Beiträge von Kleingartendrohn

    Waben mit Schwarmzellen zur Ablegerbildung zu verwenden, hat nur Sinn, wenn die Schwarmzellen verdeckelt sind. Das aber ist der Punkt, an dem bereits geschwärmt wird.

    Deshalb würde ich in deinem Fall bei vorhandenen Schwarmzellen die Altkönigin in einem kleinen Ableger zwischenparken. Nach wenigen Tagen sind die Schwarmzellen verdeckelt und können für die Bildung von Ablegern verwertet und der Zwischenableger rückvereinigt werden.

    Machen kann man das bei jeder Außentemperatur ab 12°C.

    Gruß Ralph

    Ich hätte noch einen anderen Vorschlag:

    Falls du vermehren möchtest und im Juni die neuen Königinnen zur Verfügung hättest, könntest du mit den Dadantbeuten deutlich vor deinem Urlaub über Platztausch Fluglinge mit den neuen Königinnen bilden, wobei die Honigräume bei den Muttervölkern bleiben. Dann haben die Völker in den Dadantbeuten mehr Zeit, sich zu entwickeln und können noch vor deinem Urlaub brutfrei mit OS gegen die Milbe behandelt werden.

    Die Königinnen in den Muttervölkern werden vor deinem Urlaub im Scalvini gekäfigt und nach dem Urlaub gegen die Milbe behandelt, evtl. kannst du auch noch die Waben erneuern.

    Gruß Ralph

    Eine Frage: Willst du vermehren oder willst du nur nach Dadant umziehen?

    Falls letzteres der Fall sein sollte, empfehle ich dir, vor dem Urlaub die Königinnen im Scalvini zu käfigen, nach dem Urlaub alle Völker als Kunstschwärme in die Dadantbeuten zu setzen, mit den neuen Königinnen zu versorgen und mit OS gegen die Milbe zu behandeln.

    Falls du außerdem vermehren möchtest, könnte es in Holzbeuten bei Start am 21.7. mit der Einwinterungsstärke knapp werden.

    Wenn die Bienen jetzt aber in Styroporbeuten sitzen sollten, könntest du den kleineren Teil der Bienen in den Styroporbeuten belassen und den größeren Teil in die Holzbeuten setzen, das könnte klappen.

    In Styroporbeuten brüten die Völker länger und auch mit einem größeren Vermehrungsfaktor/Zeiteinheit, sodass man im Juli auch noch mit kleineren Einheiten starten kann.

    Gruß Ralph

    Bei Zander einzargig (nicht Zadant), kann man nach dem Abschleudern eine Honigzarge ohne Absperrgitter direkt aufsetzen. Dann hat die Beute einen 2-zargigen Brutraum, mit dem überwintert wird.

    Im Frühjahr wird die untere Zarge weggenommen. Das wäre eine 100%-Bauerneuerung im Brutraum.

    Zum Baurahmen: Wenn das Volk so stark wird, dass es mit 8 Waben = 48.000 Zellen nicht auskommt, kann man den Baurahmen durch eine Mittelwand ersetzen und auf den Baurahmen verzichten.

    Gruß Ralph

    Ich habe heute ein Schwarmerlebnis gehabt, das ich so noch nicht kenne. Ich hatte am Vormittag in einem Volk alle Schwarmzellen gebrochen und auch nach der Königin geschaut: Gelb gezeichnet (2017), rechter Flügel geschnitten.

    Am Nachmittag zog aus diesem Volk ein Schwarm aus. Ich passte am Flugloch auf, wann meine gelbe Königin kam, aber sie kam nicht. Der Schwarm sammelte sich in ca. 1,80m Höhe in einem Pflaumenbaum. Ich erwartete, dass er mangels Königin zurück fliegen müsste, aber das tat er nicht.

    Nach ca. 1h entschloss ich mich, ihn einzusammeln und vor eine leere Beute zu kippen. Die Bienen zogen dann auf brav z.T. ein, zum anderen Teil sammelten sie sich an der Beutenvorderfront. So blieb das eine Weile.

    Schließlich fegte ich die Bienen von der Vorderfront ab, damit sie endlich einziehen. In dem Chaos sah ich schließlich für einen kurzen Moment eine ungezeichnete Königin.

    Ich kann mir das nur so erklären: Das Volk hat umgeweiselt, die Königin von 2017 war noch im Volk. In diesem Zustand ist das Volk schwarmtriebig geworden. Da nun 2 Königinnen im schwarmtriebigen Volk waren, konnte der Schwarm mit einer von beiden schwärmen, er entschied sich für die neue.

    Meine Frage: Hat schon jemand so etwas gesehen?

    Gruß Ralph

    Das erste Volk von mir ist schwarmtriebig, erkannt an einer plötzlich einsetzenden Füllung des Brutbereichs auf der Deckwabe hinter dem Sichtfenster mit Nektar und am Baustopp im Honigraum. Behandlung mit Zwischenableger.

    Alle anderen Völker halten den Brutbereich auf der Wabe in dieser Position noch frei für die Brut und bauen gut im Honigraum.

    Gruß Ralph

    Du gehst von 8000 Zellen aus? Irgendwie habe ich 8800 im Hinterkopf. Finde aber gerade die Quelle nicht.

