Beiträge von JCD

    Krabbelzelle kurz vor dem Schlupf wird angenommen. Zellschützer zur Sicherheit kann nicht schaden.


    Du kannst aber noch eleganter vorgehen. Wenn du das Volk entweiselst sofort eine Zuchtlatte mit den Larven deiner Wahl dazu geben. Nach 5 Tagen alle wilden Zellen brechen und die Weiselzellen auf der Zuchtlatte käfigen. Bei mir kämen die jetzt bis auf eine in die Brutbox.

    Alternativ kannst du alle drin lassen (dann aber mit Begleitbienen käfigen) und nach Schlupf aller Königinnen eine auserwählen und mit Zuckerteigverschluß drin lassen.

    Die restlichen Königinnen kannst du dann wo anders unterbringen...

    Ja das klappt, habe ich dieses Jahr auch gemacht. Allerdings waren die WZ nicht in allen Völkern schön ausgebaut worden, einige blieben klein, obwohl ich nur 1-2 gegeben hatte. Vielleicht brauchen sie einen Tag, bis sie wirklich in gute Pflegelaune kommen?

    Danke für Eure Antworten. Leider ist es nicht ganz so einfach, dass eine WZ fast immer angenommen wird. Bei der letzen Zuchtserie habe ich Weiselzellen 1-2 Tage vor dem Schlüpfen in frisch entweiselte oder frisch mit Brutwaben erstellte Miniplus gehängt und sie wurden fast alle ausgebissen, bzw hatten die meisten sogar Ausfress-Schutz. Die Königinnen waren geschlüpft aber nicht angenommen worden, ich fand Nachschaffungszellen. Die Bienen hatten Buckfastmischung, die WZ waren Carnica.

    Gruss, Jan

    Hallo Zusammen,


    bevor ich es selbst ausprobiere....

    Ich möchte zur Varroabehandlung Brutfreiheit erreichen und dazu die alte Königin rausnehmen. Wenn die eigenen Nachschaffungszellen verdeckelt sind, will ich eine schlupfreife Zuchtzelle mit Zeitvorsprung zuhängen. Kann ich mir die Arbeit des Weiselzellenbrechens sparen, wird die neue Königin angenommen, oder bestehen sie auf den eigenen Weiselzellen und beissen sie aus bzw stechen sie ab?


    Gruss,

    Jan

    Bienenbaum ist klasse, allerdings bei mir meistens Ende Juli durch. Wirkliche Spätblüher September bis zum Frost, die stark beflogen werden sind:

    - Kapuzinerkresse

    - Phacelia im Juli gesät

    - Stockrose

    - Andenbeere

    - Wie schon gesagt: Astern-

    - öfterblühende Rosen (keine gefüllten!)

    - Efeu

    Ja klar, habe 60 Minipluszargen im Einsatz, aber nur als Begattungeinheiten und für Ersatzköniginnen. Hatte wegen der kleinen Königin an eine schwache Einheit gedacht. Aber `richtig` imkern würde ich in Miniplus eher nicht, das wär dann ein 10 Zargenturm bei einem starken Volk und ne Menge Rähmchenmikado ;)

    Probiere es diesmal anders herum:


    Die Königin wird mit einem kleinen 1kg Schwarm in einer Schwarmkiste mit Oxalsäure behandelt und dann an einem anderen Stand in einer neuen Beute langsam aufgefüttert. Das ist eine sehr effektive Varroabehandlung und damit sollten sie in diesem Sommer keine mehr brauchen. 1kg Bienen reicht normalerweise für einen Neustart im Juli/August in dieser Gegend. Wenn ich die Königin nicht ins neue Jahr nehmen will, drücke ich sie ab, um Brutfreiheit zu erreichen. Das hat den Vorteil, dass sie stark bleiben und 4 Wochen lang weiter Honig sammeln können.


    Die Restvölker haben dadurch noch ihr Verteidigungspersonal und fangen gleich an, sich eine neue Königin zu ziehen. Ich gebe ihnen ein oder zwei eintägige Zucht-Weiselzellen und hoffe, dass diese Königinnen durch den Zeitvorsprung die anderen Zellen ausbeissen werden. Nach 22 Tagen werden dann die Altvölker Ox-bedampft und im Falle von Weisellosigkeit mit einer legenden Königin versorgt.


    Mal sehen.


    Gruss, Jan

    So eine Miniplusnachschaffungkönigin kann wirklich Mini sein, die ist schwer zu finden und passt definitiv durchs ASG. Würde entweder alle WZ brechen (können manchmal sehr schwer zu finden sein, wenn sie klein sind) und kleines Wabenstück mit junger Brut als Weiselprobe zwischen zwei Rähmchen klemmen oder besser gleich alle Bienen abfegen und neue von einem Honigraum reingeben. Dann aber nicht an den alten Platz stellen, damit die Problembienen/Königin nicht wieder zufliegen. Wenn schon der Wurm drin ist, für eine wertvolle Königin besser neu starten.

    Gruss, Jan

    Die `modernen` Sonnenblumensorten zur Oelproduktion honigen in der Regel nicht. Hier gibts es oft Sonnenblumen bis zum Horizont. Man sieht manchmal tote Bienen auf der Blüten. Ich denke, sie werden vom Duft angelockt und dann geht ihnen der Sprit aus. Schaut mal auf die Seite von Günter Friedmann.


    Gruss, Jan

    WENN Varroa und Königin stimmen, ist das gar kein Problem, den bis zum Winter fit zu bekommen. Und dazu noch im sonnigen Südbaden! Varroa nicht unterschätzen, Milchsäure ist oft nicht sehr effektiv und er braucht vielleicht noch Behandlungen vor dem Winter.

    Immer wieder eine Mittelwand ans Brutnest und flüssig mit dünnem Zuckerwasser füttern (so 1-2l pro Woche) und in 6 Wochen sollte er mindestens 5 Waben Brut haben. Dann für den Winter auffüttern oder Spättracht anwandern ;)

    Gruss, Jan

    Wenn die Bienen nicht von derselben Königin sind, dann brauchen sie die Kellerhaft von mehreren Tagen (wie lange genau, weiss ich nicht), um zusammen zu finden. Sonst werden sie Dir einfach rausfliegen und sich in den anderen Beuten einbetteln.

    Gruss, Jan

    Hallo Ralf,
    ja das stimmt. Wenn keine Einzelzelle zur Hand ist, eine Wabe mit junger Brut einhängen, dann passt es für die nächste Durchschau mit Zellen brechen oder man kann dann mit einem kleinen Ableger vereinigen bzw eine Königin zusetzen. Mit der alten Königin plus Brut vereinige ich ungern nach 1-2 Wochen, weil sie dann oft zu stark sind und wieder in Schwarmstimmung kommen.

    Den Brutraum mit der Königin stelle ich auf den Segeberger Deckel der Ursprungsbeute oder mit weggedrehtem Flugloch daneben. So lässt sich nach Bedarf wieder rückvereinigen, falls der Idealfall nicht eintritt und man 2 neue Völker hat.

    Ganz ohne Arbeit geht`s eben nicht ;)