Beiträge von abelo

    Hallo Uwe,


    Genau gegenüber den Beuten ist auf der anderen Seite des Bienenhauses tatsächlich ein Fenster. Mein Onkel hat die ganzen Fenster so konstruiert, daß im Fensterrahmen oben und unten ein Schlitz frei ist, durch den Bienen ins Freie krabbeln können. Genügt das, oder sollte ich doch besser die Front vor den Beuten unbeweglich zumachen? Ich hätte am liebsten möglichst viel offen, aber mein Vater hat Bedenken, daß bei Sturm der Wind zuviel Angriffsfläche hat, wenn er reinkann.


    LG, Martin

    Hallo beisammen,

    Ich übernehme das alte Bienenhaus meines Onkels, der auf der Südwestseite 2 Reihen a 5 Hinterbehandlerbeuten stehen hatte. Die werden von mir nach und nach zerlegt und verheizt, damit ich Platz habe für 4 Dadant-Magazine mit ein paar Zentimeter Spielraum für die Arbeit an den Völkern. Damit entsteht auf der Südwestseite ein Loch von geschätzten 2,20 m Breite und 1,20 m Höhe(muß mal genau nachmessen). Zwar werden dort künftig eben 4 Magazine stehen, aber je nach Jahreszeit würde doch eine mehr oder weniger große Fläche offen bleiben.
    Die Idee meines Vaters ist nun, an Scharnieren eine Bretterfront vor dem Loch anzubringen, die unten knapp über den Fluglöchern der Magazine endet und die man hochziehen kann, quasi in wagrechte Stellung, wenn man an den Magazinen arbeitet und im Bienenhaus möglichst viel Licht braucht, die aber im geschlossenen Normalzustand das Innere des Bienenhauses abgesehen von kleinen Lücken vor dem Einblick Unbefugter schützt, aber die Fluglöcher freilässt.
    Technisch ist dies machbar, ich arbeite in einer Firma, die Gasfedern produziert und mit solchen Gasfedern wäre solch eine Bretterfront problemlos von senkrecht auf wagrecht zu stellen und wieder zurück. Nur: wie reagieren Bienen, wenn bei ihrem Abflug die Beutenzeile von einer Bretterfront bedeckt ist, die nur das Flugloch freiläßt und dann bei der Rückkehr die Bretterfront wagrecht steht und die Beuten plötzlich offen dastehen? Finden die wieder in ihre Beute oder gibt es Verflug?
    Soll ich solch eine bewegliche Bretterfront vor den Magazinen anbringen? Soll ich eine fest verschraubte Bretterfront anbringen und im Bienenhaus notfalls künstliches Licht installieren? Ganz offen lassen, abgesehen von der Front der Magazine, ist mir jedenfalls nicht so ganz sympathisch.

    Tüftelnde Grüße,

    Martin

    Was mich bei dieser Umfrage interessieren würde, ist nicht die Prozentzahl, wieviel Völker die einzelnen Imker verloren haben, sondern die tatsächliche Zahl der verlorenen Völker. Wenn ein Großimker von 1000 Völkern 50 % verliert fehlen 500 Völker im Land. Wenn 10 Kleinimker dagegen drumrum von je 10 Völkern 50 % verloren haben, fehlen nur 50 Völker. So verfälscht sich die ganze Statistik. Was fehlt, sind die absoluten Zahlen, um die tatsächlichen Verluste dieses Winters genau beurteilen zu können: Wieviele Völker von wievielen vorhandenen sind in ganz Deutschland verloren gegangen? Das würde mich interessieren.


    LG, Martin

    Gestern beim Anfängerkurs erzählte einer der beiden Kursleiter, er hätte rumtelefoniert, um von Vereinsmitgliedern ein paar Völker zum Vereinsbienenstand für den praktischen Kursteil zu bekommen. Begonnen hatte er mit zwei Imkern, die um die 25 Völker hatten - die haben jetzt 4 bzw. 5 Völker.
    Normalerweise würde man den Anfängern, die es wollen, mit einem Volk den Anfang ermöglichen. Das ist in diesem Jahr nicht möglich, weil keine Völker zu bekommen sind. Zumindest in unserer Region scheinen die Verluste also höher als sonst zu sein, was gerade für die Anfänger schlecht ist, die so schwerer an Bienen kommen. Übrigens sind wir 15 Anfänger im Kurs, die alle einen sehr interessierten Eindruck machen, z.T. aber bereits Bienen haben. Ich hoffe, daß alle, die wollen im Laufe des Kurses zu einem Volk kommen. Für den Verein wäre eine Verjüngung sicher nötig, ich werde jedenfalls eintreten, trotz aller Widrigkeiten.


