Beiträge von holzundhonig

    Ich hab mir vor 3 Jahren einen Sonnenwachsschmelzer für 9 Waben gebaut.Da geht ordentlich was durch und die Rähmchen kommen viel sauberer raus als aus dem Dampfwachsschmelzer.Da lohnt sich das Rähmchenkratzen (mit großzügigem Aussortieren), und mein Wachs ist mir heilig ,das kommt doch nicht aufs Feuer!
    Wenn irgend möglich, versuche ich die Wegschmeißmentalität zu vermeiden.

    @ Atouba
    Es ist ja aber auch so, daß die Auswirkungen des Parasitenbefalls nach einem unvorhergesehenen Wirtwechsel erstmal ganz anders aussehen können.
    Wenn ich mal der Varroa unterstelle, daß sie auf "friedliche Koexistenz" setzt,dann wäre die reduzierte Anzahl pro Volk schonmal eine Anpassung an unsere Biene.
    Weitergedacht würde das heissen,daß unsere Behandlungen ein immer grösseres Geschoss beim Knieschuss werden mit dem Fortschritt der Anpassung der Milbe...
    Ich erweitere mal vorsichtig meine erste Aussage um:
    Vielleicht hat die Milbe erfolgreich Melliferatoleranzselektion betrieben?
    Und die ZusammenbrÜche "an Varroa" gehen auf das unkompetente und nicht mehr zeitgemässe rumgetüddel der Imker-innen.
    Gewagt,gewagt, könnte was dran sein...

    Nach meiner Beobachtung verlassen viele Milben die Beute wärend der Behandlung mit As.Finde manchmal auch nicht wenige in Ritzen zwisch Zargen, verendet auf der Flucht. Bei der Hinterbehandlung sind ebenfalls oft massig welche zu finden hinter den Fenstern und Kissen.Aber, ich gebe dir recht, das kanns auch noch nicht sein.Ich glaube aber auch,daß durch die Einstellung der Betriebsweisen und möglicherweise durch die Bienen selbst, es heute einfach auch weniger sind.Durch unsere selektion von Vieren usw und psm verwischt sich ja auch die Schadschwelle und so wirklich wissen wir doch garnicht mehr, wieviele eigentlich drin sind.Vielleicht ist Vierenfracht auch teilweise sehr schädigend für die Milbe und sie wird im laufenden Betrieb rausgetragen.
    Mir persönlich wäre es am liebsten, sie werden entkeimt und an die Brut verfüttert :-)
    Bin gespannt auf deine eigene Idee dazu, die du ja bestimmt hast und uns bald hier wissen lässt...

    Ich möchte mal zwei Beobachtungen hier einbringen:
    Seit 20 Jahren schneide ich meist Drohnenbrut. In den letzten beiden Jahren aber finde ich so gut wie keine Milben mehr darin, egal wohin ich sie hänge. Das habe ich mir selbst immer prophezeit.Bernhard hats sehr schön beschrieben,warum.
    Da ich auf einem klar abgesteckten Gebiet und ohne Wanderungen arbeite (ausser ab und zu in die Heide), in dem nur in der Frühtracht 2 Berufsimker meine Wege kreuzen,habe ich meine eigene Milbepopulation so weit gebracht( These ).
    Ausgehend davon,daß Reinvasion nicht auszuschließen sei,könnte die Aussagekraft von vergleichenden Versuchen mit Völkerbewegungen schon an Beweiskraft verlieren.
    Die zweite sache wäre, Psm können ja auch prima über wasser eingetragen werden. Und da können zwei nahegelegene Stände doch schon sehr unterschiedliche Quellen haben...
    An meinem Hausstand, der als U angelegt ist, konnte ich zudem beobachten:
    die Pollenernte der Reihe mit Flugloch nach Norden sah komplett anders aus als die derer mit Flugloch nach Süden, ups !
    Ich schliesse natürlich damit nicht aus ,daß es sich bei den verlorenen Völkern um Varroaschäden handelt.
    Problem ist nur (achtung, wieder eine These):
    Die einen verlieren die Völker durch unzureichende Behandlung an zuviel Milben.
    Die Anderen durch (zu) ausgiebiges Behandeln , durch geschwächte Bienen und vielleicht auch kranke Milben als Bazillenschleudern ?
    Usw...
    Zurück zum Thema :
    Nachwievor ,von 60 haben 2 den Geist aufgegeben. Und ich auch bald, wenn die nicht endlich ihren Reinigungsflug machen können...

