Beiträge von Kleingartendrohn

    Ich möchte noch einmal auf diesen meinen Beitrag zurück kommen.

    Ich hatte einen Brutsammler aus schlupfreifen Fangwaben ohne ansitzende Bienen bildet und ein BeeBoost-Stäbchen hinzu gefügt. Am 9. Tag entfernte ich das BeeBoost-Stäbchen und setzte ein kleines Wabenstück mit jüngsten Larven und Stiften ein.

    Der Brutsammler hat daraus sehr schöne große Weiselzellen gezogen, die ich jetzt einem anderen weisellosen und drohnenbrütigen Volk gegeben habe.

    Der Brutsammler selbst wird jetzt aufgelöst, um mit den Bienen zwei kleine Jungvölker zu verstärken.

    Fazit: Der weisellose Brutsammler ohne ansitzende Bienen zieht in den ersten Tagen keine neue Königin, wenn man ihn mit BeeBoost ruhig stellt. Ob das auch ohne BeeBoost so ist, habe ich nicht untersucht. Ab dem 9. Tag aber kann man Zuchtstoff geben. Der Brutsammler wird sich dann eine Königin ziehen, die dann wahrscheinlich auch nicht schlecht sein wird.

    Gruß Ralph

    Wenn die Larven zu einer schleimigen fadenziehenden Masse verfallen, dann besteht Verdacht auf AFB. Die ist in D meldepflichtig, Sanierung auf eigene Faust ist verboten.

    Wenn die Larven als Körper weiterhin identifiziert werden können, also nicht zerfallen, dann besteht Verdacht auf EFB. Die ist in D nicht meldepflichtig, Sanierung auf eigene Faust ist erlaubt.

    Guido Eich formuliert es so: "Wenn in der Zelle einer ist, dem man einen Namen geben kann, dann ist es nicht AFB."

    Die gegebene Beschreibung passt auf EFB, zur Absicherung sollte sich aber ein BSV das Schadbild ansehen und Empfehlungen zur Sanierung geben. Bitte nicht selbst drauf los werkeln.

    Gruß Ralph

    Es könnte Europäische Faulbrut = Sauerbrut sein. An Varroa würde ich bei abgestorbener offener Brut in allen Stadien nicht denken. Du solltest einen BSV hinzuziehen, der dich dann auch zur Sanierung beraten kann. Über das Forum lässt sich das nicht zweifelsfrei klären, auch nicht mit Fotos.

    Gruß Ralph

    Bei starker Tracht wird viel gebrütet, aber die Lebensdauser der Bienen verkürzt sich meines Wissens bis auf 20 Tage. Das ist ungefähr der mittlere Zyklus der Varroa. Dadurch steigen die Austragungsverluste der Varroa stark an und die Vermehrungsrate sinkt.

    Ohne jetzt in die Mathematik einzusteigen, würde ich vermuten, dass sie sich in etwa halbiert, also von normalerweise 2,5/Zyklus auf ca. 1,2/Zyklus abfällt. Ich schlussfolgere daraus, dass sich die Varroa deshalb während starker Tracht kaum vermehren kann.

    Wir hatten ein trachtstarkes Jahr und deshalb jetzt wenig Varroa. Das wird sich jetzt nach der Tracht aber ändern.

    Gruß Ralph

    Geh zu einem Imker deiner Wahl und bitte ihn, dass er dir aus seinen Waben ein kleines Stück mit jüngster Brut oder Stiften ausstanzt oder ausschneidet. Zum Transport vom Imker bis zu dir umwickelst du das Stück Wabe mit einem nassen Tuch. Dann machst du in eine deiner Waben ein entsprechendes Loch und befestigst das Stück Wabe in diesem Loch.

    Nach 4-5 Tagen kontrollierst du diese Weiselprobe.

    Danach geht es weiter: Am besten mit einer begatteten Königin von irgendwo, notfalls kann man auch die Weiselprobe schlüpfen lassen. In jedem Fall muss dann gefüttert werden.

    Gruß Ralph

    Ich habe die Brutnester in Querbau fluglochseitig oder auch auf der Gegenseite platziert. Einen Einfluss auf die Überwinterung konnte ich nicht feststellen. Die Bienen sind auch nicht gewandert, sondern saßen im Frühjahr immer noch an der Stelle, wo das Brutnest im Herbst platziert wurde.

    Ich hatte allerdings auch noch nie einen Futterabriss, weder in Styropor noch in Holz. Ich vermute, dass Futterabrisse eher ein Problem schwacher Völker sind.

    Gruß Ralph