Beiträge von Kleingartendrohn

    Oh, Ihr seid ja immer noch hier!?

    Jede dieser Blackboxen ist ein Vektor für Krankheiten. 'Blackbox' nicht weil man als nicht reinschauen kann, sondern als Anfänger ohne Imkerambition nix sieht, wenn man's macht. Und deshalb den Nutzen vom Reinschauen nicht versteht. Honig will man ja eh nur so nebenbei. Was'n Elend.

    Die Bienenbox ist keine Blackbox, sondern benutzt bewegliche Waben. Sie ist damit ebenso kontrollierbar wie jede andere Beute. Deshalb ist mir nicht klar, wieso die Bienenbox ein Vektor für Krankheiten sein soll.

    Gruß Ralph

    Hier liegt ein Missverständnis vor. Die Luft ist im Raum nicht nasser als draußen, will heißen, der Wasserdampfdruck ist drinnen wie draußen gleich. Durch die Kühlung sinkt aber der Sättigungsdampfdruck einen gewissen Faktor a (berechenbar durch die Sättigungsdampfdruckformel). Dann steigt die relative Luftfeuchte im kalten Bereich um den Faktor 1/a.

    Wenn es also draußen warm ist mit einer durchaus niedrigen relativen Luftfeuchte von 54%, entsteht ohne zusätzliche Entfeuchtung drinnen durch Kühlung bei einströmender Außenluft unvermeidbar eine hohe Luftfeuchte.

    Der Luftdruck hat keine Bedeutung für die relative Luftfeuchte, da die relative Luftfeuchte definiert ist als das Verhältnis des aktuellen Wasserdampfdrucks zum Sättigungsdampfdruck, wobei letzterer ausschließlich durch die Temperatur bestimmt wird.

    Gruß Ralph

    Ein Honig mit einem Wassergehalt von 16,5% zieht bereits bei mehr als 48% Luftfeuchte Wasser aus der Luft, bei mehr als 52% zieht auch ein Honig mit 18% Wassergehalt Wasser aus der Luft (siehe hier). Eine Feuchte von 65% ist viel zu hoch! In kalter Luft geschieht die Wasseraufnahme durch Honig zwar langsamer, ist aber über Monate nicht zu vernachlässigen.

    Gruß Ralph

    Unterdruck wird man immer haben, denn wenn ich Luft abkühle, sinkt ihr Volumen.

    Das ist leider nicht die Ursache meines Problems. Der Luftstrom in den kühleren Raum ist stetig, was man daran erkennt, dass bei einer Innentemperatur von 16°C und einer Außentemperatur von 24°C und 54% Luftfeuchte durch die Entfeuchter ungefähr 6l Wasser abgeschieden werden. Ohne die einströmende Luft wäre die kalte Luft nach einmaliger Entfeuchtung trocken.

    Gruß Ralph

    Hallo, ich lagere meinen Honig in 40kg-Kübeln und fülle ihn erst dann in Gläser, wenn er verkauft werden soll (Ausnahme Frühjahrshonig). Ich mache das deshalb, weil zum Zeitpunkt der Ernte nicht feststeht, ob flüssiger oder cremiger Honig gefordert wird. Ich lagere die Kübel bei einer Temperatur zwischen 15°C und 17°C, um seine Degradation zu verlangsamen. Um die Temperatur im Lagerraum zu halten, benutze ich ein lokales mobiles 2-Schlauch-Klimagerät.

    Nun zum Problem: Das Klimagerät erzeugt offenbar trotz aller Versuche zur Abdichtung einen leichten Unterdruck im Raum, wodurch es einen geringen Einstrom der Außenluft in den Raum gibt. Dadurch gelangt auch kontinuierlich Wasserdampf in den Raum, der zu einem Anstieg der relativen Luftfeuchte führt. Mit der In Wikipedia angegebenen Sättigungsdampfdruckformel lässt sich ausrechnen, wie stark die relative Feuchte bei Abkühlung der einströmenden Luft zunimmt. Beispiel:

    Luftfeuchte der Außenluft bei 24°C: 54%

    Luftfeuchte nach Abkühlung auf 16°C: 89%

    Bei stetigem Einstrom der Außenluft steigt daher die Luftfeuchte allmählig an - Gift für den Honig.

    Momentan arbeite ich dem mit 2 Entfeuchtern entgegen. Die verbrauchen Energie und erzeugen Wärme, die wiederum durch das Klimagerät entfernt werden muss. Das führt zu einem enormen Energieverbrauch, den ich vermeiden möchte.

    Damit ich mich um den Feuchtegehalt der Luft nicht kümmern muss, habe ich mir überlegt, die Honigoberflächen in den Kübeln mit einer Frischhaltefolie abzudecken, um den Feuchteaustausch mit der Umgebungsluft zu unterbinden..

