Beiträge von Kleingartendrohn

    Ich hatte einmal ein Kaffeetassenvolk (Ruhr) mit einem anderen Volk vereinigt, das ich für weisellos gehalten hatte. Ergebnis: Am Folgetag lag eine unbegattete Königin vorm Flugloch, die aus dem Kaffeetassenvolk war die neue Regentin.

    Ich würde nicht warten sondern vereinigen.

    Gruß Ralph

    Bei Nosema ist auffällig, dass sich bei Flugwetter im Außenbereich Bienen in Grüppchen sammeln, um gemeinsam zu sterben. Falls du das sehen solltest, dann nimm einige dieser Bienen und ziehe mit einer Pinzette das letzte Hinterleibsglied mit dem Stachelapparat heraus. Dabei wird der Darm mit heraus gezogen. Ein gesunder Darm ist rosa. Bei Nosema ist der Darm weiß oder völlig zerfallen.

    Gruß Ralph

    Was sind denn hier die Empfehlungen bei vermuteter Erkrankung an der Ruhr (flatschig-braune Kotspuren in der Beute)?

    Ich habe so einen Verdachtsfall.

    Ruhr ist keine ansteckende Krankheit und heilt von selbst, wenn das Volk noch stark genug ist. Man sollte das Volk aber in eine saubere Beute setzten und die verkoteten Waben soweit wie möglich entnehmen. Das Volk sollte mit einem Schied (evtl. Thermoschied) eng gesetzt werden, um nachkommende Brut zu fördern.

    Meist ist aber nur noch ein Volk von Kaffeetassengröße übrig, wobei die Königin nicht von der Ruhr betroffen ist, hektisch stiftet, aber wo wegen der fehlenden Bienenmasse die ausschlüpfende Brut nicht gepflegt werden kann. Dann sollte man sehen, ob andere Völker evtl. weisellos sind, dann kann man das Kaffeetassenvolk einfach dazu hängen mit einem normalen umlaufbaren Schied dazwischen, das man am Folgetag entnehmen kann. Wenn eine solche Möglichkeit nicht besteht, sollte man das Volk auflösen und nicht aus anderen Völkern verstärken.

    Gruß Ralph

    Zaudern ist hier nicht angesagt. Was zu tun ist:

    • Totenfall aus dem Boden entfernen
    • Futter abschätzen
    • Bienensitz an den Rand
    • Schieden
    • Kotspuren (Braun flatschig = Ruhr, Püntchenketten = Nosema)
    • Krabbler?

    Melde dich wieder, wenn du die Liste abgearbeitet hast, dann könnte dir geholfen werden. Falls du in einem Verein sein solltest, dann sollte es auch einen Obmann für Bienengesundheit geben, frag den oder einen erfahrenen Imker.

    Gruß Ralph

    Heute alle Völker geschiedet, fast alle auf 5 Waben, eins auf 4 Waben.. Bei den Völkern, wo ich das Brutnest vesetzen musste, war meist auf 1 Wabe Brut. Weiter sind sie noch nicht.

    Pollensammler sind zu sehen und frisch eingelagerter Pollen. Kann von der Haselnuss und von der Schwarzerle stammen, die beide z.Zt. blühen.

    Insgesamt sind die Völker sehr gut ausgewintert, bisher keine Verluste, keine Krankheiten, stattdessen starke Völker.

    Gruß Ralph

    Die schwächeren Völker kommen auf 4 Halbzargen im Honigraum, die Stärkeren auf 7, also auch ziemlich ähnlich. Durch die Naturbauweise hängen die Bautrauben im Honigraum, unten eigentlich nicht.

    Die meisten Völker werden im Warmbau betrieben, mit dem Leerraum vorn, ist aber egal, ob vorn oder hinten. Ein Volk wurde im Kaltbau betrieben, die waren mit der Ausführung von Wildbau extrem.

    Vielleicht ist die starke Frühtracht der Auslöser, starke Frühtracht finde ich aber eher gut, da der cremige Frühtrachthonig gefragt ist. Vielleicht ist es aber auch die Genetik.

