Beiträge von Kleingartendrohn

    Hallo Ralph,

    eine Folie auf der Honigoberfläche kann es nicht retten, wenn der Rest nicht passt. Eine Folie ist nie Dampfdicht. Ein guter Eimer mit aufgelegter und beschwerter Platte schon eher.

    Wenn im Eimer dicht machen, dann mit einer Alufolie, die ist wirklich dicht. Aber nicht in den Deckelfalz mit rein laufen lassen, sonst ist die Deckelabdichtung dahin.

    Schöne Grüße

    Peter

    Scheint aber trotzdem ausreichend zu sein. Ich habe auch nach einer Lagerung von 1,5 Jahren keine Probleme mit zu feuchter Honigoberfläche. Ein guter Eimer ist in der Beziehung nicht besser, da er nicht vakuumdicht ist und es daher bei Temperaturschwankungen zum Gasaustausch kommt. Alufolie würde ich nicht auflegen, da das Aluminium mit der Säure im Honig reagiert.

    Gruß Ralph

    Die Entfeuchter heizen die Luft auf, das ist schlecht für den Honig. Bei mir stehen die Hobbocks und Gläser in einem Raum, der zum Wohnhaus gehört. Ich verbinde in dieser Zeit den Raum über 2 Öffnungen mit der Außenwelt. Dadurch stellt sich in dem Raum eine Temperatur ein, die zwischen der Temperatur in den anderen Räumen und der Außentemperatur liegt. Das führt zu einer Lagertemperatur zwischen 15°C und 18°C und an den meisten Tagen zu einer Luftfeuchte unter 50%. Für einen Honig mit ca. 16,5% Wassergehalt reicht eine Luftfeuchte von bis zu 55% aus.

    Zusätzlich lege ich bei der Einlagerung Frischhaltefolie direkt auf die Honigoberfläche und drücke sie an den Hobbockwänden an. Dadurch kann die Luft nicht an den Honig heran und im Prinzip könnten die Hobbock auch in einem feuchteren Raum gelagert werden.

    Im Sommer ist die Situation schwieriger. Um den Honig vor der Wärme zu schützen, kühle ich den Lagerraum mit einem 2-Schlauch-Klimagerät. Das verursacht aber trotz der beiden Schläuche einen leichten Unterdruck im Raum, sodass Luft nachströmt und die Luftfeuchte im Raum erhöht wird. Anfangs hatte ich dieser Erhöhung mit Lufttrocknern entgegen gewirkt. Im letzten Sommer hatte ich das gelassen und auf die Frischhaltefolie in den Hobbocks vertraut - das hat funktioniert, auch bei einer Luftfeuchte über 70%. Die Gläser mit dem abgefüllten Frühjahrshonig (Neutralglas mit Plasikdeckel) konnte ich in dieser Weise nicht schützen. Dennoch hat der Honig keinen Schaden genommen.

    Mein Fazit: Bei der Lagerung ist für die Haltbarkeit des Honig vor allen Dingen die Temperatur wichtig. Dazu braucht es im Sommer ein Klimagerät, im Winter eine Lüftung nach außen. Trockner braucht es im Lagerraum dagegen nicht.

    Gruß Ralph

    Es ist wohl von großer Bedeutung wie effizient die Restentmilbung im Winter wirkt. Hier gilt es den richtigen Zeitpunkt zu treffen. Im Vorjahr habe ich 22 Tage nach der ersten Frostnacht am 6.12.19 behandelt. Im Sommer vor der Winterlinde habe ich die TBE gemacht und die Brutableger dann mit AS behandelt. Die WV und frühen Ableger waren noch in der Heide. Bereits dort habe ich Windeln eingeschoben, die habe ich immer noch zur Kontrolle drin. Es sind bisher nur sehr vereinzelt einige Milben gefallen. Die Völker sind stark bis normalstark. Auf eine Rückvereinigung kann ich deshalb verzichten. Es zeigen sich auch keine deformierten Flügel oder tote Bienen vor den Beuten. Nun dürfte sich daran auch nichts ändern. Im vorigen Herbst hatte ich dagegen einen großen Befall an Varro mit all den Begleiterscheinungen. Den Grund führe ich auch die zu späte Restentmilbung am 22.12.18 zurück. Andere Erklärungen habe ich nicht. VG Jörg

    Eine andere Erklärung wäre, dass die Restentmilbung einfach schlechter war. Nach meiner Erfahrung sind ca. die Hälfte der Völker nach 1 Behandlung ausreichend entmilbt, fast alle nach einer zweiten Behandlung und der kleine Rest nach der dritten. Es zeigt sich also, dass die Restentmilbung mit nur 1 Behandlung Glücksache ist.

    Gruß Ralph

    Ich finde es unsinnig, den NABU als Feind der Imkerei hochzustilisieren. Der Artikel teilt Beobachtungen mit, die gemacht wurden. Man kann jetzt die jetzt als "Fake news" betrachten, wenn man will, aber ich gehe davon aus, dass solche Beobachtungen auch überprüft werden und ich zweifle sie deshalb nicht an.

