Beiträge von Bienenmarkus

    Hallo Radix,

    da bin ich ebenfalls anderer Meinung: die Krankheiten kommen zurück, weil wir unser Immunsystem aufgrund von zu vielen Impfungen und Antibiotikagaben systematisch runterfahren!

    Im ersten Weltkrieg hatten die Soldaten vor zwei Arten zu sterben Angst: im Graben oder an den Folgen der Impfung gegen die Grippe!

    Das Ziel, Krankheiten "auszurotten", ist das Problem! Wir müssen mit ihnen Leben und mit ihnen zu Recht kommen. Das würde aber einer anderen Medizin bedürfen.

    Genauso brauchen wir eine andere Landwirtschaft.

    Gruß,

    Markus

    Hallo,

    ich habe zur Ausbreitung von "Fremdpflanzen" eine etwas andere Meinung.

    Wenn ich im Garten beobachte, wann unter welchen Bedingungen, welches Wildkraut kommt, dann wird relativ deutlich, dass das mit dem Samenflug alleine nicht zu erklären ist. Auf einer Nachbarwiese ist der gesamte Boden voller Löwenzahn, auf einem Großteil meines Grundstückes ist kein einziger. Nur da, wo meine Schafe am häufigsten sind!

    Ist dies so, weil ich die "Samenausbreitung" verhindere? Sicherlich nicht. Er braucht einfach Stickstoff. Er verbraucht den Stickstoff, der durch die Tiere zu viel in den Boden gelangt.Vogelmiere zeigt einen humosen Boden an. Sie überzieht den Boden, um ihn zu schützen. Wer sie im Herbst im Gemüsebeet hat, der hats richtig gemacht! Disteln wachsen exakt an der Stelle, an der ich Tannen gefällt habe: mit ihren tiefen Wurzeln lockern sie an diesen Stellen den Boden. Jede Bekämpfung ist aussichtslos: auf eine weggehackte kommen 10 neue!!! Wenn ich meinen Gartenboden nicht mulche, dann habe ich sofort Probleme mit der Ackerwinde oder mit der Quecke, die den nackten Boden bedecken will, usw....

    Die Pflanzen kommen nicht zufällig und mechanisch, sondern sie kommen, weil sich das Milieu verändert hat und weil sie eine Funktion haben.

    Weshalb die Natur uns nun eine "Giftpflanze" schickt, die verhindern könnte, dass wir Menschen in die Natur gehen, die auch verhindern könnte, dass wir die Böden nutzen, macht mich schon einigermaßen nachdenklich. Zu glauben, wir könnten dies durch "rechtzeitiges" Mähen stoppen, finde ich naiv.

    Überhaupt haben wir doch immer dann bereits verloren, wenn wir gegen die Natur "kämpfen". Wieviele Krankheiten haben wir nicht angeblich erfolgreich bekämpft, ja sogar "ausgerottet" und jetzt sind sie wieder da! Oder neue kommen! Sind wir denn gesünder als frühere Generationen? Wohl kaum.

    Wir müssen weg vom Kampf gegen Samen, Bakterien, Viren, Terroristen, Varromilben usw. und müssen uns fragen, warum sie auftreten und was sie möglich macht.

    Gruß,

    Markus

    Hallo Bernhard,

    zu Deiner Aussage: "Die Fenster zum Innern des Biens sind nicht aus Glas. Daher ist meine Empfehlung, die Glasfenster wegzulassen! :p_flower01:"

    Die ist erst einmal schön und auch verständlich. Ich meine aber auch, dass Erfahrungen und seien es "falsche" nicht übersprungen werden können. Wenn ich als Anfänger überhaupt noch keine Ahnung habe, wie es in so einer Beute zugeht (und wenn ich sage: absolut keine Ahnung, so meine ich das so), dann fällt es schwer, etwas "wegzulassen". Wenn ich so etwas in drei Jahren sagen würde, dann wüsste ich, wovon ich rede, zum jetzigen Zeitpunkt würde ich Dir bestenfalls "nachplappern".

