Beiträge von Kleingartendrohn

    Die Völker mit hoher Varroalast brüten massiv dagegen an - die merken das ja auch! Die haben garantiert große, lückige Brutnester. Deswegen nutzt auch sprühen, dampfen, oder Schwammtuch nix, wenn das Kind bereits im Brunnen liegt (oder als Milben unterm Zelldeckel steckt).

    Entschuldigung, das ist nicht logisch.

    Wenn ein Volk mit hoher Varroalast gegen die Varroa anbrütet und noch nicht kollabiert, dann ist es dringend geboten, eine OS-Blockbehandlung durchzuführen. Dadurch erzeugt das Volk mit dem Anbrüten gegen die Varroa einwandfreie Brut, die ihm das Überleben ermöglicht.

    Das ist vermutlich auch der Grund, warum Völker, die Ende September einen Varroafall >10 haben, durch eine sofortige OS-Blockbehandlung im Oktober meist nicht zusammen brechen und den Winter überleben.

    Gruß Ralph

    Ich behandle in dieser Zeit, wenn die Milbenfallzahl 10/Tag überschreitet. Falls das bei einem Volk der Fall sein sollte, behandle ich die mit einer Milbenfallzahl >5/Tag auch gleich mit.

    Nach meiner Erfahrung machen Völker mit einer Milbenfallzahl >10/Tag im Oktober einen Steilanstieg der Milbenfallzahl und kollabieren dann. Die Ursache für diesen Steilanstieg vermute ich im beobachteten plötzlich stark gesteigerten Ausräumverhalten.

    Nach meiner Beobachtung kann man das meist mit einer OS-Blockbehandlung verhindern.

    Gruß Ralph

    Mit genug Varroen vorher gibt's sogar nur Sommerbienen. Dann ist die Kiste plötzlich ganz leer.

    Das ist nur möglich, wenn alle Bienen annähernd gleichalt sind. Da aber auch Sommerbienen 40 Tage alt werden, unter Umständen (z.B. im Schwarm oder wenn keine Brut schlüpft) auch älter, und außerdem ungleich alt sind, müsste sich das Absterben der Sommerbienen auch über einen Zeitraum von mindestens 40 Tagen hinziehen und nicht plötzlich geschehen.

    Gruß Ralph

    Ist jetzt Juni? :)

    Ich denke, dass die Bereitschaft zum Opferflug nichts mit dem Juni zu tun hat. Das geschieht auch beispielsweise im Oktober. Hat vielleicht schon einmal jemand erlebt, dass im Oktober plötzlich innerhalb kürzester Zeit die Kiste erst voll, dann leer war? Eine verkürzte Lebensdauer würde ein langames Bienensterben verursachen und erklärt daher dieses Phänomen nicht.

    Es ist so, als ob der Abflug plötzlich getriggert wird.

    Gruß Ralph

    Jetzt sind (mir) Milben aber auch egal, entweder es sind genug fette Winterbienen da, oder eben nicht - ändern tut das jetzt keine Behandlung mehr, egal wie ausgefuchst.

    Ich hatte in einem Jahr beobachtet, dass im Juni stark vermilbte Völker anfingen, rapide schwächer zu werden. Durch ein sofortiges Eingreifen mit Bruthyperthermie und Oxalsäure wurde der Bienenschwund aber gestoppt. Was sagt mir das? Anscheinend opfern sich bei starkem Befall Bienen, indem sie den Stock verlassen. Wenn die Milben aber beseitigt werden, hört auch der Opferflug auf.

    Was auch zu bedenken ist, dass die Milben bei ihrem Fraß an der Biene diese schwächen. Die Biene ist nicht dafür ausgelegt, ihre Hämolymphe an einen Schmarotzer abzugeben.

    Ebenfalls zu bedenken ist, dass die Varroa ein Virenmultiplikator (für das DWV) und ein Virenüberträger ist. Eine Infektion mit dem CBPV führt innerhalb weniger Tage zum Tode.

    Fazit: Ich bin bei einem starken Varroabefall nicht so entspannt.

