Beiträge von Jirka

    Hi,


    wir waren heute an einem Stand wo zwei relativ schwache Völker stehen.


    Beide Völker haben am 11.04 den zweiten Brutraum bekommen da es den anschein machte das es mit der Volksentwicklung nach oben geht.


    Vorhin waren wir dann bei der Bienenrunde auch bei den beiden mal nach gcuken und haben eigentlich nur kurz den Deckel lüften wollen. Bei einem Volk war alles in Ordnung, gut der zweite Brutraum war jetzt nicht übermäßig besetzt aber was will man bei knapp einer Woche auch anderes erwarten... gut Ding will weile haben.


    Bei dem zweiten Volk das gleiche Bild. Nur konnten wir es hier nicht lassen auch untern einen kurzen Blick zu werfen, da dies das schwächere der beiden Völker ist.


    Erste Brutwabe gezogen und was sehen wir... Weiselzellen. Also weitere Brutwaben gezogen und auch hier waren ein paar Weiselzellen. Insgesamt waren so 5-6 Weiselzellen die größeren Waren auch eindeutig in Benutzung und es lag schon eine kleine Larve drin (lässt sich da immer so schlecht reingucken in die Nasen ;) ).


    Neben den Weiselzellen gab es auch Brut in allen Stadien, also auch Stifte. Ein kleiner Bereich verdeckelte Drohnenzellen war auch vorhanden. Die Königin haben wir zumindestens auf den Brutwaben nicht gesehen. Die Futterwaben haben wir allerdings auch nicht gezogen um zu suchen.


    Wir haben bei den Bienen alles so gelassen, also keine Weiselzellen gebrochen, da wir denken das die Bienen schon am besten wissen was sie da machen (Königin alt/zu schwach oder nicht mehr da wobei da ja die Stifte deutlich gegen Sprechen.)


    Die Beinen waren soweit wir das beurteilen können auch unruhiger.


    Sofern hier keine gegenteiligen Stimmen kommen werden wir am Freitag erneut schauen. Zu dem Zeitpunkt müssten die älteren Weiselzellen schon Verdeckelt sein. Falls da weiterhin frische Stifte vorhanden sind werden wir wohl auch noch einmal genauer nach der Hoheit suchen.


    Viele Grüße


    Sandra + Jirka

    prinzipiell schon richtig, ich dachte mir allerdings das das so in ermangelung eines richtigen Schwarmkastens (also rundum Gitter) eventuell wegen der Gefahr des Verbrausens nicht möglich ist. Ich besitze (zumindestens bis jetzt) nur einen selbstbau 6-Waben-Ablegerkasten mit lediglich unten vollständiger Vergitterung, wenns damit auch geht wunderbar. Dann würde ich am frühen Nachmittag den Freiluftkunstschwarm erstellen und in den Ablegerkasten geben und am nächsten Tag frühs die Bienen an den neuen Standort bringen und dort in die vorbereitete Beute einschlagen. (müsste eventuell in den Ablegerkasten noch eine rauhe Leiste geben da der Deckel doch sehr glatt ist und ich glaube sich da nur schwer eine Schwarmtraube festhalten kann)

    Hi,
    da ich keinen extra neuen Beitrag aufmachen wollte mache ich hier weiter.


    Ich lese schon eine ganze Weile die Kommentare zum Naturwabenbau sehr interessiert mit.
    Dabei ist mir noch eine kleine Frage gekommen. Erstmal vorne Weg ich habe DN mit 11 bzw 12 Waben pro Zarge



    Ich habe vor dieses Jahr einen Freiluft Kunstschwarm an einem anderen Standort aufzustellen (ca. 40 min Autofahrt). Wann ist dafür der beste Zeitpunkt? Nach meinem logischen Verständniss am besten kurz nach dem der Kunstschwarm in die 2 Zargige Beute auf Anfangsstreifen gegeben wurde. Zumindestens gibt es jetzt noch nicht alsoviel Wabenwerk (auch Honiggefülltes) welches auf der Fahrt eventuell kaputt gehen könnt. Keine ahnung ob die Ansicht richtig ist. Ich weiß auch nicht ob so eine 40-minütige Fahrt den Kunsschwarm irgentwie in seiner Bautätigkeit oder so unterbricht (der ein oder andere Huckel und die eine oder andere Kurve lässt sich ja nicht vermeiden).