    Ich freue mich jedenfalls, dass die Sicht durch das Glas bei mir sehr viel Freude und Ehrfurcht auslöst und ich mich dadurch zum "Inneren" des Biens herantaste.

    Im übrigen deute ich Deine Worte auch so (und damit stimme ich Dir zu), dass die Unterscheidung in "Innen" und "Außen" einer der Grundfehler unserer Denkweise ist.

    Gruß,

    Markus

    Hallo,

    ich hatte vor ca. 2 Wochen einen Schwarm gefangen und habe ihn in die Beute auf einem mit einem Leinentuch überhängten Brett reinlaufen lassen. Da noch ein Stück vom Sommerflieder, an dem sie hingen, im Karton war, habe ich ihn einfach vor dem Flugloch ausgeschüttelt. Sofort sind einige Bienen rein gegangen. Diese Untersuchung dauerte wenige Minuten, dann sah ich, dass immer mehr Bienen hinein wollten. Das Ganze klappt problemlos.

    Die Beobachtung des Ganzen ist dann sehr spannend. Beispielsweise werden leicht einige Bienenklumpen, die seitlich am Tuch hängen, in ihrer Sicht auf den Hauptstrom abgeschnitten. Die tun sich dann etwas schwer, den anderen zu folgen. Auf ihnen landen dann aber immer wieder Boten, die mit ihrem Schwänzeltanz zum Weitergehen auffordern. Auf dem Hauptstrom sind deutlich weniger Boten gelandet, da dieser ja eine direkte Verbindung mit dem Ziel hatte. Spaaaannent!

    Für einen Anfänger, wie ich es bin, hat es sich absolut gelohnt, die Beute mit Fenstern zu bauen. Die Robinie ist ja bei uns schon längst durch und an so einem Tag wie gestern war dann morgens zunächst kein Flugbetrieb. Ein Blick in die Beute zeigt mir dann aber sofort: es geht ihnen gut! Das Fenster beruhigt mich in solchen Fällen, ich werde nicht "aktionistisch".

    Ich kann auch beobachten, dass ein großer Teil der Bienen offenbar so etwas wie lebende Energietanks darstellt. Da die Waben ja erst gebaut werden müssen, bringt das Einbringen von Nektar nur bis zu einer gewissen Grenze etwas. Deshalb waren viele Bienen "abkommandiert" zum Stillsitzen und "Keine-Energie-verbrauchen".

    Pollen haben sie bereits ab dem zweiten Tag eingebracht. Anfangs noch einfarbigen (Reste des Raps), mittlerweile in allen Farbschattierungen (Läppertracht). So lerne ich dank meines Fensters jeden Tag was Neues.

    Wenn ich die Robinie noch hätte, würde ich bei einem Naturschwarm auf keinen Fall füttern.


    Gruß,

    Markus

    Hallo Immenknecht,

    ich bin ja gerade dabei, meine zweite Warré zu bauen: deutlich gerader!!!

    als Stütze für die Oberträger benutze ich kleine Leisten, das erschien mir von allen Tipps der am leichtesten umzusetzende.

    Trotzdem: Danke Dir für die Hilfe!

    Markus

    Leider geht bei uns alles schneller.

    Ich habe ja das Buch "Bienenweide" von Pritsch, aber das stimmt für unsere Region eigentlich gar nicht. Man kann fast überall einen Monat hinten weg nehmen und dafür vorne dran kleben.

    Aber die sogenannte "Leppertracht" ist mir Recht: Dann können die Bienen wenigstens nicht so schnell tot gespritzt werden.

    Gruß,
    Markus

    Ich danke Euch für Eure Antworten.

    Mit dem Begriff "Läppertracht" habe ich schon wieder was dazu gelernt. Mir als Hobbyimker geht es ja gar nicht um einen Sortenhonig.

