Beiträge von Rallemann

    luxnigra : "drum prüfe wer sich ewig bindet...", soweit es geht (Auskunfteien, ggfs. Vor-Vermieter befragen) und soweit zulässig. Ist aber ein absolut schwieriges Terrain, immer auf der Grenze zwischen "Zulässig im Interesse des künftigen Vermieters" und "Unzulässig wg. Datenschutz". Glücklicherweise haben wir nicht oft mit so Halunken zu tun. Bei unserem Unternehmen ist das eben nur ein Mieter von 1000. Bei Privatvermietern einer von 3 oder 5 oder... Das geht schon ganz schön ins Geld. Man darf ja nicht nur den Mietausfall sehen, sondern auch RA- und Gerichtskosten. Außerdem sind solche Typen meist nicht sonderlich pfleglich mit der Wohnung umgegangen, so dass für die Renovierung nochmal ein fünfstelliger Betrag fällig wird.


    Privat hatte ich sowas auch schon zweimal. Einmal davon war's wie Maybee schreibt: Strom und Gas waren von der Mieterin abgemeldet, so dass die Stadtwerke die Rechnung freundlicherweise an mich als Eigentümer sandten. Waren dann 1200 EUR allein für's Heizgas. Hurra, wie war die Freude groß. :evil: Mieterin ist insolvent, nix zu holen. Sie wohnt jetzt zwei Häuser weiter und geht immer noch in meinem Haus ein und aus, weil ihre Schwiegermutter dort wohnt. :roll::evil:


    Grüße aus dem Bergischen Land,
    Ralf,


    der heute wieder (beruflich) eine Wohnung gesehen hat, die einem das Pipi in die Augen treibt. Wie kann man nur so einen Saustall hinterlassen? :evil:

    Oh je. Wenn ich die Tipps hier lese wird mir angst und bange. Schon mal über den Begriff "Rechtsstaat" nachgedacht, liebe Foristen? Wenn ich so handeln würde, wär ich wohl schon längst im Knast (verwalte rd. 1100 Wohnungen).
    Grüße aus dem Bergischen Land,
    Ralf

    Üble Geschichte für dich als Vermieter. Bin selbst privat und beruflich Vermieter. Wenn er nicht selbst rausgeht, auf keinen Fall die Tipps mit Steinen, Russen etc. befolgen. Da bist Du am Ende der Dumme. Räumungsklage dauert und kostet. Ist aber unumgänglich. Genau genommen darfst du übrigens die Wohnung nicht einfach leer machen wenn der Mieter abhaut. Außer es ist nur noch Sperrmüll drin (Zeugen, Fotos). Erfahrungsgemäß waren übrigens immer teure Wertsachen drin ;-) Hab schon erlebt, dass sie auf Jaffa-Kisten gehaust haben aber angeblich ne teure HiFi-Anlage aus dem (feuchten) Keller verschütt gegangen ist...
    Grüße aus dem Bergischen Land
    Ralf

    OK, Sonderfall: seit Auftreten einer Bienengiftallergie (CAP-Klasse 6) nur noch mit Vollschutz.


    Nach jetzt zwei Jahren Hypo traue ich mich immerhin schon wieder ohne Schutz so auf 3-4 m an die Beuten heran. Ich teste die Wirkung der Hypo allerdings nicht aus, schon aus Verantwortung gegenüber Frau und Kindern. Vorher bin ich auch im T-Shirt und Jeans an die Bienen gegangen, nur bei größeren Sachen (z.B. Honigernte) habe ich einen Schleier getragen. Dabei sah ich dann schon mal "lustig" aus.


    Einmal hat mich ein Stich am Auge getroffen, so dass es über Nacht komplett zugeschwollen ist. Zeitgleich hat ein Kollege sich die Hand gebrochen. Wir haben dann im Scherz erzählt, er hätte mir bei einer Diskussion eins auf's Auge gegeben. Sah wirklich so aus... :lol:


    Grüße aus dem Bergischen Land,
    Ralf

    @Josef: Ich habe nur deiner absoluten Darstellung "Es gibt keinen..." widersprochen. Es gibt eben sehr wohl.


