Beiträge von Kleingartendrohn

    Ich hatte im vergangenen Jahr einige ruhrkranke Völker in Kaffeetassenstärke, auch da Flugwetter für einige Stunden. Eins von denen habe ich durch Platztausch saniert. Das Volk wurde nicht riesig dadurch, aber entwicklungsfähig, darauf kam es mir an.

    JCD Bienen können sich in jeder Altersstufe zurück entwickeln. Deshalb können reine Fluglinge bauen, Brut pflegen, putzen - alles was im Stock nötig ist. Probier es im Sommer mal aus!

    Gruß Ralph

    Ich würde es nicht wie Rase machen, sondern den Platztausch bevorzugen. Wenn du Bienen vom gleichen Stand in das schwache Volk gibst, fliegen die meisten zurück, das ist wenig effektiv.

    Bei Verstärkung über Platztausch schlägst du 2 Fliegen mit einer Klappe:

    Erstens ziehst du vom Spendervolk Altbienen ab, die dort wegen demnächst schlüpfender Brut sowieso bald sterben würden, zweitens gibst du diese Altbienen einem Volk mit wenig Brut, wo sie wegen der dort wenigen schlüpfenden Brut länger leben. Du hast also effektiv mehr Bienen zur Verfügung als mit der anderen vorgeschlagenen Variante.

    Außerdem brauchst du dafür kein Volk zu öffnen.

    Gruß Ralph

    Ich hatte einmal ein Kaffeetassenvolk (Ruhr) mit einem anderen Volk vereinigt, das ich für weisellos gehalten hatte. Ergebnis: Am Folgetag lag eine unbegattete Königin vorm Flugloch, die aus dem Kaffeetassenvolk war die neue Regentin.

    Ich würde nicht warten sondern vereinigen.

    Gruß Ralph

    Bei Nosema ist auffällig, dass sich bei Flugwetter im Außenbereich Bienen in Grüppchen sammeln, um gemeinsam zu sterben. Falls du das sehen solltest, dann nimm einige dieser Bienen und ziehe mit einer Pinzette das letzte Hinterleibsglied mit dem Stachelapparat heraus. Dabei wird der Darm mit heraus gezogen. Ein gesunder Darm ist rosa. Bei Nosema ist der Darm weiß oder völlig zerfallen.

    Gruß Ralph

    Was sind denn hier die Empfehlungen bei vermuteter Erkrankung an der Ruhr (flatschig-braune Kotspuren in der Beute)?

    Ich habe so einen Verdachtsfall.

    Ruhr ist keine ansteckende Krankheit und heilt von selbst, wenn das Volk noch stark genug ist. Man sollte das Volk aber in eine saubere Beute setzten und die verkoteten Waben soweit wie möglich entnehmen. Das Volk sollte mit einem Schied (evtl. Thermoschied) eng gesetzt werden, um nachkommende Brut zu fördern.

    Meist ist aber nur noch ein Volk von Kaffeetassengröße übrig, wobei die Königin nicht von der Ruhr betroffen ist, hektisch stiftet, aber wo wegen der fehlenden Bienenmasse die ausschlüpfende Brut nicht gepflegt werden kann. Dann sollte man sehen, ob andere Völker evtl. weisellos sind, dann kann man das Kaffeetassenvolk einfach dazu hängen mit einem normalen umlaufbaren Schied dazwischen, das man am Folgetag entnehmen kann. Wenn eine solche Möglichkeit nicht besteht, sollte man das Volk auflösen und nicht aus anderen Völkern verstärken.

    Gruß Ralph

    Zaudern ist hier nicht angesagt. Was zu tun ist:

    • Totenfall aus dem Boden entfernen
    • Futter abschätzen
    • Bienensitz an den Rand
    • Schieden
    • Kotspuren (Braun flatschig = Ruhr, Püntchenketten = Nosema)
    • Krabbler?

    Melde dich wieder, wenn du die Liste abgearbeitet hast, dann könnte dir geholfen werden. Falls du in einem Verein sein solltest, dann sollte es auch einen Obmann für Bienengesundheit geben, frag den oder einen erfahrenen Imker.

    Gruß Ralph

    Heute alle Völker geschiedet, fast alle auf 5 Waben, eins auf 4 Waben.. Bei den Völkern, wo ich das Brutnest vesetzen musste, war meist auf 1 Wabe Brut. Weiter sind sie noch nicht.

    Pollensammler sind zu sehen und frisch eingelagerter Pollen. Kann von der Haselnuss und von der Schwarzerle stammen, die beide z.Zt. blühen.

    Insgesamt sind die Völker sehr gut ausgewintert, bisher keine Verluste, keine Krankheiten, stattdessen starke Völker.

    Gruß Ralph

    Die schwächeren Völker kommen auf 4 Halbzargen im Honigraum, die Stärkeren auf 7, also auch ziemlich ähnlich. Durch die Naturbauweise hängen die Bautrauben im Honigraum, unten eigentlich nicht.

    Die meisten Völker werden im Warmbau betrieben, mit dem Leerraum vorn, ist aber egal, ob vorn oder hinten. Ein Volk wurde im Kaltbau betrieben, die waren mit der Ausführung von Wildbau extrem.

    Vielleicht ist die starke Frühtracht der Auslöser, starke Frühtracht finde ich aber eher gut, da der cremige Frühtrachthonig gefragt ist. Vielleicht ist es aber auch die Genetik.

    Gruß Ralph