    Dann ist es also so, wie ich es mir gedacht habe: Wenn der Raps oder die Robinie blühen, dann sieht man nämlich so gut wie keine Biene an irgendeiner anderen Pflanze. Seit ein paar Tagen habe ich aber den Eindruck, dass jetzt auch das "Geklecker" interessant wird!

    Der Schwarm, den ich gestern in die Warré einlaufen lies, ist jedenfalls sehr aktiv:Biene:! Durch die Fenster konnte ich beobachten, dass die Traube im unteren Kasten hängt, und im oberen die Baubienen ihr lebendes Baugerüst spannen. Am Eingang liegt alles voll mit Wachs!

    Ich hoffe, die Bienen fühlen sich durch meine "Reinlunserei" nicht total gestört. Immerhin fällt ja dann immer Licht hinein!

    Gruß,
    Markus

    Hallo,

    der Thread ist zwar schon ein paar Tage alt, aber ich würde folgende Aussage von Drollhos gerade rumdrehen:

    Ist es denn nicht auch so, daß mit Nosema befallene Völker anfälliger für die Schäden durch Gifte sind? Also schon bei geringerer Dosis Vergiftungserscheinungen zeigen?




    Meiner Meinung nach stecken im Bien zu jeder Zeit alle Erreger! Aber er kommt damit klar. Genauso wie wir im Gartenboden so ziemlich alle Wildkräutersamen haben, die es gibt. Aber sie keimen nicht, weil die Bedingungen (das Milieu) nicht stimmen! Auch im Bien kommen die Erreger nicht zum Zug!

    WErden die Bienen nun aber vergiftet, dann schwächt dies ihr Immunsystem: Jetzt können die Erreger erst loslegen!

    Nicht die Erreger sind schuld, sondern das Milieu!

    Unser Körper setzt beispielsweise ein Anschwellen der Schleimhäute ein, damit das Gewebe besser durchblutet wird und die Abwehrzellen besser arbeiten können. (Wir Idioten bekämpfen dann unsere Körperabwehr mit Nasenspray). Wenn wir das Weiterspinnen, dann könnten wir uns fragen, wie es kommen kann, dass das Immunsystem des Biens so "verzweifelt" ist, dass es glaubt, sich nur noch mit Erregern heilen zu können!

    Wie Nietzsche schon feststellte, ist die Verwechslung von Ursache und Wirkung eines der Hauptcharakteristika der Neuzeit!

    Gruß,
    Markus

    Hallo,

    bin noch nicht so lange in der Imkerei. Gestern habe ich meinen ersten selbstgefangen Naturschwarm in eine Beute laufen lassen: Toll:Biene:!

    Meine FRage: Bei uns in Rheinhessen sind Robinie und Raps leider schon durch.

    Was finden die denn zur Zeit überhaupt? Gehen Bienen auch auf den Weinstock? Wenn eine Haupttracht vorbei ist, verteilen sich Sucherinnen dann wieder mehr auf verschiedene Quellen, wie beispielsweise Hartriegel, Holunder u.s.w.?

    Danke für die Aufklärung,
    Markus

    Hallo,

    der Schwarm ist drinnen!!!!!! Mein erster!!!! Hat genau so geklappt, wie Ihr es beschrieben habt. Ich musste nur ein paar Bienen ganz oben ausschütteln, dann sind alle anderen gefolgt.

    Vorher hatte ich in der Zarge etwas Wachs verbrannt und die Zargen mit Melisse und Minze ausgerieben. Ich glaube, es war ein sehr großer Schwarm, denn zwischenzeitlich habe ich mich gefragt, ob die überhaupt alle da reinpassen...

    Die haben auch gar nicht lange pausiert, es liegen schon lauter Wachsschuppen am Eingang, durch das Fenster konnte ich sehen, dass sie Lücken mit Propolis schließen.

    Leider ist bei uns die Robinie ziemlich durch, jetzt kommen ja eigentlich nur Holunder, Hartriegel und so. Hoffentlich reicht ihnen das.

    Vielen Dank,

    Markus