    Hat jemand Erfahrung damit?

    Gruß Ralph

    der Kunde geht beim Kauf des Honigs in der Regel davon aus, diesjährigen, bzw im Frühjahr, Honig aus der Vorjahresernte zu kaufen.

    Wo steht das? Oder ist das nur deine Meinung?

    Zitat

    Grundsatz (§432 BGB) Daraus ergeben sich sogenannte Gattungsschulden(§433), z. B. Waren mittlerer Art und Güte zu leisten.

    Einverstanden.

    Zitat

    Anhand reiner subjektiver Einschätzung des Abfüllers, ist dies bei 4 Jahre altem Honig wohl kaum zu gewährleisten.

    Genau das ist der Streitpunkt. Der 4 Jahre alte Honig kann durchaus eine Ware mittlerer Art und Güte sein. Das lässt sich anhand von BGB-Paragraphen nicht entscheiden. Damit geht deine Argumentation mit dem BGB ins Leere.

    Gruß Ralph

    Ein Freiluftkunstschwarm kann so nicht gebildet werden, da die eingeflogenen Bienen mehrheitlich an den alten Standort zurück fliegen. Übrig bleibt ein zimlich kleines Schwärmchen, dass fast nur aus Jungbienen besteht, keine Verteidigungsfähigkeit hat und nicht überwinterungsfähig wird.

    In deinem Fall würde ich anders vorgehen:

    Schritt 1: Das Miniplus-Völkchen in eine normale Beute am gleichen Standort umwohnen. Danach einige Tage warten, bis normaler Flugbetrieb eingekehrt ist. Flugloch sehr eng halten!

    Schritt 2: Den weiselrichtigen Brutsammler weg und das Miniplus-Völkchen an seine Stelle setzen. Nach einigen Tagen hätte ich ein Volk, das für eine Überwinterung geeignet ist. Auch für die Königin aus dem Brutsammler ist dann gesorgt. Da ist keine Geigelei mit Miniplus erforderlich.

    Gruß Ralph

    Imker2016

    Welche reale Bedeutung hat der Gehalt an HMF, Amylase und Sacharase für den Honigkunden? HMF ist wohl giftig, für den Menschen aber nicht in den Mengen, die im Honig entstehen, bei Amylase und Sacharase ist mir das noch weniger klar. Ich stelle immer nur fest, dass die Kunden die Qualität eines Honigs anhand von Geschmack und Konsistenz beurteilen, für die genannten versteckten Parameter interessiert sich niemand.

    Die Veränderungen des Gehalts dieser Substanzen mit der Zeit wurde in der Arbeit "Lagerung, Kristallisation und Verflüssigung des Honigs" von S. Bogdanov beschrieben. Danach entstehen in einem bei 20°C gelagerten Honig in 2-4 Jahren 40mg/kg HMF, und der Gehalt von Amylase und Sacharase geht in 4 bzw. 2 Jahren auf die Hälfte zurück. Bei 10°C sind die entsprechenden Werte 10-20 Jahre, 35 Jahre und 26 Jahre.

    Wer also Wert auf den Erhalt dieser Substanzen legt, sollte seinen Honig kühl lagern. Dann kann es überhaupt keine Einwände geben.

    Gruß Ralph

    Da kann ich nur noch den Kopf schütteln. Liest du eigentlich auch andere Beiträge? Bei solchen Posts wie diesen denke ich, ich brauche hier eigentlich nichts zu schreiben, es ist für die Katz.

    Gruß Ralph

    Nach meiner Erfahrung bauen die im Spätsommer Mittelwände nur dann aus, wenn sie anderenfalls keine Waben haben, auf denen sie sitzen können. Wenn sie dagegen ausreichend Altwaben haben, die ihnen den Platz zum Sitzen bieten, ignorieren sie die Mittelwände. Bei flüssiger Fütterung füllen sie die Altwaben und ignorieren die Mittelwände trotzdem.

    Ich nehme deshalb nach der letzten Tracht zur Bauerneuerung alle Altwaben heraus und setze die Völker auf Mittelwände. Damit das Volk die Mittelwände auch annimmt, stecke ich eine Altwabe dazwischen. Dann wird in kleinen Dosierungen flüssig mit verdünntem Invertzuckersirup gefüttert. Das funktioniert einwandfrei.

    Gruß Ralph

    Die von dir beschriebene Wabenerneuerung kann nur im Frühjahr oder während der Tracht machen, im Spätsommer geht das nicht; da bauen Bienen Mittelwände nur aus, wenn sie dazu gezwungen sind. Verschiebe deine Bauerneuerung also auf das Frühjahr.

    Gruß Ralph