Beiträge von JCD

    Da muss ich Dir widersprechen. Wenn Bienengene von einer auf eine andere Biene übertragen werden, passiert das bisher normalerweise nicht auf eine Art, dass diese Gene den entsprechenden Platz und die identische Funktion wie im Ursprungsorganismus haben. Dafür ist das ganze immer noch zu komplex. Zumal wir hier von mehreren Genen reden.

    Ja vielleicht sollte man die letzten Seiten in einen neuen Faden kopieren.


    Ich bin mir immer noch nicht im Klaren, wie das praktisch durchzuführen sein soll. Selbst, wenn man einen günstigen Gentest entwickelt.

    Also sagen wir mal ich habe 200 Völker und kaufe eine 100% resistente Königin dazu und mache mit den Töchtern Standbegattung. Dann habe ich bei der hiesigen Bienendichte vielleicht wieder eine von 2-300, die 100% restistent ist. Oder wäre der Anteil höher? Also wie kann ich dann ohne künstliche Besamung realistisch mit resistenten Bienen imkern?

    Auslese ist doch da gar nicht möglich.


    Ich imkere in der Schweiz, gibt es hier jemanden, der eine Belegstelle für sowas plant oder schon unterhält? Ich wäre durchaus motiviert, da mitzumachen und kenne auch Kollegen, die interessiert sind.

    Ein technischer Vorteil wäre natürlich, dass man dann an die Gene gekoppelt gleichzeitig ein paar neue Farben als Marker anbringen könnte.

    Wenn die Bienen Pink mit neongrünen Kringeln wären und im Dunkeln leuchten, bräuchte man nicht immer teuer auf die Gene testen. :lol:

    Ich versteh nicht, was Ihr neu genmanipulieren wollt, die resistenten Bienen mit den entsprechenden Genen gibts doch schon! Soweit ich verstanden habe, ist die weitere Zucht und flächendeckende Etablierung das Problem?

    ribes

    Hier stehts doch in Deinem Link:

    Die "Verordnung über genetisch veränderte Lebens- und Futtermittel" (VO 1829/2003/EG) regelt die Kennzeichnungspflicht. Danach ist alles, was aus gentechnisch veränderten Organismen hergestellt ist, GVO enthält oder selbst gentechnisch verändert ist, kennzeichnungspflichtig.


    Weiter unten steht dann, dass nur unvermeidbare Verunreinigungen unter dem Grenzwert ausgenommen sind, aber nicht, wenn man Gentechnik bewusst einsetzt.

    Da es sich um eine begrenzte Menge an Genen handelt, ist es einfach, Träger zu identifizieren und mit diesen dann weiterzuzüchten, auf traditionelle Art, wie es schon gemacht wird.

    Wie schon erwähnt ist es in der Folge aber sehr schwierig, ohne entsprechende Belegstellen die Linien zu erhalten. Und selbst dort werden wegen der Durchmischung in der Meiose in jeder Generation wieder Gene verloren gehen, da sie keinen unmittelbaren Selektionsvorteil darstellen. Es müsste also ständig getestet werden, was dann wieder teuer wird.

    Propolis wär mir dafür zu wertvoll. Den gleichen Effekt hast Du wahrscheinlich, wenn Du direkt Baumharz sammelst. In Fichtenschonungen kann man das oft in grösseren Mengen als Brocken abkratzen. Dann warm machen und irgendas für die Streichfähigkeit beimischen, wie Bienenwachs und Olivenöl. Damit bekommt man auch eine prima antibiotische Creme für Hautverletzungen.

    Gruss, Jan

    Ich finde, man sollte die brutfreie Zeit auf jeden Fall für die weitere Reduzierung der Milben nutzen. Rechnet mal 20 überlebende Milben im Dezember bis August hoch, wenn der Brutbeginn Mitte Februar ist. In einigen Gegenden sicher schon im Januar. Ich komme auf mindestens 1200 bei monatlicher Verdoppelung. Da ist bei mir die Schadschwelle schon deutlich überschritten.

    Leider höre und lese ich immer wieder, dass Imker im Sommer behandeln, eventuell im August nochmal Varroafall kontrollieren und dann überrascht sind, dass im Oktober-Dezember die Völker tot sind. Es kann leider sehr schnell gehen und man muss mit der Kontrolle bis in den Herbst dran bleiben und gegebenenfalls mit Behandlungen reagieren.

    Hallo Patrick,


    ich kann noch beitragen:


    - bei Pestizidvergiftungen würdest Du normalerweise viele tote Bienen in und vor der Beute finden. Oft mit ausgestrecktem Rüssel.

    - Hattest Du die Varroaschublade eingeölt/eingefettet? Sonst tragen Ameisen etc gerne die Varroen weg und man zählt weniger.

    -Bei Varroaschaden solltest Du massiv Varroen in dem noch lebenden Volk haben. Ausserdem wie schon geschrieben Reste vom Brutnest mit verdeckelten Zellen und Varroen/Kot drin.

    -Dass alle Völker so massiv ausgeräubert wurden und das auch der Fall bei der Nachbarin ist, halte ich für unwahrscheinlich.

    -Theoretisch kanns natürlich sein, dass in der Nachbarschaft Völker zusammengebrochen sind und sich Deine Bienen die Varroen innerhalb kurzer Zeit eingeschleppt haben. Aber ein so schneller Zusammenbruch wär dann noch überraschend.


    Hoffe, Du findest die Ursache und kannst es nächstes Jahr besser machen!

    Gruss.

    Jan

    Bei Fall von 1000 wären meine Völker schon tot, aber ich denke, wir haben hier mehr Viren als Du.

    Ich würde die Brut rauskratzen, auch die grossen Rundmaden (da sitzen die Varroen schon unter den Maden), und wenn sie dann in den kalten Morgenstunden eng sitzen, Ox träufeln. Aus der Brut kommt bei der Varroabelastung nix Gutes mehr raus und Du hast die Winterbehandlung dann erledigt. Schön warm und mäusesicher einpacken, es sei denn, sie sollten noch stark sein.

    Falls Du noch varroaarme starke Völker hast, die noch brüten, kannst Du von denen noch 2 Brutwaben zur gesunden Verstärkung geben. Vorzugsweise obere Zarge unter der Folie, da ist es wärmer.


    Viel Glück! Jan