Beiträge von Kleingartendrohn

    Die Bienen lagern das Futter angeblich von vorne (Flugloch) nach hinten ein.
    Stimmt das so?


    In dieser Allgemeinheit stimmt das nicht. Die Bienen lagern das Futter da ein, wo sie Platz haben. Wenn sie bei Kaltbau z.B. das Brutnest links angelegt haben, dann lagern sie das Futter rechts ein. Deshalb muss man bei der Gewichtsbestimmung mit der Federwaage auch immer links und rechts oder vorn und hinten wiegen und beide Werte addieren.
    Wiegen ist das Beste. Das Zweitbeste ist die Ausmessung der Futterflächen. Hierzu müsstest du eigentlich etwas im Forum, auf jeden Fall im Internet finden.
    Auf eine Einschätzung nach Ziehen nur des letzten Rähmchens würde ich mich auf keinen Fall einlassen.
    Gruß Ralph

    Gott sei Dank mußet ich das noch nicht erleben, aber es deutet alles auf einen Varoaschaden hin.


    Ich finde, dass das zu schnell geurteilt ist. Holbee hat geschrieben, dass bei diesem Volk bei der Behandlung die wenigsten Milben gefallen sind. Wenig Milben gefallen + Volk 2 Tage später weg = Varroaschaden? Nicht schlüssig. Hier fehlen einfach einige Angaben. Ist bekannt, ob das Volk am 17.9. noch stark war? Wenn nicht, könnte der geringe Varroafall durch nur noch wenig Bienen begründet sein. Wenn doch, dann könnte das Volk einfach durch Räuberei gestorben sein. So etwas habe ich auch schon gesehen, als es noch keine Varroa in D. gab.
    Gruß Ralph

    Hallo,
    soweit ich erkennen kann, bezieht sich die in den Links beschriebene Art der Umordnung auf das Trachtende und nicht auf die Zeit nach der Einfütterung, also nicht auf JETZT. Dagegen ist nichts einzuwenden. Auch ich habe die Brutwaben zu dieser Zeit nach unten gestellt, um oben Platz für die Futtereinlagerung zu schaffen. Ich würde solche Arbeiten jetzt aber nicht mehr machen, da wie schon geschrieben, die Gefahr besteht, den Zehrweg zu zerreißen.
    Gruß Ralph

    Hallo Clas,
    eine leichte Rangelei wird es immer geben. Das ist kein Grund zur Beunruhigung. Solange der Flugbetrieb normal weiter geht und nicht viele Bienen oder Wespen gleichzeitig angreifen, würde ich nur beobachten und sonst nichts tun.
    Gruß Ralph

    Hallo,
    damit würde man den Futterbereich teilen. Wenn die Bienen im Winter in die eine Richtung ziehen, schaffen sie eine futterfreie Lücke zwischen sich und dem anderen Futter. Das könnte einen Abriss des Zehrwegs bedeuten. Meine unmaßgebliche Meinung.
    Gruß Ralph

    Hallo Tobi,
    die übliche Auffassung ist die, dass die Größe des Brutnests nichts mit dem Varroabefall zu tun hat, solange die Zahl der Varroen deutlich unter der Anzahl der Brutzellen liegt. Ich halte daher das, was der Imkerlehrer gesagt hat für falsch.
    Gruß Ralph

    Ich habe das schon gesehen. Die Hornisse läuft einfach hinein und kümmer sich einen Sch... um die Bienen, die sie festhalten wollen. Habe ich aber nur einmal gesehen. Meistens fangen sie Bienen vor dem Flugloch.
    Gruß Ralph

    Hallo NNZ,
    sinnvollerweise schreibst du den zuständigen Landesverband an, möglicherweise ist dein Beginn förderungsfähig. Der Landesverband wird dir dann auch vermutlich eine Ausrüstungsliste schicken, an der du dich sowohl für den Förderungsantrag als auch für deine eigenen Zwecke orientieren kannst.
    Der sinnvollste Monat für den Beginn ist m.E. Ende April/Anfang Mai mit 2 Ablegern, die zunächst bei einem erfahrenen Imker verbleiben sollten, die du aber unter seiner Aufsicht betreust und im Spätherbst auf das Grundstück deiner Wahl stellen kannst.
    Viel Spaß
    Ralph

    Submilation ist der Übergang von fest direkt zu gasförmig, ..


