Beiträge von Norbert Jung

    Hallo, bei mir ist die Robinientracht im wahrsten Sinne des Wortes den Bach runter. Respektiv die überschwemmte Strasse. Dabei hatte es gut angefangen. Dann mehr als 10 Tage Dauerpisse und aus der Traum. Gute, lehrreiche, aber ernüchternde Analyse von Guido E. in Bienen & Natur 4/2020, Imkern nach Blühzeiten: "Zeitfenster zum ernten dieses Honigs als Sortenhonig ist sehr klein".

    LG, Norbert

    Hallo,

    Hier ist ein Video unter anderen, das zeigt wie es gemacht wird.

    https://www.youtube.com/watch?v=UEzDMa61ciY


    Du bekommst deinen Ableger. Wenn Flugwetter ist und dieser bereits offenes Flugloch hat, so dass sich Flugbienen unterwegs befinden, musst Du deine Warré genau da aufstellen wo bisher der Ableger stand, damit die zurückkommenden Bienen gleich die Warré anfliegen.

    Dann beginnt die Phase nach der Suche der K., die abgefangen wird. Vorsicht: nicht quetschen!

    Jetzt kann'st Du im Video gleich zu 8.16 springen.

    Deine K. ist gekäfigt. Die Bienen werden von den Ablegerwaben in eine Wanne abgeschüttelt.

    Wenn der Ableger was taugt und viel Brut vorhanden ist, tut der nächste Schritt aus imker-ethischer Sicht etwas weh. Du musst, wie gezeigt, die bienenleeren aber vielleicht brutvollen Waben auf das Warré-Mass zurechtschneiden (lassen).

    Dabei den Ausschnitt so wählen, dass möglichst wenig Brut zum Abfall wird. Gekäfigte K. rein in die Warré, Bienen aus Wanne über weisses Tuch zur K. in der neuen Wohnung einlaufen lassen.

    Mein Rat: Unbedingt zu Zweit sein, nicht alleine wegen dem doch zeitkostenden Zuschnitt. Lass vielleicht einen erfahrenen Kollegen die K. im Ableger suchen und im Clip abfangen.

    Viel Erfolg, Norbert

    Moin,

    Bienen gelingt es in der Regel wehrhaft zu sein.

    Mache jetzt mal einen Rückzieher ins Jahr 2003.

    Sehr interessante Studie betreffend Kleinen Beutenk.

    Social encapsulation of the small hive beetle (Aethina tumida ...

    naldc.nal.usda.gov › download › PDF
    Den Begriff der Einkapselung erlaube ich mir mal in Isolierung , Absonderung- oder so- abzuwandeln, da wir unter Einkapselung doch etwas anderes verstehen.

    Das Bild in dieser Studie ist sagenhaft gut, finde ich, zeigt es doch die ganze Panoplie der möglichen Beziehungen zwischen geblockten Aethina tumida und Wächterbienen.

    Geht von erbostem "Grooming" bis zur Fütterung der Invasoren !


    Hab Euch den Text übersetzt:

    Abbildung 1. Beispiele für das Verhalten von Wächterbienen und abgeblockten Käfern.

    Wächterbienen sind markiert als "a - d" und abgeblockte Käfer mit "1 – 3".

    Dokumentiertes Verhalten der Wächterbienen:

    a) Beißen in den Bereich in dem die Käfer isoliert sind, Bienen erstellen Käfer-"Gefängnisse" (Gefängnismauerarbeiten),

    b) versuchen, Käfer zu greifen,

    c) Fütterung von Käfern (Trophallaxis) und

    d) In Schach halten der isolierten Käfer (beachten Sie, dass die Vorderbeine der Biene » d » angehoben sind).->Abwehrstellung

    Das Verhalten der blockierten Käfer umfasste:

    1) Annäherung an eine Wächterbiene, um Antennenkontakt herzustellen,

    2) Füttern lassen von Wächterbienen (!)

    und 3) ruhen. (Foto: James Ellis)

    LG, Norbert

    Hallo,

    Ja diese Pedigree Kürzel sind vor Jahren von Thomas R. so geschrieben worden, wobei er wahrscheinlich der einzige ist, der weiss was er in seine Zucht eingebracht hat.

