Beiträge von Schulbien

    Bei mir ist ein offener Gitterboden über die ganze Fläche (unterbrochen durch einen Steg auf der Hälfte). Schon auch deshalb zwangsläufig weil man die AS Schwammtuchbehandlung von unten machen muss.

    Ich habe aber schon die Schublade bis zum Hochsommer drinnen gelassen, dann muss sie raus um Zirkulation zu ermöglichen, weil sonst die Gefahr des Wabenbruchs bei frischen Waben besteht... schon auch beim Herausnehmen der Waben (weiches Wachs bei Wabe mit großem Gewicht die ja nur auf dem Oberträger hängt).


    Schönen Gruß,

    Jens

    Kann man da nicht einfach schieden (wie bei Dadant & Co)? Muss ja nicht so eng sein.

    Um den Honig ginge es mir nicht. Aber die Frühtracht (bei uns überwiegend Raps) nimmt man doch besser raus?

    Wolfgang

    Wie könnte das aussehen ? Den Schied der eigentlich zum kompletten Abtrennen gedacht ist unten absägen ? Um wie viel cm ? Honig habe ich eben z.T. als Wabenhonig entnommen oder ihnen als Winterfutter belassen. Raps oder Waldtracht habe ich nicht...


    Jens

    Hallo,

    ich betreue seit drei Jahren einen TBH. Zum Anbau an die Seitenwände: das passiert und es ist wichtig darauf insbesondere in der (Neubau-)Bauphase zu achten. Beim Durchblättern erst gucken ob die Wabe am Rand angebaut ist, mit dem Stockmeisel lösen und sofort auch am Beutenrand jeglichen angebauten Wachskrümel/ Ansatzpunkt mit dem Stockmeisel abkratzen sonst versuchen die Bienen kurz darauf diesen wieder mit der Wabe zu verbinden. Ausgebaute/ ältere Waben werden dann nicht mehr an den Rand angebaut... dann hat man eigentlich schönen Mobilbau ohne Wabenchaos... Varroabehandlung mache ich mit Schwammtuch von unten, im Winter Oxalsäurebeträufelung in die Gassen. Dafür hat man die schmalen Leisten zwischen den Oberträgern die man dafür entfernt... funktioniert prima...

    Man sollte darauf achten, dass der TBH stabil steht/ angebunden oder beschwert ist (hoher Schwerpunkt !). Bei einem Sturm im Winter wurde sie umgeweht und umgestürzt... das Volk hat zum Glück überlebt. Ich habe sie jetzt mit Gurtband befestigt.

    Mein Problem: Honig aus nicht angebrüteten Waben zu ernten. Die Königin geht bei mir immer ziemlich weit nach hinten. Gibt es einen Trick das Brutnest etwas kompakter zu halten ? Ich wollte eigentlich Wabenhonig davon gewinnen aber das ist bisher nur im eher bescheidenen Umfang gelungen...

    Schöne Grüße,

    Jens

    Bis die ersten Kurse losgehen kannst Du auch mal in das ein oder andere Imker-Anfängerbuch reinschauen. Ich habe mir am Anfang noch keines gekauft sondern habe mir in der Bibliothek ein paar ausgeliehen... Bilder anschauen, reinschnuppern und die ersten Kapitel lesen... dann weiß man so ungefähr wie Dinge im Original aussehen sollen wenn es losgeht...

    Ich finde bei 300°C Abdampfen geht gar nicht ! Da gehen zu viele Inhaltsstoffe (Flavonoide) verloren wenn man es dann im gesundheitlichen Bereich verwenden will ! Zudem ist nicht sichergestellt dass bei dieser Temperatur in der Lösung nicht auch Verbrennungsprozesse stattfinden deren gesundheitliche (Negativ-)Wirkung niemand einschätzen kann... Wozu ? Nur dass es schnell geht - und das auf Kosten der Qualität. Im Forum wird allenthalben auf die Bauern geschimpft weil die schnell (und billig) auf Kosten der Qualität produzieren und dann selbst als Imkerei so einen Pfusch machen. Sorry, da habe ich kein Verständnis !

    Im Nachhinein bestimme ich die Konzentratin auch mit Wiegen und Abdampfen einer Probe aus einem größeren Ansatz. Und: klar bleibt ein Flüssigkeitsrest in der Schale. Diese kann ich auch noch abdampfen - das geht aber nur mit hohen Temperaturen die wichtige Anteile des Propolis mit verdampfen lassen. Ist halt eine Frage wie genau du es haben musst. Mir ist der Berechnungsfehler lieber als der Verlust an Wirkstoffen.
    Drobi : dein Ansatz stimmt wenn Dein Rohpropolis 70% an Reinpropolis hat (und 30% Wachs). Diese hohe Reinheit ist nur schwer hinzukriegen, z.B. mit sehr selektivem Abkratzen. Mit Propolisgitter habe ich gemessene Werte von rund 40% Propolis (und 60% Wachs). Mit diesen Werten rechne ich beim Ansatz der Propolislösung (und der Prozentberechnung).


    Schöne Grüße,
    Jens

    Nicht dass die Diskussion in die falsche Richtung geht: Franz Xaver, die Rede ist nicht von Pflanzenschutzmitteln sondern von Pflanzen die Gifte enthalten (wie das Greiskraut) und deren Pflanzenteile während der Ernte fälschlicherweise mit geernetet werden und so in den Tee gelangen.

    Kleingartendrohn : "Nicht unwesentlicher Anteil" mit Nosema... dem solltest Du schon nachgehen... Standortwahl (=> Pollenversorgung gut ?, auch hohe Pestizidbelastung fördert Nosemose). Machst Du genügende Bauerneuerung (Austausch von dunklen Waben) mit Vernichtung der kotbefleckten Waben ? Nosemose kenne ich schon, aber nicht als existenzielles Problem bei meinen Völkern (mein Standort: Innenstadt Nürnberg, ohne Landwirtschaft).


    Vielleicht hilft es weiter...


    Schöne Grüße,
    Jens

    Meine (über 10jährige) Erfahrung ist auch, dass die Völker, die in der Winterbehandlung am Leben sind auch das Frühjahr erleben. Ich kann mich nicht erinnern dass dies mal nicht der Fall gewesen sein sollte... Einzige Verluste später waren bisher Königinnenverluste die ich im Frühjahr erst gemerkt habe (evtl. durch Winterbehandlung bedingt).