Beiträge von Norbert Jung

    Was passiert, nachdem die Vv vergiftet sind? Das Nest verlassen und alle Tiere, die das tote Vv fressen, werden vergiftet oder nicht?

    Ja, das war einmal. Das mit einer Lanze ins Nest eingeführte Permethrin wird , so weit mir bekannt, zu dem Zweck der Hornissenbekämpfung in Frankreich nicht mehr eingesetzt.

    Statt dessen jetzt Pyrethrum, die rohe, natürliche Form dieses Insektizids.

    Permethrin- und Pyrethroid-Insektizide sind eine modifizierte, synthetische Form von Pyrethrum.

    Sie können für Bienen auch in sehr geringen Mengen tödlich sein.

    Wurden und werden hergestellt, um das an sich starke natürliche Insektizid Pyrethrum zu ersetzen und stabiler zu halten. Bei dem sich natürlich abbauenden Pyrethrum ist es nämlich besonders unter Lichteinwirkung (Sonne) schnell mit der Wirksamkeit vorbei.

    In der Regel werden die vergifteten Nester ja auch runter geholt , im Sack verstaut und entsorgt.

    Lg, Norbert

    Hallo,

    In Frankreich haben wir, oder besser gesagt die Profis der Hornissenbekämpfung, auch diese neuentwickelte Schusswaffe:

    Besonders Faule können sie sogar vom Liegestuhl aus (ab 6.45) bedienen. Sehr witzig, gelle?

    Verschiesst Pillen mit Pyrethruminsektizid.

    Möchte Euch lediglich informieren, ohne zu sagen ist gut oder schlecht.

    Ich enthalte mich jeden Kommentars und bedaure einmal mehr dass es soo weit kommen musste, nur weil verantwortliche Politiker/Verantwortliche in Frankreich 15 Jahre lang das Problem nicht konsequent angegangen sind.

    Hallo Uwe,

    Oh jee, heisst das man kann singen:

    Steinau liegt nicht weiiiiit vom Eeederseeee ?

    Wäre schrecklich für Dich und Deine hervorragende Carnica-Zucht. Mit das Beste was mir je zwischen die Finger gekommen ist. Auf in den Kampf !

    LG, Norbert

    Warum werden diese Nester nicht beseitigt, wenn sie bekannt sind?

    Hallo,

    Weil die Gemeinde arm ist und sich nicht finanziell an der Nestbeseitigung beteiligen will oder kann. Sie sagt ganz einfach dass ein Imker, der ein Nest loswerden will, die Kosten doch gefälligst aus eigener Tasche bezahlen soll.

    Genau diese Einstellung hat mich letztes Jahr zur Weissglut gebracht. X Nester mal X-fach Kosten, die allein der Imker zu tragen hätte.

    Dabei verkennt unser Bürgermeister, der Jura studiert hat (sic!), die rechtliche Unmöglichkeit als Imker von einem Fachmann auf Grundstücken ,die einem nicht gehören, einfach so Beseitigungen vornehmen zu lassen.

    Das ist längst nicht überall in Frankreich der Fall.

    Es gibt Präfekturen, die die Initiative übernehmen, Gemeinden die bereit sind die Kosten zu teilen, sowie Vereinigungen, die für die Bekämpfung von Vv zuständig sind.

    Aber in diesem Kaff und Département (Haute Garonne, Präfektur Toulouse) hilft dir keiner.

    Dagegen gibt es Reklame: Beseitigung eines Nestes zum Einheitspreis von 95€, egal in welcher Höhe es sich befindet. Ueblicherweise ist der Preis gestaffelt, je nachdem man eine Feuerwehrleiter ausfahren muss oder das Nest mit ausgestreckten Armen erreichen kann.

    LG, Norbert

    Hi,

    Die 5,5mm Durchlass-Tore benutze ich, l e i d e r.

    An Dadant-Beuten, die gruene

    An Warré-Beuten , eine aus Zinkblech

    Weshalb leider? 5,5 mm sind nämlich zuviel. Konnte noch heute morgen eine Vv beobachten die es schaffte sich unten durch zu quetschen und in die Beute einzudringen. Hab bis jetzt nichts besseres im Handel gefunden.

    Klammer auf für kleine Geschichte (OT):

    Dieses Hineinkommen, trotzdem, erinnert mich an eine Erfahrung als Vogelschützer:

    Vogelfreunde hingen eifrig Nistkästchen auf, wünschten sich als Besiedler aber bevorzugt die niedlichere Blaumeise. Daher Begrenzug des Fluglochs auf 8 cm. (Achtung Kohlmeisen, ihr seit hier nicht erwünscht). Die Rechnung ging nicht auf:

    Die Kohlmeisen, ihrerseits in Wohnungsnot, andererseits ein reiches Angebot an Traumwohnungen für kleinere blaue Artgenossen wahrnehmend, passten in nur wenigen Generationen ihre Körpergrösse dem Wohnungsangebot mit kleinem Flugloch an...

    Tiere verstehen es sich im Rahmen des möglichen anzupassen... Klammer zu.



