Beiträge von Kleingartendrohn

    Wie schon beschrieben: Leerraum mit Blindwaben verschließen.

    Gruß Ralph

    Das sieht aus wie ein Varroaschaden, eher nicht nach AFB. Mach bitte die verdeckelten Zellen auf und schau, was dahinter ist. Wenn es vergammelte Larven oder Puppen sind, dann ist es keine AFB. Wenn es eine strukturlose Masse ist, dann stecke ein Streichholz /Zahnstocher/Pinzette hinein und prüfe, ob die Masse fadenziehend ist. Schorfe sind auch ein Zeichen für AFB, aber der nicht dafür ausgebildete Imker wird diese Schorfe nicht sicher von eingetrocknetem Kot oder Sackbrutschorfen unterscheiden können.

    Mach mit den Waben auch eine Ausschlagprobe auf weißem Papier und schau, was dann auf dem Papier liegt.

    Wenn du Verdacht auf AFB hast, ziehe einen BSV hinzu, wenn nicht verfügbar, den Amtsveterinär.

    Gruß Ralph

    Ich bilde keine Ableger sondern Kleinkunstschwärme. Die bekommen etwas Futterteig, eine Leerwabe, eine Mittelwand und ein Thermoschied. Sie werden in der Folge mit Leerwaben erweitert. Das geht gut in Styroporbeuten, in Holzbeuten eher nicht. Futterwaben haben daher in meiner Betriebsweise keine Funktion, deshalb muss ich sie auch nicht aufheben.

    Ich finde Futterwaben auch eher unappetitlich, da im Frühjahr dort Wasser und Nektar eingetragen wird, was dann gärt. Auch der Schutz vor Wachsmotten mit B401 ist mir suspekt.

    Gruß Ralph

    Futterwaben raus - ich mache es so:

    • Wettervorhersage
    • Natur beobachten
    • Völker wiegen

    Wenn es die Wettervorhersage nahelegt und wenn das erste wilde Steinobst (Kirschpflaume) blüht, nehme ich alle Futterwaben raus und lagere die für kurze Zeit als Notreserve. Außerdem werden alle Völker gewogen, um den restlichen Futtervorrat zu bestimmen.

    Nachfolgend werden die Völker in kurzen Zeitabständen gewogen, um den Futtervorrat zu überwachen.

    Sowie alle Völker mindestens 5kg (= knapp die Hälfte des Fassungsvermägens einer Halbzarge) eingelagert haben, schleudere ich alle Futterwaben aus. Dunkle Waben schmelze ich ein, gute Waben lagere ich insektendicht für die Brutraumerweiterung. Außerdem setze ich zu diesem Zeitpunkt eine weitere Halbzarge mit ausgebauten Waben auf, um einen Nektarrückstau in den Brutraum abzuwenden.

    Gruß Ralph

    Streng genommen: Bestiftetes Näpfchen übersehen, Verdeckelung 5 Tage später --> Kontrolle alle 5 Tage erforderlich. Macht aber keiner.

    Stattdessen sollte man auf Schwarmvorzeichen achten: Langsamer und chaotischer Naturbau, glänzender Pollen, Verfüllung von Brutzellen mit Honig, kaum Stifte trotz leerer Zellen im Brutnest, verringerter Flug trotz Tracht. Wer mag, kann das noch ergänzen.

    Gruß Ralph

    Hier ist heute Volltracht. Am Morgen war die Bienentränke noch sehr stark belegt, jetzt ist sie fast leer - alles fliegt in die Tracht. Deshalb haben jetzt alle Völker, die mehr als 5kg Futter haben, zusätzlich zu der ersten ausgebauten Halbzarge und zu der Bau-Halbzarge mit Anfangsstreifen eine weitere Halbzarge mit ausgebauten Waben bekommen, um Platz für den Nektar zu schaffen.

    Das beste Volk hat bereits 8kg Tracht eingelagert. Ca. 2/3 der Völker sind noch unter 5kg.

    Gruß Ralph

    Abschwefeln wäre bei Nosema die einzige Option. Schau nach Bienen, die im Außenbereich auf dem Boden sitzen und sich kaum bewegen. Töte welche von denen und ziehe dann mit einer Pinzette das letzte Hinterleibsglied raus. Dabei sollte der Darm mitkommen. Wenn der weiß oder völlig zersetzt ist, hat das Volk Nosema. Nosema ist sehr ansteckend und die Bienen des betroffenen Volks dürfen nicht in ein anderes Volk gegeben werden.

    Wenn es keine Nosema ist, aber das Volk ein Varroa-Fall ist, musst du damit rechnen, dass die Bienen von Viren verseucht sind. Da würde ich mir auch überlegen, diese Bienen einem anderen Volk zu geben.

    Gruß Ralph

    Ich habe bei den meisten Völkern vor 7 Tagen eine zweite Halbzarge als Bauzarge mit Anfangsstreifen aufgesetzt. Derzeit ist Tracht und einige Völker haben schon ihre Bautrupps nach oben geschickt.

    Ich habe jetzt alle Futterwaben entfernt. Das war auch wichtig, da einige Völker der Meinung waren, diese mit dem einkommenden Nektar auffüllen zu müssen.

    Gruß Ralph

    Hier blüht das frühe Steinobst (Aprikose, Kirschpflaume). Z.Zt. ist es hier aber zu kalt für den Blütenbesuch, es fliegen nur Wasserholer. Während die die Bienen in den Segebergern längst den Honigraum haben und auch besetzen, ist die Honigraumgabe in den Hohenheimer Beuten noch nicht möglich, weil dort die Völker noch zu klein sind.

    Gruß Ralph

    Die Verdunstung funktioniert am besten aus dünnen Schichten heraus, da dann die Diffusionswege zur Oberfläche kurz sind. Der Abstrom von Feuchte aus dem Volumen ist umgekehrt proportional zum Quadrat der Schichtdicke. Das bedeutet z.B.: Eine Schicht mit der Dicke 1mm trocknet 64-mal schneller als eine Schicht von 8mm Dicke.

    Deshalb ist es bei starker Tracht wichtig, sehr viel leere Zellen im Stock anzubieten. Die Bienen verteilen den Nektar dann zunächst auf große Flächen und ziehen ihn dann auf wenigen Waben zusammen.

    Seit ich mich daran halte, habe ich keine Probleme mehr mit dem Wassergehalt des Honigs.

    Gruß Ralph