Beiträge von Kleingartendrohn

    Sind denn die Königinnen aus 2017 so schlecht, dass sie ersetzt werden müssen? Ich selbst bin eigentlich ein Gegner solcher jährlichen Ersetzungen und mache das nur, wenn ein zwingender Grund vorliegt.

    Ich verstehe aber, dass du die Königinnen aus 2018 verwenden möchtest. Ich in der Situation würde die Brut aus den Wirtschaftsvölkern bienenfrei in die Ableger geben, würde dann die brutfreien Wirtschaftsvölker mit OS behandeln, anschließend noch 1 Monat päppeln und dann verkaufen.

    Das beschriebene Verfahren würde ich ab 10. Juli mit den 8 nunmehr starken Ablegern durchziehen, wobei ich 2 Gruppen mit je 3 Brutspendern und je 1 Brutsammler bilden würde.

    Gruß Ralph

    Ich fange jetzt an, die ersten 4 Kö sind gekäfigt. Die Honigernte ist davon nicht beeinflusst. Wenn die TBE erfolgt, werden die Honigzargen entfernt und stattdessen wird der Futtertrog aufgesetzt. Das ist aber erst in 3 Wochen soweit. Bis dahin ist die Tracht zuende.

    Gruß Ralph

    Ich habe sie an schwärmenden Völkern eingesetzt:

    • Königin eingefangen und in den Scalvini.
    • Alle Schwarmzellen entfernt und reichlich Leerwaben im HR gegeben
    • Nach 7 Tagen erneute Entfernung von Schwarmzellen, falls vorhanden
    • Königin freigelassen

    Ergebnis: Schwarmtrieb abgeklungen. Die Scalvinis waren voll bestiftet, enthielten aber keine Larven.


    Am kommenden Wochenende beginne ich die Käfigung.

    Nach 7 Tagen Durchsicht auf Nachschaffungszellen.

    Nach 21 Tagen erfolgt die TBE mit 2 Leerwaben und 5 Mittelwänden, die Königinnen werden freigelassen.

    21 Tage nach Freilassung der Königinnen werden die nunmehr bebrüteten Leerwaben entfernt und in einen weisellosen Brutsammler gegeben.

    So der Plan, Korrekturen nicht ausgeschlossen.


    Gruß Ralph

    Hier ist der Lindenhonig dunkel, riecht leicht nach Minze und schmeckt deutlich nach Karamel. Es ist wohl ein Lindenhonig mit hohem Blatthoniganteil.

    Gruß Ralph

    Solange der Honig nicht anfängt zu kristallieren (Eintrübung), macht Rühren keinen Sinn.

    Die Kristallisation beginnt an den Gefäßwänden, das bleibt unsichtbar. Durch das Rühren werden die Keime von den Gefäßwänden ins Volumen befördert. Der vor dem Rühren klare Honig trübt sich dann gut sichtbar ein.

    Wenn man erst rührt, wenn der Honig sich im Volumen getrübt hat, sind die Keime an den Gefäßwänden bereits gewachsen. Dadurch wird das Ergebnis suboptimal.

    Meine Empfehlung: Den klaren Honig ab und zu für 1min maschinell rühren, dabei den Rührer an den Gefäßwänden entlang führen und schauen, ob der Honig sich dabei eintrübt. Wenn das der Fall ist, 2x pro Tag für 2min gründlich weiterrühren.

    Honig erst fest werden zu lassen, antauen und dann cremig rühren, ist keine gute Lösung. Die Kristalle verlieren dann ihre Fähigkeit, ein Gerüst zu bilden, und der Honig wird breiig statt feinsteif. Außerdem spürt man bei Verzehr die Kristalle.

    Gruß Ralph

    OK, vielen Dank für die Einschätzungen. Habe bereits einmal geschleudert, also wenn durch Ablegerbildung die Spätsommernte kleiner ausfällt, wäre das ok.


    Würde mich trotzdem noch über eine Beantwortung meiner eigentlichen Frage freuen: Ist Königinnenzucht im Honigraum ohne Schwarmtrieb möglich? Falls ja, dann sehe ich für mich noch die Option Königinnen aufzuziehen, begattung zu lassen und dann das Wirtschaftsvolk im Juli zu teilen (Kunstschwarm).


    Danke

    Königinnenzucht im HR geht meines Wissens nur im nicht schwarmtriebigen Volk. Ob das aber in einem Wirtschaftsvolk mit einer Prinzessin geht, wird dir wohl keiner beantworten können.

    Wie willst du denn den Starter erstellen mit deinen wenigen Bienen? Hast du dafür die nötige Ausrüstung? Hast du Begattungskästen? Hast du Waben für die dann zu bildenden Ableger, Mittelwände schaffen die dann nicht mehr?

