Beiträge von Boleif

    Wir haben heute bei der Durchsicht ein Volk gehabt (von 11), in dem 2 Drohnen rumliefen und in dem es auch schon gedeckelte Drohnenbrut gibt, neben Arbeterinnenbrut. ...


    Für mich war in diesem Winter (im sehr deutlichen Gegensatz zum letzten) bemerkenswert, daß keine Drohnen in den Völkern überwintert haben. Es waren bei der Durchsicht am letzten Wochenende keine in den Beuten zu sehen, es flogen seit dem Reinigungsflug keine, und es fanden sich auch im Wintertotenfall keine (auch nicht früher im Jahr, als ich bei lauem Wetter die Flugschlitze und den Bereich dahinter von außen freigekratzt habe). Im letzten Winter hingegen fehlten die Burschen in keinem Volk, teils in ganz erheblicher Anzahl.


    Robert

    Ergänzung:
    Ich habe noch keine blühenden Weiden gesehen, aber meine Bienen! Toller Flug heute Mittag und viel Weidenpollen. Herrlich!


    18.40 Uhr bei 13°C nach kräftigem Regen im Sonnenschein und erstmals frühlingshaft weicher Luft sehr starker Flugbetrieb - und ich kann bestätigen: die Weide blüht, Pollen ohne Ende!


    Robert

    Kann mir das eine(r) erklären? Wie geht das?
    ...werterhaltend abgefüllt ". Wie geht das?


    Ich bin jetzt ein bißchen verunsichert. Wißt Ihr das wirklich nicht? Benutzt Ihr etwa noch Schleudern?
    Biologisch-natürlich-werterhaltend geht so: Bienen sanft einräuchern, abwarten, bis Honigblasen gefüllt sind, Bienen sanft entnehmen, Abdomen sanft massieren -> vorher in Waldbrandpanik aufgenommener Honig wird direkt ins Glas regurgitiert.
    Fertig! - Keine Schleuder, kein Entdeckelungsbesteck, keine Schweinerei.
    So geht das, Ihr rückständigen Hinterwäldler!


    Robert

    Hallo,


    ein schöner, komplett sonniger Flugtag (der erste seit Wochen) liegt hinter den Völkern. Vorgestern lag der Schnee noch beinahe flächendeckend, im Dauerschatten bis zu 15 cm hoch, heute ist er fast gänzlich weggetaut und hat den Krokussen Platz gemacht, die bei den Bienen für ganz ordentlichen Polleneintrag sorgten. Die Haselblüte, die vor drei Wochen aufging, ist leider komplett weggefroren, nun hoffe ich auf die Weide. Die Völker haben allerdings alle noch gut Futter, da sie zum Brüten bisher kaum die Möglichkeit hatten.
    Von 17 eingewinterten Völkern fiel eines der Nosema zum Opfer (was eigentlich schon im Oktober klar war - ich hab den Dingen einfach ihren Lauf gelassen). Ein weiteres ist arg schwach; es hat offensichtlich spät im letzten Herbst noch umgeweiselt, da mich heute aus seiner Beute eine ungezeichnete Königin frech angrinste. (Auch hier werde ich den Dingen ihren Lauf lassen.) Die anderen Völker, in die ich heute hereingeschaut habe, waren gut bis stark - eigentlich erstaunlich angesichts des folgenden ABER: keines hatte verdeckelte Brut, keines hatte Larven, überall waren nur erste Flächen mit Stiften zu finden.
    Nun ja, nicht sonderlich erstaunlich, wenn ich an den Wochenanfang zurückdenke, in dessen Nächten die Temperaturen noch bis -15°C fielen. Ich fürchte mithin, daß für die Frühtracht zu wenig Bienenmasse zur Verfügung stehen wird.
    Heute auch der erste Weißstorch zwischen und die erste Bachstelze auf meinen Beuten. Weiterhin keine Spur von Hausrotschwanz oder Zilpzalp - das sagt alles über das Wetter in diesem Jahr.


    Robert

    Gesunde Lämmer kommen auch bei Frost gut durch. Wind und Frost oder Niederschlag und Frost sind hier die Lämmerkiller für die Schwächeren.