    Gruß Ralph

    Das von AndreasVonDerSaar angefragte Problem ist aus meiner Sicht ausreichend behandelt worden, sodass das ursprüngliche Thema im Prinzip abgeschlossen ist. Interessant ist aber die aufkeimende Diskussion über den Stil im Forum.

    Hier sind schon etliche vergrault worden. Am meisten vermisse ich die Beiträge von Henry und von Bernhard. Die Beiträge von Ralf (Rase) erinnern mich stark an die Beiträge von Henry; wenn der nicht mehr schriebe, wäre das ein Verlust ähnlich wie der von Henry.

    Was mir eher auf den Zünder geht, ist das unkonstruktive Draufhauen vieler Forumsteilnehmer auf irgendwelche Anfänger. Eine Hilfe wäre stattdessen zu schreiben, welche Fehler gemacht wurden, wie man diese eventuell korrigieren und man aus einer misslichen Situation wieder herauskommen könnte. Vorwürfe helfen niemandem und sollten unterbleiben.

    Gruß Ralph

    Ist zwar OT, muss ich aber trotzdem loswerden: Schundau gibt für die Segeberger Beute mit 2 Zargen eine notwendige Futtermenge von 20kg an, bei 1-zargiger Überwinterung 16kg. Ich gebe bei der Segeberger Hochzarge 18kg.

    Die Beute 2-zargig mit Hochboden und Futterzarge wiegt 14kg. Mit Brut/Bienen/Pollen=2kg musst du folglich auf 36kg einfüttern.

    Nun noch zum Thema:

    Ich verwende einen Haken aus Alu-Blech, der passgenau in die Seiten des Hochbodens passt. In das Loch wird eine Federwaage eingehängt und gerade hochgezogen.

    Gruß Ralph


    Hierzu noch einen (ungefragten) Rat: Arbeite mit deinem einen Volk im nächsten Jahr bis zum Trachtende und ernte Honig. Beachte die in diesem Forum gegebenen Ratschläge gegen Schwarmtriebigkeit (wann und wie Honigraum, Brutraumanpassung u.s.w.).


    Nach dem Trachtende mache TuB (Teilen und Behandeln), danach hast du 2 Völker, die auch schon gegen die Varroa behandelt sind.

    Gruß Ralph

    Noch etwas: Wenn du die beiden Völkchen zusammengesetzt hat, füttere unverzüglich ein, vorzugsweise mit Sirup. Wenn kein Sirup da ist, mit Zucker:Wasser=3:2. Es ist jetzt schon kritisch, dass die Völker Futter abnehmen. Die Futtermenge sollte ca. 16kg betragen.

    Nach 7 Tagen musst du das Schied heraus ziehen. Die Völkchen bekämpfen sich dann nicht mehr.

    Gruß Ralph

    Ich werde es wohl vereinigen und dann nächstes Jahr daraus einen Ableger bilden.:thumbup:

    Hierzu noch einen (ungefragten) Rat: Arbeite mit deinem einen Volk im nächsten Jahr bis zum Trachtende und ernte Honig. Beachte die in diesem Forum gegebenen Ratschläge gegen Schwarmtriebigkeit (wann und wie Honigraum, Brutraumanpassung u.s.w.).

    Nach dem Trachtende mache TuB (Teilen und Behandeln), danach hast du 2 Völker, die auch schon gegen die Varroa behandelt sind.

    Gruß Ralph

    Ameisensäre lässt sich gut verdampfen und somit lässt sich gut eine tödliche Konzentration in der Atemluft erzeugen. Sie wirkt deshalb als Gas über die Atemluft.

    Oxalsäure lässt sich nur bei hohen Temperaturen verdampfen, geht dann aber in der Luft sofort wieder in den festen Zustand über und setzt sich schließlich als Staub auf Oberflächen ab. Sie wirkt deshalb nicht über die Atemluft und benötigt spezielle Eintrittsstellen in den Organismus, beispielweise über die Füße.

    Deshalb hat die unterschiedliche Wirksamkeit beider Säuren nichts mit der Anzahl der Carboxylgruppen zu tun sondern mit der unterschiedlichen Art, wie sie in den Organismus gelangen.

    Gruß Ralph