Beiträge von Norbert Jung

    Dazu müsste man wissen wieviel von 100 Jungköniginnen nach Variante A oder B überleben und erfolgreich Nester gründen könnten.

    Hallo Bernd,

    Du hast mich zum Schmunzeln gebracht.:thumbup:

    Ob Wissenschaftler, Experten in Probabiltätsrechnung, in Hornissennestern herumspionierende Beobachtungsimker oder Statistiker: Jetzt steht Arbeit an !


    Eine kleine Ermutigung (gilt nur für Variante B):

    Viertelfinale, Halbfinale und entscheidender Endkampf finden nicht in diesen beeindruckenden sekundären Fussball- und Globusnestern statt, zu denen man besser ehrfürchtigen Abstand bewahrt.

    Sie werden in aller Diskretion in einem noch bescheidenen, leicht einschaubaren Primärnest ausgetragen, aus dem die Siegerin dann bei erreichter Mannschaftsstärke auszieht.

    Ihr habt doch keine Angst vor Vogelnistkästchen, oder?;)

    LG, Norbert

    Noch ein Wort zu Hornissenfallen:

    Während der Saison verständlich,

    im zeitigen Frühjahr entgegen allen (falschen) Ratschlägen gar nicht zu empfehlen.

    Achtung: Die Meinung durch Abfangen der das Winterquartier verlassenden Jungköniginnen, noch bevor sie zu Nestgründerinnen werden, sei eine lobenswerte Initiative, ist nicht richtig !

    Besser gesagt: Käse.

    Die Fallenstellung im Frühling fördert das Überleben der Hornissen-Königinnen, also potentiellen Nestgründerinnen, indem sie ihnen erspart, gegen die -in welcher Falle auch immer- gefangenen Rivalinen den Kampf auf Leben und Tod führen zu müssen.

    Möglicherweise hat man eine starke Jungkönigin gefangen, die im Kampf um die Nestgründung jedoch ihrerseits 4 oder gar 5 Rivalinen beseitigt hätte.

    Erläuterungen: die meisten Jungköniginnen überleben den Winter nicht. Von denen, die im Frühjahr noch am Leben sind, sterben ihrerseits wieder die meisten im Einzelkampf mit ihren Schwestern und Kusinen.

    Sie versuchen sich das Nest anzueignen, dessen Vorbereitung bereits eine Rivalin begonnen hat und kämpfen dafür.

    Wieder ein System der natürlichen Regulierung: Je mehr Königinnen es gibt, desto höher ist deren Sterblichkeit. Wenn man also einige weggefangen hat, gibt man die Nestgründung für andere frei, die nicht einmal mehr kämpfen müssen.


    LG, Norbert

    Hallo Andreas,

    V. velutina ist nicht allzu flink, wenn Du sie im sg.

    Stationärflug, ihrer Lauerstellung mit Bereitschaft zum Sturzflug, erwischen kannst. Daher auch die Erfolge von herumlaufenden Hühnern, die sie wohl zu schnappen wissen.

    Es gibt ja auch Imker die den ganzen lieben Tag damit verbringen können, sie mit Badmington -Schlägern zu Fall zu bringen und dann zu zertreten.

    Aber wie willst Du, auch mit Staubsaugermethode

    über Tage, Wochen, Monate durchhalten?

    Du beseitigst 10-20 VV, und am Tag darauf kommen sie zu 50 wieder. Ein aussichtloser Kampf der das Uebel nicht an seiner Wurzel, sprich dem Nest der Hornissen, packt.


    Was verstehst Du unter "Notwehrparagraf"?

    Ich suche nach etwaigen juristischen Möglichkeiten, den franz. Staat wegen einem direkt erlittenen geschätzten Schaden von 4800 €, in der Folge Verlust meines seit 2008 angemeldeten Imkerei-Betriebs, sowie Nichtbeseitigung einer Gefahr, (musste wegen einem VV-Stich den Arzt aufsuchen) zu verklagen.

    Dieses Mal ist das Fass übergelaufen.


    Trotzdem will ich sachlich bleiben und vor allem

    ohne Hass, am wenigsten gegen ein Tier das auf dem Seeweg ungewollt in unsere Breiten befördert wurde und nun den vorhandenen neuen Lebensraum voll ausnutzt.

    Hallo liebe Imkerkolleginnen- und Kollegen,

    Zuerst möchte ich Euch sagen, wie richtig Ihr alle mit Euren Beiträgen zu diesem Thema liegt. Kommt selten vor, aber in diesem Thread habe ich bisher nichts zu beanstanden. Leider ist es so.

    Leider habt Ihr recht.

    Auf die Gefahr hin, dass dem geschädigten auch noch der Spott sicher ist, hier Tatsachen aus Frankreich:

    Von Oktober 2018 bis Januar 2019, habe ich drei Viertel meiner Völker durch VV-Terrorismus verloren.

    Klartext: von 40 runter auf 10.

