Beiträge von holzundhonig

    Heute hatte ich ein Gespräch mit einem Landwirt, der gerade den Raps spritzte.
    Er war sehr freundlich und aufgeschlossen und gerade dabei in der Mittagssonne Biscaya/Cantus als Tankmischung auszubringen.Soweit - sogut (schlecht), beides B4,Einstufung als Tankmischung ist mir nicht bekannt.
    Ich klärte ihn auf, daß die gute fachliche Praxis ja gerade nicht zur Anwendung käme, daß sie gute Gründe hat und diese Mittel im Verdacht stehen die Bienen zu schädigen.
    Er war bestürzt darüber und hat es mir nicht übel genommen.
    Dann kam aber der Hammer : 2 mir namentlich bekannte Berufsimker hätten ebenfalls Stände an seinen Feldern, und er würde schon immer alles mit denen absprechen und sich Rat suchen. Die sagen aber ,alles kein Problem. Ein Stand ist sogar IM Rapsfeld (stimmt, ich kenn diesen Stand). -Spritz mal, das macht denen nichts aus _
    Ein dritter großer Imker ( kenn ich auch) hätte sich in der Vergangenheit genauso geäußert!
    JA - GEHTS DENN NOCH ?
    Er nahm es ernst, was ich ihm erzält habe und sagte , wenn ich der Meinung sei, er müßte sofort aufhören, würde er es tun.
    Wir blickten zusammen über das ca 50-60 ha große Feld,wo nur noch eine Spur fehlte.
    Wir einigten uns darauf,daß er die jetzt wohl auch noch fahren könnte, damits fertig ist,
    weil jetzt ists wohl eh egal.
    In zukunft will er sehen, daß er diese Arbeiten nach dem Bienenflug macht .(schlimm genug)
    Wir tauschten Telefonnummern aus ,
    Und diplomatische Freundlichkeiten...
    Danach hab ich erstmal meine Tränken kontrolliet,ob noch genug Wasser da ist,damit nicht morgenfrüh so viel am Tau geschlürft werden muss.
    Immer noch geschockt über Kollegen , Kalle

    Hallo,Michael - und willkommen
    Die Korbimkerei der Lüneburger Heide ist eine absolute Spezialbetriebsweise,die auf die Heide ausgerichtet ist.Wenn du nicht in einer Großen Heide wohnst,macht sie keinen Sinn.
    Hier würdest du allerdings noch ein paar finden, die sowas noch tun - wenn du dich beeilst.
    Ich hatte selbst das Glück vor 10 Jahren,eine volle Saison und nochmal bis zur Heideblüte. SEHR LEHRREICH.
    Leider ist der gute verstorben vor ein paar Jahren ...
    Ich denke, andere Korbbetriebsweisen gibt es in der von dir beschriebenen Weise nicht mehr in diesem Land. Würde mich freuen, etwas anderes zu hören!
    Grüße, Kalle

    Hallo Tine,
    na, was ist denn das für ein Korb mit so großem Flugloch? 6-7 cm sind da eher üblich, und ein Gitterboden eher sehr unüblich...
    Du musst da garnichts reinbauen, das machen die Bienen ganz alleine. Meißt findest du nach einiger Zeit 6-8 Waben(je nach Größe des Korbes) ,meißt im Kaltbau.Viele Korbimker setzen noch Bis zu 7 Speile vor oder nach dem Ausbau.Das sind dünne Stöcker(traditionel aus Rosenholz)die kreuz und quer durch den Korb gestochen werde auf verschiedener Höhe.
    Wenn du mit dem Korb nicht wandern willst und beim Ankippen immer darauf achtest,daß die Waben immer hochkant stehen,braucht es diese Stabilisierungshilfe aber nicht.
    Am besten nimmst du zur Besiedelung einen Nachschwarm. Ein Vorschwarm wird dir mit großer Wahrscheinlichkeit nochmal einen Schwarm bescheren,den sogenannten Heidschwarm.
    Viel Spaß wünscht dir der Kalle

