Beiträge von Kleingartendrohn

    Es wird behauptet, dass die OS vom festen in den gasförmigen Zustand übergeht. Das passiert eben nicht.

    Sie geht aber aus der Schmelze (=flüssiger Zustand) in den Nebel (=fester Zustand) mit einer vermutlich gasförmigen Zwischenphase über.

    Gruß Ralph

    Ist das Wasser vollständig ausgetrieben, erwärmt sich der Feststoff (jetzt wasserfreie OXS) auf 157 °C. Bei dieser Temperatur beginnt die Sublimation, d.h., OXS geht vom festen in den gasförmigen Zustand über. Das ist der zweite Phasenübergang.

    Gerade das passiert nicht. Der OS-Nebel entsteht während des Kochens auf dem Pfännchen, das kann jeder beobachten und nachvollziehen.

    Gruß Ralph

    Ich halte diese Erklärung nicht für richtig. Sublimation ist der Übergang vom festen in den gasförmigen Zustand, siehe Wikipedia. Für Sublimation müssen bestimmte Bedingungen für Druck und Temperatur herrschen. Der gasförmige Dampf ist unsichtbar. Ein Beispiel dafür ist Eis in einem abgeschlossenen Gefäß: Über dem Eis bildet sich durch Sublimation Wasserdampf bis zu dem zu der Temperatur gehörigen Dampfdruck aus und bleibt unsichtbar. Entfernt man diesen Dampf, so liefert das Eis durch Sublimation Wasserdampf nach, bis es gänzlich sublimiert ist.

    Was bei der Oxalsäurebehandlung aus dem Pfännchen aufsteigt, ist kein Gas, sondern fein verteilter Staub aus Oxalsäurekristallen. Dessen Entstehung: Man beobachtet, dass das Oxalsäuredihydrat erst flüssig wird und dann kocht. Der Dampf kondensiert in der kälteren Luft zu diesen feinen Oxalsäurekristallen, möglicherweise auch über eine sehr kurze flüssige Phase, die man nicht beobachten kann, da der Dampf zu schnell abkühlt. Es handelt sich also nicht um Sublimation sondern um Verflüssigung, Verdampfung und nachfolgende Kondensation in der kälteren Luft. Die entsprechenden Geräte sind also Oxalsäureverdampfer, keine Oxalsäuresublimierer.

    Das ist ein ähnlicher Prozess wie beim Kochen von Wasser. Wenn Wasser auf dem Herd kocht, dann entweicht Wasserdampf als Gas und kondensiert in der kälteren Luft als Nebel aus feinen Wassertröpfchen. Würde man das bei tiefen Temperaturen durchführen, dann würde der Wasserdampf zu einem Nebel aus feinen Eiskristallen kondensieren so wie die Oxalsäure bei der Oxalsäureverdampfung.

    Gruß Ralph

    Ich habe nicht nachvollziehen können, dass kristallwasserfreie Oxalsäure in CO2 und Wasser zerfällt. Es wäre nett, wenn du auch mindestens eine Quelle angeben würdest. Auch würde mich interessieren, was eine dissozierte Luftfeuchte ist, den Begriff kenne ich nicht.

    Dass Oxalsäure in wässiger Lösung dissoziiert, ist klar, das macht jede Säure. Beispiel: (COOH)2 +H2O--> (-)OOC-COOH+(+)H3O

    Das ist aber kein Zerfall in CO2 und Wasser. Bei Verdunstung des Wassers an Luft kristallisiert die Oxalsäure als Oxalsäuredihydrat aus, bleibt also erhalten. Nur das Wasser verschwindet. Probiere es aus.

    Zur Dissoziation von Oxalsäure siehe z.B. hier.

    Gruß Ralph

    Oxalsäure ist stabil und zerfällt nach dem Sublimieren nicht. Gruß Ralph

    Das würde ja Anreicherung bedeuten, ist aber nicht der Fall. OX ist schon mal wasserlöslich und diffundiert in die Luftfeuchtigkeit und baut sich schon daher ab.

    Ja, die Oxalsäure reichert sich an und verdampft nicht. Falls du's nicht glaubst, gib etwas Oxalsäuredihydrat in ein Schälchen und stelle das offen hin. Guck nach 1 Jahr wieder nach. Du kannst auch gerne ab und zu Wasser dazu geben, hat keinen Einfluss.

    Gruß Ralph

    Naja, da ich die Königin/Prinzessin nicht gesehen habe, hatte ich Zeifel ob ich die zweite/letzte Weiselzelle auch brechen sollte. Könnte ja sein, dass die geschlüpfte Königin vom Begattungsflug nicht zurück kam oder schon ein Schwarm abging, den ich nicht gesehen habe, etc.

    Aber nun mit der Vermutung, dass das eine Schwarmvolk wahrscheinlich weisellos ist, würde ich dieses Risiko in Kauf nehmen und die Wabe mit Weiselzelle einfach umhängen (gut dass ich noch eine aufgehoben habe ;)). Falls das Volk aus dem die Wabe mit der Weiselzelle stammt, tatsächlich keine Königin hätte, könnte ich dann später noch was unternehmen. Und falls das Empfänger-Schwarmvolk doch eine Königin hätte, die ich nur übersehen hab, dann würde die alte Königin sich wahrscheinlich um die Weiselzelle kümmern, oder?