    Der benutzte Lockstoff ist folgender:

    https://www.antinuisible-disco…ege-a-guepes-efficace.htm

    Ich habe ein paar Fragen, wenn du Zeit hast.

    Hallo Patrick,

    Im November besteht der Beifang aus ein paar einheimischen Hornissen und etlichen gemeinen Fliegen. Zum Glück kaum noch Vertreter der Ordnung Lepidoptera.

    Ich besorge mir fertigen Lockstoff , sei es in Form von roter Flüssigkeit (gut fuer 4 Dosen), oder Puder das man in Wasser auflöst.

    Lange Zeit hab ich einem deutschen Produkt namens Attrafall (oder so) den Vorzug gegeben, weil es lange Dauer und guten Fang vereinte. Dann war es nicht mehr erhältlich und ich hab es durch das französische Guêpe-Clac ersezt, das aber schneller erneuert werden muss.

    Das aufgelöste Pulver von Ecogene (375g) ist billiger und fängt auch ganz gut.

    Vor Jahren hatte mir ein Spezialist in Sachen Vv geraten keine Fallen im zeitigen Frühjahr aufzustellen um die zukünftigen Nestgründerinnen wegzufangen. Ich sollte die Jungköniginnen ihre Kämpfe unter sich austragen lassen.

    In der Regel sind im Flugkreis meiner Bienen 2 Nester von Vv. Leztes Jahr waren mir 5 bekannt, was dann auch zum Verlust von 2/3 meiner Völker geführt hat.

    Ich kann aus eigener Erfahrung berichten dass die Behauptung Vv würde einen kilometerweiten Abstand zum nächsten Nest einhalten, nicht stimmt!

    Eine anhaltende Abschreckung nach Einsatz des Badmington-Schlägers kann ich nicht bestätigen. Hat wohl mit der Menge der angriffsbereiten Vv zu tun.

    LG, Norbert

    Hi,

    Hier unten in der Vorgebirgslandschaft hält sich die Aktivität der Vv bis August in Grenzen. Sie sind da und in den Fallen zu finden, stellen aber noch keine definitive Bedrohung für gesunde Völker dar. Die Plage beginnt, wenn die Wespen im September abnehmen und man sich freut zumindest diese Plagegeister endlich los zu sein. Ab Mitte September bis Ende Oktober ist dann von Seiten der Vv der Teufel los und die Bienen sind auf die Hilfe des Imkers (Ausschau nach Nestern und eventuell Beseitigung derselben durch Fachleute, Lockstoff-Fallen) angewiesen, um auch nur die geringste Chance auf Rettung ihrer Bienen zu haben.

    An manchen Tagen befördere ich bis zu 20 Vv's mit dem Badmington-Schläger ins Jenseits und tu das ohne jeden Hass. Eine Lösung ist das nicht, aber ich rette viele heimkehrende Flugbienen mit ihrer gerade im Herbst so wichtigen Pollenfracht.Wir wissen ja dass Bienen oft ziemlich gleichzeitig ausfliegen und bei gleicher Tracht dann auch etwa gleichzeitig mit vollen Pollenhös-chen zurückkehren. Als Rentner versuche ich zu solchen Stunden meine Heimkehrer zu retten.

    Besonders der eingetragene Efeupollen ist in meiner Sicht Gold wert und durh nichts zu ersetzen.

    Was daraus wird ,wenn kein Efeupollen eingetragen werden kann ist mir in Form von hohen Winterverlusten bekannt.

    Dabei kommt mir der Gedanke dass es jetzt unter Profis als Muss empfunden wird die Bienenvölker mit Protein-Futter und Zusatzmineralien aufzupäppeln bzw. bei Laune zu halten.

    Nur weil es in unseren Kulturlandschaften nichts oder nicht mehr genug zu holen gibt!

    Eine Entwicklung, bei der ich nicht mitmachen werde.

    Der vertikale Eingang verschiebt das Problem weiter weg, aber es ist immer noch da.

    Hallo,

    Genau so ist es. Die Vv's sind anpassungsfähig. Vergrämt man sie in unmittelbarer Beutennähe, so verlegen sie ihre Jagdzone eben weiter nach vorne.

    @ Lachnide: das ist auch der Grund weshalb ich es bisher nicht mit dem NORMA-Rohr versucht habe.

    Das lobenswerte an dieser Erfindung, die bei Imkerkongress in Rouen mit einem 4.Preis belohnt wurde ist m.E. der Versuch an sich. Trotz eifriger Suche im Net konnte ich keine Testergebnisse oder Erfahrungsberichte finden.

    Bin in Erwartung der ersten Nachtfröste, die dem Spuk dann wieder ein natürliches, vorläufiges Ende setzen. Ab Februar, wenn schöne Tage es erlauben, werden dann die Jungköniginnen dieses Jahres, die sich erfolgreich eingebuddelt haben wieder aktiv.

    Hallo,

    Ist zwar nicht Mannheim, aber als ich folgendes Video mit zum Teil superblöden Kommentaren

    gesehen hab, ist bei mir der Spass vom Niveau "Bildt sprach mit den Bienenleichen" vorbei.