    Guten abend, liebe Feunde des Naturbaus, hallo Texx
    Je nach rangehensweise ist Naturbau nicht gleich Naturbau.
    Wer Ableger mit Leerrähmchen erweitert (was meist nur bis zu einem bestimmten Punkt funktioniert),hat Naturbauwaben.
    Wer Schwärme auf Anfangsstreifen einschlägt hat einen kompletten Naturbau.
    Wenn ein so auf 2 NM-Zargen eingeschlagener Schwarm die untere Zarge noch nicht ausgebaut hat,wird er es jetzt tun- aber mit mehr Drohnenbau als hätte er es schon letztes Jahr geschafft.
    Hast du ein Mittelwandvolk und erweiterst mit Zarge( Anfangsstreifen) von UNTEN, kannst du mit schönen Naturbauwaben rechnen - aber auch mit noch mehr Drohnenbau.
    Dann ist er allerdings dort, wo er hingehört, halt unten.
    Wenn sie, anfangen zu bauen, ist der Zeitpunkt für den Honigraum,oben - halt da, wo er hingehört.
    Grüße, Kalle


    Der Erweitern von unten schon lange toll findet.

    Hallo Günther,
    Aus meiner Erfahrung würd ich sagen,Honig nur korbweise ernten.
    Ich habe bei mir auch ein paar Körbe stehn und schneide oft und gerne mal eine Ecke aus den Randwaben, wenn Kinder oder Wabenhonigfans vorbeikommen. Kleine Stücke, mit geübter Hand ,kein Problem.
    Aber alle Honigschweren Randwaben, das würde ich mir und den Bienen ersparen ! !!
    Da gibt es so einen Korb ( westfälische Kappe oder so ), der hat oben eine Öffnung.
    Wenn das Volk den Korb gut ausgebaut hat und voll besetzt, wird die Kappe auf gesetzt als Honigraum.
    Ist sie voll,wird geerntet und das Loch wieder mit einem Stopfen verschlossen.
    Hatte mal einen Lüneburger Stülper auch so" umgebaut", funktioniert, nette Spielerei!
    Das Volumen beträgt ca 1/3 des Korbes.
    Das scheint mir besser geeignet.
    Grüße, Kalle

    Bei mir schaffen Schwärme nur den Ausbau von 2 Zargen (NM, 10 Waben,Naturbau), wenn sie vor der Robinie eingeschlagen werden. Dann allerdings schaffen sie meist auch noch ihr Winterfutter.Spätere Schwärme fangen- wenn überhaupt- grad mal die 2. an und müssen gefüttert werden.Eine Ernte von einem Schwarm ist eine seltene Ausnahme (es sei denn, es geht in die Heide).
    Bisher habe ich das Gefühl-in Relation gesetzt-, bei Warré das gleiche.
    Von den Altvökern ( ab dem Schwarm ja eigentlich Jungvolk auf alten Waben)ist an meinem Standort ebenfalls deutlich weniger zu ernten, manchmal nichts.
    Die Frühtracht ist aber immer im Kasten.
    Ich halte die Völker aber auch ein "bischen enger". Mein Eindruck ist,es fördert den Schwarmtrieb,was ich ja auch möchte.
    Genauso wichtig : wenn der Schwarm abgeht, bleibt die Beute gut besetzt und der Honig kann reifen.
    Wer auf viel Honig aus ist sollte sich das gut überlegen...
    Wer auf die Vorteile der Schwarmimkerei aus ist..., aber das ist ja nicht Thema hier.
    Bedingung: mindestens einmal täglich Standbesuch ( in Hochzeiten bin ich 2 mal auf jedem Stand), Leitern, sonstige Schwarmfangeinrichtungen,genügend Kisten,gerne klettern...
    Grüße, Kalle

    Hallo Salli.
    Ich darf gleich 3 Böden reparieren, alle haben auch im Wald gestanden.
    2 leben noch.In der dritten Beute habe ich die größte Ratte meines Lebens gesehen !
    Ich fang jetzt auch an ganze völker samt waben zu essen, vielleicht wachs ich dann auch noch...
    War jedenfalls auch für mich das erste mal, daß ich sowas gesehen habe.
    Grüße, Kalle

