Beiträge von Clas Lehmann

    Moin, moin,


    Probe ziehen kann man jetzt, wenn die Beuten nicht gerade zugefroren sind. Beim Transport würde ich auf die Meidung heftiger Erschütterungen achten. Für winterstarke Völker dürfte das ok sein. Bei eigentlich zu kleinen Wackelkandidaten kann das ein Problem sein.

    Bis März zu warten, mit dem Umzug, ist natürlich auch möglich, aber dann findet sich bestimmt jemand, der besorgt ist, weil sie sich in der Durchlenzung befinden...

    Wie weit verziehst Du denn?

    Gruß Clas

    Ich würde auf keinen Fall einen Einachser nehmen. Da hast du keine Freude damit wenn der Anhänger mit den Bienen bei jeder kleinen Bodenunebenheit zu hüpfen beginnt.

    Moin, moin,


    kommt sehr auf das Zugfahrzeug an, und auf den Einachser... Ich habe mal einen Tandemachser an mein Auto gehängt und war froh, dass ich den nur überführen und nicht auch noch was draufladen wollte... Auf der Höhe meiner AHK hatte der eine negative Deichsellast, weil für höhere Fahrzeuge gebaut.

    Mein Einachser hingegen hüpft überhaupt nicht.


    Gruß Clas

    Moin Llecter,

    erstens war da eine sehr kurze Frage, auf die ich angerissen habe, wo die Probleme liegen können.

    Zu Deinen Einwänden und Ergänzungen:


    Bei Thiamethoxam mit der Abbaurate zu argumentieren, ist aber nur dann redlich, wenn man erwähnt, dass der Metabolismus über Clothianidin geht, und dieses deutlich länger persistent und wirksamer ist.

    Weiter scheint mir ein Beispielcollembole über die Reproduktionsrate nicht wirklich Aussagen über Verhalten, Interaktion und Lebenserfolge komplexer sich verhaltender Artikulaten zu erlauben. Das Zusammenwirken im Ökosystem Acker steht dann gänzlich außen vor. Ähnliches gilt für die Daphnie, die immer gerne als Prüftier verwendet wird, um wasserlebende Artikulaten abzuprüfen.

    Einen Eintrag in die Vorflut mit abgeschwemmtem Boden halte ich, gerade in der Zuckerrübe, nicht für abwegig. Die Bestände schließen erst recht spät und Wassererosion habe ich auf solchen Äckern gesehen und auch Bodeneintrag in die Vorflut.

    Mein Kenntnisstand aus toxikologischen Vorträgen und Studien, die ich hörte und las, ist, dass Paracelsus zutrifft für Stoffe, die metabolisiert werden können. Bei Stoffen, die irreversibel an vitalwichtigen Strukturen andocken, Krebs erregen oder die Keimbahn schädigen gebe es die unschädliche Dosis nicht. Allenfalls gibt es eine sinkende Wahrscheinlichkeit für ernste Folgen. Hier ordnet Herr Tennekes die Neonikotinoide ein. Insofern ist diese Frage allenfalls umstritten, meine Aussage aber fachwissenschaftlich gestützt.

    Darüber hinaus habe ich Schwierigkeiten, für eine Beize, die ja Vorbeugung ist, einen Notfall einsehen zu können.


    Gruß Clas

    Stimmt es, dass neonics in Zuckerrüben nur auf Insekten wirken, wenn die die fressen? Und was machen Bienen eigentlich auf Rübenfeldern?

    Moin, moin,


    das ist die Theorie.

    Es kommt darauf an, welcher Wirkstoff genau.

    In der Praxis wird von der Beize höchstens um die 10% aufgenommen, der Rest verbleibt im Boden und wirkt auch dort auf Artikulaten, was eine recht große Gruppe ist, die wichtige Teile des Bodenlebens stellen.

    Ein weiterer Teil wird mit dem Überschuss des Regenwassers in die Vorfluter gespült und wirkt dort ebenfalls giftig. Oder es steht als Pfütze auf dem Acker und kann von Insekten mit fatalen Folgen für Trinkwasser gehalten werden.

