Beiträge von Beorn

    Beorn ,
    nicht schon wieder die "Rassefrage".
    Hatten wir schon zu Hauf die Tage.
    Wenn du meinst es geht, mach es und wenn`s klappt, super.
    beehead


    Es gibt doch kaum ein Thema, was nicht schon gab, vor allem wenn's um Varroa geht. Und wenn es darum geht, optimal ohne Säuren auszukommen, dann zählt jeder Vorteil und sollte nicht vergessen werden, bloß weil es irgendwo steht.


    Zur Frage wegen der Wildbienen - ich beziehe mich da auf diese Quelle (Seite 4/5):
    http://www.culturaapicola.com.…apis_mellifera_aleman.pdf
    Wäre interessant, wenn jemand eine Quelle hätte, die zu einem anderen Schluss kommt.

    Hallo Bernhard,


    Danke für Deinen umfangreichen Beitrag - beeindruckende Gesamtschau. Nur eines habe ich vermisst: was denkst Du über die Haltung der früher in Deutschland lebenden Rasse der Dunklen Biene? Ich habe das Gefühl, dass die Carnica auch einfach ein grundlegendes Problem mit unserem Klima haben könnte, welches sich in Zukunft noch verschärft und was sie anfälliger für Krankheiten machen dürfte. Die Klimaerwärmung führt nicht nur zu mehr Wärme, sondern auch zu einer stark ansteigenden Verdunstung und mehr Niederschlag, was dieses Jahr hier stark zu spüren war.


    Die Dunkle Biene soll recht gut mit verregneten Sommern klar kommen. Außerdem könnte die lange Brutpause im Winter für die Varroa ein Problem sein. Gut, die Dunkle Biene ist nicht so stark auf Frühtracht spezialisiert, aber für gut-behandelnde Selbstversorger sollte dies in Ordnung sein. Vor allem Stadtimker könnten von ihr profitieren, da hier das ganze Jahr bis spät in den Herbst Tracht zu finden ist. Weiterhin sollte sich die Dunkle Biene gut in Naturschutzgebieten ohne frühe Massentrachten halten lassen. Ihre langsame Frühjahrsentwicklung verhindert, dass sie wilden Insekten zur Konkurrenz wird.


    So meine Frage: gehört nicht zu Gut-Behandeln mitunter auch, dass man eine einheimische Rasse hält? Gut, die Dunkle ist zur Zeit in Deutschland nur noch selten zu finden, aber die Reimporte könnten sich nach ein paar Generation wieder gut angepaßt haben.
    Ich habe das Gefühl, die Intensivierung der Landwirtschaft und die Einfuhr der Carnica sind nur zwei Seiten ein und der selben Medaille.


    LG
    Beorn

    Und wenn die Varroa nicht die Hauptursache für die Volksauflösung war, sondern eine andere Krankheit? Dann könnten die geretteten Bienen doch die anderen anstecken? Könnte es nicht sein, dass Varroa in der Beute rumliegt, weil jedes Volk sie erst einmal hat, aber sie nicht die primäre Ursache der Volksauflösung ist?

    Die Völker, die langsam weggeschrumpft sind - standen diese etwas schattig und/oder feucht? Ich habe das Gefühl, es könnte eine Krankheit sein, die durch ungünstige Umgebungsbedingungen begünstigt wird. Oder waren es auch sonnig, warm und trocken stehende Völker?

    Hast schon recht Drohn, ist eine Methode, die ich nicht zur Regel machen möchte.


    Ich war heute nachmittag noch einmal bei dem Volk und nun scheint alles prima zu sein, kein Heulen und Sterzeln, entspannter Flugbetrieb. Bleibt die Frage: ist es so, dass ein Volk so lange unruhig ist, bis die Königin aus dem Zusetzkäfig befreit ist? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?