    NO stand für Nummer 62

    MG für Margret's hive 5

    GR (lange mit Ursprung Fragezeichen in den Buckfast-Pedigrees) nehme ich mal so an, steht für Graaf Reinet in Südafrika.

    Als ich mich noch serioes mit der BF-Zucht beschäftigte, jahrelang ist's her, hat mit TR in einem Gespräch gesagt, die Margret sei eine Zufallskreuzung.

    Wie gesagt: Er allein weiss mehr...

    LG, Norbert

    Hallo Simon,

    Du wirst dazu hier im Forum (noch) nichts finden, weil Du doch etwas vor den Wagen springst, in dem Sinne, dass bis jetzt in Deutschland keine Fälle von Aethina tumida zu verzeichnen sind.

    Buckfast mit afrikanischen Wurzeln gibt es schon, aber bei diesen Stämmen handelt es sich ausschliesslich um Einführung der Genetik von apis monticola wie sie nach Bruder Adam z.B. E. Oesterlund praktiziert hat und in Deutschland JK in einer seiner Zuchtlinien weiterführt.

    Keinem serioesen Züchter würde es einfallen die apis scutellata mit Bf anzupaaren, dies wegen der berühmt-berüchtigten Agressivität dieser Biene.

    Letztere hat zwar mit der ligustica zu der Entstehung der varroa-resistenten Killerbienen beigetragen, dies wegen ihren sehr guten Hygiene-Eigenschaften.

    Das Nest einfach aufgeben wenn's nicht mehr der "Hygiene-Norm" entspricht, (englisch: absconding), ist in ihrer Heimat zwar ein der Art sicherlich wohlbekommendes Verhalten, das aber uns Imker verständlicherweise keinesfalls interessiert.

    Deine Frage, ob Buckfast- Bienen mit afrikanischen Wurzeln widerstandsfähiger sind bzw. wären gegen den kleinen Beutenkäfer kann mit "Ja" beantwortet werden.

    Dies wegen ihres ausgeprägte(re)n Hygiene-Verhaltens.

    Bitte, Bitte, keine Experimente mit Scutellata.

    "Killer"-Bienen aus heimischer Wald- und Wiesenabstammung gibt es genug!

    LG, Norbert

    ...die Imkermoden, die Betriebsweisen, kommen und gehen... Irgendwann kommt man sicher auf die Idee, dass ein gutes Trachtgebiet von keinem Schied ersetzt werden kann.

    In den USA weiß man nichts mehr von einer 12er Dadantbeute. Es wird gerade 8er Langstroth Mode.

    Mein 12er Dt-Material ist zu verschenken.

    Niemand will es. Die Umweltbedingungen sind so schlecht geworden, dass selbst 10er Dt noch zu gross bemessen sind.

    Auch in Frankreich bietet der Handel zunehmend

    8er an.

    Grüsse, Norbert

    Achtung Bio-zertifizierte Imker,

    Alu-beschichtete Thermoschiede sind in der käuflichen Form nicht zugelassen, da die Bienen die Beschichtung abnagen. Die dürfen nur mit Plastikfolie

    umgeben in die Beute rein. Sonst gibt's Aerger.

    LG, Norbert

    Moin,

    Bis jetzt lässt sich dazu kein wissenschaftlicher Beleg finden. In ihrer Doktoratsthese von 2017

    (De la biologie des reproducteurs au comportement d’approvisionnement du nid, vers des pistes de biocontrôle du frelon asiatique Vespa velutina en France) TEL

    beruft sich Juliette Poidatz (Uni Bordeaux) auf den Forscher Bermond im Jahre 2014:

    Aucun cas d’hybridation avec V. crabro n’a été signalé suite à l’invasion de V. velutina, mais même

    s’il est très peu probable, ce risque pourrait exister suite à l’évolution potentielle de cet insecte invasif

    dans son aire d’introduction (Bermond 2014).


    Also: Nach der Invasion von V. velutina wurde kein Fall von Hybridisierung mit V. crabro gemeldet, aber selbst wenn es sehr unwahrscheinlich ist, könnte dieses Risiko infolge der potenziellen Entwicklung dieses invasiven Insekts in dem Einschleppungsgebiet bestehen.


    Ja, Hornet. Stimmt. Ist auch besser geschrieben:

    ...Bekannt ist die Art aber vor allem als effektiver Prädator von Honigbienen. Diese können, je nach Region, ein Drittel bis zwei Drittel der tierischen Nahrung ausmachen...

