Beiträge von S_Brenner

    Hallo,



    Ich lebe auf dem Land mit einem 1000m² großen Grundstück und 500m² Garten mit Gartenteich. Die Nachbargrundstücke sind alle ähnlich groß. Die Bedingungen für die Bienenhaltung würde ich als gut bezeichnen. Einen Wehrmutstropfen habe ich: Direkt an unser Grundstück grenzt ein Feld an und da wollte ich eigentlich die Bienen unterbringen. Damit wären die Beuten nur ca. 2 Meter vom Feld entfernt. Hier mache ich mir Gedanken wegen Pestiziden usw. Wäre das in KO-Kriterium für euch?


     
    Kommt wohl aufs Feld drauf an, was wird angebaut? Aber auch wenn die Bienen nicht direkt daneben stehen, die fliegen ein paar Kilometer weit und man kann nicht kontrollieren, wohin.
     

    Ist eine Ausbildung zwingend vorgeschrieben? Am Bieneninstitut Kirchhain wird diese angeboten. Ich bin am Überlegen, ob es nicht sinnvoller ist, von meinem Imkerpaten eingearbeitet zu werden. Könnte man die Ausbildung auch nachholen? Ich wohne in Hessen. Da könnten in anderen Bundesländern ja andere Regelungen gelten.


    Nein, ist nicht vorgeschrieben, aber ein Kurs hilft natürlich ungemein, sowohl Theorie als auch Praxis. Auch nicht zu verachten ist der Besuch des örtlichen Imkervereins. Die beantworten alle Fragen und Du findest vielleicht jemanden, bei dem Du die ersten Schritte machen kannst. Es ist sehr hilfreich wenn jemand neben einem steht und bestätigt/korrigiert, was man zu sehen glaubt, wenn man in die offene Kiste schaut und tausende Bienen rumwuseln.


    Ich habe schon ein angemeldetes Kleingewerbe. Muss für die Imkerei ein zusätzliches Kleingewerbe anmelden?


    Imkerei ist Landwirtschaftliche Urerzeugung. Solange Du nur unverarbeitete Produkte aus dem Bienenstock in Verkehr bringst, ist ein Gewerbe in der Größenordnung nicht angebracht.


    Muss / sollte man eine Versicherung für die Bienen abschließen?


    Oft ist man über den Verein versichert. Zu klären ist aber, was versichert ist, und auch, was man versichert haben will? Haftpflicht, Unfall, Vandalismus, Wetter?


    Wie viel Geld muss man für den Anfang investieren? Ich würde mit 4 Völkern beginnen und Magazinbeuten verwenden. Dafür und das weitere benötigte Zubehör würde ich ca. 1.000 Euro ansetzen. Kommt das hin? Evtl. würde ich meinen Imkerpaten fragen, ob ich das ein oder andere auch gebraucht kaufen kann.


    Das kommt ganz darauf an, was Du alles kaufen willst. Im Verein kann man oft Schleudern oder eine Schleuder ausleihen, ebenso einen Wachsschmelzer, ...
    Eine Grundausstattung bestehend aus Schleier, Jake, Smoker, Stockmeisel, Beute komplett (Boden, Flugbrett, Brutraum, Honigräume, Rähmchen, Schied, Innendeckel, Außendeckel, Fütterer), und ggf. Wachs-Mittelwände, wobei das auf das System ankommt (einräumiger Brutraum, geteilter Brutraum, einräumige Beute) kannst Du Dir aus den Katalogen der Hersteller/Händler zusammensuchen, das kommt ganz auf die eigenen Ansprüche und eben das System an. Ein Besuch beim Vereinsabend kann auch hier sehr erhellend sein.


    Gibt es eine Möglichkeit, Fördergelder vom Staat zu bekommen?


    Kommt drauf an, das macht jedes Bundesland anders. Mit der Förderung würde ich aber nicht kalkulieren.


    Würdet ihr mir raten, direkt mit der Imkerei zu beginnen und parallel von meinem Imkerpaten zu lernen oder würdet ihr eher ein Jahr lang mit dem Paten mitgehen und erst dann selbst imkern?


    Ich würde wenn möglich gleich einen Kurs besuchen und beim Verein vorstellig werden. Vielleicht bieten die Neu/Jungimkern sogar ein begleitetes Probeimkern an, vermitteln Paten und Völker. Mit ein paar vernünftig überwinterten Völkern im Frühjahr zu starten macht zwar am meisten Spaß, weil man dann gleich Ergebnisse sieht, ich empfehle das aber in Begleitung zu machen.


    Ein heißes Thema, was jetzt mit Sicherheit kontrovers diskutiert wird: Was spricht für und was gegen die Bienenkiste?


