Beiträge von Kleingartendrohn

    Vielleicht war schon eine drin.:/

    Nein, da war keine andere Königin drin. Das kann ich zu 100% ausschließen, weil ich die Königinnen aus den Völkern, von denen ich die Bienen zusammengestellt habe, vorher separiert habe.

    Da kann trotzdem eine drin sein. In dieser Jahreszeit laufen die Umweiselungen. Die gezeichnete wird gekäfigt, die ungezeichnete wird übersehen.

    Für Kunstschwärme entweder Honigraumbienen verwenden oder Königin der Spendervölker käfigen und diese Völker nach 5 Tagen auf Stifte kontrollieren.

    Oder durch ein Sieb geben.

    Gruß Ralph

    Alle so machen wie beim echten Schwarm. Mit Wasser einnebeln vorm Einschlagen ist nützlich. Das Rähmchen ist leer oder enthält eine Mittelwand.

    Gruß Ralph

    Sehr sicher ist auch der Freiluftkunstschwarm. Die Königin wird mit Käfig in einem Rähmchen festigt und an einem Bindfaden aufgehängt. Die Bienen für den Kunstschwarm werden in reichlicher Menge in einen Hobbock gefegt. Das Rähmchen mit der Königin wird nun in den Hobbock eingetaucht. Die Bienen, die die Königin mögen, ziehen sich zu ihr hin, die anderen fliegen nach Hause.

    Das Rähmchen wird nun schrittweise langsam aus dem Hobbock heraus gezogen, bis der Kunstschwarm frei hängt. Dann lässt man ihn 2h hängen und schlägt ihn dann in eine Beute ein. Kellerhaft oder anderer Stellplatz ist nicht nötig. Die Königin wird jetzt unter Futterteig freigegeben.

    Gruß Ralph

    Hallo,
    so wie ich das lese schmeißt Ihr da zwei Dinge durcheinander.
    1. Königin käfigen um nach 21 Tagen im Brut freien Zustand (bzw. ohne verdeckelte Brut, richtigerweise) mit Oxalsäure zu behandeln.
    2. Die Königin kann bereits nach 13 Tagen (Sicherheitshalber 14/15 Tage) wieder freigelassen werden, da die nun gelegten Eier und dann Larven zum Zeitpunkt der Oxalsäure-Behandlung noch nicht verdeckelt sind (max. 8 Tage alt, sicherheitshalber 6/7 Tage).
    Somit wird der Einbruch der Bienenmasse noch kleiner.


    Ich denke das war die Eingangsfrage und die kann mit Ja beantwortet werden.

    8-tägige Larven sind bereits befallen, die Larven sollten höchstens 6 Tage alt sein. Außerdem wirkt OS nicht sofort, sondern der Milbentotenfall zieht sich über 14 Tage hin mit Schwerpunkt in den ersten 3 Tagen. Daher sind zu den 13 Tagen mindestens 2+3=5 Tage zu addieren, wobei man wegen der langen Nachwirkung der OS noch immer kein perfektes Ergebnis erzielt. Man erhält dann für die Käfigung eine Mindestzeit von 18 Tagen.

    21 Tage sind besser, außerdem ist dann eine Bauerneuerung möglich.

    Gruß Ralph

    Bei kürzerer Käfigung als 21 Tage ist nicht alle Arbeiterbrut geschlüpft; deshalb wird die Bauerneuerung problematisch.

    Ich lasse daher die Königin für 21 Tage im Käfig. Dann ersetze ich die Altwaben durch Mittelwände und lasse die Königinnen frei. Eine Mittelwand lasse ich bereits vorm Freilassen der Königin ausbauen, damit die Königin gleich Eier legen kann. 3 Tage nach dem Freilassen der Königin erfolgt die Varroabehandlung.


    Gruß Ralph

    Es scheint jetzt egal zu sein, da die Lindentracht dem Ende zugeht.

    Ansonsten würde ich bei Verwendung von Vollzargen und bei 2 Brutzargen die Erweiterung direkt über das Absperrgitter setzen.