    Gruß Ralph

    Ich beziehe mich auf den Beitrag Dadant : Wann engt ihr das Brutnest ein? von beemax.

    Hallo Rainer, dass du mit der Segeberger Styropor 1,5 ohne Wildbau hinter dem Schied klarkommst und ich nicht, das muss Ursachen haben. Ich will versuchen, das zu klären und benenne deshalb einmal die diesbezüglichen Grunddaten meiner Betriebsweise.

    • Volksstärke: Nur starke Völker bauen hinter dem Schied, schwächere nicht.
    • Brutentnahme: Ich entnehme in der Trachtzeit keine Brut um die Völker in maximal möglicher Stärke durch die Tracht zu führen.
    • Honigraum: Ich setze den Honigraum mit Beginn der Weidentracht auf. Die unterste Honigraumzarge enthält nur voll ausgebaute Waben. Der Honigraum wird sofort angenommen.
    • Brutraumerweiterung: Ich erweitere nur mit Leerwaben, nicht mit Mittelwänden.
    • Baurahmen: Ich verwende keinen.
    • Bautätigkeit im Honigraum: Anfangsstreifen, Naturbau. Mit Gabe des Honigraums beginnen die meisten Völker oben zu bauen.
    • Trachtverlauf: Viel Obst und Raps, danach kurze Zwischentracht Robinie überlappend mit Raps, abschließend Linde.
    • Wanderungen: Keine, nur lokaler Stand.
    • Erträge: Durchschnittlich 70kg/Volk, schwache Völker ca. 30kg, Spitzenvölker über 100kg. Diese errichten den stärksten Wildbau.

    Bitte vergleiche mit deiner Betriebsweise, vielleicht ergibt sich daraus die Ursache für die unterschiedlichen Beobachtungen.


    Gruß Ralph

    Ich vermute, dass man durch starkes Pressing auch in einer normalen Beute die Lebensdauer einer Zuchtmutter verlängern kann. Wichtig wäre ein großer Honigraum und ein kleiner Brutraum, um den Schwarmtrieb zu unterdrücken. So legt die Königin keine überflüssigen Eier.

    Gruß Ralph

    ... der Raum hinter dem Schied bleibt leer (keine Mittelwände!) und der Honigraum wird über Absperrgitter zugegeben.

    Wahrscheinlich müsse man für all dies auch besser die Buckfastbiene einsetzen, da die Carnica über lange Zeit für eine andere Betriebsweise gezüchtet wurde.

    Wenn bei Holzbeuten der Raum hinter dem Schied leer bleibt, dann bauen die Bienen dort nicht, das kann ich auch für DNM-Liebigbeuten aus eigener Beobachtung bestätigen.

    Bei der Segeberger Styropor dagegen funktioniert das nicht, weder in Kaltbau noch in Warmbau mit Leerraum hinten oder vorn. Die Bienen erwärmen wegen des hohen Wärmeisolationsvermögens der Beute offenbar den gesamten Innenraum der Beute, was die Bienen dazu verleitet, den Leerraum auszubauen. Hier helfen nur Blindwaben.

    Dass die Betriebsweise mit Schied für Carnica nicht gehen soll, kann ich nicht bestätigen. Ich konnte zwischen Carnica und Buckfast in dieser Beziehung keinen Unterschied beobachten.


    Gruß Ralph

    Im Brutraum braucht es kein Futter, wenn der Honigraum drauf ist. Beim Pressing erstreckt sich das Brutnest in den Honigraum, wobei die dort liegenden Zellen von der Königin nicht erreicht werden können. Das dämpft den Schwarmtrieb und genau deshalb macht man das Pressing. Hungern wird das Volk deshalb nicht, da die unterste Honigzarge die Reserveversorgung enthält. Die Futterkränze sind halt nur eine Etage weiter nach oben gewandert.

    Bei Verwendung von Halbzargen sollte man die unterste Honigzarge nicht schleudern, um das Brutnest mit den leeren Zellen und dem Futterkranz nicht anzutasten.

    Gruß Ralph