Beiträge von Kleingartendrohn

    Du gehst von 8000 Zellen aus? Irgendwie habe ich 8800 im Hinterkopf. Finde aber gerade die Quelle nicht.

    Es sind 8813 Zellen. Folgende Rechnung:

    • Innenbreite = 4,28dm, Innenhöhe = 2,60dm.
    • Ich ziehe eine Zelle an allen Seiten als nicht bebrütbar ab, ergibt eine bebrütbare Innenfläche von 10,76dm².
    • Die Fläche einer Zelle mit Maß 5,4mm ist 25mm².
    • Daraus folgen 752 Zellen/dm² (beidseitig).

    Somit ergibt sich die oben genannte Zellenzahl pro Wabe.

    Bei 6 Waben hat man eine Zellenzahl von 52.880. Das reicht fast immer aus.

    Gut wäre es bei Dadant, am Anfang auf 4 Waben = 35.254 Zellen zu schieden und erst dann auf 5 Waben = 44.067 Zellen zu erweitern, später auf 6 Waben, wenn beide Randwaben gut bebrütet sind.

    Erweitert werden sollte zwischen einer Randwabe und der benachbarten Wabe, damit die neue Leerwabe nicht als Speckwabe eingeordnet wird.

    Die meisten Königinnen schaffen 4 Waben, 5 Waben schon nicht mehr alle und nur wenige 6 Waben, immer mit Brut von Holz bis Holz gerechnet.

    Mit einem Drohnenrahmen rechne ich nicht, ich empfehle, darauf zu verzichten.

    Bei DN1,5 ist die Zellenzahl geringfügig kleiner. Wegen der besseren Wärmeisolation der Segeberger entwickeln sich die Völker im Frühjahr schneller, sodass man gleich auf 5 Waben = 41.204 Zellen schieden sollte. Auch dort erweitere ich nur, wenn beide Randwaben gut bebrütet sind. Bei 6 Waben = 49.445 Zellen ist bei mir typischerweise Schluss. 7 Waben = 57.686 Zellen werden so gut wie nie benötigt.

    Gruß Ralph

    Eine Frage: Mein stärkstes Dadantvolk hat momentan 6 BW und den DR. Ich habe am letzten Mittwoch erweitert, sie haben es aber jetzt mit Tracht vollgeknallt, da die Erweiterungsfutterwabe halt praktisch leer war. Ich hätte eine MW geben sollen, (ich weiss jetzt. )Die Kö hat jetzt die 1. Wabe (Pollenwabe) gerade frisch bestiftet. Soll ich jetzt alles so lassen, im Gedanken dass sie den Honig aus der gegebene Erweiterungswabe schon hochtragen werden wenn die Kö mehr Platz als 6 BW’s bräuchte oder soll ich die vollgeklatschte BW hinters Schied hängen und eine MW geben? Ich habe den 2. HR etwas zu spät gegeben, die Stärke des Volkes hat meine Erwartungen übertroffen, die Tragen massiv ein!

    Ich vermute, dass du im Honigraum zu wenig Platz hat und dass die Bienen den Honig deshalb unten einlagern. Mittelwand statt Leerwabe ist sinnfrei, da du damit die Baubienen nach unten ziehst und außerdem der Honig dort noch viel lieber eingelagert wird, Ich persönlich bin auch gegen einen Baurahmen im Brutraum, da auch der die Baubienen nach unten zieht, was die Schwarmtriebigkeit fördert.

    Der Brutraum mit 6 Waben Dadant sollte erst dann erweitert werden, wenn beide Randwaben gut mit Brut belegt sind. Ist das bei dir der Fall? 6 Waben Dadant haben bei einem Zellenmaß von 5,4mm rund 48000 Zellen, normalerweise sollte das ausreichen.

    Gruß Ralph

    Heute alles durchgesehen, keine Schwarmtriebigkeit. Alle Völker sind im Pressingmode gehalten (5 Waben DN1,5). Die meisten Völker haben alle 5 Waben gut bebrütet und haben sich heute deshalb eine 6. Wabe als Leerwabe verdient. Einige wenige haben die 5 Waben nicht voll bebrütet, die müssen auf 5 Waben bleiben. Honigräume jetzt viele auf 6 Halbzargen DN0,5.

    Gruß Ralph

    Mal eine Frage: Was wird denn hier unter einer perfekt gepflegten Made verstanden? Die jüngste Made braucht nicht viel.

    Normal ist beim Umlarven:

    • Made in den Napf, Futtersaft nicht erforderlich
    • Auf Austrocknen achten
    • Nach bis zu 2h durch Bienen pflegen lassen

    Dieses ganze Vorpflegen aus Eiern scheint mir völlig unnötig.

    Gruß Ralph

    Gestern bei der Kontrolle eins von 14 mit Näpfchen und Stiften, wohlgemerkt eins von den schwächsten mit null Honig im HR. Königin allerdings noch mit weißen Plättchen. Alle Völker mit vielen Drohnen schon seit ca. einer Woche.



    Gruß

    Sascha

    Königin von 2016 und gleichzeitig schwaches Volk? Das sieht mir nach einer stillen Umweiselung aus. Ich würde der Königin einen Flügel schneiden und das Volk ansonsten machen lassen. Vor dem Schlupf der ersten Jungkönigin noch einmal nachschauen und evtl. Weiselzellen selektieren.