    Gut, daß Du Deine Schafe nicht in Irland oder Schottland hast.


    http://www.dailymail.co.uk/new…th-snow-warning-come.html


    Dort gibt einer der interviewten Schäfer an, daß Neugeborene im Frost nur eine halbe Stunde überleben. Deckt sich das mit Deinen Erfahrungen, oder gilt das eher für richtig frei laufende Highlandschafe?


    Robert

    Wie mach ich das bei dem Ikea-Korb?


    Indem Du auf den Ikea-Korb verzichtest, auch wenn es schmerzt.


    Zunächst brauchst Du einen Stein, aber nicht unbedingt, sozusagen als Tüpfelchen auf dem I. Faust- bis kindskopfgroße Steine, daran mangelt es eigentlich nie, findet man immer (gut, in der Schwarmfanghektik vielleicht nicht sofort, aber wie gesagt, der Stein ist schon Luxus und findet nur Erwähnung, weil er kostenlos ist).
    Dann noch einen Eimer - weil der eigentlich in jedem Haushalt in irgendeiner Form ohnehin vorhanden ist. Wieder keine Chance, ein Extragerät zu erstehen. Schade, ist aber so. (Als Imker verfügst Du evtl. sogar über einen Hobbock - der ist noch besser, da größer und breiter, ein Schwarm läßt sich da bequemer hereinstoßen oder -fegen. Und der Hobbock hat, als Krönung des Ganzen, das I-Tüpfelchen des Steines noch übertrumpfend, einen Deckel, ein schon fast unanständig zu nennender Luxus, der Dir aber gelegen kommen kann.)
    Da da ja nun ein Schwarm ist, hast Du als verantwortungsvoller und weitsichtiger Imker natürlich auch ein Heim für diesen, also eine Beute - optimalerweise mit Absperrgitter. (Das nenne ich weder luxuriös noch dekadent, sondern einfach nur praktisch und erforderlich.)
    Also lauter Dinge, die "eh da sind".


    Nun fegst Du also Deinen Schwarm in den Hobbock, legst das ASG drauf (auf daß die Königin nicht entweicht und alle Nachzügler guten Zugang haben) und legst den Stein auf das ASG. (Vorsicht: nur bei metallenen ASG zu empfehlen!) Wenn kein Starkwind herrscht, braucht es den Luxusstein aber nicht. In Verbindung mit dem dekadenten Hobbockdeckel, den Du schräg über den Stein legst, kommst Du bzw. die Bienen aber in den Genuß von Schatten, wenn die Sonne scheint, und Schutz, wenn es gerade regnet. Geradezu römische Dekadenz, möchte man meinen. Nach einiger Zeit, wenn die Anwesenheit der Königin klar ist und der Großteil der Bienen sich am ASG eingefunden hat, kippst Du die muntere Truppe in die eh vorhandene Beute.


    Die Beute ist verbraucht, das ASG bald auch, der Hobbock wartet auf Honig bzw. der Eimer feiert eine freudige Wiedersehensfeier mit dem Wischmopp, und der Stein, ja, ich weiß nicht? Vielleicht legst Du ihn an eine gut merkbare Stelle, daß Du ihn beim nächsten Schwarm schneller findest?


    Robert

    Kritik: Sehe nur ich das so, oder gibt es auch noch andere, die die Preisspirale langsam auch bedenklich finden? Paketbienen aus Frankreich sind da ja schon günstiger...


    Ich habe auch immer Bedenken, solange ein "aufsatzreifes" (schönes Qualitätsmerkmal) Volk weniger als 250 Euro kostet. Um 30 kg Honig werden deutschlandweit als jährlicher Durchschnittsertrag angegeben, was 60 zu 4 Euro verschleuderten Pfundgläsern entspricht. Gebe ich ein trachtreifes Wirtschaftsvolk für weniger ab, verkaufe ich also nicht, sondern schenke Geld, Bienen, ausgebautes Wabenwerk und mit persönlichem Aufwand meinen Vorstellungen angepaßte Rähmchen daher.


    Es erscheint mir hilfreich, das als Referenzrahmen gerade bei Preisfeilschereien im Bereich des Hobby"verkaufens" im Kopf zu haben.