    Danke für die Antwort


    Viele Grüße


    Jirka

    da allerdings Milchsäure nachgewiesen um einiges bienenfreundlicher (und auch menschenfreundlicher ist) und gerade Milchsäure auch mehrmals und ohne großartige Technik angewandt werden kann erschien uns diese Behandlungsmethode sinnvoller. Oxalsäure ist in meinen Augen einfach zu agressiv und gerade mit Oxalsäurekristallen ist nicht zu spaßen. Und ich denke auch das es durchaus auch seine Gründe hat warum ein Verdampfen und ein Sprühen (also ein Arbeiten mit feinsten Tröpfchen) nicht zugelassen ist (Oxalsäure wird hervorragend durch die Haut aufgenommen und hällt sich noch ziemlich lange in kristaliner Form auf den Rähmchen). Letztendlich ist es allerdings jedem seine eigene Entscheidung und natürlich sind die ganzen Behandlungen genausowenig wie die Varroa in unseren Breiten. Und wir öffnen lieber für max. 10 Minuten das Volk (und ich bin mir sicher das dabei kaum Bienenverluste auftreten wenn man nich die Hälfte der Beinen ins Gras fallen lässt.)

    So damit die Allgemeinheit auch weiterhin informiert ist:


    Wir haben uns nach durchsehen der hilfreichen Beiträge dazu entschlossen mit Milchsäure zu behandeln. Die Behandlung wurde am 20.10. durchgeführt. Vor der Behandlung wurde das Volk auf eine Zarge eingeengt. Außerdem waren auch hier wieder bei einer Begutachtung des Bodenbrettes zahlreiche Milben (gut nichts neues )und vor allem auch viele einzelne Beine und Flügel zu sehen (keine Ahnung in wie fern die Wespen dafür verantwortlich waren die das Volk nach wie vor Zahlreich besuchten). So richtig Hoffnung hatten wir also nicht als wir die Behandlung durchgeführt haben. Hinzu kommt das unmittelbar nach der Behandlung vereinzelt Bienen aus dem Flugloch gestürzt gekommen sind und übers Flugbrett ins Gras gerollt sind (es waren ca. 7-8°C). WIe lange das so ging wissen wir nicht, da es uns nach einer 3/4 h dann doch auch zu kalt wurde um noch länger zu beobachten.


    Gestern waren wir wieder bei den Bienen um den Toten- und Milbenfall zu begutachten und zur zweiten Behandlung mit Milchsäure. Auf dem Bodenbrett zeigten sich zahlreiche Milben 300+ aber zum Glück keine einzelnen Flügel oder Beine mehr. Auch die Wespen plagen mittlerweile das Volk nich mehr und der Bienentotenfall war deutlich reduziert (außen keine mehr zu sehen wobei da sicherlich auch die Meisen für verantwortlich sind). Am öffenen Volk wirkten die Bienen auch etwas entspannter und ruhiger(soweit man das beurteilen kann). Eine Wintertraube war noch nicht zu sehen und frische But war soweit ich gesehen habe auch keine mehr da. Also wurde die zweite Milchsäurebehandlung durchgeführt und wir sind mit einem im Vergleich zum letzten Mal deutlich besseren Gefühl nach Hause gefahren. Wir sind gespannt wie viele Milben in einer Woche auf dem Bodenbrett zu sehen sind.

    Hi,


    erstmal hallo an die Forumsgemeinde bin zwar schon etwas länger stiller Mitleser aber habe mich bis jetzt noch nicht zu Wort gemeldet.