    Dafür spricht nichts, dagegen vieles. Alles, was man in der Bienenkiste machen kann, kann man auch in anderen Beuten mit ungeteiltem Brutraum machen. Und vieles mehr, was prinzipbedingt in der Bienenkiste nicht geht. So kann man auch im Magazin die Bienen ihre Waben und das Wachs selbst erzeugen lassen, man muss kein Absperrgitter verwenden, usw. Aber zur Kontrolle des Volkes, der Varroa Behandlung etc. kommt einem die Mazagzinbauweise entgegen.


    Bei den Beuten: Was spricht für und was gegen Kunststoffbeuten?


    Wie schon geschrieben, das ist Geschmackssache und auch regional unterschiedlich. Auch hier gilt, im Verein mal fragen, was verwendet wird.


    Schöne Grüße,


    Sebastian

    Hallo,
    Wenn man die Löcher so bohrt, dass der Abstand ca.51 cm beträgt, steht der Boden nicht über.


    Wobei man den Einfluss einer Kante zum Kippen mal ermitteln sollte, ich vermute, das Ergebnis wird besser als bei einer undefinierten flächigen Auflage.

    Wo bekomme ich denn die Spindelböcke her? Selber machen geht mangels Räumlichkeiten nicht.


    Ich habe übrigens 10er Dadant. Passt das trotzdem?


    10er sind schmäler, passen ja 2 Rähmchen weniger rein als im 12er Dadant. Zum Bohren reicht eine Bohrmaschine mit Forstnerbohrer. Lieferant für Spindeln habe ich oben genannt.


    Fertig kaufen kann man das wohl nicht.


    Grüße


    Hallo,


    Einkommensteuer und Umsatzsteuer sind zwei paar Stiefel, besser nicht gleichzeitig anziehen.


    Interessant sind die Quellen. Wo steht das mit der Limitierung auf 30% Firmen? Was ist eine Firma? Wo steht der Bezug zum Hofladen?


    Schöne Grüße,
    Sebastian

    Nö, ich muß mich korrigieren. Ab 2015 muß ab Volk 31 der pauschale Gewinn der Sondernutzung mit 1.000€ angegeben werden. 900€ gibt es als Freibetrag. 100€ oder mehr sind nun zu versteuern, wenn man (mit) mehr als 30 Völker(n) angibt.


    http://www.nl-bzar.de/fileadmi…AR_2015_08_B_VOECKING.pdf


    Hallo,


    den Freibetrag gibt es aber nur, wenn die Bedingungen für den Freibetrag eingehalten werden (“wenn dem Imker der
    Freibetrag nach § 13 III 1 EStG offensteht“)


    Da steht: §13 EStG (3)*1Die Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft werden bei der Ermittlung des Gesamtbetrags der Einkünfte nur berücksichtigt, soweit sie den Betrag von 900 Euro übersteigen.*2Satz 1 ist nur anzuwenden, wenn die Summe der Einkünfte 30*700 Euro nicht übersteigt.*3Im Fall der Zusammenveranlagung von Ehegatten verdoppeln sich die Beträge der Sätze 1 und 2.


    Schönen Gruß,


    Sebastian

    Hallo,


    Ich habe meine Beuten mit Leinölfirnis behandelt. Drei Anstriche, die zwei letzten mit beigemischten Pigmenten. Das Ergebnis ist sehr gut, allerdings finde ich Erdpigmente nicht so gut zum Verarbeiten. Ist allerdings sehr zeitaufwendig, mit einer fertigen Lasur tut man sich leichter.

    Ich hatte bisher die Vermutung, dass der Flüssigkeitsspiegel nicht überall um den Aufstieg gleich hoch ist. Dann kommen Bienen an einer Stelle unter der Abdeckung durch, finden aber nicht mehr zurück.

    Bei uns in Niederbayern läuft das so, dass man beim Veterinäramt vorbeischaut, sagt "Meine Bienen stehen auf Flurnummer XYZ", dann weiß der Veterinär ob da ein Faulbrutgebiet ist und wenn das nicht der Fall ist bekommt man ein Gesundheitszeugnis. Außerdem wechseln 5 EUR den Besitzer.


    Aussage vom Amt für Verbaucherschutz und Marktwesen der Stadt Augsburg, Abteilung Veterinärwesen von heute Früh:


    Zitat

    Ein Gesundheitszeugnis erhalten Sie, indem Sie mit uns einen Vor-Ort-Termin vereinbaren. Wir schauen uns Ihre Bienen an und übergeben Ihnen das Zeugnis. Kostenpunkt 5 €. Das Zeugnis ist dann 9 Monate lang gültig.


    Immerhin, der Geldbetrag ist identisch...