    Hallo lukas,
    das tut mir sehr leid. Wärs nicht so weit weg hätt ich dich eingeladen mit ein paar Kisten rumzukommen zum wieder voll machen.Bei mir siehts nach wie vor sehr gut aus. Bis auf 2 brummen alle noch , sind aber noch nicht geflogen und gezählt wird in 2 Monaten.
    Vielleicht wärs ja interessant den Pollen in den Waben mal untersuchen zu lassen...Was natürlich nicht davon abhalten soll ,nach den "Schwächen"im eigenen Vorgehen zu fahnden.
    Gruß Kalle

    Keine Sorge,das muss kein schlechtes Zeichen sein. Ich kenne dieses Phänomen von ca einer Hand voll Völker pro Jahr bei mir.Meine Theorie: zu feuchtes Futter und Frost sprengen die Wachsdeckel, oder offenes Futter- aus welchen Gründen auch immer. Das ganze zieht Wasser aus der Luft, und schon tropfts. Die Bienchen fangen ja auch so langsam an zu brüten-warm und kalt = Kondensfeuchtigkeit.Habs auch vermehrt gesehen im vorletzten Winter, der ja keiner war, 4 Monate Schmuddelwetter mit hoher Luftfeuchtigkeit... aber, keine Ahnung obs stimmt.Solange es drinnen noch normal brummt...

    Ich baue schon immer nur aus Massivholz und hatte noch nie Probleme mit zu doll arbeitendem Holz.Die Verwendung von Leimholz kann ich nur wegen kostenlosem Zuschnitt (mangels eigener Möglichkeite) verstehen.Dazu kommt noch, daß Massivholz günstiger sein kann ! Wenn ich als Sägewerker kalkuliere komme ich meist auf niedrigere preise(oder in den Bereich der günstigsten Angebote).Dabei ist es sogar möglich, zumindest bei mir, den Waldbesitzern faire Preise zu zahlen durch weniger Transportkosten. Solche kleinen Sägewerke wie meins gibts fast überall,könnte sich lohnen ,da mal anzufragen.So bleibt die Kirche im Ort und es können sogar noch lohnende Kontakte entstehen, vielleicht ein unentdeckter grösserer Faulbaum- oder Himbeerbestand im Wald incl. Aufstellmöglichkeit für Bienenkästen, aus Holz vom Walbesitzer gebaut, ein neuer begeisterter Kunde ...

    Ich lese hier schon die ganze Zeit mit und dachte von Anfang an, der Weg zur Antwort ist doch : Was der richtige Umgang mit den Bienen in Zeiten der Varroa ?
    Von Anfang an gab es Leute die den ganzen Behandlungskram nicht mit gemacht haben und heute immernoch imkern.Kaufen die sich jedes Jahr heimlich neue Bienen nur um sich interessant zu machen und weiter lügen zu können ? Glaub ich nicht.Und wenn dem MAL so sein sollte( dass neue Bienen gekauft werden müssen ), was wäre dabei ? Wieviele müssen im Frühjahr Neue einkaufen und haben "ordnungsgemäß" im letzten Jahr behandelt, dabei nach neuesten Erkenntnissen alles richtig gemacht? Ich halte die Milbe nicht für einen "Schnupfen ", aber trotzdem: Das Mileu macht die Krankheit!
    Nicht nur um die Behandlung der Milbe- sonder ganz viel um die Art der Behandlung der Bienen Kümmern.Und sich und Anderen nicht immer gleich durch fundamentalistische Glaubenskriege Perspektieven zu verschliessen.
    Alles Weitere wären nur Wiederholungen...

    Wurde da nicht kürzlich festgestellt,daß der ganze Nanokram unsere gesammte Umwelt verpesstet und wir uns mal wieder ´n Ei gelegt haben?!!! In dem Bericht, den ich gesehen habe, wurde von den wissenschaftlern dringend von der weiteren Verwendung abgeraten. Bei Interesse lässt sich da bestimmt näheres bei Madame Google finden. Brauchen wir doch außerdem garnicht,genausowenig wie Atomkraft oder Gentechnik.Das wollen uns nur die weissmachen, die daran verdienen.
    Meine Kästen behandle ich mit Tung-öl. Das ist ungiftig und natürlich,extrem haltbar und uv-stabil (die chinesische Mauer ist damit konserviert). Bei richtiger Anwendung dring es ins Holz ein, da werden Kratzer und Schürfungen auch egal.Meine ältesten sind 15 Jahre und die werden mich bestimmt überleben wenn ich nicht mit dem Auto drüberfahr...
    Bitte nicht enttäuscht sein über die vielen Negativ-antworten - ist halt ´n heißes Eisen...

    Hab die letzten Tage mal "gelauscht". 59 von 61 summen schön vor sich hin.Beide vermutlich ausgeräubert noch im Herbst.Sehr zufrieden,merkwürdigerweise zum zweiten mal in einem Winter, in dem es um mich herum ganz anders aussieht.Aber das ist ja noch viel zu früh, da kommt bestimmt noch was...
    Im Übrigen habe ich bisher auch grundsätzlich nur Völker oder Ableger an Menschen abgegeben, die mir glaubhaft machen konnten,damit einigermaßen umgehen zu können! Anfänger-innen rate ich auch immer mehreren Paten über die Schulter zu schauen und nicht vertrauensselig alles zu übernehmen ( auch nicht von mir). So relativiert sich vieles- aber das gehört ja schon wieder nicht mehr hierhin...
    Grüsse vom warmen Ofen K.