    Kurs zu meiner Person:


    Ich bin Student aus Berlin und habe mit der Imkerei schon seit über 8 Jahren zu tun (mal mehr und mal weniger). Angefangen hat alles mit der Teilnahme an einer kleinen Ag Junge Imker. Während dieses Zeitraumes waren es aber immer nur helfende Tätigkeiten bei der Leiterin der damaligen AG. Dieses Jahr haben meine Freundin und ich beschlossen selbst mit der Imkerei also mit eigenen Bienen anzufangen.


    So jetzt zu meinem Fall:


    Wir haben dieses Jahr so Mitte August ein Volk von der Leiterin bekommen, welches vorher in einen Korb lebte (Korb war relativ klein und auch nicht zum Überwintern geeignet). Die Bienen sind dann in eine neue Beute im Familiengarten ( leider etwas entfernt von der Wohnung und daher für uns nur mit offentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen)umgezogen und wurden auch zeitnah das erstemal gegen Varroa behandelt (Nassenheider Verdunster horizontal, 25.8. Beginn 3.9. Ende 140 ml verdunstet). Der Milbenfall auf der Windel war auch zahlreich. Danach wurde aufgefüttert. Leider zeigten sich in der folgenden Zeit leider wieder mehr Milben (einerseits auf der Windel andererseits auch direkt am offenen Volk an den lebenden Bienen). Also haben wir erneut ab 23.9. gegen Varroa behandelt diesmal um die Leerzarge zu vermeiden mittels des vertikalen Nassenheider Verdunsters (zwei Zargig). Leider hat uns wohl das Wetter (Temperaturen) einen Strich durch die Rechnung gemacht, da es ca. 5 Tage nach einhängen deutlich kälter wurde (und ja bis jetzt auch noch ist). Heute waren wir erneut am Volk um die Verdunster rauszunehmen und das Flugloch auf grund von Wespen einzuengen. Tote Milben waren auf der Windel wieder viele zu sehen, leider auch zahlreiche Flügel und Beinchen (was wahrscheinlich den Wespen verschuldet ist). Leider war aus den Verdunstern max die Hälfte verdunstet (ist ja eigentlich auch kein Wunder bei den Temperaturen. Aufsitzende Milben waren nach wie vor auf den Bienen zu sehen. Außerdem sind alleine in den 2 h nach öffnen des Volkes weitere 24 Milben gefallen (zum Teil noch lebend auf der Windel). Einen nachfall aufgrund der Behandlung würde ich eher ausschließen, da ich der Meinung bin das auf grund der niedrigen Verdunstungsrate der Säuregehalt der Stockluft kaum Milbenschädigend sein kann.


    Unser Problem ist im Moment wie wir mit dem Volk weiter verfahren sollen. Unsere Überlegungen sind eine erneute Behandlung mit Ameisensäure ab kommende Woche, wobei ich das wegen der Temperaturen nicht anstreben würde, oder eine beginnende Behandlung mit Milchsäure an einen schönen Tag (Temperaturen sind ja dafür grad optimal) und kurz vor Sonnenuntergang (damit möglichst viele Bienen im Stock sind). Allerdings ist das Volk noch nicht Brutfrei (hauptsächlich junge Brut) aber vlt sollten wir dieses Risiko einfach eingehen.


    Unsere Frage jetzt ist eigentlich lediglich welchen Rat Ihr uns noch geben könnt bzw welche weitere Behandlung wir verfolgen sollten , damit das Volk noch relativ milbenfrei in den Winter kommt.



    Edit: Das Volk macht ansonten (Mal von den Wespen abgesehen) einen relativ vitalen Eindruck und hat nach wie vor einen sehr ausgeprägten Putztrieb (komischerweise werden selbst die Steinplatten die vor der Beute liegen akribisch sauber gehlten; warum keine Ahnung)
    Danke schonmal im Vorraus
    Sandra und Jirka