    Es sind 8813 Zellen. Folgende Rechnung:

    • Innenbreite = 4,28dm, Innenhöhe = 2,60dm.
    • Ich ziehe eine Zelle an allen Seiten als nicht bebrütbar ab, ergibt eine bebrütbare Innenfläche von 10,76dm².
    • Die Fläche einer Zelle mit Maß 5,4mm ist 25mm².
    • Daraus folgen 752 Zellen/dm² (beidseitig).

    Somit ergibt sich die oben genannte Zellenzahl pro Wabe.

    Bei 6 Waben hat man eine Zellenzahl von 52.880. Das reicht fast immer aus.

    Gut wäre es bei Dadant, am Anfang auf 4 Waben = 35.254 Zellen zu schieden und erst dann auf 5 Waben = 44.067 Zellen zu erweitern, später auf 6 Waben, wenn beide Randwaben gut bebrütet sind.

    Erweitert werden sollte zwischen einer Randwabe und der benachbarten Wabe, damit die neue Leerwabe nicht als Speckwabe eingeordnet wird.

    Die meisten Königinnen schaffen 4 Waben, 5 Waben schon nicht mehr alle und nur wenige 6 Waben, immer mit Brut von Holz bis Holz gerechnet.

    Mit einem Drohnenrahmen rechne ich nicht, ich empfehle, darauf zu verzichten.

    Bei DN1,5 ist die Zellenzahl geringfügig kleiner. Wegen der besseren Wärmeisolation der Segeberger entwickeln sich die Völker im Frühjahr schneller, sodass man gleich auf 5 Waben = 41.204 Zellen schieden sollte. Auch dort erweitere ich nur, wenn beide Randwaben gut bebrütet sind. Bei 6 Waben = 49.445 Zellen ist bei mir typischerweise Schluss. 7 Waben = 57.686 Zellen werden so gut wie nie benötigt.

    Gruß Ralph

    Eine Frage: Mein stärkstes Dadantvolk hat momentan 6 BW und den DR. Ich habe am letzten Mittwoch erweitert, sie haben es aber jetzt mit Tracht vollgeknallt, da die Erweiterungsfutterwabe halt praktisch leer war. Ich hätte eine MW geben sollen, (ich weiss jetzt. )Die Kö hat jetzt die 1. Wabe (Pollenwabe) gerade frisch bestiftet. Soll ich jetzt alles so lassen, im Gedanken dass sie den Honig aus der gegebene Erweiterungswabe schon hochtragen werden wenn die Kö mehr Platz als 6 BW’s bräuchte oder soll ich die vollgeklatschte BW hinters Schied hängen und eine MW geben? Ich habe den 2. HR etwas zu spät gegeben, die Stärke des Volkes hat meine Erwartungen übertroffen, die Tragen massiv ein!

    Ich vermute, dass du im Honigraum zu wenig Platz hat und dass die Bienen den Honig deshalb unten einlagern. Mittelwand statt Leerwabe ist sinnfrei, da du damit die Baubienen nach unten ziehst und außerdem der Honig dort noch viel lieber eingelagert wird, Ich persönlich bin auch gegen einen Baurahmen im Brutraum, da auch der die Baubienen nach unten zieht, was die Schwarmtriebigkeit fördert.

    Der Brutraum mit 6 Waben Dadant sollte erst dann erweitert werden, wenn beide Randwaben gut mit Brut belegt sind. Ist das bei dir der Fall? 6 Waben Dadant haben bei einem Zellenmaß von 5,4mm rund 48000 Zellen, normalerweise sollte das ausreichen.

    Gruß Ralph

    Heute alles durchgesehen, keine Schwarmtriebigkeit. Alle Völker sind im Pressingmode gehalten (5 Waben DN1,5). Die meisten Völker haben alle 5 Waben gut bebrütet und haben sich heute deshalb eine 6. Wabe als Leerwabe verdient. Einige wenige haben die 5 Waben nicht voll bebrütet, die müssen auf 5 Waben bleiben. Honigräume jetzt viele auf 6 Halbzargen DN0,5.

    Gruß Ralph

    Mal eine Frage: Was wird denn hier unter einer perfekt gepflegten Made verstanden? Die jüngste Made braucht nicht viel.

    Normal ist beim Umlarven:

    • Made in den Napf, Futtersaft nicht erforderlich
    • Auf Austrocknen achten
    • Nach bis zu 2h durch Bienen pflegen lassen

    Dieses ganze Vorpflegen aus Eiern scheint mir völlig unnötig.

    Gruß Ralph

    Gestern bei der Kontrolle eins von 14 mit Näpfchen und Stiften, wohlgemerkt eins von den schwächsten mit null Honig im HR. Königin allerdings noch mit weißen Plättchen. Alle Völker mit vielen Drohnen schon seit ca. einer Woche.



    Gruß

    Sascha

    Königin von 2016 und gleichzeitig schwaches Volk? Das sieht mir nach einer stillen Umweiselung aus. Ich würde der Königin einen Flügel schneiden und das Volk ansonsten machen lassen. Vor dem Schlupf der ersten Jungkönigin noch einmal nachschauen und evtl. Weiselzellen selektieren.

    Gruß Ralph

    Wildbau im Hochboden kann man mit einer Bausperre vermeiden.

    Ich verwende keine Bausperre, sondern vermeide Wildbau im Hochboden durch frühzeitiges Aufleiten in den Honigraum und dort mit reichlich Gelegenheit, Naturbau zu errichten. Im Brutraum gebe ich keinen Baurahmen sondern nur ausgebaute Waben. Dadurch erreiche ich, dass sich die Baubienen oberhalb des Absperrgitters versammeln.

    Gruß Ralph