    Der unfreiwillige Überlebenstest kam durch eine Schulterverletzung gegen Ende
    eines Sommers.Ich war dadurch schlagartig für Monate aus dem Verkehr gezogen.So blieben 2 meiner Überwinterungsstände gänzlich unbehandelt.Ich führe ohnehin nur eine reduzierte Behandlung aus und in der Region gab es ordentlich Verluste(auch bei mir), also gab es gut Druck durch die Milben.Ungefähr 1/3 hat den Winter nicht überlebt,ein weiteres 1/3 kam in die Kategorie-umweiseln/behandeln damit sie ihr Futter für den nächsten Winter zusammenkriegen, und ein paar Ableger waren auch noch drin.das letzte 1/3 war natürlich interessant.Die hab ich dann genauer angeschaut nach meinen Kriterien der Tolleranzzucht.Dabei waren 2 Völker, die sich besonders hervortaten.Einer der beiden Stände war mein Vergleichsstand mit den Besten Völkern zur Zuchtauslese.Diese beiden Völker standen auf dem Andern, waren mir also entgangen.Ich hab mir meine (diletantisch geführten ) Unterlagen angeschaut-totaler Durchschnitt, sogar dvw- Bienen auf dem Flugbrett waren da verzeichnet. Also kamen sie im nächsten Jahr auf den Vergleichsstand um meine Beurteilung unter gleichen Bedingungen treffen zu können.Sie blieben noch 2 Jahre im Kreis der aus auserwählten Zuchtvölker, das sind bei mir meisst 4-6 Völker. Aus dem Bauch heraus habe ich aber vermehrt von ihnen nachgezogen, obwohl sie im Ertrag und Sanftmut im Mittelfeld blieben.Ich dachte, die haben was, was die anderen nicht haben. Vielleicht etwas,daß erst durch hohen Druck ausgelöst wird, etwas ,was vorher für mich nicht sichtbar war. Heute stehen auch Nachkommen von ihnen auf meinem heiligsten Stand, der mir durch diese Geschichte ein bischen weniger heilig geworden ist...
    Stille Umweiselung oder irgendeine andere Möglichkeit des Austausches der königin halte ich für unwahrscheinlich ,kann ich natürlich aber nicht ausschliessen. woher sie auch kamen- die beiden hab ich besonders lieb gehabt.
    alles in allem- deswegen find ich Überlebenstests gut- gern auch als Gemeinschaftsprojekt ( um die Subjektivität solcher Verliebtheiten auszuschliessen). Die könnens halt besser und wir hindern sie daran.

    Sehr interessanter Schnack hier !
    Iehr interessanter Schnack hier !
    Ich sehe hier einige meiner Überlegungen bestätigt, die ich mal so zusammenfassen würde:
    Es reicht nicht einzelne Aspekte der heutigen klassischen Rangehensweise isoliert zu betrachten und evtl zu ändern.Die Rangehensweise ansich muss mit offenen Augen betrachtet werden. Und ,was noch schwieriger ist, die Erkenntnisse zulassen können.
    Richtig :Es könnte gut sein, daß,
    -der Mobilbau eine Schnapsidee ist
    -Mittelwände blödsinn ist
    -Drohnenbrutschneiden nicht nur ein Massaker an den Milben ist
    -die verwendeten Behausungen nach den Maßstäben der Bienen nicht die
    richtigen sind
    -die gesammte eigene angeeignete Betriebsweise eine Sackgasse ist
    -Wildbau alleine noch nicht die ganz grosse Veränderung ist
    -Varroatoleranzzucht isoliert von anderen grundlegenden Veränderungen nicht den gewünschten Erfolg für die eigene Imkerei bringen kann
    -usw, nur um mal an ein paar klassischen Punkten anzusetzen, dabei lass ich mal die Vergewaltigung der Natur und Ladschaft aussen vor, obwohl das ja auch eine riesen Rolle spielt.
    Nun ist es ja aber so, daß die meissten Imker-innen über die Jahre ihren eigenen Stihl entwickeln und alle es irgendwie ein bischen anders machen...
    Heisst dann ja aber auch- es wird kein Patentrezept geben, wo alle mitmac hen. Wichtig scheint mir unter o.g. Punkten meine Rangehensweise zu ändern und aus den Puzzelteilen für mich ein neues Bild zusammensetzen, mich auch immer wieder von anderen und den Bienchen neu inspirieren zu lassen. Die Gedanken zu teilen ist auch eine super sache,das stößt andere an, die vielleicht mit der hier diskutierten Fragestellung bis dahin nichts zu tun hatten (aber nicht gleich zuviel Reaktion erwarten, Gutding will Weile haben . Aber jeder Schritt, der dann Passiert bewegt etwas.Ein paar der o.g. Punkte kombiniert erscheint mir derzeit ein Schritt in die richtige Richtung ( bin dabei, alle und noch ein paar mehr "abzuarbeiten").
    Denke auch schon länger über einen grösseren Überlebenstest nach ( nach einem ziemlich interessanten "unfreiwilligen").
    Langer Text, kurzer Sinn: grundlegende Änderungen drängen sich auf. Einzelne Aspekte alleine umsetzen reicht nicht, ich muss ans Ganze ran.
    Meine Konseqenz aus der Praxis und vom jahrelangen Bauchgefühl.
    Puh, und das alle mit 2 Fingern !