Beiträge von Kleingartendrohn

    Ich würde in dieser Zeit Begattungseinheiten für 7 Tage in Dunkelhaft lassen, damit die Königin ausreichend reift und ein guter Volkszusammenhalt entsteht. Das finde ich wichtig, um einer Räuberei vorzubeugen. Viele Bienen sind auch wichtig, aber nicht zu viele, da dann das Völkchen auszieht. 400ml für die Kieler halte ich für eine Obergrenze.

    Erfahrung habe ich mit späten Begattungseinheiten aber nicht.

    Gruß Ralph

    Ich reinige den Kessel mit lauwarmem Wasser und einem Schwamm, danach wird mit handwarmem Wasser nachgespült. Den Korb reinige ich in der Badewanne mit einer Handbrause, erst lauwarm, dann heiß. Spülmittel verwende ich nicht.

    Das Lager nehme ich heraus und setze es umgedreht auf eine heiße Platte, damit sich die Kugel löst. Das Lager und die Kugel werden dann dann mit Küchenpapier sauber gewischt. In das Lager gebe ich etwas lebensmitteltaugliches Silikonöl, dann gebe ich die Kugel hinein und zum Abschluss etwas lebensmitteltaugliches Silikonfett obendrauf.

    Gruß Ralph

    Hallo zusammen,


    es ist mein 2. Bienenjahr und ich habe dieses Jahr einen Ableger auf DNM (warmbau) gebildet. Der steht einzargig mit 12 Rähmchen gut besetzt da und wurde in den letzten 2 Wochen mit 6kg gefüttert. Nun haben die Mädels jedoch alles in Fluglochnähe eingelagert. Frische Brut konnte ich nicht finden... außen ist noch verdeckelte Brut in der Mitte Honig. Die 3 fluglochfernen Rähmchen haben noch viel Platz. Wird alleine umgelagert oder muss ich eingreifen? Vom Gewicht sollte es jetzt eigentlich passen nur wo legt jetzt die Chefin die Winterbrut?

    Keine Stifte, Königin nicht gesehen, Brutzellen mit Futter vollgefüllt? Bei mir hieße das "Verdacht auf Weisellosigkeit". Dann auf weitere Zeichen achten: Unruhe, viele sterzelnde Bienen im offenen Volk. Ein Wabenstück mit Stiften und jüngster Brut als Weiselprobe geben. Kontrolle nach 1 Woche.

    Gruß Ralph

    Ich habe die HR inklusive ASG abgeräumt, und in gleichem Zuge Futterzargen mit Sirup aufgesetzt. Restfutter gab es noch auf den Pollenwaben. TBE war 14 Tage vorher.


    Fand ich einfacher als Honigwaben runterhängen, die man später wieder entnehmen muss..


    War das falsch?

    Ralf setzt zusätzlich die Bienenflucht. Dadurch ist das Brutnest vom Futtervorrat abgetrennt. Um die Zeit zu überbrücken, in der die Bienenflucht drauf ist, hängt er eine Honigwabe nach unten.

    Wenn du die Honigräume ohne Bienenflucht abräumst und direkt danach fütterst, brauchst du auch keine Honigwaben herunter zu hängen.

    Gruß Ralph

    Aber nur bei "ordentlichen" Völkern und spät abends machen. (Am nächsten Morgen/Tag sofort wieder wegnehmen.

    Ist nicht nötig. Kannst du bis zum Frühjahr drunter lassen. Muss auch kein super starkes Volk sein, in dem Fall sollte das Flugloch aber auf Bienenbreite eingeengt sein.

    Gruß Ralph

    Ja, hab ich dieses Jahr gemacht:

    Nicotfutterzargen aufgesetzt, ohne Domabdeckung, darauf die auszuschleckenden Zargen, so sechs auf einmal.

    Nach zwei Tagen gegen abend die Zargen abgestapelt auf Paletten direkt neben dem Kästen. Dann die Domabdeckung eingesetzt, die Futterzargen mit Beeblower leergepustet und Sirup eingefüllt. Deckel drauf, fertig.

    Die Bienen aus den Zargen sind ganz friedlich nach Hause geflogen, kurz vorm Dämmern hab ich die Paletten abgefahren.

    Ich habe das in ähnlicher Weise jetzt einmal probiert - es hat nicht geklappt. Die Details:

    Ich habe ein Fluchtschied aufgesetzt und eine Bienenflucht umgedreht aufgesetzt, sodass ein Spalt blieb, durch den die Bienen nach oben gehen konnten. Dann eine Leerhalbzarge, dann 5 Halbzargen mit den auszuleckenden Waben, dann den Deckel.

    Nach 3 Tagen habe ich versuchsweise 1 Halbzarge abgenommen und offen aufgestellt. Nach 15 Minuten hatte ich die heiße Schlacht am kalten Buffet, ich musste das Ganze abbrechen.

