Beiträge von Bienen-Freund

    Hallo Imkerfreunde,


    ich hatte das ABJ für rund fünf Jahre abonniert, natürlich mit Air Mail. Die Lieferzeit war in der Regel in Ordnung, aber durchaus schwankend. Ab und zu kam keine Ausgabe, sie wurde aber anstandslos nachgeliefert. Manchmal später als das bereits vorliegende "neue" Heft. Insgesamt konnte ich damit gut leben.


    Zum Inhalt: Es gibt wissenschaftliche Beiträge wie die von Randy Oliver, aber auch von anderen. Was überwiegt, sind ellenlange "Hoffmanns Erzählungen". Die Einsender werden gedruckt wie sie liefern, und schweifen teilweise arg vom Thema ab. Das erklärt den Umfang des ABJ und ist bei den deutschen Imkerzeitschriften nicht so üblich. Zumindest weiß ich das von der b&n und dem dbj. Hier machen die Redaktionen manche Beiträge in Absprache mit den Autoren erst zielführend und lesbar. Die Redakteur*innen sind halt auch vom Fach, sehr erfahrene Imker*innen.


    Man muss wissen, dass das ABJ mit seiner weltweiten Verbreitung nur rd. 15 Tausend Auflage hat oder hatte. Die Werbung ist klar anders, aber irgendwann wie bei uns auch immer dasselbe. Die Faszination für Gapelstapler und Autokräne erlischt letztlich wieder. Ich habe das ABJ-Abo dann gekündigt, weil mir das Magazin zu wenig gebracht hat. Die schweren Hochglanzstapel habe ich dann einem Imker geschenkt, der sie am Marktstand durchsehen wollte, wenn wenige Kunden kamen.


    In der Aktualität sind unsere Bienenzeitschriften besser. Bis da mal im ABJ über eine Neuerung geschrieben wurde, war das bei uns schon vor Monaten drin. Natürlich war es auch mal anders rum, ich erinnere mich an die Zapp oder Zipp Waben, das waren Drohnenwaben aus Kunststoff mit eingebauter Heizung. Wenn der Rahmen verdeckelt war, kann man mit Hitze die Brut töten, ohne den Rahmen überhaupt herausnehmen zu müssen. Die Bienen machen den Rahmen angeblich sauber und das Spiel beginnt von vorne. Ich wollte so etwas nicht anwenden.


    Noch nicht genannt wurde hier für wissbegierige Imker*innen die Apidologie, Zeitschrift für Bienenforschung. Die sehr zahlreichen älteren Jahrgänge sind kostenlos:

    https://www.apidologie.org/component/issues/

    Schaut doch mal rein, eine riesen Fundgrube zum Nachlesen.


    Soviel zu Weihnachten, beschenkt Euch schön,

    viele Grüße, Bienen-Freund

    Hallo Freund*innen,


    die Probleme müssen nicht sein, zumindest nicht, wenn man neu kauft.

    Ein deutscher bekannter Markenhersteller: "Neu sind die Böden von Schleuderkesseln und Honigkannen oder Fässern. Durch eine neuartige Schweißtechnik werden Boden und Wandung stumpf und spaltfrei verbunden. Die Reinigung wird dadurch noch leichter." Das gilt für alle Geräte der Honigverarbeitung von xy.


    Dies nur mal als Tipp für Investoren :)

    Hallo,


    ich habe zwei Angaben zur Geschichte des Imkerglases gefunden. Da ohne Abbildungen, kann das oben gezeigte Glas derzeit leider nicht genau zugeordnet werden. Es stammt vermutlich aus der Zeit zwischen 1926 und 1930. Möglicherweise handelt es sich um ein Probeglas aus der Zeit der Entwicklung. Zur verbandspolitischen Einordnung hier eine sehr gute wissenschaftliche Untersuchung:

    https://www.becker-lamers.de/w…reinheit-bruederlichkeit/


    Die erste Generation des Imkerhonigglases vom Mai 1926 hatte noch keinen Gewährverschluss. Man konnte das Glas einfach aufschrauben. Der Gewährverschluss kam erst Anfang der 1930er Jahre.

    Quelle: 100 Jahre Deutscher Imkerbund, ein Chronik zum Jubiläum. Wachtberg 2007.


    "Am 13.6.1928 wird das Einheitsglas als Verbandswarenzeichen mit der Nummer 387864 in Klasse 26c eingetragen."

    Quelle: Jubiläumsjournal 2000 des Deutschen Imerbunds, 75 Jahre Echter deutscher Honig.


