Beiträge von Kleingartendrohn

    Hallo,
    noch eine kleine Überlegung. Wenn man ein Volk auseinander nimmt und auf Ableger aufteilt, können eine Menge Bienen auffliegen. Ein Teil hiervon können auch Stockbienen sein, die noch nicht eingeflogen sind und daher nicht wissen, wo sie wohnen. Diese werden sich am ganzen Stand einbetteln und die Varroa verteilen. Wenn ich also diesen Weg gehen würde, so würde ich die Ableger außerhalb des Flugkreises bilden. Dazu würde ich mich aber vergewissern, dass nicht ein anderer Imker dort unmittelbar benachbart ist, sonst schenkt man dem die Varroa. Mein bevorzugter Weg wäre die Ablegerbildung aus einem unbehandelten und stark mit Varroa befallenen Volk jedoch nicht.


    Gruß Ralph

    Hallo
    eine Alternative zur Auflösung des Volks wäre
    -eine sofortige OS-Blockbehandlung (4x Bedampfung im Abstand von 7 Tagen bei kaltem Wetter oder abends)
    -Aufsetzen des Honigraums 7 Tage nach der letzten Behandlung
    -Weitere Überwachung mit der Varroawindel
    -Verwendung des geernteten Honigs für den Eigenbedarf (selbst essen oder im Herbst dem Winterfutter untermischen)
    Anmerkung 1: Dass Oxalsäure in den Honigraum gelangt, ist ziemlich unwahrscheinlich, da diese im Brutraum in Lösung gegangen ist und dort zusammen mit dem dort gespeicherten Futter verbraucht wird.
    Anmerkung 2: Eine Behandlung mit Ameisensäure zu diesem Zeitpunkt würde die offene Brut töten und damit den Massenwechsel gefährden.


    Gruß Ralph

    Zitat

    ...weil sie bei Kälte die Wabengassen nach oben dicht machen...


    Hallo Sabine, das habe ich hier schon öfter gelesen. Wie machen sie das denn? Irgendwo habe ich hier auch gelesen, dass jemand bei kaltem Wetter unter einer Wärmeisolierung die Temperatur gemessen hat (wahrscheinlich Hinterbehandlungsbeute, ich glaube es war Remstalimker). Es war deutlich warm. Widerspricht das nicht deiner Angabe?
    Gruß Ralph

    Hallo Udo,
    Sabine und beehead haben recht, du hast zu wenig gefüttert. Ein Beispiel von mir: Ich habe jedem Volk 25kg Apiinvert eingefüttert und musste dennoch jetzt im März jedem Volk noch einmal 5kg nachfüttern. Die Völker haben also 30kg gebraucht! Also nimm die Kritik von Sabine an und frage nicht weiter "Was habe ich bloß falsch gemacht?". Du wirst vermutlich keine andere Anwort finden.
    Viele Grüße Ralph

    Hallo Beetle,
    hier bei Berlin ist es ausreichend warm, sodass die Bienen fliegen. Wenn es bei dir auch so warm sein sollte, kannst du Sirup oder Zuckerlösung füttern. Bei uns rechne ich mit Beginn der Kirschblüte in 3 Wochen, somit habe ich 5kg Sirup nachgefüttert. Sei nicht sparsam, die Bienen danken es. Überzählige Futterwaben kannst du zu Beginn der Tracht entnehmen. Vielleicht ist auch richtig, was Sabine meint: Das in den Brutraum eingefütterte Futter bleibt dort und gelangt nicht in den Honigraum. Ich würde die Fütterung aber vor dem Aufsetzen einer Honigraumzarge durchführen und danach eine Woche warten, bis die Bienen das Futter aufbereitet haben.
    Gruß Ralph

    Hallo Honig,
    mit 1/2 Kilo Honig wird das Volk in dieser Zeit nicht weit kommen. Ich würde noch einmal 5kg Invertzuckersirup einfüttern. Falls der nicht verfügbar ist, tuts auch Zucker (flüssig!). Am Anfang der Tracht kannst du die Futterwaben entnehmen. Falls die Bienen nach der Fütterung immer noch aggressiv sind, würde ich andere Königinnen besorgen. Ich hatte einmal ein Stechervolk, das im Umkreis von 30m alles überfiel. Der Imker mag ja damit noch klar kommen, aber was ist mit den Nachbarn? Die googeln nach "Wie werde ich die Bienen des Nachbarimkers los?". So z.B geschehen hier in der Kleingartenanlage (nicht mit meinen Bienen).
    Gruß Ralph

    Zitat

    Piper ... das meiste Versuche sind...


    Hallo Piper,
    die meisten der von dir aufgezählten Methoden sind in der Veröffentlichung "Varroa unter Kontrolle" beschrieben. In deiner Aufzählung fehlt das Fangwabenverfahren bei Brutfreiheit. Nicht in der Schrift enthalten sind lediglich Nichtbehandlung, alternative Varroabehandlung, Wärmebehandlung und Puderzucker. Weil die meisten Methoden beschrieben sind, kann sich jeder einen Blumenstraß an Maßnahmen zusammen stellen. Nicht richtig in deinem Betrag ist, dass OS nur im brutfreien Zustand angewendet werden kann. Richtig ist dagegen, dass eine einmalige Anwendung von OS in nicht brutfreiem Zustand nicht ausreichend ist, weil die in der Brut sitzenden Milben nicht erreicht werden. Eine Blockbehandlung mit OS dagegen ist sehr wirksam, habe ich im vergangenen Jahr selbst erprobt. Ich habe im Oktober 4mal im Abstand von jeweils 7 Tagen mit OS bedampft und habe dabei aus einem Volk 70 Milben und aus einem anderen Volk 300 Milben heraus geholt. Bei der OS-Behandlung im Dezember sind dann weniger als 10 Milben gefallen, wodurch die Wirksamkeit der Blockbehandlung bewiesen ist.
    Fazit: "Varroa unter Kontrolle" lesen, die Schrift ist recht informativ. Zusätzlich noch nach OS-Bedampfung googeln, hier finden sich auch genügend informative Schriften.
    Gruß Ralph

    (http://www.llh-hessen.de/downloads/B...0608_klein.pdf)
    Hallo,
    einige im Forum fürchten ja, dass Pollen und/oder Nektar im Stock vergiftet sind und daher die Winterbienen, die damit aufgezogen werden, nicht hinreichend lebenstüchtig sind, wodurch die Völker nicht überleben. Müsste die genannte Methode nicht ein Mittel dagegen sein? Mit der kompletten Brut- und Bauerneuerung verschwindet alles aus dem Stock, was die Bienen bis dahin gesammelt haben. Sie ziehen die Winterbienen dann mit frisch gesammeltem Pollen und Nektar aus dem Spätsommer sowie mit dem Winterfutter auf. Das Argument PSM als Schwächungsfaktor für die Überwinterung wäre dann doch vom Tisch, oder?