    OK Erich, begriffliche Sauberkeit ist wichtig. Ich meinte Resublimation = Übergang von gasförmig zu fest, wobei die feste Phase der Oxalsäurestaub ist.
    Allerdings ist auch mein Beitrag nicht zwingend sondern nur plausibel, da es viele physikalische Vorgänge gibt, die zum Absetzen von Feinstaubpartikeln führen können, z.B. elektrische Aufladung im Luftstrom und dadurch elektrostatische Anziehung, Verwirbelungen und dadurch chaotischer Aufprall von Partikeln auf feuchte Oberflächen mit anschließendem Klebenbleiben, ...
    Vieles ist hier denkbar. Eine Beweisführung ist hier nur durch geeignete Experimente und Messverfahren möglich. Bis dahin müssen wir mit plausiblen Annahmen leben.
    Entscheidend sind systematische Untersuchungen zur Wirksamkeit des Verfahrens gegen die Varroa. Hierauf solltest du dich konzentrieren und evtl. auch die Hilfe von Instituten, auch außerhalb von D., in Anspruch nehmen. Vielleicht braucht jemand ein Thema für eine Doktorarbeit?
    Gruß Ralph

    Hallo,
    ich habe hierzu vor einiger Zeit eine Veröffentlichung gelesen, die ich aber im Moment nicht parat habe, muss ich erst suchen, wenn ich zuhause bin. Nach dieser Veröffentlichung schlüpfen die ersten Winterbienen im Juli, wobei der Anteil schlüpfender Winterbienen mit der Zeit stetig zunimmt. Auf den Brutflächen sind Winterbienenbrut und Sommerbienenbrut ohne erkennbares System gemischt. Winterbienen erkennt man daran, dass sie überhaupt nichts tun außer fressen. Sie sitzen einfach so auf der Wabe und beteiligen sich an nichts. Die Frage, wodurch entschieden wird, ob aus einer Zelle eine Winterbiene oder eine Sommerbiene schlüft, ist ungeklärt. Untersucht wurde auch der Einfluss einer Reizfütterung: Hierbei steigt der Anteil der Sommerbienen an, sodass der Gewinn für die Überwinterung nicht groß ist.
    Die Alterung der Bienen ist durch das sogenannte Juvenilhormon gesteuert. Sämtliche Bienen haben beim Schlupf einen niedrigen Juvenilhormonstand. Bei den Sommerbienen steigt das Juvenilhormon relativ schnell an und steuert die Biene durch ihre Lebensphasen. Bei den Winterbienen und bei der Königin bleibt der Juvenilhormonpegel auf niedrigem Stand, wodurch die Alterung nicht fortschreitet. Im Frühjahr beginnt der Juvenilhormonpegel bei den Winterbienen zu steigen, sodass sie die normale Entwicklung durchmachen, bis sie schließlich sterben.
    Gruß Ralph

    Hallo,
    es wird zwar immer von OS-Dampf geschrieben, aber das ist genau genommen falsch. Dieser sogenannte OS-Dampf ist eine OS-Staubwolke, die durch Sublimation von OS-Dampf entsteht. Die Sublimation erfolgt schon kurz über der Verdampfereinheit. Für den OS-Staub ist es völlig unerheblich, ob es irgendwo kalt oder warm ist, er setzt sich da ab, wo geringe Strömung herrscht und eine große Oberfläche vorhanden ist. Das ist im Haarkleid der Bienen der Fall. Solange das Umluftgebläse läuft, wird in den Bereichen, wo die Luft kräftig strömen kann, sich nur wenig absetzen. Unterstützt wird dieses Modell durch Erichs Beobachtung, dass bei abgeschaltetem Gebläse relativ lange der Staub in der Luft bleibt - er setzt sich eben nicht so leicht ab. Bei eingeschaltetem Gebläse dagegen wird er immer wieder auch durch die mit Bienen besetzten Gassen gezogen und bleibt dort hängen - entsprechend Erichs Beobachtung verschwindet der OS-Staub jetzt viel schneller. Meine Schlussfolgerung: Wenn Erichs Beobachtungen bezüglich der Verweildauer des Staubs in der Luft stimmen (was ich nicht beurteilen kann), dann hat er Recht mit seinem Filtereffekt durch die Bienen. Plausibel ist das allemal.
    Gruß Ralph

    Hallo Jule,
    da das flüssige Futter keine AS enthält, nimmt es hinein stürzende AS-Moleküle auf, sondert aber keine ab. Daher wird die AS-Konzentration an der Grenze zum Futter in der Stockluft abgesenkt, was zu einer Diffusion der AS-Moleküle in Richtung Futter führt. Bei genügend großer Oberfläche saugt daher das Futter die AS-Moleküle aus der Stockluft durch Diffusion heraus und vermindert so deren Wirkung auf die Milben. Durch das Umtragen des Futters bei der Einfütterung sorgen die Bienen dafür, dass sich die oberflächliche Schicht des Futters nicht mit AS entsprechend dem Dampfdruck sättigen kann. Also entweder vor oder nach der Einfütterung behandeln, wenn kein Futter umgetragen wird.
    Das während der Fütterung in der Stockluft enthaltene Wasser verlangsamt die Verdunstung des Wassers in der Ameisensäure und führt dadurch zu einer Überfeuchtung des Dochts oder des Schwammtuchs und damit auch zu einer Verminderung der Wirkung.
    Welcher der beiden Effekte dominierend ist, kann ich nicht sagen; vermutlich spielen beide eine Rolle.
    Gruß Ralph