    Grüsse,

    Fossi

    Die alte Königin wird sich vermutlich nicht um die Weiselzelle kümmern. Stattdessen wird die Jungkönigin schlüpfen, zur Begattung ausfliegen und beginnen zu legen. Letztendlich entscheiden sich dann die Bienen für eine von beiden Königinnen.

    Du könntest mit der Wabe mit Weiselzelle auch einen Einwabenableger machen. Für die Betreuung der Jungkönigin beim Begattungsflug reicht das aus. So hast du eine Reserve. Die Wabe am besten zwischen 2 Leerwaben stecken, in eine Leerwabe an der abgewandten Seite etwas Wasser einfüllen. Auf vorhandenes Futter achten.

    Pass auf, dass du nicht die Jungkönigin mit herüber nimmst.

    Gruß Ralph

    Oxalsäurebehandlung im Sommer ohne Kontrolle ist Blindflug! Es ist wichtig, nach jeder einzelnen Behandlung die gefallenen Milben auszuzählen. Bei umfangreicher Brut wird man feststellen, dass die Anzahl gefallener Milben am Anfang von Bedampfung zu Bedampfung ansteigt. Man muss dann weitermachen, bis die Anzahl der gefallenen Milben unter ein erträgliches Maß absinkt. Das können schon sehr viele Bedampfungen werden. Das liegt daran, dass sich ein sehr großer Anteil der Altmilben in die offene Brut retten kann und somit über einen Brutzyklus hinweg zwar größtenteils die Jungmilben getötet werden, die Anzahl der Altmilben aber nur wenig abgenommen hat. Deshalb müssen mehrere Brutzyklen abgedeckt werden.

    Ich halte diese Art der Varroabehandlung für schlichten Wahnsinn - wegen des Arbeitsaufwandes und auch wegen des hohen Eintrags von OS auf die Waben, wo sie nicht mehr verschwinden kann und das Winterfutter verunreinigt.

    Ich kann nur empfehlen: Raus mit aller Brut und dann behandeln, das lässt den phoretischen Milben wenig Chancen. Aber auch da würde ich wegen des Flugverkehrs nur mit einer Wirksamkeit mit 80% rechnen, was auch zu wenig ist. Deshalb sollte zusätzlich mindestens eine Fangwabe eingesetzt werden, dann kann es gut werden.

    Dennoch sollte spätestens im Oktober der natürliche Varroatotenfall über eine Woche kontrolliert und bei mehr als 10 Milben/Tag (kleine Völker 5/Tag) eingegriffen werden. Im Oktober funktioniert eine Blockbehandlung gut, da die Brutnester dann klein oder sogar leer sind. Die Altmilben finden dann nicht mehr schnell genug eine geeignete offene Brutzelle.

    Gruß Ralph

    Eine Sache ist vielleicht interessant: Wenn ich den Honig mit der Spitzsiebheizung bei 55°C aufschmelze, habe ich nach 40kg weiße Fasern an der Heizschlange. Vielleicht nicht bei jedem Mal, aber auf jeden Fall kürzlich. Es scheint also auch bereits bei 55°C zur Eiweißgerinnung, sprich zur Honigschädigung zu kommen. In welchem Maße, das kann wohl nur durch eine Analyse herausgefunden werden.

    Gruß Ralph

    Die Hälfte der Völker lag bei der Auszählung 14 Tage nach der Behandlung im Gut-Bereich (mit Brut: <50, mit wenig Brut: <100, ohne Brut: <450), die andere Hälfte hat eine zweite Behandlung erhalten. Die wird am 24.12. ausgezählt.

    Gruß Ralph

    Zur Schwärmerei: Offenbar hast du Bienen aus Wald- und Wiesenmischung. Das Wichtigste, was du gegen die Schwärmerei tun kanst ist, dass du dir Königinnen von einem Züchter bestellst und die einweiselst. Schau dir das Zuchtziel des Züchters an. Die Bienen sollten sanftmütig und schwarmträge sein. Standbegattete Königinnen sind ausreichend. Kauf keine unbegatteten Königinnen, da du damit die Schwarmtriebigkeit an deinem Stand nicht los wirst.

    Zur möglichen Weisellosigkeit: Abgeschwärmte Restvölker haben nach dem Schwarmabgang nur unbegattete Königinnen. Die müssen erst begattet werden und beginnen ungefähr nach dem Schlupf der letzten Brut zu legen. Deshalb ist hier Warten angesagt. Außerdem hast du eine brutfreie Phase, die du nutzen kannst, um die Völker mit Oxalsäure gegen die Varroa zu bedampfen. Auch die Schwärme solltest du behandeln, bevor verdeckelte Brut da ist.

    Zum verschlafenen Volk: Wenn es angefangen hat zu bauen, ist alles gut. Einfach weiter beobachten und füttern.

    Zu Volk 2: Möglicherweise sind die Jungköniginnen ausgeschlüpft und dann gleich mit einem Nachschwarm ausgezogen, der dir entwischt ist. So siehst du jetzt die noch offenen Weiselzellen.

    Bei beiden Restvölkern solltest du die am besten belagerte Weiselzelle aussuchen und alle anderen brechen, da sonst die Schwärmerei vermutlich weiter gehen wird. Ansonsten ist Warten angesagt.

    Der hohe Drohnenanteil in den Restvölkern hängt vermutlich damit zusammen, dass ein Großteil der Arbeiterinnen mit den Schwärmen ausgezogen ist und die Drohnen geblieben sind.

    Gruß Ralph