Beiträge von Bucki



    Hallo Stöff
    Bei der genetischen Verarmurng meinte ich die Apis mellifera mellifera.

    Eben doch. Es liegt nicht an der mellifera, wenn sie falsch gehalten wird, sondern am Imker. Warum will man imer härtere Bienen? Doch wohl um die Fehler in der Betriebsweise galant zu vertuschen. Aber schon die Varroa ist das letzte Warnsignal, dass das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Selbst mit Bruder Adams Zuchtmethoden gelingt es nicht, eine Varroatolerante Bienen zu züchten.
    (wobei zu bemerken ist, dass Bruder Adam ganz nebenbei eine neuartige Betriebsweise in einem in England unbekannten Kasten gleich miterfand. Aber das ignorieren die heutigen Buckfastzüchter. Und genau das ist der Punkt. Um zu Varroatoleranz zu gelangen, muss man gleichzeitig an der Betriebsweise forschen)



    Hallo luxnigra
    In die Schweizer-Mellifera wurde über Jahrzehnte nie fremdes (ausländisches) "Bienenmaterial" zugefügt und die Bestände sind nicht allzu gross. Aber scheinbar kennst du ja das Ausmass der Sauerbrut in der Schweiz und die Imker betreiben nicht die richtige Betriebsweise. Bei Völkern die knapp drei Mittelwände ausbauen, hast du eben Mühe "anständige" Ableger zu bilden. Zumal bei der Mellifera ein grosser Teil der Bienen noch abfliegt und nicht im Ableger verbleibt trotz verstellens.

    hallo

    In der Schweiz sind wir in der glücklichen Lage, dass die Oxalsäure-Verdampfung schon einige Jahre zugelassen ist. Ich praktiziere sie schon sicher schon seit sechs Jahren mit sehr guten Resultaten. Zudem ist sie am bienenverträglichsten gegenüber z.B. der Träufelmethode.

    Hallo Stöff

    Deine Aussagen bestätigen einmal mehr die Sätze von Bruder Adam. Wenn zudem 6 von 29 Mellifera-Belegstellen in diesem Jahr Sauerbrut hatten (haben) und weitere 3 in Gebietssperren sind, muss man eigentlich nichts mehr dazu sagen.

    Hallo luxnigra

    Die Schweizer Mellifera ist genetisch stark verarmt. Es wird versucht mit Schutzgebieten die "Rassenreinheit" zu gewährleisten. Kommt jedoch die Sauerbrut, gibt's den Domino-Effekt. Stand um Stand kippt um. Dieses Jahr im Kanton Appenzell.
    Ich bin Bucki-Vermehrer und kein Züchter. Ich habe nicht die Völkerzahl um noch weitere Bienenrassen zu halten, um sie in meinen Buckfaststamm einzuverleiben. Ich würde sehr wahrscheinlich furchtbar auf die Nase fallen.
    Wenn ich jedoch die Kosten betreffend Sauerbrutsanierungen betrachte, könnten wir den Beitrag wohl noch locker bezahlen.
    Es wäre eventuell von Vorteil, die Schweizer Mellifera mit ausländischen Mellifera-Herkünften aufzufrischen.
    Ich glaube nicht, dass du das Ausmass der Sauerbrut in der Schweiz kennst.

    Hallo Melli

    Ich will die Buckfast hier nicht als Wunderbiene darstellen, das ist sie auch nicht.
    Aber betreffend Brutkrankheiten ist sie einiges robuster als die Mellifera. ( in der Buckfast fliesst aber auch Mellifera-Blut).
    Selbst im verseuchten Kanton Bern gibt es Buckfast-Imker, welche noch nie Sauerbrutprobleme hatten und dies über Jahre.
    Das sich z.B. meine Bucki's nie mit Sauerbrut infizieren könnten, würde ich nicht unterschreiben, 100% gibt es einfach nirgends.

    Hallo Eisvogel

    Nein, du hat nichts falsch verstanden. Ich könnte dir eine Vielzahl von Mellifera-Züchtern aufzählen, die schon mit Sauerbrut zu kämpfen hatten. Die Hängen das natürlich nicht an die grosse Glocke, schliesslich wollen sie ja eine Museumsbiene am Leben erhalten und kriegen da auch noch Unterstützungsgelder von pro specie rara.

    Hallo Melli

    Infizieren können sich alle.

    Von mir ein klares nein.
    Ich kenne Buckfastimker welche schon vor Jahren Völker mit Sauerbrutwaben "geimpft" haben. Es kam aber nie zu einem Ausbruch!!!
    Die Bienen konnten diese Brut stets entsorgen.
    Trotzdem können auch Buckfastbienen wie auch Carnica-Bienen Sauerbrut kriegen. Sind sie aber züchterich Richtig selektiert (z.B. mittels Nadeltest) ist das Risiko viel geringer.

    Hallo Melli

    wo gelesen?
    Auf der Hompage der Mellifera-Züchter. www.mellifera.ch
    Im Magazin 02 .
    Gebietssperre ist ab diesem Jahr auch bei der Sauerbrut.

    Hallo Sabiene

    Ja, wir haben massivst Sauerbrutprobleme. Bei Gebietssperre = keine Wanderung. Die Imker, welche mit den Bienen zum "Futter" wollen sind mal wieder die Gestraften.
    Aber die Mellifera-Freunde möchten ja weitere Schutzgebiete, damit wir mit der Sauerbrut auch flächendeckend eingedeckt sind.

    Noch ein paar Sätze von Bruder Adam betreffend Sauerbrut oder auch gutartige Faulbrut:
    " Die Befunde der breiten Erfahrung bestätigen zudem eine solche Annahme, wie auch jene, die in der Schweiz gemacht wurden, wo die gutartige Faulbrut, dort auch als "Sauerbrut" bezeichnet, sehr verbreitet ist, offenbar mehr als in irgendeinem anderen Land.
    In der Schweiz kommt noch eine rassenbedingte Anfälligkeit dazu, welche durch verfehlte Zuchtmassnahmen noch weiter intensiviert wird. Wie unsere Erfahrungen zeigte, ist die westeuropäische Biene, die Mellifica mellifica, anscheinend die anfälligste aller Rasse. Die Anfälligkeit erstreckt sich auf beide Formen der Faulbrut, eigentlich auf alle Krankheiten der Brut."
    Bruder Adam schrieb diese Zeilen im Buch "Züchtung der Honigbiene" nieder. (1982)

    Hallo

    Da laut Mellifera Zuchtchef (Schweiz) die Verbreitung der Sauerbrut über alle Rasse stattfindet frage ich mich, warum 6 von ingesamt 29 Belegstellen im Jahr 2009 der Mellifera wegen Sauerbrut geschlossen werden mussten. Zudem kommen noch 3 Gebietssperren hinzu. Bei einem Radius von 1 km sollten in diesen Gebieten wohl auch besser Mellifera Bienen fliegen.
    Zusammengefasst 32 Stände, 9 x Sauerbrut = 28 %
    :u_idea_bulb02:
    Hopla.

    Hallo

    Liebig hat in der Schweiz bei einer Imkerversammlung mal gesagt: "Den Schweizerkasten (Hinterbehandler) vererbt man nicht, man verbrennt ihn." Recht hat er ja. Bin aber Dadant-Fan und würde die Kisten nie mehr eintauschen gegen ein zweiräumiges Brutraumsystem. Ich hatte meine Bienen vor drei Jahren noch auf 2 x 3/4 Zargen Langstroth (Brutraum). Geht auch zum imkern, ist meines erachtens aber zeitaufwendiger.
    Grüsse aus der Schweiz