    LG, Martin

    Da die Beuten nicht segeln gehen,
    glaube ich, daß ein Aussenanstrich hilft und genügt.
    Liebe Grüsse, Udo



    Hallo Udo,


    Aussenanstrich werde ich auch machen, wenn ich Beuten ungeschützt aufstelle. Da ich in nem alten Bienenhaus unter Dach anfange, wird gar nichts gestrichen. Die neuen sowieso nicht und die gebraucht erworbenen werden gründlich gereinigt und evtl. abgeschliffen, bevor ich sie aufstelle, aber nicht gestrichen.


    Liebe Grüße,


    Martin

    Mal ne Anfängerfrage: Freistehende Beuten anstreichen, um sie haltbarer zu machen, kann ich nachvollziehen. Aber was sollen Farben, auch noch unterschiedliche oder gar buntes Design bringen? Finden die Bienen schlechter in ihre Beute zurück, wenn zehn gleichfarbige Kästen nebeneinander stehen? Muß man die gleich farbig anmalen oder würden nicht auch andere Markierungen genügen, z.B. verschiedenfarbige Anflugbretter oder einfach ein Farbfleck über dem Flugloch?
    Da ich ein altes Bienenhaus wieder in Betrieb nehmen werde, wo vier Beuten unter Dach stehen können, werde ich auf jeglichen Anstrich und Farbe verzichten. Die beiden gebrauchten Beuten werden nur gesäubert, aber nicht mehr weiter behandelt, neue (eine hab ich schon) bleiben völlig natur, auch nach außen. Sollte ich in späteren Jahren mehr als vier Völker haben, würde ich denen am liebsten auch nur Natur Pur bieten. Aber das liegt noch in ferner Zukunft...

    LG, Martin

    Sonst kann ich empfehlen "Bienen halten" und "Ertragreich imkern" von Franz Lampeitl, es kommt eben auf die Betriebsweise an, welches Buch du liest.



    Ich bin ja grad auch massiv am Lesen. "Bienen halten" von Franz Lampeitl war das erste Buch, das ich über Imkerei durchackerte. Nachträglich betrachtet ist es nichts für Einsteiger, die gar keine Ahnung haben. Ich hab danach "1mal1 des Imkerns" von Friedrich Pohl, "Imkern Schritt für Schritt" von Kaspar Bienefeld und "Ökologisch Imkern" von Claudia Bentzien gelesen und finde alle drei viel verständlicher.
    Nur: Jetzt habe ich nochmals "Bienen halten" begonnen zu lesen. Und mit dem Wissen, das ich mir anderweitig angelesen habe, ist der Lampeitl wesentlich einfacher zu verstehen und viel interessanter, als beim ersten Mal.
    Nicht unerwähnt lassen möchte ich "Meine Erfahrungen mit der Buckfastbiene" von Günther Ries, in dem es vor allem um die Dadant-Beute geht. Da ich mit Buckfast auf Dadant beginnen werde, ist dieses Buch ein Muss. Allerdings bekommt man es nur bei der Gemeinschaft der europäischen Buckfastimker, die es im Selbstverlag publiziert haben und vertreiben.
    Ich werde aber auch noch weitere Bücher lesen. Je vielfältiger die Informationen, umso besser.

    Liebe Grüße,

    Martin

    Hi Wolfgang,

    da geht es den Klein-Imkern besser: Die haben es nicht so weit bis zum Boden...:wink:



    Stimmt, ich bin nur 1,57 m. Und leide weder unter Höhenangst noch unter Orientierungsschwierigkeiten auf dem Weg nach unten... :cool::lol:

    Gruß, Martin

    Hallo beisammen,

    Als Neueinsteiger in die Imkerei habe ich von Vereinen ja noch sehr wenig Ahnung. Ich weiß inzwischen, daß viel Lernen und Fachwissen notwendig ist und daß jeder Neueinsteiger seinen eigenen Weg finden muß, da zehn Imker ja elf verschiedene Meinungen und Wege repräsentieren. Was mir aber aufgefallen ist, ist die breite Streuung der Imkervereine bei den Mitgliedern: Vom Profiimker bis zum 1-Volk-Hobbyimker wird alles erfasst. Aber: Macht das Sinn?

    Ich war zweieinhalb Jahrzehnte Gärtner von Beruf und betreibe das Gärtnern jetzt als Hobby. Beim Gärtnern sind die Unterschiede zwischen den Profis und den Hobbygärtnern jedenfalls immens, sowohl vom Fachwissen, als auch von den Möglichkeiten her. Ähnlich dürfte es bei den Imkern sein.

