Beiträge von Kleingartendrohn

    Der Vorschlag von beemax ist gut. Die Brutsammler sind fette Sammelbrutableger. Am 8. Tag alle Weiselzellen brechen und den Zuchtstoff geben.

    In einem Volk ohne Brut, das durch die TBE noch im Schockzustand ist, Königinnen zu ziehen, scheint mir keine gute Idee zu sein.

    Gruß Ralph

    Folgender Versuch: Ich bringe einen Honig durch Wasserzusatz auf die erwähnten 20%. Ein Teil des Honigs wird in ein Glas eingefüllt, der andere Teil wird mit Umluft getrocknet, bis er auf 18% ist und ebenfalls in ein Glas abgefüllt. Dann werden beide Proben verschiedenen Personen zum Kosten gegeben.

    Gruß Ralph

    Um zu wissen, ob das geschmacklich einen Riesenunterschied macht, müsste man beides vergleichen. Ich habe das von mir beschriebene Verfahren vor etlichen Jahren einmal durchgezogen. Der Honig hat ganz normal geschmeckt und auch die Kunden haben nichts bemerkt.

    Wie kommt das Wasser beim Scheibentrockner denn raus? Ist da ein Kühler drin, an dem das Wasser kondensiert oder anfriert? Dann könnte ich mir vorstellen, dass die Aromen nicht heraus gezogen werden. Ist aber auch nur Spekulation von mir.

    Meistens wird aber nur über Honigtrocknung mit dem Melitherm berichtet. Das ist sicher kein geschlossenes System und ist mit der von mir beschriebenen provisorischen Trocknung vergleichbar.

    Gruß Ralph

    rase Verstehen kann ich das nicht. Wenn Wasser verdampft, dann verdampft auch das Aroma. Ein System, das den Honig trocknen soll, kann nicht geschlossen sein, da dann das Wasser ja drin bleiben würde, der Honig also danach genauso feucht wie vorher sein würde.

    Wenn also der Wasserdampf entweichen soll, wie verhindert man dann, dass das Aroma entweicht?

    Ich kann mir schon vorstellen, dass der Honig durch Wasserentzug an Geschmack gewinnt; das gilt dann aber für jedes Wasser entziehende Verfahren.

    Gruß Ralph

    Was geht denn bei 50°C alles kaputt?

    • 40mg HMF: 5-10 Tage
    • Halbwertszeit Amylase: 5,4 Tage
    • Halbwertszeit Sacharase: 1,3 Tage

    Einwirkzeit 50°C beim Verfahren: Ca. 30s Kontakt mit der Heizwendel.

    Daraus folgt:

    • HMF: 2,8µg-5,6µg
    • Amylase: -0,0064%
    • Sacharase: -0,027%

    Quelle: "Lagerung, Kristallisation und Verflüssigung des Honigs", S. Bogdanov, Bee Product Science, http://www.bee-hexagon.net, 2008

    Aber vielleicht meinst du ja etwas anderes als HMF, Amylase und Sacharase. Aber was?

    Gruß Ralph

    Ich habe einmal in einem Hobbock die Luftfeuchte über einem Honig mit 16,5% Wasser gemessen, sie beträgt 48%.

    Bedeutet: Über dieser Feuchte zieht dieser Honig Wasser (ist hygroskopisch), unter dieser Feuchte trocknet er.

    Die zulässige Luftfeuchte kann man in etwa proportional zm Wassergehalt im Honig ansetzen. Bei 18% ergibt sich:

    18%/16,5%*48% = 52%.

    Gruß Ralph

    Verfüttere den Honig!

    Stell dir mal vor, bei einem deinem Kunden wird der Honig nach verhältnismäßiger Zeit ( 3 - 6 Monate) gärig!? Das ist peinlich...

    Da würde ich lieber auf die Einnahmen verzichten, und qualitativ hochwertigen Honig liefern...


    Und zukünftig vielleicht aus 3 - 5 Waben eine Sammelprobe (Honig aus allen Waben zusammenmischen) nehmen und VOR der Ernte mit dem Refraktometer messen...

    Während der Tracht kann man keinen Honig verfüttern. Gruß Ralph

    Noch eine Anregung für's nächste Mal: Statt Spritzprobe mit einem Streichholz in verschiedene Zellen gehen. Wenn der Honig nicht in einer dicken Schicht daran klebt, enthält er zuviel Wasser. Probier es mit verschiedenen Waben aus, dann bekommst du ein Gefühl dafür. Um Erfahrung zu sammeln, streiche den Honig auch auf ein Refraktometer, dann weißt du wie zäh er bei welchem Wassergehalt ist.

    Eine relativ billige Lösung zur Korrektur des Wassergehalts ist folgende:

    Spitzsiebheizung mit Schutzkegel im extrafeinen Spitzsieb, auf 50°C einstellen und einen Ventilator daneben stellen. Unter dem Spitzsieb positionierst du einen flachen Teller, der von dem Ventilator angeblasen wird. Von dem Teller aus läuft der Honig in den Kübel. Wichtig: Die Raumluft muss getrocknet werden. Mit diesem Aufwand schaffst du pro Durchgang eine Absenkung des Wassergehalts um ca. 1%, also z.B. von 20% auf 19%, bei 2 Durchgängen auf 18%.

    Gruß Ralph