    Also, nach 3 Tagen sind die Waben nicht leer, sie rochen auch noch kräftig nach Linde. Ich lasse die Waben jetzt noch einmal für 3 Tage drauf und probiere dann die offene Aufstellung noch einmal.

    Gruß Ralph

    Oh, Ihr seid ja immer noch hier!?

    Jede dieser Blackboxen ist ein Vektor für Krankheiten. 'Blackbox' nicht weil man als nicht reinschauen kann, sondern als Anfänger ohne Imkerambition nix sieht, wenn man's macht. Und deshalb den Nutzen vom Reinschauen nicht versteht. Honig will man ja eh nur so nebenbei. Was'n Elend.

    Die Bienenbox ist keine Blackbox, sondern benutzt bewegliche Waben. Sie ist damit ebenso kontrollierbar wie jede andere Beute. Deshalb ist mir nicht klar, wieso die Bienenbox ein Vektor für Krankheiten sein soll.

    Gruß Ralph

    Hier liegt ein Missverständnis vor. Die Luft ist im Raum nicht nasser als draußen, will heißen, der Wasserdampfdruck ist drinnen wie draußen gleich. Durch die Kühlung sinkt aber der Sättigungsdampfdruck einen gewissen Faktor a (berechenbar durch die Sättigungsdampfdruckformel). Dann steigt die relative Luftfeuchte im kalten Bereich um den Faktor 1/a.

    Wenn es also draußen warm ist mit einer durchaus niedrigen relativen Luftfeuchte von 54%, entsteht ohne zusätzliche Entfeuchtung drinnen durch Kühlung bei einströmender Außenluft unvermeidbar eine hohe Luftfeuchte.

    Der Luftdruck hat keine Bedeutung für die relative Luftfeuchte, da die relative Luftfeuchte definiert ist als das Verhältnis des aktuellen Wasserdampfdrucks zum Sättigungsdampfdruck, wobei letzterer ausschließlich durch die Temperatur bestimmt wird.

    Gruß Ralph

    Ein Honig mit einem Wassergehalt von 16,5% zieht bereits bei mehr als 48% Luftfeuchte Wasser aus der Luft, bei mehr als 52% zieht auch ein Honig mit 18% Wassergehalt Wasser aus der Luft (siehe hier). Eine Feuchte von 65% ist viel zu hoch! In kalter Luft geschieht die Wasseraufnahme durch Honig zwar langsamer, ist aber über Monate nicht zu vernachlässigen.

    Gruß Ralph

    Unterdruck wird man immer haben, denn wenn ich Luft abkühle, sinkt ihr Volumen.

    Das ist leider nicht die Ursache meines Problems. Der Luftstrom in den kühleren Raum ist stetig, was man daran erkennt, dass bei einer Innentemperatur von 16°C und einer Außentemperatur von 24°C und 54% Luftfeuchte durch die Entfeuchter ungefähr 6l Wasser abgeschieden werden. Ohne die einströmende Luft wäre die kalte Luft nach einmaliger Entfeuchtung trocken.

    Gruß Ralph

    Hallo, ich lagere meinen Honig in 40kg-Kübeln und fülle ihn erst dann in Gläser, wenn er verkauft werden soll (Ausnahme Frühjahrshonig). Ich mache das deshalb, weil zum Zeitpunkt der Ernte nicht feststeht, ob flüssiger oder cremiger Honig gefordert wird. Ich lagere die Kübel bei einer Temperatur zwischen 15°C und 17°C, um seine Degradation zu verlangsamen. Um die Temperatur im Lagerraum zu halten, benutze ich ein lokales mobiles 2-Schlauch-Klimagerät.

    Nun zum Problem: Das Klimagerät erzeugt offenbar trotz aller Versuche zur Abdichtung einen leichten Unterdruck im Raum, wodurch es einen geringen Einstrom der Außenluft in den Raum gibt. Dadurch gelangt auch kontinuierlich Wasserdampf in den Raum, der zu einem Anstieg der relativen Luftfeuchte führt. Mit der In Wikipedia angegebenen Sättigungsdampfdruckformel lässt sich ausrechnen, wie stark die relative Feuchte bei Abkühlung der einströmenden Luft zunimmt. Beispiel:

    Luftfeuchte der Außenluft bei 24°C: 54%

    Luftfeuchte nach Abkühlung auf 16°C: 89%

    Bei stetigem Einstrom der Außenluft steigt daher die Luftfeuchte allmählig an - Gift für den Honig.

    Momentan arbeite ich dem mit 2 Entfeuchtern entgegen. Die verbrauchen Energie und erzeugen Wärme, die wiederum durch das Klimagerät entfernt werden muss. Das führt zu einem enormen Energieverbrauch, den ich vermeiden möchte.

    Damit ich mich um den Feuchtegehalt der Luft nicht kümmern muss, habe ich mir überlegt, die Honigoberflächen in den Kübeln mit einer Frischhaltefolie abzudecken, um den Feuchteaustausch mit der Umgebungsluft zu unterbinden..

    Hat jemand Erfahrung damit?

    Gruß Ralph