    Bei den Gärtnern gibt es regelrechte Kleingärtnervereine, in denen sich die Hobbygärtner zusammenschließen. Gibt es das auch bei den Imkern? Ich kann mir vorstellen, daß jemand einfach ein paar Völker haben möchte, hinterm Haus oder im Garten, aber nicht um viel Honigmenge zu ernten, sondern um die Obstbäume bestäuben zu lassen. Für einen Kleinimker mit einstelliger Völkerzahl dürfte es zudem auch nicht rentabel sein, eine eigene Schleuder zu kaufen.
    Da wäre es doch sinnvoll, wenn adäquat zu den Kleingärtnern auch Kleinimkervereine gegründet würden, bzw. die bestehenden Vereine ganz gezielt solche Kleinimker suchen und fördern würden. Für mich als Gärtner macht es Sinn, wenn flächendeckend Bienen zur Bestäubung anrücken könnten. Also will ich ein paar wenige Völker auch selber halten, um gleichzeitig auch den eigenen Honigbedarf zu decken.
    Kleinimkervereine mit einer Gemeinschaftsschleuder für all die Leute, die zwar in kleinem Maßstab imkern wollen, aber die Grundkosten scheuen, wären da sehr förderlich. Gibt es sowas schon irgendwo oder wäre solch eine Organisation tatsächlich eine neue Möglichkeit, mehr potentielle Kleinimker zu gewinnen?
    Da ich mit meiner Völkerzahl auch langfristig im einstelligen Bereich bleiben will, wäre solch ein Kleinimkerverein durchaus interessant für mich. Und ich denke, für viele potentielle Neueinsteiger auch.

    Liebe Grüße,

    Martin



    Hallo Edda,

    Bei uns gilt Imkerei im öffentlichen Ansehen als Hobby alter Männer (Durchschnittsalter im DIB anscheinend 68 Jahre) und ich sag neuerdings immer, daß ich jetzt langsam in das Alter komme, daß ich damit beginnen kann... Okay, mit 46 noch fast zu jung... :cool:
    Es gibt ein Nachwuchsproblem bei den Imkervereinen, bei der organisierten Imkerei und hier sollten wirklich all jene Zielgruppen angesprochen werden, die bisher völlig unterrepräsentiert sind. Nicht nur Migranten, auch Frauen und Jugendliche gibt es fast überall zu wenige. Warum sollte ein Imkerverein nicht mit Schulen zusammenarbeiten, eine Imker-AG anbieten oder einen kleinen Bienenstand einrichten, bei dem die Schüler unter Anleitung aktiv werden können? Oder warum nicht mal gezielt Migrantengruppen oder Vereine ansprechen, wer in seiner Heimat Imker war und wer die Imkerei seines Heimatlandes im lokalen Imkerverein vorstellen kann? Möglichkeiten, Nachwuchs zu finden gäbe es genug, man muß nur wollen. Nur, ich weiß nicht, ob man sowas vom durchschnittlich 68-jährigen organisierten Imker noch erwarten kann...

    Und ja, dies hier ist ein Imkerforum, in dem Politik nur dann etwas zu suchen hat, wenn es uns betrifft (z.B. Gentechnik, Umweltpolitik, usw.) Es geht ja auch nicht darum, die Probleme, die die Gesellschaft durch die Migranten hat zu übertragen, sondern es geht mir darum, alle Bevölkerungsgruppen in unserem Land als Zielgruppen für die Imkerei anzusprechen. Jeder Mensch, ungeachtet Alter, Geschlecht, Nationalität, Religion, Hautfarbe, usw. könnte ein potentieller Imker sein. Offenheit für alle Menschen, die nun einmal unter uns leben, könnte einerseits die Integration fördern, andererseits aber auch dem Nachwuchsproblem der Imker Abhilfe verschaffen. Denn nicht nur die reinen Bienenfragen dürfen in einem Imkerforum Gesprächsstoff sein, auch alles, was mit dem Umfeld der Imkerei zu tun hat, sollte thematisiert werden.
    Nach wenigen Monaten Interesse an der Imkerei ist mein Eindruck von den Imkern der, daß in Internetforen eher die jüngeren, offeneren Imker aktiv sind, wohingegen in lokalen oder regionalen Vereinen weder Internet genutzt wird, noch das Nachwuchsproblem angegangen wird. Ein Bekannter von mir ist mit über 50 der Jüngste in seinem Verein. Traurig! Und Gegensteuern dürfte verdammt schwer sein. Das Beharrungsvermögen eines eingerosteten Dampfers , der auf Kurs ist, ist sehr hoch.