    Bei Verwendung von nur einer Brutzarge dagegen würde ich zwischen der ersten Honigzarge und den darüber liegenden Zargen einschieben.

    Warum?

    Bei zwei Brutzargen wird der Pollen im Wesentlichen im Brutraum abgelagert, sodass der Honigraum im Wesentlichen frei von Pollen ist. Die Honigwaben können also gut eingelagert werden.

    Bei nur einer Brutzarge dagegen aber lagert ein großer Anteil des Pollens in der Zarge über dem Absperrgitter. Wenn man nun direkt über dem Absperrgitter zwischensetzt, wandert die verpollte Honigzarge nach oben und in der dazwischen geschobenen Zarge wird jetzt auch Pollen eingelagert. Im Ergebnis enthalten alle Honigwaben Pollen, können also nur bedingt gelagert werden. Deshalb sollte die Erweiterung oberhalb der untersten Honigzarge erfolgen.

    Gruß Ralph

    Die Kristallisation beginnt sofort mit sehr kleinen Keimen, vorwiegend am Gefäßrand. Wenn man jetzt nichts tut, wachsen die Keime aufeinander zu und verbinden sich zu größeren Clustern. Wenn man aber rührt, löst man sie von der Wand und schafft sie ins Volumen, wo sie dann weiter wachsen, während sich an der Gefäßwand weitere Keime bilden, die ebenfalls durch das Rühren ins Volumen transportiert werden. Durch dieses frühzeitige Rühren erzeugt man also sehr viele sehr kleine Keime, auch wenn man sie noch nicht sieht. Das ist die Voraussetzung für feincremigen Honig.

    Wenn man einmal zwei Bottiche vergleicht, wo einer gerührt wird und der andere nicht, wird man feststellen, dass in dem gerührten Bottich die Kristallisation schneller sichtbar wird. Rühren fördert also die spontane Kristallisation.

    Gruß Ralph

    Man muss unterscheiden zwischen spontaner Kristallisation und Impfen.

    Spontane Kristallisation geht am besten mit Rapshonig. Die Lagertemperatur sollte unter 20°C liegen (bei mir sind das 17°C). 1 Tag nach dem Schleudern beginnt man zu rühren, 2mal pro Tag maschinell für jeweils 2 Minuten, wobei der Rührer mehrmals an den Gefäßwänden entlang geführt werden muss, da dort die Keimbildung am stärksten ist und die Keime durch das Rühren in das Volumen transportiert werden müssen. Innerhalb weniger Tage wird der Rapshonig trüb und zäh und beginnt beim Rühren perlmuttartig zu glänzen. Dann ist er reif zum Abfüllen.

    Spontane Kristallisation geht auch mit Frühjahrshonig ohne Raps, es dauert nur länger. Hier wird der Honig einmal pro Woche für 1min gerührt, bis er sich trübt. Dann wird er einmal pro Tag gerührt, bis er zäh wird und den Perlmuttglanz aufweist. Spontane Kristallisation hat den Vorteil, dass damit der feincremigste Honig erzielt wird.

    Zum Impfen wird feincremiger Honig aus spontaner Kristallisation zugesetzt. Ich setze dann ca. 7% zu. Der Honig bildet dann selbst keine Keime, sondern lagert sich an den zugesetzten feinen Keimen an. Es hat deswegen auch keinen Sinn, den Honig lange zu rühren. Er muss nur einmal gründlich durchgemischt werden und sollte dann abgefüllt werden.

    oleeiner : Dein Honig ist jetzt erst einmal vermurkst. Eine Reparatur sieht so aus: Mit einer Spitzsiebheizung oder ähnlichem kurzzeitig auf 50-60°C erhitzen, damit die Keime komplett aufgelöst werden. Wichtig ist, dass der Honig nach dem Verflüssigen von der Heizwendel schnell abfließen kann. Spitzsiebheizungen mit Temperaturregelungen gibt es im Imkerbedarf und die sind nicht so teuer wie die professionellen Lösungen zum Verflüssigen. Nach dem Erkalten impfen mit 5-10% feincremigem Honig, gut durchrühren und dann abfüllen.

    Gruß Ralph