    Gruß an alle, Bienen-Freund

    Hallo Imkerfreunde,


    ich habe den Autor angefragt bezüglich einer deutschen Ausgabe. Er schrieb zurück, er sei nicht abgeneigt, aber es müsste sich halt ein Verlag finden, der das Buch übersetzt und herausgibt.


    Liest hier jemand mit? Es gibt eine tolle Buchidee :daumen:

    Ich hatte schon mal eine kleinere Fritz Schleuder, mit der man auch abfüllen konnte. Dazu ein Rührstab, der vom Schleudermotor angetrieben wurde. Eine feine Sache. Ich bin davon nur deshalb abgekommen, weil man nicht schleudern konnte, wenn die Schleuder voller Honig zum Rühren war :-) Doch echt. Dann habe ich mir eine größere Schleuder gekauft und in einer extra Rührstation mit dem Schleudermotor gerührt. Den kann man schnell mal umsetzen. Die Eimer mische ich oft nach Wassergehalt, vlt. nicht so extrem mit 19%. Es ist immer gut, wenn der Honig im Bereich von 17% liegt.

    Hallo Imkerfreunde,


    noch niemand hat hier darauf hingewiesen, dass die Hersteller solcher lebensmittelechten Kunststoffeimer selbstverständlich von einem einmaligen Gebrauch ausgehen. Die Eimer dienen der Auslieferung von Pizzateig, Joghurt oder Kompott und werden dann "entsorgt".


    Insofern ist der Verweis auf Edelstahlkannen sehr sinnvoll. Dort gibt es keine Weichmacher, die in den Honig diffundieren können, dementsprechend keine Alterung/Verhärtung der Kunststoffe und keine unter Belastung geplatzten Eimer.


    Für längerfristig planende Imker sind Edelstahlgefäße ein wichtiges Ziel, ein "must have". Wenn man nicht genügend davon hat, hilft auch ein baldiges Abfüllen ins Glas. Eine Lagerung von Honig in Kunststoff über Jahre ist wenig sinnvoll. Meine Meinung.

    Es gibt einen interessanten Beitrag von Prof. Tautz, der diese These in Frage stellt. Denn bei Bränden fliehen die Bienen tatsächlich nicht, sie gehen zugrunde. Außerdem könnte die Königin nicht mitfliehen, sie ist zu schwer. Prof Tautz schreibt, ich darf zitieren:


    "Ohne Königin und ohne Brut würde ein vor einem Feuer geflohener Schwarm auf jeden Fall sterben. Die Flucht käme einem sicheren Selbstmord gleich. Der Rauch wird auch mit Sicherheit die chemische Kommunikation verhindern, auf der ein geordnetes Schwarmverhalten basiert. Und es gibt keine einzige gesicherte Beobachtung über einen Schwarmauszug bei Feuer."


    Quelle: http://www.bee-careful.com/de/…dafrikanische-honigbiene/


    Aber unbestritten nehmen die Bienen Honig auf, wenn der Imker sie mit Rauch einnebelt. Für mich eine bessere Alternative: ein Wasservernebler. Der Wasserdunst wirkt ungemein beruhigend.

    Hallo Imkerfreunde,


    ich stand mal in Südfrankreich in einem ausgedehnten Erika-Gebüsch, das ganz toll blühte und sehr gut von Honigbienen besucht war. Mir gelangen meine besten Makro-Aufnahmen aus den Hand.

    Dann hörte ich ein Brummen, ein anderes Fluggeräusch, und sah im Geäst zwei Exemplare der Vespa Velutina langsam hin und her fliegen. Sie waren ganz nah bei mir, setzten sich aber nicht ab. Ob sie eine Biene abfangen konnten, habe ich nicht gesehen.

    NUR: Innerhalb kürzester Zeit war alles Gefliege vorbei, keine Biene mehr zu sehen. Sie hatten blitzartig Reißaus genommen.

    Liebe Imkerfreunde,


    das war so interessant zu lesen bisher, wollt Ihr (die Diskussionswilligen) nicht zum Thema zurückkehren?

    Der Autor in der Biene begründet ja die Trennung von Altwachs und Deckel- bzw. Drohnenwachs.

    Ich folge darin eigentlich seit jeher, weil mir schon früh klar war, dass jeder "Kreislauf" einen Preis fordert, sprich die Rückstände egal ob aus Autoabgasen oder Spritzmittel sich anreichern.

    Die Gefahr des Übertritts solcher Mittel in den Honig ist mir zu riskant.


    Viele Grüße, Bienen-Freund