Beiträge von abelo

    Schon richtig,
    aber in der Zeit der aus EU-Ländern und oder oder aus Nicht-EU-Ländern gemischtem Honig ist eine definierte und für alle z.B. auf der Internetseite nachvollziehbare regionale Herkunft schon ein Qualitätsmerkmal.

    Vor ein paar Monaten, als ich noch nicht beschlossen hatte, selbst Imker zu werden, kaufte ich im Supermarkt auf die Schnelle Bio-Honig, dachte, mit Bio kann ich nix falsch machen. Später las ich: Ursprung Indien/Cuba. Geschmacklich: sehr seltsam, ungewohnt.
    Seither schaue ich wieder aufs Etikett, kaufe, wenn möglich nur bei Imkern aus meiner Region, auch wenn sie nicht bio-zertifiziert sind. Für mich ist ein Honigverschnitt aus Indien und Cuba trotz Bio-Siegel absolut nicht bio. Die CO2-Bilanz des Transports ist zu extrem.
    Nöö, ich finde es gut, nicht nur regionale, sondern noch besser lokale Produkte zu kaufen. Eine nachvollziehbare Herkunft mit möglichst kurzen Wegen sollte bei Lebensmitteln durchaus Kaufkriterium sein.

    Liebe Grüße,

    Martin

    Hallo beisammen,

    Ich habe etwas rumgestöbert, sowohl hier im Forum, als auch im Rest-Internet, bin aber nicht so ganz fündig geworden. Ich suche nach einer Imkerzeitschrift, die etwas taugt.

    Zum einen gibt es da den 3er-Pack, ADIZ, Die Biene, Imkerfreund, die wohl jede Organ irgendwelcher Imkerverbände sind, nur ist der württembergische da nicht aufgeführt, und gerade da wohne ich. Zum Teil haben diese drei Zeitschriften dieselben Titelbilder, wie identisch der Inhalt ist, weiß ich nicht.

    Welche Imkerzeitschriften gibt es sonst noch und welche taugen wirklich was? Hier war ja vor einiger Zeit mal ein Thema, daß eine Zeitschrift wegen Verschweigen eines Themas abbestellt wurde.
    Welche Erfahrungen habt Ihr, und welche Imkerzeitschrift könnt Ihr einem württembergischen Imker-Neuling empfehlen?

    Neugierige Grüße,

    Martin

    Klingt interessant. Das würde ich mir kaufen, wenn es eine deutsche Übersetzung gäbe. Da ich u.a. wg. Französisch das Gymnasium vorzeitig verlassen habe, würde mir das Original nix bringen.... :-D

    Liebe Grüße,

    Martin

    Hallo beisammen,

    Als geschichts- und naturinteressierter Mensch finde ich die Frage hochinteressant.
    Nach der Eiszeit gab es ja je nach Klima die unterschiedlichsten Wälder. Erst Birken und Kiefern, später Hasel. Vor 8000 Jahren machten sich Eichenmischwälder breit. Vor 5000 Jahren bedeckten Wälder mit Eiche, Fichte und Buche das Land. Als es vor 2500 Jahren kühler wurde setzte sich die Buche als beherrschender Baum durch. Das habe ich aus einem Buch über Baden-Württemberg.
    Solange der Mensch noch als Sammler und Jäger unterwegs war, aber auch später, als das Land nur dünn besiedelt war, waren die Waldflächen keineswegs die Monokulturen, die wir in den letzten Jahrzehnten gewohnt waren. Selbst in buchendominierten Wäldern gab es auch Lichtungen, weil die Bäume in allen Altersklassen wuchsen und immer wieder mal ein Oldtimer umkippte und eine Lücke riß oder Windbruch Lichtungen schuf.
    Aber als die Buchen zu dominieren begannen, gab es längst Rodungsflächen durch Ackerbauern und Viehzüchter. Nicht zu vergessen, die großflächigen Sümpfe, Moore, Überschwemmungsgebiete, die zwar keine dichten Waldbestände trugen, aber für die Landwirtschaft jahrtausendelang uninteressant waren.
    Meiner Meinung nach dürfte die Bienenvolkdichte je nach Region total unterschiedlich gewesen sein.

    Interessant wäre es, zu erfahren, wie Bienen in europäischen Urwäldern leben, bzw. bewirtschaftet werden. Falls jemand aus Polen hier mitliest: Der Urwald von Bialowieza ist zwar überwiegend Kiefernwald mit Fichten und Laubbäumen wie Eichen, Eschen Linden, Ahorn, Erlen, aber interessant wäre es dennoch, wie dort die Bienenlage ist, sowohl bei wilden, als auch bei betreuten Völkern. Kann man das irgendwie in Erfahrung bringen?

