Beiträge von Beorn

    Hi,


    ich hatte vom Auskratzen der HB eine Glas voll mit Propolis-Wachs-Gemisch, welches ich einem Wasserbad (mit Deckel drauf im Topf) erhitzt habe. Das Wachs wurde flüssig und nach dem Abgießen blieb eine zähe dunkle Masse übrig, die sich größtenteils in Prima-Sprit auflösen ließ. Ein Teil hat sich noch nicht gelöst, aber vielleicht braucht das ganze noch eine Weile oder die Lösung ist gesättigt. Vielleicht hat die Propolistinktur durch das Erhitzen etwas gelitten, aber es kommt ja nicht immer auf die beste Qualität an (z.B. zum Einstreichen von Beutenteilen).


    Grüsse,
    Micha


    Aber ernsthaft, wenn eines Eurer Völker es nicht schafft, und das gehöhrt ja wohl zur Strategie, wie verhindert Ihr dann das Ihr den Nachbarimker nicht schadet. Der muss ja nicht unfreiwillig an euren Experimenten teilnehmen/leiden, oder?
    Vielleicht solltet ihr erst auswandern und dann das Experiment durchführen? Rechtlich und moralisch wäre das besser, oder?


    Ganz schön ignorant, das, was es Neues aus der Toleranzzuchtecke gibt einfach zu übergehen. Nochmal, die AGT schlägt vor: Varroakontrollen mit Puderzucker-Auswaschmethode -> bei Bedarf behandeln und Umweiseln -> keine zusätzlichen Verluste und keine Extrabelastung für die Nachbarimker. Somit bleibt die Toleranzzucht legal und nachbarschaftsfreundlich.

    Oliver : Wenn ich mich an den Vortrag recht erinnere, so haben wir in Deutschland den sanfteren Varroatyp, also sind die Ausgangsbedingungen schon mal nicht die schlechtesten. Ausserdem habe ich das Gefühl, dass, was die AGT betreibt kann noch verfeinert werden, wie z.B. das Absuchen der Windel nach Varroen mit abgebissenen Beinen, was ein gutes Zeichen für das Putzverhalten des Volkes ist. Auch scheint mir Büchler zu sehr auf die Carnica fixiert zu sein, wahrscheinlich auch in der Hoffnung auf eine bessere Unterstützung von der breiten Imkerschaft. Dabei sagt man der Dunklen eine sehr lange Winter-Brutpause nach, was einer Winterbehandlung entsprechen könnte.


    Das mit dem Putzverhalten und dem heimischen Garten und ein paar Völkern läßt sich vereinbaren. Folgt man den Vorgaben der AGT, sind kaum zusätzliche Verluste zu erwarten, vorausgesetzt man kann Umweiseln. Der Pin-Test, bei dem in einem bestimmten Array verdeckelte Brut mit einer Nadel getötet wird und bei dem nach 8 Stunden geschaut wird, ob diese beräumt wurde, gibt Auskunft über die Bruthygiene. Gute Völker sollten so auch gegen Varroa putzen. Natürlich lohnt sich die "Toleranzselektion" mehr, wenn man mehr Völker zur Auswahl hat.


    Wie sind die Chancen auf ein Volk mit erhöhter Toleranz? Ich glaube nicht schlecht. Imker die radikal ohne Behandlung selektiert haben kommen immerhin auf Überlebensraten von 10% .. 30% im ersten Jahr und über die Jahre wird es besser, vor allem bei sanfter Betriebsweise (bescheidene Honigernte) und Arbeit mit Schwärmen.


    Oder nehmen wir diese Untersuchung:
    http://www.summ-summ.ch/bibl/f…ben_SBZ_Dezember_2009.pdf
    Ein Volk von sieben hat es auf drei Winter gebracht. Klingt doch nicht schlecht.


    Ich denke, es wird in Zukunft zwei Arten von Imkern geben. Die, die viel Honig ernten wollen und jedes Jahr regelmäßig drei oder mehr mal mit Medikamenten behandeln und die, die sich eine vitale Biene halten wollen. Honig gibt's da nicht jedes Jahr, im Winter gibt's Verluste, aber eigentlich ist es nicht viel anders als vor hundert Jahren. Neu ist das Prüfen der Varroabelastung durch "Auswaschen einer Probe mit Puderzucker" und das Behandeln im Bedarfsfall.

    ... und man kann Toleranzbelegstellen nutzen:



    Ausserdem gibt es schon ein Netzwerk von Imkern mit insgesamt etwa 2000 Völkern.


    Vielleicht ist da auch weniger Unterschied als wir beide vermuten. Büchler hatte drei Gebiete markiert, vielleicht spielen diese eine Sonderrolle in Südamerika, welches ja bekanntlich recht groß ist. Ich wohne in Deutschland und habe trotzdem keine Ahnung, was in Frankreich bei den Bienen los ist, obwohl nur 1000km entfernt. ;)


    Ich möchte nicht verteidigen, aber ich habe das Gefühl, das Thema Varroatoleranzzucht wird gern pauschal abgelehnt. Das Bieneninstitut setzt bei der Toleranzzucht auch ganz stark auf Putzverhalten - es wird geprüft, wie Zellen mit toten Larven geputzt werden (Pin-Test).