    Keiner von diesen Unwissenden, die noch nicht einmal den Abtrieb einer Drohne von der Abwehr einer VV unterscheiden wollen/können, hat 2 Drittel seiner Völker verloren, mit Schaden in Höhe von 4800 €, für den niemand aufkommt.

    So manchen wird das Quatschgerede noch vergehen!

    https://www.youtube.com/watch?v=kLEwoVBxXus

    Ja, vielleicht ist es nicht so angebracht, hier im Forum auf Your tube zu verweisen und ich habe Verständnis dafuer.

    Es gibt mittlerweile zu egal welchem Thema soviel zu sehen, Gutes und weit weniger Gutes.

    Als leidtragender Imker in 2018 möchte ich jedem interessierten 1 Video empfehlen, das imho die ganze Problematik veranschaulicht, wenn VV wirklich in Massen , wie bei uns in Frankreich, zuschlägt. (Siehe Fang in Flasche bei 15.55)

    https://www.youtube.com/watch?v=9Xkr1TgJLGI&t=5s

    Der Bienenstand sieht aus wie eine Plastikmüll-Deponie. Plastik-Köderflaschen ueberall, Plastik "Maulkörbe" an den Beuten...

    Ein Imker der auf seine Art alles versucht um der Plage Herr zu werden und zu retten, was zu retten ist.

    Sehenswert von 1.01 bis 1.35 die jagenden VV, und dies nicht an einem schwachen Volk!

    Der Schaden entsteht nicht so sehr durch direkten

    Wegfang von Bienen. Das Volk ist nur noch in der Defensive, tagelang, wochenlang, monatelang.

    Es wird keine Nahrung mehr eingetragen und die Folge davon ist letzlich der Zusammenbruch.


    LG, Norbert

    Hi,

    "L'Abeille de France" ist ein Imkermagazin so wie bienen&natur in D, ohne irgendwelchen Vergleich

    des Besseren. Ich schreibe das Theaterstück jetzt auf eure Verhältnisse um.

    Sagen wir mal Dr. Schwaenkel (oder jetzt Herrn Raasper) ist nicht nur Chefredaktor, sondern zugleich Vorsitzender des Nationalen Imkersyndikats (SNA).

    Er wird deswegen mit Klagen der Imker gegen das Nichtstun der Regierung bezüglich VV nur so überhäuft. Dabei gibt es ein Dekret, das den Préfèts ermöglicht Massnahmen gegen VV einzuleiten, sie aber nicht dazu zwingt. Irgendwann ruft dann der Chefredaktor dazu auf, dass jeder Imker, der von einem VV-Nest befreit werden möchte, sich bei der Präfektur melden solle.

    Lasst uns es doch versuchen.

    Gesagt, getan.

    Einige Monate später bittet dann die Redaktion um Feedback. Ergebnis: Die Herren Préféts haben in der Regel n i c h t geholfen, so auch mir nicht.

    Der Chefredaktor und Vorsitzende des SNA fragt mich, ob er persönlich in meinem Fall nachhaken soll. Ich sage: "Nett und gut gemeint, aber zu spät. Der Schaden ist Ende Oktober nicht wieder gutzumachen. Trotzdem Vielen Dank!"

    Es geht weiter mit Forderungen eines sofortigen nationalen Aktionsplans, und eben dem April-Heft 2019, wo dem Chefredaktor meine ihm wohlbekannte und -so findet er- auch gut formulierte Verärgerung über die französischen Instanzen zu Pass kommt.

    Wie gehabt. nichts geschieht. Aktion: null.

    Im September gab es in Matignon ein Gespräch SNA mit dem Berater "Landwirtschaft" des Kabinetts unseres Premiers, in dem zum x-ten Male die Untätigkeit der Regierung in diesem seit 2004 (!) schleppenden Dossier bemängelt wurde.

    Schnarch...Schnarch...

    Wie sieht es eigentlich heuer aus?

    ...

    Sollte der Kälteeinbruch im Mai die Art tatsächlich gestoppt haben?...

    Hallo,

    Heuer sieht es bei mir in Frankreich sehr gut aus in dem Sinne dass es in dieser Ecke keine VV-Plage

    gibt oder gegeben hat. 2018 hatte ich noch die Hilfe der Préfecture in Toulouse angefragt, weil es im Flugkreis meiner Bienen wenigstens 5 mir bekannte Nester gab. Keine direkte Gefahr für Menschen, also keine Hilfe und für mich Schaden in Höhe von 4800 €.

    Zwei Drittel der Bienenvölker ex und hopp.

    Habe meinen Frust in der "Abeille de France" ausgelassen.

    Man muss beachten dass VV-Populationen erst nach den ersten Frösten zusammenbrechen, und diese haben bis Januar auf sich warten lassen.

    Sicher hat der Kälteeinbruch im Mai 2019 die Art vielleicht nicht gestoppt, aber auch nicht arrangiert, genausowenig wie die Bienen. (Honigernte miserabel)

    VV hat demnach 2019 den Zug (für eine optimale Jahres-Entwicklung) verpasst.

    Mal sehen wie es 2020 weitergeht.

    Viele Grüße, Norbert