei Bioraps ist das nicht klein. Also braucht es Abnahmepreise, die das Anbaurisiko angemessen berücksichtigen.

    Gruß Clas

    Moin, moin,


    ich gestehe jedem konventionellen Landwirt zu, konventionell zu wirtschaften.

    Was mir zu weit geht, ist die Behauptung, es gehe nur so, und er müsse alles, was er tut, weil es anders nicht gehe. Und wenn dann irrelevante Versuchsanordnungen zur Beweisführung empfohlen werden, dann reagiere ich vielleicht allergisch. Kreuzallergie zu den Schildern, die hier vor einigen Jahren bauernverbandlicherseits an Ackerstellen mit ertränkter Kultur, Kümmerwuchs an Ackereinfahrten oder mit unter den Pflug genommenen ehemaligen Feldwegen aufgestellt wurden, und die Behauptung trugen, so sehe Ökolandbau aus und hier wäre der fehlende Pflanzenschutz die Erklärung. . Ich habe etwas gegen unredliche Argumentation.

    Gruß Clas

    Glaub mir das Ungeziefer kommt auch mit wenig Wurzelraum ;)

    Ja, natürlich, gerade und besonders deutlich, wenn der Raps, der normalerweise so um und bei in einem Kubikmeter Boden wurzelt, in einem kleinen Blumentopf jeglichen vorstellbaren Mangel leidet. Der Versuchsaufbau ist einfach nicht seriös, um den Ertrag von Bioraps zu modellieren und dann vom Blumenpott auf den Hektar hochzurechnen. Der Hektar besteht nicht aus Blumenpötten. Beziehungsweise ist ein Boden mit einem effektiven Wurzelraum von 20 cm Mächtigkeit einfach ganz und gar ungeeignet für Rapsanbau. Auch bei ansonsten konventionellem Vorgehen wird das nix, und das beweist eben nicht, dass man Raps überhaupt nicht anbauen könnte.

    Gruß Clas