    Liebe Grüße,

    Martin

    Hallo beisammen,

    Was mich als künftigen Neu-Imker (will nächstes Jahr einsteigen) interessiert: Was bringt mir eine Vereinsmitgliedschaft, außer der automatischen Mitgliedschaft im DIB und dem Kontakt zu anderen Imkern?
    Ich habe mir ja schon überlegt, Kontakt zum hiesigen Imkerverein aufzunehmen, aber angesichts des Imker-Durchschnittsalters befürchte ich, dort auf alte Männer zu treffen, die versuchen, mir ihre Wirtschaftsweise als Nonplusultra der Imkerei einzureden und Neues ablehnen mit der schlagenden Begründung: Das haben wir schon immer so gemacht.
    Und wenn mir der hiesige Imkerverein nicht zusagen sollte, gäbe es vor Ort womöglich kaum eine Chance Kontakte zu finden, oder? Dann müsste man zum nächsten Verein gehen, aber: Geht das oder haben die Vereine ihre Zuständigkeitsbereiche genau aufgeteilt?
    Ich bin da echt im Zwiespalt, ob Verein oder nicht. Wie hoch ist denn der Prozentsatz der vereinsmäßig organisierten Imker?

    Ratlose Grüße,

    Martin

    War doch schon vor der Wahl klar, daß mit der nun regierenden Koalition Gentechnisch Veränderte Organismen (GVO) der Weg bereitet wird. Daß 80 Prozent der Bevölkerung gegen GVO sind, interessiert vor allem die FDP nicht. Da zählt nur Geld, nicht Wohlergehen und Interessen der Bevölkerung.
    Ich habe die derzeitige Regierung nicht gewählt, weil mir diese Parteien aus Wirtschaftsinteressen heraus die Interessen der Bürger mißachten.
    Aber ich habe gewählt und darf daher auch über die da oben schimpfen!:wink:

    Gruß,

    Martin

    Hallo beisammen,

    Mal eine Anfängerfrage: Was für Gläser gibt es denn für Honig außer dem DIB-Glas? Ich will ja erst nächstes Jahr mit der Imkerei anfangen, so daß sich mir die Frage nach Gläsern zum Honigverkauf im Moment noch nicht stellt, zumal bei nur wenigen Völkern auch nur wenig in den Verkauf gehen wird. Das meiste wird Eigenbedarf und Geschenke sein, aber einige Kilo will ich doch auch an meine Kollegen verkaufen. Gibts da für Hobby-Imker womöglich auch Vorschriften, in welchen Gläsern man verkaufen darf?

    Neugierige Grüße,

    Martin

    Hallo beisammen,


    Eigentlich wollte ich in diesem Forum Hilfe finden, beim Imkern lernen. Aber dieser Strang fordert doch einen Kommentar von mir heraus.


    Ich bin weder Landwirt noch Imker (bisher). Ich war aber zweieinhalb Jahrzehnte Gärtner, konventioneller Gärtner im Zierpflanzenbau. Als solcher kann ich keinem konventionell wirtschaftenden Landwirt/Gärtner einen Vorwurf machen. Landwirte/Gärtner sind Unternehmer, die von möglichst optimaler Ernte, bzw. Pflanzen- & Tierproduktion leben. Konventionell wirtschaftende Landwirte/Gärtner galten in früheren Jahrzehnten als modern, als innovativ, weil man damals durch neue Wirtschaftweisen die Erntemenge, bzw. Zahl der produzierten Pflanzen und Tiere erhöhen konnte, also auch mehr Gewinn machen konnte.
    Nachhaltigkeit, also die langfristige Erhaltung der Produktionsfaktoren war bei konventionell wirtschaftenden Landwirten/Gärtnern nie die Frage, weil die Chemie ja immer Antworten auf Probleme bot. Einmal spritzen, schon war der Grauschimmel am Alpenveilchen weg, noch einmal spritzen, dann war die Blattlaus an der Primel weg und gegen das viele UNkraut im Acker, das dem Getreide die Nährstoffe entzog? Spritzen!
    Ich wurde auch erst stutzig, als ein Fungizid gegen Grauschimmel wegen Verdachts auf Genveränderung beim Menschen seine Zulassung verlor, aber alle Gärtner es weiter anwandten (Restbestände durften verbraucht werden).
    Als ich dann immer wieder mal Spritzmittel auf dem Großmarkt einkaufen mußte (wo ich auch anlieferte), die entweder bar bezahlt werden mußten oder auf der Rechnung nicht unter ihrem Namen sondern pauschal als Pflanzenschutzmittel deklariert waren und die manchmal nur in französisch oder niederländisch beschriftet waren, war mir klar, daß es sich um nicht zugelassene Gifte handelte (deren Wirkstoffe aber womöglich im Jahr davor und auch danach Zulassung hatten, so ne Zulassung kostet ja auch). War aber dennoch alles zu bekommen.
    Zusammen mit der nachlässigen Ausbringung der Mittel (zumindest im Zierpflanzenbau, aber auch in der Landwirtschaft wird die Windrichtung oft nicht berücksichtigt), bin ich mir sicher, daß zumindest ein Großteil der konventionell wirtschaftenden Landwirte und Gärtner vielleicht ein Verständnis der Natur erlernt hat, aber kein Gefühl dafür hat.
    Wir Menschen sind Kinder der Erde und Teil der Natur und die ist nun mal wesentlich komplizierter, als die kapitalistische Wirtschaftsweise uns eingetrichtert hat. Mineraldünger und Pflanzenschutzmittel sind nur kurzfristiges Doping, die aber die natürlichen Umweltbedingungen nicht ändern (das Klima ändern wir mit anderen Methoden).
    Das Problem ist vor allem: Nachhaltigkeit! Wie bringt man Landwirte, Gärtner, Imker, aber auch alle anderen Bevölkerungs- und Berufsgruppen dazu, nachhaltig zu wirtschaften, so daß in der Umwelt keine Schäden entstehen, welche letztendlich jedem Einzelnen schaden? Ein Landwirt-Nachbar meiner Eltern, auf die hohe Menge an ausgebrachten Spritzmitteln angesprochen, meinte nur: "Wir dürfen das!"