    Uneinheitliche Rechtsprechung ist nicht unüblich. Zumindest im Mietrecht (das ich wie oben erwähnt genauer kenne) zum Teil regional abhängig. Ein bekannter Richter sagte bei den Seminaren, die ich bei ihm besucht habe, immer "was hier bei Euch im Rheinland normal ist, würde in Hamburg oder Berlin niemals durchgehen". Jeder Richter ist frei in seiner Entscheidung. Ggfs. kann das Urteil von einer höheren Instanz kassiert werden. Deshalb ist in Rechtsaufsätzen ja meist von der "herrschenden Meinung" die Rede. Das impliziert, dass es eben auch andere Meinungen gibt. Nur kommt man da nicht immer ran. Habe ich vor Kurzem noch erlebt, dass wir gern Berufung eingelegt hätten, aber wegen zu geringen Streitwerts diese nicht zulässig war.


    Und beiderseitiges Einverständnis ist klar, sonst gibt's ja keine vertragliche Vereinbarung.


    So, genug OT, wir sind ja nicht im Juraforum. :oops:


    Um zurück zum Threat zu kommen: bei den von uns verwendeten Vertragsmustern vom Verband der Wohnungswirtschaft steht zum Beispiel, dass grundsätzlich Schriftform vereinbart ist, gleichwohl im Einzelfall aber mündliche Verabredungen getroffen werden können. Problem bei mündlichen Vereinbarungen nur halt immer die Beweisbarkeit.


    Grüße aus dem Bergischen Land,
    Ralf

    Noch ein Hinweis:
    Ein Kündigung wegen Eigenbedarfs ist durch den Käufer der Wohnung frühestens nach drei Jahren möglich (§ 577a BGB). In besonderen Fällen (und je nach Landesverordnung) verlängert sich die Frist sogar auf bis zu 10 Jahre. Also keine Panik.
    Im übrigen kann man sich auch ohne ausdrückliche Erlaubnis auf die langzeitige Duldung der Tierhaltung berufen. Es liegt dann eine stillschweigende Zustimmung vor (das gilt natürlich nur, wenn der Mietvertrag keine Schriftform fordert). Wichtig ist nur, dass der Vermieter davon Kenntnis hatte.


    Gruß Wolfgang


    Vorsicht bei rechtlichen Themen (ähnlich wie beim Steuer-für-Werbehonig-Threat)! Halbwissen ist Halb-falsch! Die Schamfrist für Eigenbedarf-Kündigungen gilt nämlich nur dann, wenn Wohnungseigentum nach dem Wohnungseigentumsgesetz während der Mietzeit begründet wurde! Das heißt, wenn ein Mietshaus in rechtlich selbständige Eigentumswohnungen umgewandelt wurde. Das ist, wie ich es hier lese, beim Threadsteller nicht der Fall. Er hat eine Einliegerwohnung gemietet, die rechtlich Bestandteil des Hauses ist. Damit ist § 577a BGB nicht zutreffend.


    Aus der Praxis heraus (ich arbeite in der Wohnungswirtschaft) würde ich schon recht genaue Vereinbarungen - zum Wohl beider Parteien - empfehlen. Als Vermieter würde ich auch niemals einer Formulierung wie "Der Mieter darf im Garten Bienen halten" zustimmen. Am Ende stellt da jemand (fiktiv, ich kenne den TS nicht!) 50 Völker in ein 150 m² Gärtchen. Demnach lieber eine Obergrenze für die Völkerzahl vereinbaren und den Stellplatz entweder benennen oder z.B. "nach Absprache an dafür geeigneter Stelle" formulieren. Die Eigentümerin hat aufgrund des Verkaufs schon ein Interesse, die Formulierung nicht allzu offen zu gestalten. Der Verkauf dürfte schwieriger werden, wenn der Verkäufer ein Ausufern der Haltung (s.o.) oder auch "nur" Rechtsstreitigkeiten wegen der Interpretation befürchten muss.