    Okay, das sind so meine Gedanken auf die nächtliche Schnelle. Das, was mir sonst noch eingefallen ist, laß ich weg, sonst werd ich hier noch gelyncht... Wegen zuviel Text...

    Liebe Grüße,

    Martin

    Hallo beisammen,

    Wenn ich da auch noch mal einhaken darf. Ein paar Punkte hätte ich noch anzusprechen. Ich bin ja auch noch bienenloser Anfänger, habe fröhlich gegoogelt, festgestellt, daß gar nicht weit entfernt demnächst (in einer Woche) beim hiesigen Landesverband ein Anfängerkurs ist und per Mail vor etwa zwei Wochen nachgefragt, ob da auch jemand mitmachen kann, der mangels Vereinszugehörigkeit auch nicht zum LV gehört. Seither keine Reaktion. Okay, Weihnachten, Neujahr, Schulferien - gut und schön. Aber zumindest wenn ein Kurs so kurz nach den Ferien ist, sollte zumindest jemand mal die Mails lesen und beantworten.
    Meiner Meinung nach sollten Vereinsfunktionäre und -Angestellte gerade angesichts der Überalterung der Imkerverbände die neuen Medien nicht vernachlässigen. Lange Ferien (ich rechne inzwischen höchstens mit einer Antwort nächste Woche, nach den Schulferien, wenn überhaupt) dürfen nicht dazu führen, daß Anfragen Interessierter unbeantwortet bleiben, bzw. sich sehr verzögern. Da scheinen die Imkervereine und Verbände sehr rückständig zu sein.

    Was anderes: Inzwischen gibt es sehr viele Mitbürger mit Migrationshintergrund, deren Deutschkenntnisse durchwachsen bis sehr schlecht sind. Ein Kollege von mir, dem ich das Imkerforum empfahl, begründete sein Nicht-Reinschauen, bzw. sich nicht anmelden sinngemäß damit, er wolle sich nicht als Rechtschreibchaot outen. Zwei andere Kollegen, Russlanddeutsche mit eher mittelprächtigen bis schlechten Sprachkenntnissen wollen auch imkern lernen, scheuen aber vor Vereinen mit alteingesessenen deutschen Imkern zurück, bzw. befürchten, in deutschen Büchern oder Anfängerkursen zu wenig zu verstehen. Beide wollen dann bei mir das Imkern lernen, wenn ich irgendwann mal fit bin - und das kann dauern.
    Habt Ihr mitgekriegt, ob es seitens Imkerbund oder irgendwelchen Vereinen oder Verbänden Initiativen gibt, sprachunkundigere Neumitbürger anzusprechen und mit der Imkerei vertraut zu machen? Angesichts der demoskopischen Entwicklung sowohl in der Gesellschaft, als auch bei den deutschen Imkern, sollte jede Imkerorganisation bedacht darauf sein, Nachwuchs zu rekrutieren. Und die Mitbürger mit Migrationshintergrund dürften da ebenso wenig beachtet werden, wie z.B. Frauen oder Kinder - ein großer Fehler. Und gerade solche potentiellen Anfänger sollte man heutzutage doch wirklich ansprechen.
    Je länger ich nachdenke, desto mehr Ideen kommen mir. Aber ich hab schon zuviel geschwafelt. Oder sollte man daraus einen neuen Strang machen?

    Es grüßt Euch ein Imkerneuling auf der Suche nach neuen Wegen,

    Martin

    Hallo Wolfgang,

    Herzlich willkommen im Forum. Ich werde das Imkern auch erst in diesem Jahr beginnen, aber hätte ich nur alle 14 Tage die Möglichkeit, würde ich es lassen. Gerade im Frühjahr und Frühsommer sollte man weit flexibler sein. Mein Onkel hatte seine Bienen hinter meinem Elternhaus, so daß er immer alarmiert werden konnte, wenn was los war. Manchmal war er mehrere Tage lang täglich da.
    Künftig werde ich dort Bienen halten und mein Glück ist, daß der Garten meiner Eltern auf halbem Weg zu meiner Arbeit liegt, ich also täglich vorbeischauen kann. Als mein Vater von meinem Entschluß zur Imkerei hörte, meinte er, da müsse man ständig verfügbar sein und ob ich mir das gut überlegt habe.
    14-tägig ist meiner Anfängermeinung nach wirklich zu selten.

    Liebe Grüße,

    Martin

    PS: Radix Vorschlag ist auch nicht ohne. Einen Wildbienenstand werde ich mir diesen Winter auch noch bauen. Material hab ich großteils schon.

