Beiträge von Traugott_Streicher

    Hallo Marcus,


    Flugloch weiter einengen ist das eine. Wichtig ist aber auch die Position des Fluglochs am Bienensitz. Es hat keinen Wert, wenn das Flugloch unverteidigt am anderen Ende der Beute sitzt.


    Noch ein paar Fragen:
    Wie stark ist das Volk?
    Weiselrichtig?
    Gesund (Milbenbefall)?
    Das wirkt sich alles auf die Verteidigungsfähigkeit aus.
    Hat es noch Futter und wie fütterst Du?


    Wegstellen, wie die beiden Vorredner schreiben :daumen:, damit das Volk zur Ruhe kommt. Falls nicht mehr viel zu retten ist bleibt nur auflösen.

    Hallo Marcus,


    Büsche oder ähnliches rausziehen ergibt immer wieder erstaunlich große Löcher, da kommt der ganze Wurzelballen mit. Bei alten Rebstöcken bricht auch gelegentlich der Stock und die gelockerte Wurzel bleibt drin. Ganz grobe Faustregel, eigentlich für Bäume: der Wurzelbereich ist ungefähr so groß wie die Krone, hat sich bisher aber immer bewahrheitet. Direkt am Gehweg hätte ich auch arges Bauchweh, vielleicht ist tiefes absägen / abhacken eine Alternative?

    Hallo Alexander,


    da die Trachtlage sehr gut war bei gleichzeitig sehr wenigen Regentagen


    ohne genug Feuchtigkeit honigt es nicht! Und zumindest bei uns ist es derzeit furztrocken -- mal abgesehen davon, dass sowieso nichts mehr blüht. Anfänger mit leeren Waben und (ver)hungernden Völkern gab es in letzter Zeit mehrfach. Zwei Beispiele.
    http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=47155
    http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=47004
    Bitte dringend füttern -- am besten noch heute Abend!

    Hallo Marcus,


    dass "alle Königinnen weg" sind, das ist nicht normal -- und wahrscheinlich ist die Diagnose falsch. Weiselprobe ging nicht, wenn ich Dich richtig verstehe, weil in keinem einzigen Volk mehr Brut ist.


    Für die Brutlosigkeit gibt es i.W. 2 Ursachen um diese Zeit:
    Ameisensäurebehandlung -- läuft die bei Dir?
    Oder Hunger -- könnte es sein, dass Deine Völker wenig bis keine Reserven haben? Derzeit kommt in den meisten Gegenden nichts mehr rein, und die Abnahmen können im Sommer überraschend sein. Ein Imkerpatenkindle berichtet von 8 verschwundenen Waben (DD flach) Honig innerhalb weniger Wochen.


    Bitte schau doch mal rein, vielleicht liegt es ja daran.

    Guten Morgen, Franz.


    Varroa unter Kontrolle (S.20) und auch alle anderen Quellen (Monatsbetrachtungen in der Bienenpflege) warnen ausdrücklich:


    Zitat

    Hinweise
    ->Höhere Dosierungen und mehrmalige Anwendungen können zu Schwächung
    oder Verlust der Völker führen bzw. die Frühjahrsentwicklung erheblich beein-
    trächtigen.


    Ob die dreifache Behandlung mit einer Teilmenge besser verträglich ist kann ich nicht beurteilen, allerdings bezweifle ich dann wie Re-Mark die ausreichende Wirkung.


    Was gelegentlich empfohlen wird, im Forum und auch anderswo: befallene Restbrut auskratzen, dann 24 Stundenwarten, bis alles sauber ausgeräomt ist. Allerdings habe ich das noch nie praktiziert, und es wäre mir auch zuviel Aktionismus.


    Meine Bienen kommen diesmal wahrscheinlich gegen Silvester dran.

    diese Aussage bezieht sich doch auf träufeln, oder kann ich auch beim Bedampfen die Bienen schädigen?


    Ja, die offizielle Träufelmethode.
    Da hat man nur einen Schuß, und der muss sitzen.


    Warum nicht jetzt, etwa Halbzeit zwischen letzter AS Behandlung und winterlicher OS Behandlung, zur Entlastung der Bienen eine Oxalsäure Bedampfung mit der einfachen Teelicht-Methode ... durchführen?


    Mit "Entlastungsbehandlungen" im Herbst habe ich keine Erfahrung. Zum Thema gibt es aber einen guten Beitrag von Ralph im Nachbarthread, falls Du Ihn noch nicht kennen solltest.

    Muss ein Volk unbedingt brutfrei sein um es mit Oxalsäure zu behandeln? Ich weiß, die Milben in den Zellen werden nicht erreicht aber die auf den Bienen sitzenden doch wohl, das müßte doch insgesamt entlastend wirken??


    Hallo Rubio,


    Läuft die Reseentmilbung perfekt, dann hast Du einen Wikungsgrad von ca. 98% und Deine Bienen gehen mit 2% Startlast ins nächste Jahr. Sind die Bienen bei der Bahandlung dagegen noch in Brut (und 50% der Milben in derselben), dann ist die Startlast um den Faktor 25 erhöht.
    Mit einer vorgezogenen Winterbehandlung kannst Du leider wenig retten, aber viel kaputtmachen für nächstes Jahr.

    Moin Bernhard,


    die Fehler sind mir im Nachhinein bekannt und werden nicht bestritten.


    Ich habe auch nie beabsichtigt, deine Behauptung anzuzweifeln.
    Es ging mir mit dieser Geschichte lediglich darum, eine möglicherweise übergroße Erwartungshaltung in diesem Punkt zu relativieren, die sich zumindest bei mir nach der kurzfristigen Erholung eingestellt hatte.



    Ein gut's Nächtle allerseits.

    Moin Bernhard,


    Denn die Fähigkeit, Bienen schnell zu ersetzen, ist besonders wichtig für die Regenerationsfähigkeit eines Volkes, was ja insbesondere bei Schäden sehr wichtig ist, zum Beispiel durch Varroa aber auch durch Pestizide.


    Steckt die Buckfast solche Probleme wirklich besser weg?
    Meine bescheidene Erfahrung sagt leider etwas anderes:


    Vor drei Jahren legte ich mir ein Dutzend Buckfastköniginnen zu, die Ende Juli eingeweiselt wurden. Anfang September gab es bei drei Völkern die ersten Probleme: Bienen mit Krüppelflügeln und aufsitzenden Milben, und die Volksstärke nahm deutlich ab (ca. 8 Waben Dadant). Die Völker waren allesamt Buckfastvölker, die etwas später behandelt wurden, um die frisch eingeweiselten Königinnen nicht zu gefährden. Also schnell nachbehandelt und beobachtet. Anfang Oktober machten die Bienen die Kiste wieder voll und ich war begeistert, dass die Buckfast mit ihrer Brutfreudigkeit "kleinere Imkerfehler" so einfach ausbügelt. Daraufhin wurden die Völker winterfest gemacht.


    Drei Wochen später: unheimlicher "Flugbetrieb" -- Räuberei und Kiste leer.



    Zum eigentlichen Thema vielleicht später noch ein paar Worte.