    Muß erst eine Öko-Diktatur entstehen, um die Menschen vor Giften zu schützen? Oder banaler: Warum brauchen so viele Menschen Zwang, um ihre Lebensgrundlagen zu erhalten?
    Imker, die ja auch von der Natur abhängig sind, sollten ganz massiv auf Nachhaltigkeit Wert legen, sonst schneiden sie sich ins eigene Fleisch.


    Nachdenkliche Grüße,


    abelo/Martin

    Hallo beisammen,

    Danke für die Willkommensgrüße.

    @ Thomas: Der westliche Ostalbkreis ist der Altkreis Schwäbisch Gmünd. Da bin ich mittendrin.

    @ Drobi: Hinterbehandler sind erst aktuell, wenn ich in ein paar Jahren Imkererfahrung habe. Für den Anfang reicht ein System wirklich aus, mit dem ich die Praxisgrundlagen lernen will. Also werden sich meine Fragen erst mal auf die Startbeute beziehen. Aber Danke für Dein Angebot, wenn ich soweit bin, werde ich darauf zurückkommen.

    Herzliche Grüße,

    abelo

    Hallo beisammen,

    Da man sich ja eigentlich vorstellen soll, wenn man wo neu dazukommt, will ich dies hier mal machen. Ich hoffe der Strang passt, so ganz hab ich hier nämlich noch nicht den Durchblick...
    Ich habe noch keine Bienen, will nächstes Jahr anfangen und informiere mich derzeit erst mal. Zwar gibt es bei mir familiäre Vorbelastung (Opa und Onkel hatten jahrzehntelang im Garten hinter meinem Elternhaus Bienen), aber ich hatte lange Jahre nichts für die Stachelträger übrig, sondern regelrecht Panik, wenn ich das schrille Kampfsummen hörte...
    Das hat sich gelegt, vor wenigen Wochen habe ich beschlossen, es doch auch selbst zu versuchen.
    Ich bin 46 Jahre alt und habe als langjähriger Zierpflanzengärtner (allerdings seit drei Jahren in der Metallindustrie) durchaus Bezug zu Natur und Bienen (hatten wir im Samenbau im Einsatz). Inzwischen begärtnere ich den Garten meiner Eltern, wo ich alte Nutzpflanzensorten durch Anbau zu erhalten versuche.

    So, nun ganz konkret: Mir sagt Dadant als Betriebsweise am ehesten zu, habe auch bereits drei gebrauchte Beuten angeboten bekommen (von einem jungen Imkerei-Aussteiger, der nur wenige Jahre aktiv war). Da ich mit ein bis drei Völkern anfangen will und auch langfristig aus Zeitgründen im einstelligen Völkerbereich bleiben will (also rein zur Selbstversorgung mit Honig und Bestäubung unserer paar Bäume), wäre das für den Anfang passend. Nur: Wie ich hörte, gibt es bei uns in Ostwürttemberg fast keine Dadant-Imker, von denen ich vor Ort auch mal Rat bekommen könnte. Daher meine Frage: Ist hier im Forum jemand aus meiner Nähe, der einem Neu-Imker auch mal nen Tip geben kann? Ich bin im westlichen Teil des Ostalbkreises zuhause.
    Aber auch Imker, die nicht Dadant haben, aber hier aus der Gegend sind, interessieren mich. Über die Anfangsbetriebsweise hinaus will ich in ein paar Jahren, wenn ich genug Erfahrung habe, auch andere Beuten und Betriebsweisen zumindest mal ausprobieren. Daher werfe ich die alten Hinterbehandlungskästen meines Onkels auch nicht einfach weg.

    So, das wäre also nun mein aktiver Einstieg in dieses Forum gewesen.

    Herzliche Grüße,

    abelo