    Ich rate dir, verschieb das alles auf das nächste Jahr.

    Gruß Ralph

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das selbst bei einem kleinen Ableger schief gehen kann. Um ein Wirtschaftsvolk über Zellengabe umzuweiseln, gehe ich so vor:

    • Königin in den Scalvinikäfig
    • Nach mindestens 7 Tagen genaue Durchsicht auf Weiselzellen, Entnahme der Königin und Zusetzen der Zelle.

    Entweiseln und nach mindestens 7 Tagen alle Zellen brechen und die gewünschte Zelle zusetzen geht natürlich auch.


    Gruß Ralph

    Werner von der Ohe schreibt in seinem Buch "Honig", dass die Kristallisation an den Gefäßwänden beginnt und durch das Rühren die entstandenen Keime ins Volumen transportiert werden. Man kann auch selbst sehen, dass ein klarer aber zur Kristallisation fähiger Honig sich beim Rühren eintrübt, obwohl er vor dem Rühren klar zu sein scheint.

    Deshalb: Frühzeitig mit dem Rühren beginnen, wenn der Honig noch klar zu sein scheint, dann geht alles sehr viel schneller. Wenn man erst beginnt zu rühren, wenn der Honig sich trübt, ist es zu spät, um noch feinkristallinen Honig zu bekommen. Die Keime wachsen dann an den Wänden zusammen und werden als relativ grobe Kristalle ins Volumen transportiert.

    Gruß Ralph

    Ich hatte folgenden Aufbau: 1. Zarge: Brutnest, 2. Zarge: über Absperrgitter mit Mittelwänden, 3. Zarge: Honigraum. Das hatte ich in den Vorjahren auch so. Halt nur mit 2 Bruträumen. Ich habe hier im Forum gelesen, daß die Carnica den Honig gerne brutnestnah lagert. Das kann ich dieses Jahr bestätigen. Ich habe neben dem eben beschriebenen Volk noch 2 Wirtschaftsvölker mit im Herbst neu eingeweiselten Carnica-Königinnen. Eine wurde im Frühjahr umgeweiselt und die Arbeiterinnen haben nun wieder gelbe Ringe, die Andere hat auch das Brutnest verhonigt, trotz 2 Honigräumen und ich fand dort auch 2 Schwarmzellen. Am Besten ist eine aus 2016, mit gelben Ringen auf 2 BR+3HR und nur ein paar Spielnäpfchen. Ich will hier aber keine Diskussion über Bienenrassen los treten. Es ist halt so meine Beobachtung. LG

    Ändere deine Betriebsweise für den Honigraum auf Halbzargen. Setze im Frühjahr direkt auf das Brutnest eine Halbzarge mit ausgebauten Waben, darüber eine mit Mittelwänden. Wenn die untere Halbzarge angetragen und die obere ausgebeut ist, geht es weiter.

    Setze dann immer direkt über das Absperrgitter von unten nach oben zwei Halbzargen, eine mit Mittelwänden und eine mit ausgebauten Waben. Die Honig bereitenden Bienen wandern dann mit den Zargen immer weiter nach oben, sodass eine brutnestferne Stapelung realisiert wird. Auf diese Weise immer reichlich Raum geben!

    Die Bienen lagern den frischen Nektar jetzt im unteren Bereich des Honigraums und tragen ihn nach Reifung in die oberste Zarge.

    Sowie die oberste Zarge reif ist, unverzüglich schleudern und dann wieder direkt über dem Absperrgitter einsetzen. So hältst du die brutnestferne Lagerung aufrecht und verhinderst die Verhonigung des Brutnestes.

    Gruß Ralph

    Bei mir kam soviel Honig rein, dass die Honigraumwaben nicht gereicht hatten und und die Bienen mit dem Neubau von Honigwaben (Naturbau) nicht hinterher kamen. Infolgedessen verhonigte das Brutnest und einige Völker wurden schwarmtriebig. Ein Volk ist sogar ausgezogen, obwohl keine Schwarmzelle vorhanden war.

    Mein Fehler war: Zuwenig ausgebaute Honigwaben, Überforderung der Völker mit Naturbau. Ich werde künftig 2/3 ausgebaute Waben und 1/3 Anfangsstreifen vorhalten, entsprechend einem Erneuerungszyklus von 3 Jahren.

    Ich habe alle Völker wieder in den Griff bekommen: Die Königinnen eingesammelt und gekäfigt, geschleudert wie ein Weltmeister, danach die Königinnen wieder freigelassen, nun ist Ruhe mit dem Schwarmtrieb.

    Gruß Ralph