Beiträge von Kleingartendrohn

    Ich verwende in der untersten Honigzarge nur Leerwaben, ersatzweise Mittelwände. Die unterste Honigzarge dient beim Pressing als Brutraumerweiterung, in der nicht gebrütet werden und wo Nektar zwischengelagert werden kann (= virtuelles Brutnest). Wenn man dort mit Mittelwänden startet, ist die Zarge schnell ausgebaut.

    Oberhalb dieser Zarge verwende ich entweder Zargen, die nur mit Leerwaben bestückt sind oder Zargen mit Leerwaben an den Enden und 8 Anfangsstreifen dazwischen. Die Leerwaben an den Enden verhindern, dass von der Beutenwand aus waagerecht in die leeren Rähmchen hineingebaut wird. Auch hier können die Leerwaben wieder durch Mittelwände ersetzt werden.

    Zargen, die mit Leerwaben bestückt sind, gebe ich bei Tracht zusätzlich, damit es keinen Rückstau von Nektar in den Brutraum gibt.

    Anfangsstreifen gebe ich in der Hauptschwarmzeit, um die Jungbienen oben zu halten. In dieser Zeit wird ungefähr ein Drittel der Honigwaben neu gebaut. Ich verwende deshalb auch keinen Baurahmen im Brutraum.

    Nach der Hauptschwarmzeit gebe ich nur noch Leerwaben.

    Bei der Gabe von Anfangsstreifen ist darauf zu achten, dass in der Etage darunter keine Bautraube sitzt. Wenn man das nicht beachtet, bauen die Bienen aus der Bautraube heraus vom Unterträger aus nach oben, was Wirrbau ergibt.

    Wenn man erst einmal genügend Leerwaben hat, benötigt man im Honigraum keine Mittelwände mehr.

    Ich glaube nicht daran, dass der Naturbau Honig kostet. Die Bienen verbrauchen für die Brutpflege weit über 100kg Honig, da ist der Bedarf für den Naturbau vernachlässigbar. Durch die bessere Verteilung der Jungbienen im Stock erhält man aber geringere Schwarmtriebigkeit, bessere Volksharmonie und dadurch auch bessere Sammeltätigkeit. Das wiegt den Honigverbrauch durch Naturbau auf. Ich habe im vergangenen Jahr aus Frühtracht, Robinie und Linde im Schnitt 70kg geerntet, wobei die Spitzenvölker über 100kg gebracht haben.

    Gruß Ralph

    Das kann man zwar machen, das wird aber vor Gericht nicht anerkannt. Der richtige Weg ist, dass man die Vermutung an die Polizei und das Pflanzenschutzamt meldet. Anschließend handelt man auf Anweisung dieser beiden Institutionen.

    Eine solche Vermutung ist aber nur dann sinnvoll, wenn die Völker am Stand gleichmäßig betroffen sind. Falls man nur sehr wenige Völker hat, sollte man bei Nachbarimkern nachfragen, die dann auch betroffen sein sollten.

    Gruß Ralph

    Die Zarge über dem BR ist in Warmbau aufgesetzt wie der Brutraum. Darüber geht es dann in Kaltbau weiter. Dass die unterste Honigzarge zunächst halb vollgetragen wird, stört nicht weiter.

    Gruß Ralph

    Lieber Ralph, mich würde mal interessieren wie es in deinem HR aussieht, ein kleines Bild wäre nicht schlecht, das ich mal staunen kann.

    Hallo Drobi, den Honigraum aufmachen möchte ich jetzt nicht. Er ist locker besetzt, wie ich durch die Abdeckgaze sehen kann. Ich kann aber durch die Sichtscheibe Bilder von der letzten Wabe im Brutraum machen.

    Die Völker sind auf 5 Waben DN 1,5 geschiedet.

    Gruß Ralph

    Such dir die Gewichtsangaben für die Beute bei Holtermann heraus, rechne deren Leergewicht aus und wiege dann die Völker. Rechne mit 4kg für Brut, Pollen und Bienen. Rechne pro Leerwabe mit 0,25kg.

    Gruß Ralph

    Hier ist es meist stürmisch und kühl, kein Bienenflug. Ab und zu gibt es eine Viertelstunde Sonne, dann stürzen sofort die Wasserholer aus den Stöcken und nutzen die Gelegenheit, die Völker mit Wasser zu versorgen. Pollen ist reichlich gebunkert, Futterstand ist auch gut. So können die Völker die aufgesetzte Honigzarge gut in Betrieb nehmen, auch ohne Flugwetter.

    Gruß Ralph

    Auch bei DN 1,5 wird das Brutnest in die unterste HR-Zarge ausgedehnt, Voraussetzung ist aber ein gewisses Pressing im Brutraum. Wenn unten zuviel Platz gegeben wird, dann bildet sich stattdessen unten eine Honigkappe aus.

    Wenn sich also ein Virtuelles Brutnest ausbildet, dann heißt das: Alles richtig gemacht!

    Gruß Ralph

    Wie schon mehrmals von einigen Foristen angeraten, würde ich das Absperrgitter auflegen und die Mittelwände darüber geben. Das garantiert eine frühe Annahme des Honigraums. Falls du unbedingt mit zwei Brutzargen imkern möchtest, warum auch immer, kannst du die zweite Zarge später unter die Brutzarge untersetzen.

    Die Frage, wann aufsetzen: Ich würde aufsetzen, wenn die Brutzarge über alle Gassen gefüllt ist, spätestens bei der nächsten Schönwetterperiode.

    Gruß Ralph

    Das Wetter ist erst einmal unwichtig.

    Solange die klinischen Völker gut verteidigen, also normaler Fluglochbetrieb beobachtet werden kann, ist die Ansteckungsgefahr gering. Die Fluglöcher sollte man eng halten, ansonsten sollte das Veterinäramt im Sperrkreis nach weiteren erkrankten Völkern suchen. Erst wenn alles abgesucht und gefunden ist, sollte das Veterinäramt anordnen, alle Völker im Sperrkreis zu behandeln, in welcher Form auch immer.

    Ausnahme: Ein klinisches Volk ist nicht verteidigungsfähig. In diesem Fall sollte das Veterinäramt die unverzügliche Abtötung dieses Volkes anordnen. Abgestorbene oder abgetötete Völker sind unverzüglich unschädlich zu beseitigen, da das enthaltene Futter Wasser zieht und aus der Beute zur Freude aller anderen Bienen heraustropft.

    Gruß Ralph

    Hier sind die Krokusse voll auf, die Erle ist durch, die Weide beginnt zu blühen. Die aufgesetzten Halbzargen mit ausgebauten Waben wurden von den Bienen innerhalb von 2 Stunden annektiert, es wimmelt jetzt dort von Bienen. Im Gegenzug sind jetzt die Waben unten locker besetzt.

    Viele Jungbienen sind zu sehen.

    Gruß Ralph

    Meine Beuten haben ein Sichtfenster. Bei vielen Völkern war die sichtbare Randwabe vor 3 Wochen halb besetzt; jetzt ist sie überall voll besetzt.

    In Holzbeuten wäre ich auch zögerlich, angesichts der kommenden Wetterlage den Honigraum aufzusetzen, bei der Segeberger Styropor aber nicht.

    Gruß Ralph

    So, jetzt ist 7.3. Die Völker sind erwartungsgemäß schon deutlich gewachsen, wobei sich die Expansion jetzt noch beschleunigen sollte. Die Weide beginnt zu blühen. Heute ist es warm. Also: Honigraum drauf!

    Gruß Ralph