    VV hat sich auch in meiner Ecke exponentiell vermehrt und in im Flugkreis meiner Bienen gab es wenigstens 4 Nester. Wohlwissend dass das kein gutes Ende haben könnte, habe Ich sofort die Préfecture aus Toulouse angeschrieben und um Hilfe, sprich Beseitigung des nächsten Nestes gebeten. (40 Meter von der Haustuer entfernt!)

    Dieser Rat kam vom nationalen Imkerverband SNA.

    VV ist in Frankreich ganz klar als Schädling eingestuft, seit letztem Jahr noch klarer als vorher.

    Die diesbezügliche Verordnung erlaubt es den préfectures gegen VV vorzugehen, verpflichtet sie aber nicht dazu, d.h. sie werden nur aktiv wenn Gefahr für Personen besteht.

    Sicher gibt es Fälle, in denen den betroffenen Imkern je nach Département oder Gemeinde geholfen wurde.

    In den allermeisten Fällen, so auch bei mir, geschah glatt gar nichts.

    Beim SNA und dessen sehr sympathischen Vorsitzenden hat das schon einigen Protest hervorgerufen. Frank hat mir noch seine Hilfe angeboten und nachhaken wollen, aber es war sowieso schon fast alles verloren.

    Es liegt also weiterhin am Imker doch gefälligst selbst in die Tasche zu greifen und einen Spezialisten mit der Beseitigung zu beauftragen.

    (Tarif steigt in der Regel mit der Höhe in welcher sich das Nest befindet).

    Die ganze Thematik ist

    traurig:

    nach wie vor keine direkte oder indirekte Hilfe für Imker in der Bekämpfung der Plage V.velutina.


    beschämend für die franz. Regierung (alt oder neu)

    und das zuständige Ministerium, die ein gefährliches, ernstes Problem nicht von Anfang an angegangen sind, als noch Zeit gewesen wäre. Das Dossier VV wurde regelrecht v e r b o c k t, die angrenzenden Länder mit V.velutina "beglückt", eine grenzüberschreitende SAUEREI.


    ärgerlich, weil klar ist dass VV, nachdem sie die Bienen verdrängt haben wird, sich andere Insektenopfer aussuchen wird und die Verarmung der Arten in dieser Hinsicht (noch) weiter zunehmen wird


    widersprüchlich, da offiziell nichts geschieht um unsere Bienen, ein Nutzinsekt von inzwischen unbestrittenen Wert, vor einem gesetzlich DEKLARIERTEN Schädling zu schützen

    und das Massaker einfallslos/tatenlos zur gelangweilten Kenntnis genommen wird.


    infolgedessen gesetzlich gesehen mehr als fragwürdig, aus Imkersicht eine "farce"


    hypokritisch wie auch in anderen Bereichen der Agrarwirtschaft.

    Auf der einen Seite sind Bienen und ihre Leistung stark erwünscht, (so versichern es uns doch Politiker, speziell in Vor-Wahlzeiten), auf der anderen Seite schutzlos dem Verenden ausgeliefert

    finanziell unzumutbar: Fangvorrichtungen, Hornissenlockstoff, elektrische Harfen, fuer VV nicht passierbare Vorhängekörbe an jeder Beute, Sonarvergrämung...


    He Leute, sonst geht's noch(?), und das alles weil Ihr in Frankreich Monstersch.... gebaut habt und noch weiter baut ?

    Hallo Peter,

    mit den originalen Nicot-Schiebern meine ich diese hier auf Seite 85 im gedruckten Katalog,

    Seite 87 unten rechts im Download-pdf:

    https://www.icko-apiculture.co…wysiwyg/pdf/ICKO_2018.pdf

    Klar dass man diese Schubläden ab und zu vom Unrat befreien soll.


    Leider sind wir in diesem Fred mehr bei Dadant 10 als beim Thema Dt 8, aber vielleicht gibt es eines Tages auch Böden für 8er Dt in der gleichen Ausführung.

    So weiss jeder von welchem Modell wir hier sprechen.

    LG, Norbert

    Peter,

    da gibts neue verstärkte Schieber. Der Boden hat immer eine leichte Wölbung nach oben hin....

    Mir sind die Alten gut genug, kann nciht sagen das die im Gebrauch instabil sind.

    Warum sagt du das, warum wozu sollen die stärker sein?

    Hallo,

    Vielleicht meint Peter die Einschieber aus weissem Plastik. Bei uns heisst das Material 'Aquilux'. Die halten nicht lange, aber erleichtern die Einschätzung des Varroa(be)falls deutlich, sofern sich keine Ameisen einfinden, die mit dem Ab-Transport der toten Varroa für Verfälschung von Tatsachen sorgen.

    Wenn diese Aquilux-Schieber dann auch noch in falscher Richtung ausgeschnitten worden sind,

    (Quer-statt Längsrichtung) knacken sie beim Einschieben in Falten wie 'ne Hamonika und landen nach einigen Monaten und etwas Nervenzehrung auf dem Müll.