    Gruß Ralph

    Wildbau im Hochboden kann man mit einer Bausperre vermeiden.

    Ich verwende keine Bausperre, sondern vermeide Wildbau im Hochboden durch frühzeitiges Aufleiten in den Honigraum und dort mit reichlich Gelegenheit, Naturbau zu errichten. Im Brutraum gebe ich keinen Baurahmen sondern nur ausgebaute Waben. Dadurch erreiche ich, dass sich die Baubienen oberhalb des Absperrgitters versammeln.

    Gruß Ralph

    Darüber, dass Päppeln keine Lösung ist, scheinen wir uns ja einig zu sein

    Ich bin zwar nicht rase, möchte aber trotzdem dazu etwas schreiben. Bei schwachen Völkern im Frühjahr muss man beurteilen, ob sie von sich aus zur Entwicklung fähig sind, wenn man sie eng setzt und mit Futter versorgt hat. Und man muss untersuchen, ob sie krank sind und demzufolge abgetötet werden müssen.

    Wenn man das getan hat, braucht man sich für 3 Wochen erst einmal nicht mehr darum zu kümmern - erst müssen einmal Bienen schlüpfen.

    Nach den 3 Wochen schaut man von oben in das Volk. Wenn nicht entwickelt, dann wieder die Frage "auflösen oder nicht?". Wenn entwickelt, dann mit Leerwaben erweitern, auf Futter achten und wieder 3 Wochen in Ruhe lassen, u.s.w.

    Das ist kein Päppeln, weil das wenig Arbeit macht.

    Für Gegenden, wo es nur Frühtracht gibt, ist aber so etwas keine sinnvolle Option. Da würde ich schwach-mit-schwach vereinigen bevorzugen.

    Gruß Ralph

    Ich verwende eine Mischmethode, die sich sehr gut bewährt hat.

    9 Tage vorm Umlarven wird aus verschiedenen Völkern bienenfrei eine Brutzarge zusammengestellt, wobei ca. die Hälfte der Waben verdeckelte und die andere Hälfte offene Brut enthalten soll. Diese Brutzarge wird über dem Absperrgitter und unter den Honigzargen einem starken Volk aufgesetzt.

    1 Tag vorm Umlarven wird diese Zarge auf Weiselzellen durchgesehen. Meist sind keine da, manchmal vereinzelt aber doch. Bei der gelegenkeit kann man noch einmal offene Brut nach oben hängen, die dann Ammenbienen nach oben lockt.

    Am Tag des Umlarvens wird die Zarge herunter genommen. Falls man 1 Tag vorher offene Brut nach oben gehängt hat, muss man diese bienenfrei wieder entnehmen. Das Volk wird auf einen anderen Platz gestellt und die Zarge mit Deckel und Boden auf den Platz des Volkes. Das ist das Zuchtvolk mit vielen Jungbienen. Dieses Pflegevolk wird in der Folge noch stärker, weil die Flugbienen des verstellten Volks noch zufliegen.

    Der Zuchtstoff wird jetzt zugegeben. Die Annahmequote war bisher immer hoch, ich habe meist 30 Näpfchen gegeben, von denen mindestens 25 angenommen wurden.


    Gruß Ralph

    ingrid Drohnenzellen werden oft weit unten auf der Wabe angesetzt, wo z.Zt. in der Nacht noch die Gefahr der Verkühlung besteht. Ich würde mich deshalb von ein paar Drohnen mit Krüppelflügeln nicht verrückt machen lassen und nicht in Aktionismus verfallen.

    Gruß Ralph

    Ich verwende ein grobmaschiges ovales Edelstahl-Haushaltssieb direkt an der Schleuder auf einem ovalen 10l-Eimer. Die Wachspartikel im Sieb nehme ich ab und zu mit einem Löffel heraus. Wenn der Eimer 2/3 voll ist, gieße ich den Honig in einen Satz aus Spitzsieben fein und extrafein über einem 40kg-Hobbock. Wenn der Hobbock voll ist, werden die Spitzen der Siebe an der Schnur hochgezogen, damit der Rest durchläuft und die Spitzsiebe werden gereinigt. Damit es an der Stelle nicht zu Verzögerungen kommt, verwende ich 2 Spitzsiebsätze.

    Gruß Ralph

    Was bringt das Flügelschneiden - außer etwas Zeit zwischen Vor- und Nachschwarm?

    Reinschauen muß man ja trotzdem...???

    Wenn ein Flügel geschnitten ist und das Volk schwärmt und man in der Lage ist, den Stand an jedem Tag zu besuchen, findet man die Königin mit ein paar Bienen vor den Beuten. Wenn die Königin mit einer Nummer gezeichnet ist, kann man sie zuordnen und im Scalvini gekäfigt in das Volk zurück geben, nachdem man alle Zellen gebrochen hat. Nach 7 Tagen kann man das Volk erneut auf Weiselzellen durchsehen und die Königin wieder frei lassen. In der Regel schwärmt nach meiner Beobachtung dann das Volk nicht mehr.

    Gruß Ralph