    Wichtig ist hier das "Je nach Region".

    Zumindest ist es keine falsche, weil grob pauschalisierende Aussage, dass Pestizide den Bienen weitaus mehr zusetzen (würden) als Vv.

    Wo denn?, in welchen Gebieten?, in welchem Jahr? usw...

    Z.B. ist 2019 wegen dem Kälteeinfall im Frühjahr kein günstiges Jahr für die Entwicklung von Hornissen gewesen, auch nicht für die Bienen.

    LG, Norbert

    Hallo,

    So langsam wird es mir doch zu dumm, wie Vv von einigen verniedlicht wird. Wieso setzen sich die verharmlosenden Besserwisser -bisher vom auch nur kleinsten Schaden verschont- nicht ein, dass schleunigst die Wickipedia-Seite neu geschrieben wird. Dort ist bis dato auf Deutsch übersetzt zu lesen unter dem Kapitel

    Wirtschaftliche und ökologische Folgen:

    Diese Hornisse greift hauptsächlich die Arbeiterbienen von Stöcken der europäischen Art Apis mellifera an.

    Die Auswirkungen dieser Art auf Bienenstöcke oder Wildbienenpopulationen sind inzwischen deutlich erkennbar. Es wird jedoch kein europäischer Kontrollplan umgesetzt. Die Wirksamkeit der Kontrollpläne ist daher je nach Reaktionsfähigkeit oder mangelnder Reaktionsfähigkeit der lokalen Behörden variabel...

    Bitte auf dem Teppich bleiben. Danke.

    Wie soll ein VV-Starter-Nest gefunden werden? ... Irgendwo draußen in den Baumkronen?


    Warum kämpfen VV-Königinnen im Frühjahr? Beansprucht eine VV-Kö ein Revier für sich? Oder geht's um Futter? Und wie viele bleiben übrig, abhängig von welchen Parametern? - Und gibt's öffentliche Berichte/Quellen dazu?

    Hallo,

    Starter-Nester sind stets in relativ bescheidener Höhe angebracht. Nistkasten, Garagen, Schuppen usw... Bei den medienwirksam gezeigten imposanten Dingern in Baumkronen handelt es sich ausschliesslich um Sekundär-Nester, die erst gebaut werden wenn es Vv in ersteren zu eng wird.

    Zu Frage 2:

    Wenn Vv-Königinnen im Frühjahr kämpfen, so gibt es dafür nur einen einzigen Grund, den man

    USURPATION nennen kann.

    Es geht darum sich ein bereits bestehendes Nest

    anzueignen, was nur in einem Kampf auf Leben oder Tod mit der etablierten Machthaberin möglich ist.

    Für Rivalinnen ist diese Methode offenbar interessanter als selbst ein Nest zu gründen, d.h. bei Null anfangen zu müssen. (Risiko)

    Leider beschäftigen sich kaum Berichte und noch weniger wissenschaftliche Studien mit dem Thema:

    Besser so viel wie möglich potentielle

    Nestgründerinnen im zeitigen Frühjahr in Fallen locken oder aber die K. ihre Anzahl selbst verringern lassen ?

    Ich will mich in die Diskussion nicht einmischen, habe aber noch das vor Augen was ein Experte mir vor Jahren gezeigt hat: einen Nestboden mit 5 toten Jungköniginnen. Da habe es wohl einigen Streit um die Herrschafte gegeben, meinte er.

    LG, Norbert

    Bezüglich der von uns erhofften Inzucht-Depression bei dieser Art ist folgendes zu sagen:

    Bisher dehnen sich die Populationen von Vv ständig aus. Aber diese kontinuierliche Expansion bedeutet nicht, dass Vv auch in ihrem Sinne "gerettet" ist !

    Wie bekannt, ist Inzucht in der Tat eine Zeitbombe: die kumulativen Auswirkungen schädlicher Mutationen machen sich erst nach Generationen bemerkbar. Und Generationen erzeugt die asiatische Hornisse halt nur eine pro Jahr. Es ist daher nicht ausgeschlossen, dass die bereits festzustellenden reproduktiven Entgleisungen (biploide männliche Exemplare) bereits ein Zeichen für ein Übel sind, das die Spezies allmählich untergräbt.

    LG, Norbert