    Robert

    Sagt mal: Wie ist denn das mit der Aussage, dass wiederholtes Entdeckeln mit dem Fön nicht mehr so gut oder gar nicht mehr klappen soll?
    Die Zellenränder sollen aufgeworfen und teils verdickt sein und die nächste Verdeckelung soll dicker werden?


    Danke für die Infos. Wieder mal ein Imkergerücht enttarnt (oder es wurde ein Schwabe mißverstanden?)


    Nun, mir zumindest geht es meist so. Die frisch ausgebaute Wabe läßt sich hervorragend mit der Heißluftpistole entdeckeln. Nehme ich sie mir zum zweiten Mal nach der Robinientracht vor, geht es noch gut, aber schon langsamer. Die dritte Entdeckelung nach der Linde kann zum Glücksspiel werden - häufig muß ich dann massiv zur Gabel greifen.
    Über die Gründe bin ich mir nicht im Klaren. Das Wachs wird über die Zeit dunkler (fester?), auch scheinen mir die Zellwände und -deckel tatsächlich dicker. Allerdings habe ich in der Sommertracht oft den Eindruck, daß die Zelldeckel ohne Luftpolster auf dem Honig aufliegen. (Andererseits stört ein fehlendes Luftpolster beim Entdeckeln der Frühtracht mich zumindest nicht: ich habe nicht den Eindruck, daß sich da Luft schlagartig ausdehnt, denn bei mir spritzt beim Entdeckeln kein Wachs, sondern tropft nur gesittet ab.)
    Für mich also trifft leider zu, daß es sich nicht nur um ein Gerücht handelt.
    Aber vielleicht müßte ich nur technisch aufrüsten.


    Robert

    Ea war bunt, es war laut, und es war kalt.



    Schade, dass nur noch wenige von Euch in die Geschäftsstelle des NABU kamen. Dort haben wir uns erstmal aufgewärmt und noch nen Plausch gehalten, aber Clemens, boleif und Jörg kamen nicht mehr.


    Das tat mir auch leid, aber nachdem ich bis zur Endkundgebung Hymenopteras "Großsegel" mitgetragen und so gleich für die Zargenstemmerei der nächsten Saison trainiert hatte, traf ich dort einen ewig nicht gesehenen alten Bekannten, der mich erst wieder losließ, als ich wegen steifgefrorener Lippen nicht mehr sprechen konnte. Als ich dann am Auto stand, um den Parkschein zu verlängern, und die Wahl hatte zwischen der vagen Option, Euch noch beim NABU anzutreffen, und der Autoheizung, ja, dann ...
    Jetzt brodelt der Wasserkessel zwecks Wabenausschmelzen, und langsam wird mir wieder warm.


    Robert

    Hallo


    Gibt es am 19.01 einen Platz wo die Forumsmitglieder sich treffen ? zur gemeinsamen Demo ?


    "Ansonsten: Der NABU laedt ein zum "Vor-Demo-Suppe-fassen" in der Geschaeftsstelle, die gleich um die Ecke des Hbf liegt - 10 Uhr Charitestr. 3."
    Da sehen wir uns dann, denn unser NABU-Bus bringt uns zur Geschäftsstelle, um Demo-Material zu holen.
    Schön, dann treffen wir uns dort!


    Welchen Grad von Verbindlichkeit hat denn der Bereich NABU-Geschäftsstelle ab 10.00 Uhr (oder auch schon früher) nun erreicht? Vermutlich werden die unter uns, die mit Vereinskollegen anrücken, bei der Demo selbst eher mit diesen einherpilgern - aber vorher das eine oder andere Gesicht statt eines Forumavatars kennenzulernen, wäre doch interessant.


    Robert

    Hallo,


    bei der gestrigen Oxalsäurebehandlung fand ich alle nicht nach der Tracht verkauften Völker (17) lebendig vor. Bis auf eines waren sie von guter bis sehr guter Stärke und saßen in hübsch geschlossenen Wintertrauben. Die eine Ausnahme (DN-Zweizarger) hat die Wetterprognosen wohl falsch verstanden: was mir da aus der Kiste entgegensummte, war ein wunderbar trachtreifes Volk, das anderthalb Zargen satt ausfüllte. Vielleicht honigen Eisblumen ja doch - ich hoffe es jedenfalls, da die ansonsten ein ernsthaftes Futterproblem bekommen.


    Robert