Beiträge von Kleingartendrohn

    Wie berechnet, wird die erste Brut der neuen Königin im Muttervolk 28 Tage nach Schwarmauszug verdeckelt. Wenn der Schwarm auszieht, gibt es im Volk aber noch frisch gelegte Stifte. Deren Zellen werden nach 9 Tagen verdeckelt, sodass von nun an keine Milben mehr in die Brutzellen einziehen können. Daher beträgt der Zeitraum, wo im Muttervolk keine Milben in Brut einziehen können, 28-9=19 Tage.

    Gruß Ralph

    Bei dem Verfahren mit Scalvini sieht es anders aus.Wenn die Völker brutfrei sind, werden die Altwaben (typischerweise 6-7 bei DNM 1,5) entnommen und durch Mittelwände ersetzt, die Königin wird freigelassen und eine möglichst dunkle Leerwabe zwischen die Mittelwände gesteckt. Wegen der vorangegangenen Käfigung kommt die Königin nur langsam in Schwung, sodass die eingesteckte Leerwabe nur langsam bestiftet wird.

    Ich habe vermutet, dass bei einer zu hohen Gabe von Futter die bestehende Wabe vollgetragen wird und dann von der Königin nicht mehr bestiftet werden kann. Dann könnte sie nicht mehr als Fangwabe dienen. Deshalb habe ich alle 2 Tage in kleinen Dosen von ca. 0,5kg Zucker mit einer auf 1:1 verdünnten Invertzuckerlösung gefüttert. Außerdem habe ich die Beute mit Rähmchen nicht voll gemacht, sondern nur soviel gegeben, wie voraussichtlich im nächsten Jahr gebraucht wird, also 6, und den restlichen Raum mit Blindwaben verschlossen. Die Mittelwände wurden gut ausgebaut, nach Bebrütung wurden die Blindwaben entfernt und der Raum mit alten Leerwaben aufgefüllt.

    Vielleicht war ich da zu zögerlich mit der Fütterung. Vielleicht hätte ich die Dosis auch schneller steigern können. Möglicherweise haben auch andere dieses Verfahren angewandt und könnten hierzu etwas beitragen?

    Gruß Ralph

    Das Schwarmproblem hängt stark vom Beutenmaterial ab. Bei Holzbeuten (zumindest bei der Liebigbeute) hat man kaum Probleme. Ich hatte in den 4 DN-Liebigbeuten des Vereins über viele Jahre hinweg noch nie Schwarmtriebigkeit. Bei Styroporbeuten dagegen sieht das anders aus. In diesen Beuten sind die Völker kaum auszubremsen.

    Gruß Ralph

    Ich arbeite mit dem gleichen System wie der Ersteller dieses Themas und arbeite mit angepasstem Brutraum. Daher lagern die Bienen fast nichts im Brutraum, sondern nutzen die unterste Halbzarge, um Honig und Pollen für die Versorgung der Brut zu lagern. Deshalb bleibt diese Zarge permanent im Volk und wird nicht geschleudert. Sie bildet praktisch den Futterkranz des Brutnestes. Im Herbst wird diese Zarge unter die Brutzarge gesetzt, im Frühjahr dann wieder an unterster Position, nunmehr leer, über das Absperrgitter.

    Darüber erweitere mit Beginn der Weidenblüte mit einer Zarge mit folgenden Rähmchen: LW-LR-LR-LR-LW-LW-LR-LR-LR-LW (LR=Leerrahmen)

    Bei Einsetzen starker Tracht setze ich zusätzlich zu den Zargen mit Leerrahmen Zargen mit ausgebauten Waben auf und gebe viel Platz.

    Im Laufe des Jahres wird ca. 1/3 der Honigwaben neu gebaut und 1/3 eingeschmolzen. Die eingeschmolzenen Waben und das Deckelwachs liefern mir das Material für die Brutraum-Mittelwände.

    Gruß Ralph

    Ich verwende in der Bienensaison weiche Gaze. Die lässt sich hervorragend ohne großes Rucken und Knallen abziehen und verhindert zuverlässig Brücken zum Deckel. Allerdings können die Bienen dann nicht über die Oberträger laufen; wozu soll das auch gut sein?

    Im Winter wird die Gaze entfernt. Dann können die Bienen auch über die Oberträger laufen.

    Gruß Ralph

    Gibt es keine Ansätze, wie man das Jagdverhalten der VV stören kann? Die VV schwebt vor den Fluglöchern, um sich dann auf Heimkehrer zu stürzen. Ich könnte mir beispielsweise vorstellen, dass eine großflächige Glaswand ca. 10cm vor den Fluglöchern verhindert, dass sie vor den Fluglöchern schweben können und wenn doch, dann prallen sie beim Angriff auf die Glaswand.

    Gibt es zu solchen oder anderen Methoden Veröffentlichungen oder eigene Experimente, von dem oben erwähnten Einflugtrichter einmal abgesehen?

    Gruß Ralph

    Ich sah kürzlich in einer Präsentation eine Art Mäuse-Gitter, welches weitläufig von über dem Flugloch bis ca. 50 cm nach vorne am Anflugbrett befestigt war, so dass die Hornissen nicht direkt vor dem Flugloch lauern konnten.
    Die anfliegenden Bienen soll es angeblich nicht stören, aber die Hornissen irritieren.

    Wie hat man sich das vorzustellen? Es soll über dem Flugloch befestigt sein, gleichzeitig aber am Anflugbrett, das sich unter dem Flugloch befindet? Ist das so eine Art Tonnengewölbe oder U-Profil aus Draht?

    Gruß Ralph

    Gibt es keine Ansätze, wie man das Jagdverhalten der VV stören kann? Die VV schwebt vor den Fluglöchern, um sich dann auf Heimkehrer zu stürzen. Ich könnte mir beispielsweise vorstellen, dass eine großflächige Glaswand ca. 10cm vor den Fluglöchern verhindert, dass sie vor den Fluglöchern schweben können und wenn doch, dann prallen sie beim Angriff auf die Glaswand.

    Gibt es zu solchen oder anderen Methoden Veröffentlichungen oder eigene Experimente, von dem oben erwähnten Einflugtrichter einmal abgesehen?

    Gruß Ralph

    Das Volk war offenbar nicht brutfrei, erkennbar am Brutdeckelgemüll und den hellen Milben. Die Varroabehandlung war vergeblich. Behandle bei Brutfreiheit. Wann das ist? Leider hast du keine Ortsangaben gemacht.

    Gruß Ralph