Beiträge von JCD

    Hallo Robert,

    das war sicher eine Maus, wenn Löcher in den Waben sind. Plünderer zerfransen die Zellen normalerweise nur etwas.

    Ist aber unwahrscheinlich, dass eine Maus ein normal starkes Volk Anfang Januar schon so gestresst hat, dass es abgestorben ist. Ich tippe auf eine starke Vorschwächung durch Varroaschaden.

    Gruss, Jan

    Ist doch klar, um die Jahreszeit brechen jede Menge Völker zu sammen, bei Imkern und wilde Schwärme. Die Bienen holen sich deren Vorräte und auch die Milben.

    Da immer nur einzelne Völker diese Opfervölker finden, erklären sich die dramatischen Unterschiede in der spätherbstlichen Milbenpolulation.

    Die Behandlung hatte ich mit Ox-Bedampfung 2-3 Wochen nach AS überprüft. Es sind nur einzelne Milben gefallen.

    Ich denke, es passiert vielen Imkern, dass sie nach einer erfolgreichen Behandlung im Sommer dann doch überraschend vor leeren Kisten stehen bei der Winterbehandlung, wenn dazwischen nicht beobachtet wurde.

    Die Schadschwelle liegt durch die Viren hier im Herbst schon bei 500 Milben. Dann schlüpfen aus den kleiner werdenden Brutnestern kaum noch gesunde Bienen und die Viren breiten sich im ganzen Volk aus.

    Hallo Patrick,


    ich finds super, dass Du so ehrlich von Deinen Problemen berichtest und hoffe, es wird nicht ganz so schlimm, wie es jetzt aussieht.

    Dieses Jahr war es hier wieder sehr schlimm mit der Re-Invasion von Varroa. Ich hatte die Völker erst Anfang August mit AS Liebigdispenser behandelt und dann den Behandlungserfolg mit Ox-Bedampfung überprüft. 4 Wochen später sah ich dann bei einigen Völkern starken natürlichen Milbenfall, und nach der nächsten Block Ox-Bedampfung Anfang Oktober fielen dann hunderte Milben pro Bedampfung. Aehnliches sehe ich jedes Jahr und das lässt sich nicht mit der Vermehrung der überlebenden Milben erklären.

    Vielleicht ist bei Dir auch sowas passiert? Hast Du nochmal Ende September den Milbenfall überprüft?


    Viele Grüsse,

    Jan

    Vielen Dank, aber 3600 Ergebnisse in google nach Suche von Biene und AS sind nicht wirklich ne Hilfe.

    Vielleicht werden manchmal die mögliche Schädigung der Winterbienen im Larvenstadium mit den erwachsenen gleichgesetzt.

    Würde heissen, AS schädigt nicht mehr, wenn die meisten Winterbienen erbrütet sind?

    Ja das stimmt, aber 2-3 Jahre hält sie auch mit AS durch, wir reden hier von ein paar Monaten für die Winterbienen. Und die Königinnenverluste bei AS entstehen durch Panikreaktionen und Einknäulen, nicht durch den chemischen Effekt auf die einzelne Biene.

    Hallo Zusammen,


    lese immer wieder : AS schädigt Winterbienen. Daher sollte die Behandlung so früh wie möglich stattfinden.

    Ist das eigentlich mal wirklich getestet worden? Die Königin macht doch die AS Behandlung auch ein paar Jahre mit, ohne `geschädigt` zu werden.


    Hatte vor vielen Jahren als Anfänger auch eine Milbenbelastung von 25/Tag Anfang Oktober (angeblich schon behandelte Ableger gekauft im Juli) und habe dann 5x all 4 Tage mit Schwammtuch 60% AS von oben behandelt, neblig-sonnige Höchsttemperaturen von 14 Grad. Es fielen um die 1000 Milben. Die Völker kamen stark über den Winter.


    Viele Grüsse,

    Jan

    Hallo Jakob,

    da gibt es unterschiedliche Resultate, manche haben beträchtliche Milbenmengen in der Winterbrut gefunden. Glaube, das war das schweizer Agroskope, bin mir aber nicht mehr sicher.

    Bei mildem Wetter richtet der Eingriff sicher nicht viel Schaden an.

    Gruss,

    Jan

    Hallo Anette,

    was meinst Du denn mit viel zuviele Varroa?

    Wenn es wirklich extrem viele sind, würde ich bei milden Temperaturen schon mal reinschauen, das geht ohne Weiteres. Falls es nur noch wenig verdeckelte Brut ist, kann man diese mit der Gabel rauskratzen und ein paar Stunden später, wenn das Volk wieder eng sitzt, die Träufelbehandlung machen.

    Gruss,

    Jan

    Hallo Drobi,
    warum denkst Du denn, dass der Unterschied bei starker Tracht grösser wäre, war die Entwicklung mit DN1 langsamer als bei 1.5?

    Die Polleneinlagerung in den Honigwaben war bei mir bisher eigentlich kein Problem, immer nur ein paar Zellen pro Wabe im 1.HR.

    Und ich dachte, dem `virtuellen Brutnest` im HR wird eine dämpfende Wirkung auf die Schwarmstimmung nachgesagt, oder ist das schon wieder überholt?

    Gruss, Jan

    Moin Rainer,

    es entsteht sowieso ziemliche Verwirrung bei den Bienen, wenn Ihnen plötzlich Königin und Brut weggenommen wird. Wenn man dann noch einen neuen Raum mit neuen Waben gibt kann es sein, dass sie sich gar nicht mehr zu Hause fühlen und die alte Königin suchen und finden, wenn diese daneben steht (Flugloch verdrehen bei dieser hilft auch).