    Übrigens bedeutet der rechtliche Begriff "unverzüglich" nicht wie umgangssprachlich "sofort", sondern "ohne schuldhaftes Verzögern"! Wenn Du ohnehin nächstes Jahr ausziehst und ein Umzugstermin möglicherweise sogar schon feststeht, kann das durchaus als unverzüglich bezeichnet werden.


    Grüße aus dem Bergischen Land,
    Ralf



    Noch'n Nachtrag: wie ich jetzt nochmal gelesen habe, will die Eigentümerin erst das Haus verkaufen. Bis der neue Eigentümer also im Sattel sitzt, wird noch einige Zeit vergehen. Dann wird "unverzüglich" wohl erst recht mit Deinem Auszug zusammenfallen. Und: wir Vermieter sind nicht alle "Immobilienhaie"! Bisher ist es ja nur eine Überlegung des TS, was wohl sein könnte...


    Danke, Simon, für den Tip. :u_idea_bulb02: Mein Pate meinte halt, "das ist nicht so schlimm..." Aber inzwischen benutze ich ohnehin nur noch die Futterzargen.


    Und - weil wir Imker doch immer was sparen wollen - eine Verfeinerung Deiner Methode: Wenn du einen Eimer anfangs nicht ganz so voll machst und dann alle anderen über diesem den Unterdruck aufbauen lässt, sparst Du Zeit, weil du nicht immer wieder Deckel öffnen und schließen musst. Du musst nur diesen einen anfangs öffnen und zum Schluss schließen. Halt ein "Tip für faule Imker" :wink: :daumen:


    Schönes Wochenende!
    Ralf

    Grundsätzlich finde ich die Eimer auch gut. Ich habe sie anfangs benutzt, weil mein Pate es so macht. Aber: zunächst fließt mal ein ordentlicher Schluck ins Volk, bis der entsprechende Unterdruck da ist. Nur halbvoll kann man die Eimer kaum reinstellen, weil zuviel rausfließt.


    Nochmal schöne Grüße aus dem Bergischen,
    Ralf

    Hallo zusammen,


    ich stimme Henry voll zu, dass das mit dem "wir müssen Sparen - koste es was es wolle" Kokolores ist. Generell verstehe ich nicht, warum Imkerei immer wieder als "Hobby" bezeichnet wird, aber unbedingt "Geld bringen" muss. Das ist für mich dann kein Hobby mehr, sondern eher angenehmer Nebenerwerb. Ein Hobby - egal ob Surfen, Briefmarken sammeln, Kino gehen, oder, oder, oder... - darf auch etwas kosten. Wenn's unbedingt Geld abwerfen muss, ist doch wohl der Erwerbsgedanke primär.


    Aber: ganz problemlos geht's auch unter Umständen bei der Futterzarge nicht. Ich hatte vor drei Jahren zur Umstellung von DN auf 1,5DN drei Kunstschwärme gebildet und in die 1,5DN Kisten mit Mittelwänden gesetzt. Futterzarge drauf - fertig. Leider haben (alle drei!) nur nur zum Teil die Mittelwände ausgebaut, und insbesondere die Aufstiege zum Futter mit Wabenwerk zugebaut. Die kamen schließlich gar nicht mehr ordentlich an das Futter ran, weil alles dicht war... Ist mir aber später nicht mehr passiert. Ich weiß auch nicht, warum das damals so war. Sind die Futterzargen von Weber.


    Grüße aus dem Bergischen Land,
    Ralf

    Hallo Chris,


    ja, tu ich jeden Tag und Du wahrscheinlich auch. Für quasi alles gibt es Grenzwerte. Wenn die nicht überschritten sind, darf es gegessen werden. Das mit dem Glas Honig stammt von G. Eich, wie Melanie gepostet hat.


    Übrigens ist der Faulbruterreger (für uns Menschen) nicht gesundheitsschädigend, der Honig "darf bedenkenlos verzehrt werden".


    Gruß aus dem Bergischen Land,
    Ralf