    LG, Norbert


    Ja, nur sah es die französische Fachpresse damals nicht so. Aber zu dem Zeitpunkt sprach man in Frankreich schon vom Wunderding genannt P.I.H.P.

    Steht fuer "Partition Isolée Hautes Performances".

    Auf Deutsch etwa Hochleistungs-Isolierschied.

    Erfinder Marc Guillemain, mit Goldmedaille im Agrarsektor von der Ukraine belohnt.

    Immer schön warmhalten , ob in Dt8, oder Dt10.

    Hätschel, Tätschel...

    Norbert

    Hallo Robert,

    Zu deiner ersten Frage, die nur mich betrifft:

    Ich hab von Anfang an mit den Beuten geimkert, die man mir schenkte (etwa 10 Dadant 12er) und gekauften Dt 10. Mixtur also.

    Sehr bald gingen mir die teuren Gitterböden der 12er insgesamt Klapperblech zum (schlechten) Schliessen auf den Keks.

    Auch die Bienen mochten sie nicht besonders und beeilten sich das Bodengitter derart mit Propolis dicht zu machen, dass sowieso keine Luft mehr durch kam.

    Da waren die Nicot-Plastik-Dinger für Dadant 10 mit Einschiebemöglichkeit eines passgenauen, leicht erhältlichen Bodens doch besser.

    Letzterer ergibt mit entsprechender weisser Auflage auch eine viel bessere Varroafall-Kontrolle.

    Sie war vor 8 Jahren (hatte damals noch Varroaschleudern des Typs frei erfundene BF-Ligustika) ebenso unerlässlich, wie die Behandlung selbst.

    Das war der Grund der Ausmusterung.


    Deine 2. Frage betrifft nur JG und ich kann nicht für Ihn antworten. Will es auch nicht.

    Jos hatte den Imkern in zahllosen Konferenzen quer durch Europa soviel Neues zu sagen, dass (s)ein einziger Rückzieher bestimmt seine Gründe hatte.


    Lg, Norbert

    Als dann der Gitterboden kam hat sich dieser durchgesetzt weil die Überwinterung und die Frühjahrsentwicklung, damit wesentlich besser war, vor allem bei offenem Gitterboden im Winter. Besser waren auch Magazine im Freien als welche im Bienenhaus... - so dass wir die Erfahrung gemacht haben das "kalte Überwinterung" in unseren Breiten wesentlich besser ist.

    Hallo Franz,

    Meine (offenen) Gitterböden vergammeln auf dem Dachboden und warten darauf dem Ofen zugeführt zu werden.

    Dieses Thema erinnert mich doch an den Fall, in dem einer der bedeutensten BF-Imker/Züchter unserer Zeit (der Mann ist zum Meilenstein der Imkerei in Europa geworden) auf einem Bienenkongress in Frankreich eine ehrliche Aussage gemacht hat. Bravo fur Ihn!

    Er habe mit der Empfehlung der offenen Gitterböden etwas falsches gesagt und möchte es korrigieren.

    "Würde man nämlich etwas Falsches im Raum stehen lassen , so würde man nicht mehr ernst genommen", so seine damalige Korrektur.


    Wie schreibst Du doch: Aber jeder wie er will..

    LG, Norbert

    Die Dadant 8 Waben ist eine logische Folge des erst seit einigen Jahren mehr beachteten und empfohlenen Bestrebens dem Bien -vor allem in langen nasskalten Wintern- den Wärmehaushalt im Stock zu erleichtern. Vorher wurde ja gute Belüftung (nicht Durchzug!) gelobt, in dem die Wintertraube sich gut zusammenzieht.

    Heute soll das Volk recht warm gehalten werden, wozu das Brutnest dann links und rechts von Isolierwänden umgeben ist.

    Meine Erfahrung ist folgende

    12er Dt: sollte der Zucht (Start -Pflegev. ) und sehr legefreudigen Koe. vorbehalten bleiben.

    10er Dt.: im Winter auch noch zu gross, zumindest die beiden Randwaben setzen Schimmel an, deshalb

    vor dem Winter durch Schiede ersetzen.

    8er Dt : Keine Erfahrung, aber in der Hauptsaison wahrscheinlich zu klein mit eingeschränkter Legeleistung einer guten K.

    LG, Norbert

    Es wird uns hoffentlich allen gegönnt sein und in einigen Jahren diesen Faden wieder neu zu beleben und ihn an den Realitäten zu messen .

    Hallo Markus,

    Ich befürchte nur dass sich auch in einigen Jahren nicht viel oder eher wenig an den Realitäten geändert haben wird.

    Kein Pessimismus, sondern Realismus meinerseits.

    Im Gegensatz zu rase imkere ich -relativ erfolgreich- im entspannten Feld von gereifter Resignation und verlorener Hoffnung.

    LG aus dem französischen Velutina-Paradies.

    Norbert