    Dann gibt es zwei Grubndsätzlich gegensätzliche Ansätze:
    1. Die Bienen sollen möglichst nicht merken, daß sie umgweiselt werden. Folglich wird die neue am Platz der Alten ohne jedes Aufsehen zugesetzt. Dabei kann man die zerquetschte alte Alte an den Käfig der neuen Alten schmieren oder mit reinlegen. Nur wenig Zuckerteigverschluß. Ende. Aktion am Besten in Abwesenheit der Flugbienen also in der Flugzeit.


    Hallo,


    noch eine Frage dazu - wenn das Volk nach zwei Tagen in der Beute heult und ein paar Bienen auf dem Flugbrett sterzeln, ist dann was schiefgegangen oder ist die Königin noch nicht freigefressen? Ich hatte die alte, zerquetschte Königin mit reingelegt. Ansonsten fliegen sie prima und tragen auch Pollen ein.


    Gruss,
    Beorn

    Ich finde, hier wird übers Ziel hinausgeschossen.
    Honig soll kein billig Lebensmittel sein, aber ich möchte auch, dass die Nachbarsfamilie mit den drei Kindern meinen Honig kaufen kann und nicht nur der Millionär aus München.


    OK, 22€/kg ist wirklich viel. Aber ich glaube nicht, dass es nur noch Honig auf diesem Niveau geben wird. Vorerst ist doch eher das Problem, das Honig zu billig verkauft wird. Ich denke, die arme Nachbarsfamilie hat nichts mit einem fairen Honigpreis zu tun.
    Honig sollte soviel kosten, dass ein Imker davon leben kann und armen Nachbarn muss anders geholfen werden. Wenn Honig zu teuer sein sollte, dann schenke ihnen ein Glas Honig oder setzte Dich für arme Familien mit viele Kindern anders ein.


    Nebenbei bemerkt: irgendwie muss das Geld vom Millionär auch wieder nach unten verteilt werden. Wenn einer eine Möglichkeit hat, das Geld des Millionärs friedlich an Arme umzuverteilen, dann soll er sie nutzen. :wink:


    Mit den Mehreinnahmen läßt sich viel Gutes anfangen, z.B. fair gehandelte Produkte (Kaffe, Schokolade, ..) oder Bio-Produkte kaufen. Man kann mit seinem Gewinn gezielt positiv ausgerichtete Handelsstrukturen unterstützen. Wer faire Preise verlangt kann auch faire Preise bezahlen. Wir vergessen oft, dass wir Dinge kaufen, für die andere ausgebeutet wurden.


    Und muss Honig ein günstiges Grundnahrungsmittel sein? Geht dies, ohne Schaden anzurichten?

    Ich will das Thema nicht sinnlos ausweiten, mir gefällt nur die anthropozentrische Argumentation nicht. Über Geschmack kann man sich streiten und ich würde dies dem einzelnen Imker/Verbraucher überlassen. Wenn's eine Alternative zur Säuredusche gibt, dann sollte es am "es könnte nicht schmecken, wenn mans falsch anwendet" doch nicht liegen.

    Na was denn jetzt, haben doch einige geschrieben, dass ApiLifeVar funktioniert und es ist in Deutschland zugelassen. Dann sollte es für den Bioland-Verband ja wohl auch passen. Und es ging doch nicht um die Wirksamkeit sondern um "Bioland sagt ja zur Säuredusche des besseren Geschmacks wegen" (wobei einige geschrieben haben, dass sie das Probleme bei ordnungsgemäßer Anwendung nicht kennen). Mir gefällt die Argumentation nicht und ich erwarte von einem Bioanbieter eine andere Herangehensweise.

    siehe hier http://www.bioland.de/fileadmi…en/biotier-broschuere.pdf auf Seite 25


    >> Varroabekämpfung: Nur organische Säuren
    und ätherische Öle; letzteres bei Bioland
    unzulässig (Risiko der Geschmacksverfälschung). <<


    Und ich dachte, bei Bio-Richtlinien ginge es allgemein vorrangig darum Tiere und Umwelt zu schützen. Traurig, dass bei Bioland nur der Mensch als Maß genommen wird, egal ob Säuren die Bienen belasten.