Beiträge von Kleingartendrohn

    Hallo Beetle,
    hier bei Berlin ist es ausreichend warm, sodass die Bienen fliegen. Wenn es bei dir auch so warm sein sollte, kannst du Sirup oder Zuckerlösung füttern. Bei uns rechne ich mit Beginn der Kirschblüte in 3 Wochen, somit habe ich 5kg Sirup nachgefüttert. Sei nicht sparsam, die Bienen danken es. Überzählige Futterwaben kannst du zu Beginn der Tracht entnehmen. Vielleicht ist auch richtig, was Sabine meint: Das in den Brutraum eingefütterte Futter bleibt dort und gelangt nicht in den Honigraum. Ich würde die Fütterung aber vor dem Aufsetzen einer Honigraumzarge durchführen und danach eine Woche warten, bis die Bienen das Futter aufbereitet haben.
    Gruß Ralph

    Hallo Honig,
    mit 1/2 Kilo Honig wird das Volk in dieser Zeit nicht weit kommen. Ich würde noch einmal 5kg Invertzuckersirup einfüttern. Falls der nicht verfügbar ist, tuts auch Zucker (flüssig!). Am Anfang der Tracht kannst du die Futterwaben entnehmen. Falls die Bienen nach der Fütterung immer noch aggressiv sind, würde ich andere Königinnen besorgen. Ich hatte einmal ein Stechervolk, das im Umkreis von 30m alles überfiel. Der Imker mag ja damit noch klar kommen, aber was ist mit den Nachbarn? Die googeln nach "Wie werde ich die Bienen des Nachbarimkers los?". So z.B geschehen hier in der Kleingartenanlage (nicht mit meinen Bienen).
    Gruß Ralph

    Zitat

    Piper ... das meiste Versuche sind...


    Hallo Piper,
    die meisten der von dir aufgezählten Methoden sind in der Veröffentlichung "Varroa unter Kontrolle" beschrieben. In deiner Aufzählung fehlt das Fangwabenverfahren bei Brutfreiheit. Nicht in der Schrift enthalten sind lediglich Nichtbehandlung, alternative Varroabehandlung, Wärmebehandlung und Puderzucker. Weil die meisten Methoden beschrieben sind, kann sich jeder einen Blumenstraß an Maßnahmen zusammen stellen. Nicht richtig in deinem Betrag ist, dass OS nur im brutfreien Zustand angewendet werden kann. Richtig ist dagegen, dass eine einmalige Anwendung von OS in nicht brutfreiem Zustand nicht ausreichend ist, weil die in der Brut sitzenden Milben nicht erreicht werden. Eine Blockbehandlung mit OS dagegen ist sehr wirksam, habe ich im vergangenen Jahr selbst erprobt. Ich habe im Oktober 4mal im Abstand von jeweils 7 Tagen mit OS bedampft und habe dabei aus einem Volk 70 Milben und aus einem anderen Volk 300 Milben heraus geholt. Bei der OS-Behandlung im Dezember sind dann weniger als 10 Milben gefallen, wodurch die Wirksamkeit der Blockbehandlung bewiesen ist.
    Fazit: "Varroa unter Kontrolle" lesen, die Schrift ist recht informativ. Zusätzlich noch nach OS-Bedampfung googeln, hier finden sich auch genügend informative Schriften.
    Gruß Ralph

    (http://www.llh-hessen.de/downloads/B...0608_klein.pdf)
    Hallo,
    einige im Forum fürchten ja, dass Pollen und/oder Nektar im Stock vergiftet sind und daher die Winterbienen, die damit aufgezogen werden, nicht hinreichend lebenstüchtig sind, wodurch die Völker nicht überleben. Müsste die genannte Methode nicht ein Mittel dagegen sein? Mit der kompletten Brut- und Bauerneuerung verschwindet alles aus dem Stock, was die Bienen bis dahin gesammelt haben. Sie ziehen die Winterbienen dann mit frisch gesammeltem Pollen und Nektar aus dem Spätsommer sowie mit dem Winterfutter auf. Das Argument PSM als Schwächungsfaktor für die Überwinterung wäre dann doch vom Tisch, oder?

    Es ist leider nicht nur die Milbe, die die Völker schädigt, sondern auch die Viren, die von ihr übertragen werden. Das macht die Milbe gefährlicher als früher. Deshalb kann auch ein Virenschaden ein indirekter Varroaschaden sein. Ich würde mich deshalb nicht darauf einlassen, meine Völker mit der Varroa in eine Koexistenz bringen zu wollen.

    Hallo, der Baurahmen dient dem Imker u.a. auch dazu, die Stimmung im Volk anzuzeigen. Das erste im Jahr, was der Baurahmen anzeigt, ist das Erwachen des Bautriebs. Wenn die Bienen anfangen, den Baurahmen richtig auszubauen, können Mittelwände gegeben werden. Das dürfte bald, vielleicht schon jetzt, der Fall sein. Darum hinein mit dem Baurahmen, und zwar in die obere Zarge. Wenn man den Deckel abnimmt und den Baurahmen zieht, kann man sich eine Durchsicht des Volks sparen. Die Hinterbehandlungsimker früher haben den Baurahmen direkt ans Fenster gehängt. So konnten Sie die Stimmung im Volk beurteilen, ohne das Volk zu öffnen.


    Gruß Ralph

    Meine beiden Völker in Segebergern leben bis jetzt. Reinigungsflug muss gewesen sein - der Totenfall ist fast vollständig abgeräumt. Futterverbrauch beim kleineren Volk z.Zt. 0,75kg/Woche, beim größeren 0,5kg/Woche. Noch 8kg in beiden drin. Habe die Varoaschieber eingeschoben, um die Warmhaltigkeit der Segeberger zu nutzen. Habe die Fluglöcher eingeengt, um Räuberei vorzubeugen. Nach dem Gemüll zu urteilen, scheinen beide Völker über alle 11 Waben verteilt zu sein. Öffnen werde ich die Völker erst, wenn Flugbetrieb ist.

    Zedi
    Ich habe nach einer sehr langen Pause (ca. 40 Jahren) im vergangenen Jahr wieder angefangen zu imkern und konnte meine ersten Erfahrungen mit der Varroa sammeln. Zusammengefasst: Ameisensäure scheint mir die Varroa nicht besonders wirkungsvoll zu bekämpfen, schädigt statt dessen aber die Völker (großes Brut- und Jungbienensterben, evtl. auch Schädigung der Königin). Eine Blockbehandlung mit Oxalsäuredampf dagegen scheint gut zu wirken. Wer sich auf die Wirkung von Ameisensäure verlässt, spielt meiner Meinung nach ein Glücksspiel. Hast du mit Ameisensäure behandelt?


    Ralph