    Hallo Nigra,

    Das kann ich nicht nachvollziehen. Wenn ich nur wenige Völker habe, ist mir jedes Einzelne wichtig und ich kümmere mich drum. Wenn ich viele Völker an mehreren bis vielen Standorten habe, laufe ich viel eher Gefahr, welche zu vergessen.
    Ich könnte mir höchstens vorstellen, daß manche Kleinimker die Bienenhaltung eher gedankenlos, eben als Hobby in der Freizeit betrachten. Dann stimmt aber die gesamte Einstellung nicht. Das ist dann die Sorte Mensch, die Verantwortung nicht erkennt und praktiziert. Also Leute, die z.B. einen Hund vor dem Urlaub aussetzen, Goldfische in den Stadtteich geben oder Wellensittiche fliegen lassen.
    Egal ob Imker, Kleintierzüchter oder sonst was: Es muß immer vermittelt werden, daß Tierhalter auch Verantwortung tragen und daß Leben nie vergessen werden darf. Wenn ich meinen Salat vergesse zu gießen, vertrocknet er. Und so muß man sich um jedes Leben kümmern, für das man Verantwortung übernommen hat.
    Verantwortungsbewußtsein hat in den letzten Jahrzehnten leider sehr nachgelassen. Früher war Tierhaltung und Gartenbau Lebensgrundlage und Vernachlässigung oder Vergessen bedeutete oft auch Hunger. Heute kann man alles kaufen und gerade wenn man einen naturfernen Job hat, besteht oft keine Beziehung mehr zum Leben, zur Natur, aber auch zur Verantwortung für selbiges.
    Gerade dieses Verantwortungsbewußtsein muß Neu- und Jungimkern eingeimpft werden. Und da steht jeder aktive Imker in der Pflicht.

    Liebe Grüße,

    Martin

    Hallo Jungimkerinne und Jungimker,
    das wird so lange bleiben, so lange die netten, kompetenten und jungen Imkerinnen und Imker sich der Gemeinschaftsarbeit verweigern. Ihr seit die Veränderung! Nutz Eure Chance, bringt Euch ein.
    Fröhliche Weihnachten
    Eisvogel




    Wenn ich da mal als Neu- (nicht Jung-)Imker einhaken darf: Auch wenn ich erst nächstes Jahr mit der Bienenhaltung beginnen werde, werde ich mich irgendwo irgendwie auch organisatorisch einbringen. Als Ex-Gärtner weiß ich, wie wichtig eine flächendeckende Bienenhaltung für die Bestäubung vieler Kulturpflanzen ist.
    Imkern gilt nicht ganz zu Unrecht als Hobby alter Männer (Durchschnittsalter im DIB anscheinend 68) und mit meinen 46 Jährchen komme ich jetzt langsam in das Alter anfangen zu können...:cool:
    Aber ich sehe Imkern nicht nur als Hobby, sondern auch als Aufgabe, Natur, Landwirtschaft und Gartenbau zu fördern und zu erhalten. Letztlich sind Bienen eine der wichtigsten Stützen der Produktion von vielen Lebensmitteln, denn nicht nur Obst braucht Bestäuber, auch viele Pflanzen, die von künftigen Steaklieferanten verspeist werden, können sich ohne Bestäubung schlecht bis gar nicht vermehren.
    Die Öffentlichkeitsarbeit der Imker zur Nachwuchsrekrutierung läßt sehr zu wünschen übrig. Und genau deshalb halte ich aktive Vereine für unabdingbar, die Bienenhaltung nicht nur zu verwalten, sondern wieder flächendeckend mit Imkernachwuchs aufzufrischen. Möglichkeiten gibt es sicher viele, man muß nur wollen.
    Und genau deshalb sehe ich mich auch in der Pflicht, mich organisatorisch einzubringen, wie auch immer. Anfängerkurse halte ich für sehr wichtig, ebenso die Bereitschaft aktiver Imker ihr Wissen zu teilen und Neuimker zu gewinnen. In der Firma, in der ich arbeite, gibt es bereits zwei Kollegen, die Interesse am Imkern haben und die gesagt haben, daß sie es von mir lernen wollen, wenn ich fit bin. Und auch wenn das noch lange dauern wird, habe ich mir vorgenommen, daß ich meine Bienen jedem Interessierten zeigen werde und Informationen, die ich jetzt selbst noch nicht habe, auf Wunsch immer weitergeben werde. Es kann nie genug Imker geben und besser flächendeckend viele Kleinimker mit 1 bis 10 Völkern, als punktuell wenige Mittel- und Großimker mit 10 bis 10000 Völkern.

    In diesem Sinne grüßt Euch

    Martin