Beiträge von Lachnide

    Mir wird jetzt klar, dass ich nichts anderes als den Schritt nachmachte, den ich damals in Zander, mit Mittelwänden, gelernt bekam:

    Einzargig überwintert, Wabensitz korrigiert (Kaltbau), sprich Brutnest mittig positioniert, Futterwaben ganz nach außen links und rechts, und dazwischen Mittelwandgabe.

    Dass die Bienen am Brutrand den Drohnenbau haben, ist mir klar. Das ich das mit den AFS anrege, nicht. Da könnte echt der Fehler stecken, wahrscheinlich auch, weil ich immer der Meinung war, dass Naturbauvölker ihren Drohnenbrut nach gesunden Maßstäben errichten, also nicht wie ein Mittelwandvolk, dass jede freie Stelle krampfhaft durch den Trieb Drohnenbau errichtet, egal wieviel das auch sein wird.

    Reserve-Waben habe ich quasi nie zur Verfügung, also hab ich nur die AFS.


    Bei guter Tracht hat es mir noch nie das Brutnest verhonigt, sondern die fünf AFS wurden tadellos ausgebaut. Hierzulande gibt es nur ein Verhonigen bei Massentracht, die es nur selten gibt. Bei dir, Sulz, würde es wohl zum verhonigen kommen, ja. Das macht die Region aus.


    Wenn du keine neuen Rähmchen nach der Pollenwabe gibst, wie bewerkstelligst du dann die Wabenhygiene? Das die Waben Jahr für Jahr nach hinten rücken, ist doch Bestandteil einer Trogbeute im Warmbau (ohne extra Honigzargen)?


    Danke auf jeden Fall für die Anregung, ich werde es im nächsten Jahr berücksichtigen.


    Beste Grüße!

    Danke für das hervorheben des Naturbau-Fotos, gefällt mir!


    Nun, diese massenhafte Drohnenproduktion lernte ich erst in diesen nektararmen Jahre kennen. Vorher kannte ich das so nicht. Vorher auf Zander, später auf Warre. War nie ein "Problem". Dass ich einen Fehler mache, ja, wer weiß. Bin mir aber keinen bewusst, da ich ja die Bienen bauen lasse, und immerhin alles im Naturbau, die haben schon ihren Bauplan wie sie es sichs vorstellen. Und das mag ich ja so an Naturbau, sie können machen wie es ihr Wesen verlangt und möchte.

    Vor vier Jahren hatten wir ja ein besseres Jahr, da gab es auch viel Nektar und das große Drohnenaufkommen war automatisch nicht da, da kannte ich das "Problem" noch nicht.


    Natürlich machst du mich neugierig: Wie bekommst du das hin, dass deine Völker im Naturbau nicht an Drohnenfleisch ersticken?


    Ich kann ja eine grobe Übersicht machen, wie ich die Völker in der ERB führe:

    -überwintert wird mit 7-9 Waben

    -im Frühjahr werden noch die hinteren, dicken, meist einzelne Futterwaben hinter das Schied gesetzt zum ausfressen und um etwas das Brutnest kompakter zu halten (hatte damit gute Erfahrung)

    -um die Kirschblüte herum +/- bekommt das Volk zwischen der leeren Futterwabe als Abschluß und dem meist schon vorhandenen, nach außen ausgedehnten Brutnest 5 Rähmchen Anfangsstreifen

    -es wird wahlweise natürlich nach hinten bzw. vorne zwischen Pollenwabe und Brutnest erweitert, damit die Altwaben nach hinten rücken

    -Schwarmvorwegnahme wahlweise Flugling/Brutling oder auch Königinnenableger (hier versuche ich aber immer, zeitnah unbegattete Königinnen einzubringen)

    -weitere Erweiterung natürlich mit AFS, Honigwaben rücken immer weiter zurück, zwischen Brut und HR kommen die neuen Rähmchen rein, wahlweise auch zwischen Pollenwabe und Brut

    -Varroabehandlung Bannwabenverfahren, dann einmalig Oxalsäure


    Viele Grüße

    Hallo Sulz!


    Nagut, dann schildere ich es dir mal kurz und knackig: Seitdem ich mit Dadant hoch die Bienen auf reinem Naturbau habe, wird nach der Pollenwabe (Position 1) bis weit nach hinten durchgebrütet. Klar, dieses Jahr wie auch die letzten zwei Jahren brachten wegen der Witterung kaum Honig, die Bienen brauchten alles selber (Voralpenland). Es kam kein Nektar rein, der die Brut zurück gedrängt hätte. Daher viele Brutwaben, davon viel Drohnenbau = extrem viele Drohnen im Volk, die Bienen arbeiten sich mit der Drohnenpflege ab, es gibt Waben wo man Arbeiterinnen suchen muss, so viele Drohnen. (Alles Carnica und Carnicamix)


    Deshalb tendiere ich zu ASG. Die Geschichte mit der Honigwabe von Mellifera stellte ich nur in den Raum, hab damit nix am Hut.