    Da ich sowieso immer reichlich Honigräume gebe, lasse ich ihnen also einfach einen halbleeren Honigraum mit eventuell der 1. Pollenwabe aus dem alten Honigraum vorne und klemme die Weiselzelle zwischen die Oberträger. Ich hab nicht alles ausprobiert aber denke, der sollte mindestens schon eine Woche auf dem Volk stehen, damit sie sich dran gewöhnt haben. Wenn dann die Jungkönigin legt, kann man die Honigwaben über das ASG hängen und den Brutraum behandeln, wie man es auch sonst tun würde. Mittelwände werden natürlich nur bei Tracht ausgebaut, also im Zweifelsfall lieber mindestens 4 ausgebaute Waben geben, damit auch Platz zum Legen da ist.

    Man hat dann ein noch für 2-3 Wochen sehr starkes Volk, das nach ein paar Tagen der Verwirrung auch wieder sehr gut sammelt, spätestens, wenn die neue Königin geschlüpft ist legen sie richtig los. Nach etwa 4 Wochen sollte auch das Volk mit der Altkönigin wieder trachtbereit sein.

    Bei dem Verfahren spart man sich einen längeren Brutknick aufgrund Schwarmstimmung bei der Altkönigin und hat im Idealfall 2 Trachtvölker für Spättrachten.

    Gruss, Jan

    Noch etwas zur Schwarmstimmung: Da hier jedes Jahr viel Raps blüht, kommen auch belegstellenbegattete `schwarmträge` Buckfastvölker fast immer in Schwarmstimmung. Wenn sich diese nicht überwinden lässt durch zweimaliges Zellenbrechen und die Königin nicht mehr gut legt, verstelle ich die gesamte Brutzarge und belasse nur eine Schwarmzelle im Trachtvolk. Der Brutraum wird neben das Trachtvolk auf neuen Boden gestellt und bekommt einen neuen Honigraum. Um die Schwarmzellen muss man sich bei Flugwetter nicht kümmern, die werden nach Verlust der Flugbienen ausgebissen. Das Volk erstarkt meist sehr schnell wieder und kann mit dem Ursprungsvolk rückvereinigt werden, falls die Begattung nicht klappt oder die Bienenmasse zu gering für eine erwartete Tracht wird. Die Jungkönigin kann sofort anfangen zu stiften, ohne, dass man ihr gleich einen neuen 1.5DN Brutraum geben muss. Es entstehen auf diese Art viele neue Ableger, in denen sich die Qualität der Jungköniginnen einschätzen lässt und die sich dann im Herbst wieder leicht vereinigen lassen, so man denn nicht vermehren will.
    Gerade in der Schwarmzeit möchte ich diese Flexibilität mit einem Wabenmass nicht missen.

    Hallo Zusammen,

    ich finde die grossen Waben auch schön und hatte eine Saisson 5 geschiedete Dadantvölker neben meinen DN1 Segebergern laufen. Hat mich aber nicht überzeugt, da ich keinen grossen Unterschied in Volksentwicklung und Schwarmtrieb sehen konnte. Natürlich bin ich mir klar darüber, dass mir da noch viel Erfahrung fehlt und ich sicher nicht das ganze Potential ausgeschöpft hatte.

    Meine Segeberger führe ich mit einem Brutraum und hohen Boden für den Drohnenbau und komme damit wunderbar klar. Sicher, es erfordert etwas mehr Aufmerksamkeit, allerdings muss man die wohl auch für`s optimale Schieden von Dadant/DN 1.5 aufbringen? Und ich schätze wirklich, nur mit einem Wabenmass imkern zu müssen.

    Kurze Zusammenfassung meiner Betriebsweise seit ich vor 3 Jahren auf einen Brutraum DN umgestellt habe: Ich überwintere meistens 2-Zargig DN und mache im April kurz vor der Kirschblüte (der erste grössere Nektareintrag hier) einen grossen Eingriff, bei dem ich das Brutnest unter das Absperrgitter setze. Verpollte Waben mit wenig Brut kommen als Pollenbretter vorne ans Flugloch oder werden über dem ASG im Honigraum geparkt und kurz darauf ausgeschieden. Wenn unten kein Platz für Futterwaben mehr ist, lasse ich sie über dem ASG und markiere sie, damit daraus kein Honig geerntet wird. Je nach Platzbedarf der Königin lasse ich 1-2 Pollenwaben vorn am Flugloch. Die weiteren Arbeiten am Brutraum beschränken sich auf die gelegentliche Entnahme von Pollenwaben, dann kann eine Mittelwand an das Brutnest gehängt werden. Drohnen schneide ich nur bei Stechervölkern oder wenn ich viel Varroa früh im Jahr sehe. Bei sehr starken Völkern entnehme ich gelegentlich einzelne Brutwaben, um die Entwicklung zu dämpfen. Diese Betriebsweise ergibt ein sehr kompaktes Brutnest (ohne Schieden`) auf 6-10 Brutwaben. Im Sommer bleibt ein Honigraum mit ausgeschleuderten Waben auf den Völkern und sie werden aufgefüttert. Vielleicht macht das klar, warum ich keinen Vorteil in grösseren Waben sehen kann, der den Vorteil des einheitlichen Wabenmasses wettmachen würde.


    Viele Grüsse,

    Jan