    Bis dahin liegt die Beweispflicht bei Euch! Die Ihr ja alles (theoretisch) besser wisst. Sogar wie die Imkerei in andern Ländern aussieht!


    Du glaubst also, dass Dr.Büchler vom Bieneninstitut Kirchhain Steuergelder verschleudert und auf Vorträgen Dummheiten verbreitet. So hab' ich's noch nicht gesehen. Also in seinem Vortrag waren klar drei Gebiete mit toleranten Bienen in Südamerika eingezeichnet und er hat von diesen Umstand als Einleitung zu seinem Vortrag erzählt. Aber wenn Du sagst, dass ist Quatsch, dann können wir die Diskussion auch gleich sein lassen.

    Born Du bist ein Träumer, jetzt suchst Du Schuldige weshalb wir vor 30 Jahren behandelt haben. Was denkst Du was Bieneninstitute empfohlen haben, auf jeden Fall haben sie auf Behandlungen gedrängt, und machen es in den offiziellen Richtlinien immer noch.
    Und Virus- Du kannst eine geringe Belastung nicht feststellen, erst den Ausbruch. Wenn Du die erste flügellose Biene siehst, dann hast Du den Virus schon stark. Kennst Du die Auswirkungen, und die Anzeichen der Viren, ich glaube nicht. .
    Ich kenne die Fakten, Meinungen sind manipulierbar. Flügeldevormationsvirus hat nichts mit der Königin zu tun. Mir sträuben sich die Haare......


    Ich habe die Symptome des Virus schon gesehen. Du behauptest, es kann keine Befallszahlgrenze geben, da schon eine infizierte Milbe das Volk mit dem Virus tötet, was ich nicht glauben kann und deshalb frage ich Dich, wo Du das her hast. Ich vermute, so lange der Befall gering ist und die Königin das Virus nicht in sich trägt und jeden Stift damit infiziert, könnte das Volk damit überleben. Für mich ist das auch eine Frage der Vitalität. Und bei Vitalitätszucht geht es nicht nur um die Varroa, die Vitalität sollte sich auch auf andere Bereiche positiv auswirken.


    Was die Erkenntnisse von Bieneninstituten angeht bin ich der Meinung, man sollte ihnen auch einen Entwicklungsfähigkeit zubilligen. Der Erkenntnisstand war vor 30 Jahren ein anderer. Und aus diesem Grund sollte man neuere Erkenntnisse ignorieren?

    Peter : Warum Fakten ignorieren und durch Meinungen ersetzen. Fakt ist, in anderen Teilen der Erde hat die Biene sich nach einem Einbruch der Population mit der Varroa arrangiert und deshalb ist davon auszugehen, dass wenn vor 30 Jahren in Deutschland nicht bekämpft worden wäre, hätten wir sie schon, die tolerante Biene. Und zum Befallsgrad gibt es auf Grund der Untersuchungen Richtlinien, die das Bieneninstitut angibt. Ich versteh' es nicht, da gibt es ein Bieneninstitut und Erkenntnisse, aber sie werden einfach ignoriert.


    Virus - wer sagt dass jede auch noch so geringste Infektion zum Exodus eines jeden Volkes führt? (Vor allem so lange die Königin nicht betroffen ist, sollte eine geringe Infektion der Arbeiterinnen nicht so schlimm sein.)


    "Behandeln muss man ... " - genau das hat dazu geführt, dass wir starke Milben und in Bezug auf Varroa schwache Bienen haben. Man muss nicht ständig behandeln, sondern nur die Völker, die zu viele Varroen haben und ohne Hilfe eingehen würden. Die AG Toleranzzucht sagt - Belastung prüfen (Puderzuckermethode ohne Bienenverluste) und nur bei Bedarf (!!!) behandeln, dann umweiseln, da diese Königin keine gute Vitalität aufweist. Vitale Völker werden weitervermehrt und mit der Zeit sinkt die Sterberate. Man hat dies in Südafrika und Südamerika schon erlebt, nach anfänglich hohen Verlusten an Völkern, da man nicht in der Lage war mit "deutscher Gründlichkeit" zu behandeln, hat sich die Population wieder erholt und die Biene kann mit der Varroa leben.


    Wir können das Sterben der Bienen durch Varroa für einige Zeit unterdrücken, aber langfristig holt uns die Milbe wieder ein und ich denke, je länger wir warten, desto schlimmer wirds. Es wird Zeit zu selektieren. Das Bieneninstitut Kirchhain hat eine Menge guter Ansätze und sucht Imker, die sich der kontrollierten Vitalitätszucht anschließen. Es geht nicht darum, Völker sterben zu lassen und zusammenbrechende Völker die Varroa verteilen zu lassen.


