Beiträge von Boleif

    Hallo,


    "Ich bin immer wieder überrascht wie kreativ Imker sein können, aber auch entsetzt, wie unreflektiert Dinge des täglichen Lebens zweckentfremdet werden."
    Diese Aussage möchte ich nicht kommentarlos stehen lassen. Die meisten von uns haben im Rahmen ihrer Betriebsweise Grundsatzentscheidungen getroffen darüber, was sie den Bienen, welche ohne Möglichkeit der Gegenwehr (abgesehen von diesen netten kleinen Stacheln ... ^^) in ihre Gewalt geraten und ihnen mehr oder minder auf Gedeih und Verderb ausgeliefert sind, anzutun und Gutes zu tun bereit sind. Wie die teilweise heftig geführten Auseinandersetzung sowohl in den diversen Internetforen als auch in der wirklichen Welt zeigen, basieren die meisten dieser Prinzipien auf aus eigenen Erfahrungen abgeleiteten Theorien, manche aber auch auf bloßem Hörensagen oder Vermutungen. Daran ist für mich nichts Verwerfliches - solange man sich selbst daran erinnert, was man da zur Grundlage seines Handelns gemacht hat: Theorien, Postulate, Hypothesen ...
    Um den Rückbezug zum konkreten Thread herzustellen: ich halte es für völlig legitim, anderen vom Einsatz von für diesen Zweck nicht deklarierten Kunststoffen abzuraten - inakzeptabel für mich ist die Annahme/Unterstellung, daß ich selbst meine Entscheidung unreflektiert getroffen hätte. (Das Bewußtsein dafür, daß andere nicht falsch, sondern nur anders handeln, eröffnet so manche Möglichkeit.)


    Robert

    Hallo,


    Kunststoff hin oder her - paßgenau zugeschnittene Luftpolsterfolie in relativ steilrandigen Gefäßen (d.h. konstanter Abstand der Folie zum Behälterrand) verhindern bei mir fast jeglichen Bienenverlust im Futtertopf. (Bezüglich Bequemlichkeit und sauberen Arbeitens finde ich Futterzargen allerdings unschlagbar.)


    Robert

    Hallo,


    Nigra hat ja schon eine Präzisierung zum Futtereinsatz gemacht, und so will ich diesen Thread nutzen und fragen, welche Art/Methode der Zusatzfütterung bei Ablegern, die eine solche überhaupt benötigen, Ihr bevorzugt?


    Robert

    Die Rapsglanzkäfer jedenfalls sind schon da (obgleich in der Nähe kein Raps steht ...) - heute belagerten sie den ganze Tag die Anflugbretter der Beuten (v.a. die gelben). Wehrten am Tage die Wächterbienen die frechen Vorstöße noch redlich ab, was bei dem Größenunterschied ganz amüsant aussah, ergab die Kontrolle vor ein paar Minuten den wagemutigen Vorstoß in's Innere der Beute. Warum auch zu den Blüten, wenn man doch gleich verfeinerte Produkte genießen kann ...


    Robert

    Hallo,


    da der Entwicklungszyklus im Gegensatz zu unseren Bienen zeitlich nicht fest determiniert ist (abgesehen von einer gewissen "Mindestkältdauer" im Winter), der Schlupf aber durch steigende Temperaturen ausgelöst wird, wäre davon auszugehen, daß die oberflächennahen Bereiche der Bruthöhle zuerst erwärmt werden und ein "geordneter" Schlupf durch den zum Inneren abfallenden Temperaturgradienten geregelt wird.
    (Mal ganz im Gegensatz zu uns: Männer zuerst! ^^)


    Robert

    Hallo,


    ja, der Wurzelansatz bei der Korkenzieherweide ist immer sagenhaft. Sie wächst nach meinem Empfinden auch weidenmäßig schnell und üppig - man könnte auch wuchern dazu sagen ... Bei den Exemplaren auf und vor unserem Grundstück würde ich den Kätzenansatz jedes Jahr als sehr gut bezeichnen - für Fotos zur Demonstration ist es leider knapp zu spät. Auch die am trockenen Straßenrand gesteckten Exemplare wachsen schnell und kräftig.
    Ein gewichtiges Argument gegen die Ansiedlung in der offenen Feldflur ist meiner Meinung nach, daß wir genug einheimische Weiden haben - wozu da zu einem fremdländischen (Zier-)Gewächs greifen?


    Robert

    Hallo miteinander,


    wohl gerade noch im rechten Moment sah ich heute das von Honig gepostete Bild. Ich baue gerade im Garten einen Viererstand für weitere Völker (Arbeitshöhe allerdings ca. 90-100cm) und wollte diesen in treudeutsch-handwerklicher Manier mit einer massiven Standfläche für die Beuten versehen. Erst beim genaueren Betrachten besagten Bildes fiel mir ein, daß ich bisher bei hochstehenden Beuten einen schnellen Kontrollblick von unten durchs Bodengitter in die Wabengassen geschätzt habe.
    Was würdet Ihr empfehlen bzw. verwendet es selbst (auch hinsichtlich Belüftung) - auch wenn ich damit rechnen müßte, nach Euren Ratschlägen mein solides Jahrhundertbauwerk in's "Klapprige" abzuschwächen und die geschlossene Standfläche durch zwei einzelne Bohlen zu ersetzen ...


    Boleif

    Was für eine schöne morgendliche Überraschung - reines und unbeschwertes Schmunzeln beim Blick ins Imkerforum (und keine Glaubenskriege und Seitenhiebe)! Da melde ich mich als bisheriger Nur-Leser auch mal zu Wort und wünsche gleichzeitig allen Nutzernschon jetzt frohe und bienentaugliche Ostertage.


    Boleif