    Nachdem es dazu mittlerweile sehr viel Informationsmaterial gibt über dieses katastrophale Vorgehen war ich sehr schockiert, als ich vom Ausmaß der Planungen in Deutschland erfuhr.
    Es hat eine Weile gedauert,bis ich einen Zusammenhang zur Imkerei festgestellt habe...
    Auch dieser Wahnsinn kann nicht spurlos an den Bienen vorbeigehen, von uns mal ganz abzusehen...
    Wer mit FRACKING nichts anfangen kann, hier mal ein Link zur Erstinformation:
    www.gegen-gasbohren.de
    Bei Zusendendung einer Mailadresse per Pn kann ich auch eine ganz gute Zusammenfassung der Problematik samt weiterführender Links zusenden.
    Alarmierende Grüße, Kalle

    Da gibt es verschiedene Situationen bei der Bauerneuerung.
    Z.B. : abgeschwärmtes Volk, es wir kein Überschuss mehr zum Ernten erwartet
    -alte Schwarten raus-Zarge mit Anfangsstreifen drunter.
    oder: Ein Ableger wird verstärkt mit Bienen, die aus einem (warum auch immer )aufgelösten Volk oder entweiseltem Nachschwarm stammen.
    Auch hier stelle ich drunter.
    Aber lass es mal langsam angehen.Es kommt namlich immer auf den Zustand des Volks, die Jahreszeit, die momentanen- oder noch zu erwartenden Trachten an.Das braucht Erfahrung und Fingerspitzengefühl, sonst wird das nichts.
    Wobei ich immer denke, eine nicht besetzte Zarge drunter ist nicht so schlimm wie eine oben drauf
    -das Thema Verteidigung und Räuberei mal außen vor gelassen.
    Ein Effekt ist aber, daß im nächsten Frühjahr unten der Drohnenbau entsteht.
    Bei mir ist das erwünscht, ich habe keine Drohnenrahmen und entnehme auch keine Drohnenbrut.
    Die Waben haben somit auch ihren angestammten Platz, sie sind nicht beliebig versetzbar.
    Das wäre wieder ein anderes Thema- Naturbau usw.
    Aber, wie gesagt, immer mit der Ruhe. Mach doch erstmal so, wies dir dein Pate zeigt.Sortiere in - das find ich gut- das will ich anders. Später mal noch anderen über die Schulter schaun und nie die Fragen aus den Augen verlieren, die du angefanden hast dir zu stellen...
    Und schreib doch noch ein bisschen in dein Profil-womit imkerst du- wo bist du- was interessiert dich,
    vielleicht kriegst du dann auch mal eine Einladung aus deiner Nähe...
    Grüße, Kalle

    Einen schönen guten Morgen,
    Die Kissen sind super, auch auf Rähmchenbeuten,auch, wiel sie aus Resten schnell gebaut sind.
    Je nach Art der Aufstellung (überdacht oder Freilandaufstellung mit mobiler Überdachung), reicht das dann auch schon .
    Achtung im Winter, muss mäusesicher sein.


    Das Untersetzen von Zargen ist nach meiner Meinung eine gut Methode der Erweiterung von Ablegern/kleinen Schwärmen.
    Die Völker können erweitert werden, ohne ihren kompletten Aufbau durcheinander zu bringen.
    Brauchen sie den Raum wirklich und herscht noch Tracht bauen sie unten weiter und vollenden ihr Werk im nächsten Frühjahr .
    Das praktiziere ich so schon seit mindestens 10 Jahren nur mit Anfangsstreifen.Es gibt noch ein paar andere Situationen, wo Untersetzen sinnvoll sein kann und von mir schon länger angewandt wird.
    Das hat aber nicht viel mit der von Warré beschriebenen Betriebsweise zu tun, ist eher der Versuch, sanft und ohne Gewinnmaximierung mit gesunden Völkern auf Naturbau zu imkern.


    Ansonsten würde ich auch davon abraten die Warré-Betriebsweise auf Rähmchenbeuten 1 zu 1 übertragen zu wollen.


    Der Absatz mit den Zargengößen:
    Meine Antwort wäre dein Text - nur ohne Fragezeichen!
    Grüße , Kalle