    Und zu den drei Punkten läßt sich sagen:


    1. ... gibt es -> Bieneninstitut Kirchhai - AGT
    2. ... so weit ich weiß waren es 2011 etwa 2000 Völker, die mit vollständigen Prüfungsabschlüssen erfaßt waren
    3. ... dieses Jahr geht's los mit Behandeln nur im Bedarfsfall


    Ich zitiere Dr. Büchler aus seinen aktuellen Vorträgen:



    Und zu der Aussage "alles der Natur überlassen" und "Supermarkt" kann ich nur sagen, wer immer noch Essen kauft, welches durch konventionelle, intensive Landwirtschaft produziert wurde, der sollte sich nicht wundern, wenn seine Bienen nichts zu sammeln finden und an Pestiziden eingehen.

    Ich denke mal, Bayer ist nicht das Problem, sondern die Imker, die einfach jede Möglichkeit nutzen. Das gab's das Lausmittel Perizin und Imker die es in ihre Beuten kippten. Bayer stellt das her, was gewünscht wird. Nicht der Küchenmesserhersteller ist Schuld, wenn einer mit seinem Messer erstochen wird. Und die Ingenieure von Bayer lieben es einfach Probleme zu lösen, ohne den Blick auf's Ganze, so sind sie nun einmal. Es gibt Läuse , dann muß ein Lausmittel her. Es gibt Rückstände - ein Filter muß her. Die Menschen wollen billig Essen kaufen, Pestizide für's Feld und Aromen für die Speisen müssen her. Die machen einfach, was gewünscht wird. Und ich habe das Gefühl, die wenigsten Imker kaufen Bio, damit die Felder auch für die Bienen was taugen.


    Also, wenn keiner mehr Perizin kauft und verwendet, gibt es keine Rückstände. Wenn keiner mehr billiges Brot kauft, gibt's wieder Mohn und Kornblume statt Gift. Der Konsument und der Imker im speziellen entscheidet, welche Chemie in die Umwelt kommt und nicht Bayer. Der Bauer will Profit machen und der Imker, da sind manchem alle Mittel recht. Also bei mir waren die Herren von Bayer noch nicht und haben Perizin in die Beuten gekippt.


    Und wenn die Menschen bereit sind Verantwortung für Umwelt zu tragen und Geld dafür auszugeben, dann wird Bayer eben Filter entwickeln um die Altlasten zu entfernen.

    Hallo Mandy ,Du anscheinend schon !



    Was Mandy sagen will ist, dass die Rechnung falsch ist, da man bei der Gewichtsangabe des Schwarms den Honig ja mitgewogen hat.


    Richtig wäre doch


    10.0000 Bienen -> 1kg -> können zusätzlich 0,5kg Honig aufnehmen -> 10.000 Schwarmbienen voller Honig wiegen 1,5kg


    Somit besteht ein 3kg Schwarm aus 2kg Bienen und 1kg Honig, und nicht 1,5kg Honig. Also muss kann man für einen Schwarm mit durchschnittlich ca. 1kg Honigverlust rechnen, was gemessen an der Gesamternte je Volk nicht viel ist. Und ein Volk gibt bestimmt nicht viele 3kg Schwärme ab. Und es ist auch fraglich, ob alle Bienen voll beladen sind.


    Nimmt der Schwarm eigentlich Drohnen mit? Dann wäre es noch weniger Honig.


    Grüsse,
    Micha

    Uwe, tausend Dank!!! Muß ich unbedingt ausprobieren.


    Was haltet ihr davon, die Bienen für einen Tag mit einem Futterbehälter einzusperren, mit viel Gerüttel im Gartengrundstück zu verstellen und dann das Räubergitter ran? So könnten sie sich erst einmal versorgen und etwas einlagern, sie hätten das Gefühl ein Unwetter hinter sich zu haben und würden sich dann leichter, trotz der nahen Distanz, einfliegen.


    Das Umstellen auf kurze Distanz wurde hier kurz angesprochen, aber leider nicht entgültig geklärt. Hat jemand Erfahrung damit?
    http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=14494&page=1

    Hallo,


    ich habe einen Ableger, der wird geräubert. Ich habe die Fluglöcher bis auf ein Loch mit 10 mm Durchmesser verringert. Da es eine schwere Walzen-Klotzbeute ist, kommt Umstellen auf weite Entfernung nicht so recht in Frage.
    Wenn die Räuber einen Großteil der Vorräte gestohlen haben, hören sie dann auf oder bleiben sie eine Dauerplage, bis das Volk zusammenbricht? Ich könnte mir vorstellen, dass die Räuberei irgendwann aufhört und ich dann das Volk wieder mit Futter aufbauen kann, wobei das Miniflugloch bleiben würde. Immerhin habe wir erst Mitte Juni, es wären noch drei Monate bis zum Herbst und bis Ende September gibt's hier am Stadtrand gut Läppertracht, vielleicht sogar Tracht (Heide im Wald, Goldrute auf Brachen).


    Allgemein wünschte ich mir, Bienen wären gegen Räuberei wehrhafter.


    Liebe Grüsse,
    Micha