    Ich bin daher dafür, dass wir als Imker die durch unsere Völker verursachten Schäden an der Wildbienenpopulation wahrnehmen sollten und uns darüber Gedanken machen sollten, wie wir diese minimieren könnten. Die Imkerschaft sollte zu diesem Zweck mit dem NABU zusammenarbeiten, statt hier eine Konfrontation aufzubauen.

    Es wäre schön, wenn sich Melanie als Imkerin und NABU-Mitarbeiterin zu diesem Thema äußerte.

    Gruß Ralph

    Hallo zusammen, wenn man aus welchen Gründen auch immer, jetzt eine hohe Varroabelastung hat, kann man dann nicht eine Behandlung trotzt vorhandener Brut machen um die Belastung bis zur Brutfreiheit zu überbrücken?

    Sorry, möglicherweise blöde Anfängerfrage.

    Grüße Grete

    Das kann man machen, ist auch sinnvoll, aber nicht durch OS-Träufeln und nicht mit AS. Am besten durch Bedampfen oder Besprühen mit OS.

    Wenn man bei starkem Befall nicht behandelt, kann das zu Opferflügen der Bienen führen, d.h., sie fliegen aus, um draußen zu sterben und nehmen dabei Varroen mit. Dann kann die Kiste sehr schnell leer sein.

    Gruß Ralph

    Ich imkere in der Segeberger Beute und in der Hohenheimer Beute mit einer fast gleichen Betriebsweise. In den Hohenheimer Beuten hatte ich noch nie einen Schwarm, in den Segeberger Beuten dagegen werden in jedem Jahr 30%-50% der Völker schwarmtriebig. Ursache ist die viel schnellere Frühjahrsentwicklung der Völker in den Segeberger Beuten.

    Aus diesem Grunde schneide ich die Flügel der Königinnen in den Hohenheimer Beuten nicht, in den Segeberger Beuten dagegen grundsätzlich.

    Die gute Volksentwicklung ist für mich ein Hauptkriterium für wesensgemäße Bienenhaltung. Da die Segeberger Beute im Vergleich mit der Hohenheimer Beute eine bessere Volksentwicklung fördert, halte ich die Bienenhaltung in dieser Beute im Vergleich mit der Hohenheimer Beute für wesensgemäßer. Die Beute entspricht mit ihren 40mm dicken Styroporwänden tendenziell auch mehr der Wärmeisolierung einer Baumhöhle, als das eine dünnwandige Holzbeute tut.

    Gruß Ralph

    Weiselprobe, wenn sie Zellen ziehen, neue Königin besorgen. Oder vereinigen.

    Damit bin ich in diesem Spätsommer auf die Nase gefallen. Das Volk schien weisellos, hat 2 Nachschaffungszellen gezogen, hat die zugesetzte Königin umgebracht, wurde dann schließlich vor ein anderes Volk gekehrt. Dabei tauchte dann schließlich eine Jungkönigin auf. Die Weiselprobe brachte also nicht das richtige Ergebnis.

    Vermutung: Wenn Königinnen nicht mehr begattet werden, versucht das Volk es noch einmal, obwohl es nicht weisellos ist.

    Gruß Ralph

    Vielen Dank für den Hinweis, den habe ich garnicht beachtet.

    Der Stahl hat die Bezeichnung 1.4301, Güte 18/10. Laut Edelstahl-Lexikon ist dieser Stahl für den Haushalts- und Lebensmittelbereich empfohlen. Da habe ich wohl einfach Glück gehabt.

    Gruß Ralph

    Ich verwende die Spitzsiebheizung so, wie auf den Bildern dargestellt.

    Der Spitzsiebhalter ist auf 2 Latten geschraubt. Diese liegen auf einem Holzgestell. Dadurch ist die Spitzsiebhalterung relativ stabil.

    In das Gestell sind 3 Metallbleche eingelegt: Ein kleines aus Edelstahl, auf das der geschmolzene Honig tropft und das den Honig verteilt. Von dort aus läuft der Honig auf ein breites Edelstahlblech (Dicke 1mm), und von dort über die Schräge in den untergestellten Hobbock. Unter dem großen Edelstahlblech befindet sich ein 3mm dickes Alublech, das der Wärmeableitung dient. Um zwischen dem Edelstahlblech und dem Alublech den Wärmekontakt herzustellen, wird das Alublech mit etwas Wasser besprüht und dann das Edelstahlblech aufgelegt.

    In das Gestell ist ein PC-Lüfter eingebaut, der das Alublech von unten kühlt.

    Wenn die Spitzsiebheizung auf 60°C eingestellt ist, läuft der Honig mit ca. 55°C auf das kleine Edelstahlblech und wird dort in einem breiteren Strom auf das große Edelstahlblech gelenkt. Wenn der Honig schließlich in den Hobbock läuft, hat er eine Temperatur von ca. 40°C. Die Honigoberfläche im Hobbock liegt bei ca. 35°C.

    Eine Honigtrocknung wird mit diesem System nicht beabsichtigt. Honigtrocknung wäre aber möglich, wenn man die Bleche andersrum einlegt, sodass sie von oben angeblasen werden.

    Unabhängig von der Verflüssigung verwende ich den Aufbau auch bei der Schleuderung, damit die Spitzsiebe stabil gehaltert werden. Die Bleche werden dann herausgenommen und der Lüfter bleibt aus.

    Gruß Ralph