    Viele Grüße

    Danke, alles klar JaKi

    Und, bauen sie dann hinter den Honigwaben auch noch?

    Mir fiel gestern noch ein, dass ich ein Volk hatte was schwärmte, weil die siebte Wabe (Warmbau) zur Honigwabe wurde und die Anfangsstreifen dahinter uninteressant wurden.

    Vlt liegt es aber auch an der Volksstärke..


    Sulz Dann arbeitest du nicht mit Naturbau, oder?


    Beste Grüße

    speerwerfer@ Das Video muss eines der Wenigen sein, die man so von Mellifera über die ERB findet. Einen Link hab ich leider nicht zur Hand, was ist schon ein paar Monate her, dass ich das zufällig fand. Im Grunde wird aber auch nur die Sache selbst angesprochen, nicht gezeigt.


    Jaki@ Aber ist das nicht dann so, dass die Bienen selber auch nicht mehr hinter diesen, sozusagen "Honigschied", gehen? Ich kann jetzt gar nicht sagen, ob das bei einer horizontalen Wabenanordnung etwas anders tickt?

    Bin am Überlegen, ob ich nicht nächstes Jahr den Versuch wagen soll - wie in einem Mellifera-Video geschildert - mithilfe einer dicken Honigwabe quasi das Absperrgitter zu ersetzen. Irgendwie habe ich da so meine Zweifel.


    Gibt es hier schon jemanden, der damit Erfahrung hat?

    Da können sich gerne auch alle möglichen Lagerbeuten-Imker melden, die da Ahnung haben.


    Vielen Dank! :)

    Schön ist, dass der gepresste Honig nicht fest wird… habe ich irgendwo gelesen, auf meinen trifft es zu.

    aha… ist klar… das ist doch mal Blödsinn.

    Was hast du denn für ne Tracht? Aber am pressen liegt das 100%ig nicht.

    Also nur, weil man von Presshonig keine Ahnung hat, deswegen das gleich widersprechen müssen? Wie wärs mit selber Erfahrung sammeln?

    Selbstverständlich wird er nie hart, weil er einen hohen Pollenanteil hat. Er bleibt immer streichfähig, zumindest im Regelfall. Durch den Pollenanteil ist er aber leider auch nicht ewig lagerfähig.

    2) Hat jemand weitere Infos oder mündlich überlieferte Praxisberichte?

    Ich verwende keine AS, keinen Dampf, kein Träufeln, keine Tücher oder sonst was mehr.

    Ich vertrau den Argentiniern und meine Bienen finden es toll. Hab auch auf die Winterbehandlung mangels möglichen Opfern verzichtet. Wichtig ist, 6 Wochen sind Pflicht, 9 schaden auch nicht ;)

    Jede 2. bienenbesetzte Wabe bei Zander bekommt ein U, bzw. jede 2. Brutwabe. Bei Minis je Zarge Brut ein U über 2 BW.

    Vielen Dank für deine genaue Schilderung.

    Im imkershop24 steht, man soll nach 2-3 Wochen die Streifen entfernen oder erneuern.

    Heißt das, du gibst bei 6 Wochen in der Halbzeit neue Streifen bzw. bei 9 Wochen eben ein zweites Mal?


    Finde das gerade irgendwie sehr spannend. Danke auf jeden Fall für deine Worte!


    Lieben Gruß!

    Norbert Jung@ Schade. In solchen Dingen erwacht immer eine große Neugier in mir, denn die selbst gemachte Erfahrung ist wohl immer die entscheidenste, um zu ein Ergebnis zu kommen.

    Eine Frage hätte ich vorerst noch an dich: Ab wann beginnt nach deiner Beobachtung nach der große VV Terror im Jahr?


    Danke für deine geschilderten Erfahrungen.

    Norbert Jung@ Kennst du dieses Video? Zufällig schon eigene Erfahrungen damit gesammelt?

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    Man sagt ja: "Die Not macht erfinderisch". Scheinbar ist dieses Rohr-Flugloch für die Bienen besser zu verteidigen und für die VV ein zu unsicherer Abstieg? Französisch beherrsche ich nicht, verstand daher kaum ein Wort.

    Ohne mir jetzt diesen Artikel anzuschauen, kann ich zumindest sagen, dass Gründüngung insofern giftig sein kann (!), wenn die Vorkultur konventionell bewirtschaftet (bzw jahrzehntelang) und dementsprechend der Boden verseucht und dadurch, unter Umständen, die Gründüngung, bei Aufnahme, gefährlichen Pollen und Nektar produziert.

    Kann euch sagen, dass das nicht toll ist, wenn man mehrere hundert Volk abräumen muss, die im Laufe des Winters abstarben. Pergaproben im Labor ergaben hochgradig verseuchten Pollen durch Spritzmittel. Überall stand hektarweise der Senf. War vor ein paar Jahren.

    Gründüngung ist nicht so mein Freund, schon gar nicht im Herbst. Dem traue ich nicht mehr so. Da ist mir der Efeu und das Springkraut viel sympathischer..