    Da überdies die Wirkstoffe sowohl sehr wirkmächtig sind, als auch deutlich langlebiger, als für die Zulassung angegeben wurde, erstrecken sich diese Wirkungen auf Jahre, und sie stehen auch für Folgekulturen zur Verfügung.

    Da überdies die Wirkung, also das Andocken am Rezeptor, irreversibel ist, gibt es da auch keine Erholung und keine unschädlich geringe Dosis.


    Gruß Clas

    Moin, moin,

    zu Zeiten, da mit Hand gemolken wurde, waren das noch so um oder über ein Dutzend Arbeitskräfte... Mechanisierung macht den Betrieb nicht kleiner. Zwei halte ich dennoch für sehr sportlich.

    In meiner Lehrzeit hatten wir für um die 120 melkende Kühe und die Nachzucht mit Doppelsechser Melkstand ohne Ackerbau 5 Arbeitskräfte und einen geländegängigen Altenteiler, einschließlich der Hauswirtschaft.

    Dreißig oder vierzig mehr hätte man schon schaffen können.

    Die halbe Belegschaft hätte das nicht schaffen können, auf Dauer. Eine Technik, die das ermöglicht, ist für die Betriebsgröße nicht wirklich wirtschaftlich. Sie ist m. E. für die Tiere auch nicht gut.


    Gruß Clas

    Moin, moin,


    nach der Wintersonnenwende werden die Tage wieder länger und die Bienen wieder brütiger... Insofern sollte man den 31. Dezember vielleicht eher als Hinweis verstehen und weniger annehmen, dass die Imkereipolizei tätig werde, wenn man Anfang Januar beträufelt.

    Das das Beträufeln die Restlebensdauer der Bienen um 30 bis 50% einkürzt, zieht sich da das Zeitfenster eng.

    Rechtlich sehe ich da keine Grundlage, aber sachlich.


    Auch wenn es sich polizeilich gebärdende Kollegen ja gibt: Ich weiß nicht, wieviel meiner Restlebenszeit ich an deren Missionierung wenden möchte.


    Gruß Clas

    Edit: Ich bin, um zur ursprünglichen Thema zurückzukommen, für Saatgutbeizen bei Zuckerrüben. Aus Gründen.

    Moin, moin,


    so pauschal bin ich dagegen, auch aus Gründen.

    Man müsste hier nun differenzieren und erstmal klären, welcher Wirkstoff da eine Notfallzulassung kriegen soll. Die wird es ja nun hoffentlich nicht für die ganze Wirkstoffgruppe pauschal geben. Und für eine insektizide Beize, also ein Prophylaktikum... Es will mir nicht in den Kopf.

    Dann wäre zu klären, wie hoch die Wirkstoffmenge ist und wie lange sich der Wirkstoff und seine teilweise giftigeren Metaboliten im Boden halten. Hier gibt es zu einigen Wirkstoffen Untersuchungen, die erheblich längere Zeiten ergaben, als zur Zulassung mitgeteilt wurden. Damit sind Belastungen sowohl des Bodens, als auch des Pfützenwassers und des Oberflächenwassers naheliegend, und ja auch vielfach nachgewiesen. Auch Folgekulturen können noch Wirkstoff aufnehmen. Und ja, natürlich auch das Produkt kann den enthalten.


    Gruß Clas

    Wäre es nicht einfacher die Rähmchen bis zum Frühjahr aufzuheben und bei Trachtbeginn den Bienen unterzusetzen? Eben zum Umtragen, hätte man viel Zeit und Geld gespart.

    Gruß Stefan

    Moin, moin,

    ich habe umtragen lassen ausprobiert und gefunden, dass sie das nicht oder nur in dem Maße tun, in dem sie dort dann Brut anlegen... Die Waben taugen mir danach nicht mehr für den Honigraum.

    Gruß Clas