Beiträge von Kleingartendrohn

    Das ist eine weitere Möglichkeit, da passt aber der Milbenfall 2/Woche nicht so richtig.

    Wenn fast keine Bienen mehr drin sind, können nicht viele Milben fallen. Ich denke, dass die Besetzung von 5 Wabengassen eine Täuschung war. Hier ist die übliche Varroadiagnostik durchzuführen:

    1. Waben auf ein weißes Blatt Papier ausschlagen und das Ausgeschlagene kontrollieren

    2. Stehengebliebene Brutzellen öffnen und den Inhalt kontrollieren

    3. Leere vormals bebrütete Zellen auf weiße krümelige Reste (Milbenkot) untersuchen

    Ferndiagnosen sind nicht möglich. Wenn machbar, sollte auch ein BSV darübersehen.

    Gruß Ralph

    ribes : Habe ich dich jetzt richtig verstanden:

    Wenn ich einen Naturschwarm einfange, darf ich ihn nicht weitergeben, sondern muss ihn erst bei mir einlogieren, bauen und sammeln lassen, damit ich danach eine Futterkranzprobe ziehen lassen kann. Wenn diese Faulbrut ergibt, muss ich nach Anweisung des Amtveterinärs den Schwarm und evtl. alle meine Völker abtöten. Erst falls der eingefangene Schwarm sich als gesund erweist, darf ich ihn weitergeben.

    Richtig, oder wie sonst?

    Gruß Ralph

    Ich kann einfach keinen Grund erkennen warum es so schwer ist diese zu akzeptieren, dass Vorbeugen besser ist als Sanieren bzw. den Schwefelstreifen und Feuer einzusetzen.

    Gruß Eisvogel

    Vorbeugen geht bei AFB nicht. Deshalb ist die Formel "Vorbeugen statt Sanieren" unsinnig. In Berlin wird meines Wissens der betroffene Stand gekeult, wenn eine positive Beprobung festgestellt wird. "Sanieren" bedeutet in Berlin "Vernichten", so mein Kenntnisstand.

    Gruß Ralph



    Delta=20/ln2*ln(N1/0,5)=28,85*ln(N1/0,5)

    In Worten: 28,85 multipliziert mit dem natürlichen Logarithmus von N1 geteilt durch 0,5. Beispiel:

    N1=4 --> N1/0,5=4/0,5=8 --> ln(N1/0,5)=ln(8)=2,079

    Delta= 28,85 multipliziert mit 2,079 =60

    Der Wert 0,5 in der Formel ist der geforderte maximale natürliche Varroatotenfall/Tag, wenn das Volk erst Mitte Juli behandelt werden soll.

    Gruß Ralph

    Wozu eingentlich überhaupt noch das Forum? Man kann sich doch einfach die Standardzulassung und sonstige die Bienen betreffende Gesetzestexte besorgen und alles so machen wie darin beschrieben. Jede Diskussion ist damit überflüssig.

    Nicht ganz. Manchmal sitzt man mit den Standardzulassungen in der Falle. Dann hat man nur noch die Wahl, entweder die Völker mit einer nicht zugelassenen Methode zu retten oder ihnen beim Sterben zuzusehen.

    Gruß Ralph

    Ich muss mich korrigieren, die Formel ist ok, aber die Werte sind falsch eingesetzt. Es ergeben sich:

    N1=2 --> Delta=40 Tage (ca. 5. Juni statt ca. 15. Juli)

    N1=4 --> Delta=60 Tage (ca. 16. Mai statt ...)

    N1=5 --> Delta=66 Tage (ca. 10. Mai statt ...)

    N1=5,6 --> Delta=69 Tage (ca. 7. Mai statt ...)

    Gruß Ralph

    Hier noch ein kleiner Nachschlag: Die Verkürzung der Zeit bis zur erforderlichen Behandlung in Tagen lässt sich abschätzen mit folgender Formel:

    Delta=20/ln2*ln(N1/0,5)

    mit N1 beobachteter natürlicher Varroatotenfall.

    Voraussetzung ist die Verdopplung der Varroapopulation alle 20 Tage.

    Damit ergeben sich die folgenden Verkürzungen:

    N1=2 --> Delta=20 Tage (ca. 25. Juni statt ca. 15. Juli)

    N1=4 --> Delta=40 Tage (ca. 5. Juni statt ...)

    N1=5 --> Delta=46 Tage (ca. 30. Mai statt ...)

    N1=5,6 --> Delta=50 Tage (ca. 26. Mai statt ...)

    Das ist nur informativ, ich will niemandem zu nahe treten. Ich wäre aber interessiert zu erfahren, ob die Völker überleben und wann sie im nächsten Jahr die Schadschwelle erreichen.

    Gruß Ralph