Beiträge von Mahlitzer

    Ich beobachte seit ein paar Tagen eine sehr hohe Anzahl an Wasserholer, teilweise ist so viel los, dass der gesamte Teich rundherum komplett mit Bienen bedeckt ist und sie sich gegenseitig in Wasser schubsen. Sehr ungewöhnlich, ich habe seit vielen Jahren Bienen. So eine grosse Zahl an Wasserholer, habe ich noch nie beobachtet. Habe nun zusätzlich Tränken aufgestellt, die Annett ebenfalls stark beflogen werden. Es summt so laut da, als wäre gerade ein ganzer Schwarm ausgezogen. Ich wundere mich sehr. Hängt sicher mit der großen Trockenheit zusammen.

    Wenn du einräumig überwinterst, sollte man so viel füttern, bis die Bienen nichts mehr abnehmen, bei diesem schönen Spätsommerwetter nehmen die Bienen auf jeden Fall noch Futter ab, wenn noch Platz in der Beute ist. Man kann ja schlecht die Kippkontrolle machen, aber man könnte den Futtervorrat schätzen. Dazu muß man aber das Volk auseinander nehmen, dies ist ja auch nicht das Beste in der Jahreszeit. Ein Grund warum ich auf Magazine umgestellt habe :-).

    Die Kö finden ist echt nicht einfach.... wenn sie nicht gezeichnet ist. Ich würde die gesamte Zarge mit dem Volk beiseite stellen und eine neue leere Beute dafür hinstellen und das Flugloch mit Absperrgitter verschliessen, Anflugbrett davor legen oder anderes Brett und alle Bienen aus dem alten Kasten auf das Brett vor dem neuen Kasten fegen, die Bienenleeren Waben wieder einhängen und warten bis fast allen Bienen wieder im Kastens sind, die Kö sollte dann immer noch vor dem Flugloch rumlaufen genauso wie die Drohnen, dann die Kö weg fangen und die neue Kö in den Kasten mit Zuckerteigverschluss einhängen, fertig. Nächsten Tag schauen, ob neue Kö frei gefressen ist und angenommen wurde.

    Hallo Lothar,


    ich muß dir widersprechen, in Düsseldorf Kölner Str. hat die Stadt die Bienenbäume als Strassenbäume gepflanzt. Der Stamm ist wohl so 2,50 bis 3m und dann verzweigen sich die Bäume. Die Äste kann man nicht greifen, sehr hohe Bäume. Die ganze Strasse entlang wurde gepflanzt, ca. 40- 50 Bäume, stehen in voller Blüte und sind voller Bienen.


    Super schön anzusehen, wenn ich es schaffe mache ich mal ein Foto.


    Grüsse aus Düsseldorf
    Harri

    Die Frage war ja zu beginn, kann man von diesem Volk nachzüchten und so die Sanftmut erhalten. Wenn dieses Volk sehr sanftmütig ist, könnte man davon sehr gut nachzüchten. Dies ist aber bei einem Naturvolk nicht ganz so einfach und man braucht da schon einiges an Wissen und für die Vermehrung auch noch ein paar weitere Völker. Grundsätzlich kann man auch von diesem Volk junge Larven umlarven und in einem Pflegevolk zu neuen Kö nachziehen lassen. Auch könnte man einen abgehenden Schwarm davon einfangen und in eine normale Beute einschlagen. Eventuell ist auch dieser Schwarm dann sanftmütig, eventuell aber auch nicht. Ich würde auf jeden Fall versuchen, über den ersten oder zweiten Weg davon mal Nachkommen zu züchten. Ich habe auch sanftmütige und stechlustige Völker am gleichen Stand und werde nur von sanftmütigen Völkern nachziehen. Eine Ablegerbildung scheidet bei Naturvölkern eher aus. Um junge Larven aus dem Volk zu bekommen, muß man (leider) dieses Volk stören und irgendwo eine Brutwabe (ernten) ergattern. Dies wird schon schwierig genug sein, wahrscheinlich ist es dann dochbesser über Schwarmtrieb zu vermehren.

    Ein richtiges Wort zur richtigen Zeit. Die meisten hier ärgern sich eher darüber, dass sie selbst weniger kreative Ideen haben und jemand anderes sich einen tollen Namen und eine Marke entwickelt hat. Einige werden sich auf der Homepage umgesehen haben und dachten dann, "boah super gestaltet, super Name und wo "die" sie überall ihren Honig verkauft.... da finden wir doch sich noch 10 Haare in der Suppe".


    Wenn die Winzer auch so vorgehen würden, Prost Mahlzeit. Dort gibt es auch kreative Vermarkter, die sich Marken entwickelt haben, tolle Namen überlegt, beste Qualität anbieten, Ihre Produkte vollmundig und "Speicheltriefend" beschreiben können und in diesem Markt findet man auch Weinflaschen von 3,90 - unendlich. Daran ist nichts verwerflich, jeder kann genauso handeln, wenn er mag und entsprechende Ideen hat. Wie sagte schon Jost von Dyke:


    "Je mehr Du akzeptierst was jetzt ist, desto mehr Kraft hast du zu handeln", übrigens Akzeptanz hat nicht mit Mögen oder Lieben zu tun :-).


    Nehmt dies als Herausforderung an und macht es genauso gut oder besser, wenn ihr es wollt. Wenn nicht, ist dies auch der richtige Weg, denn man macht jetzt immer das Richtige.


    Von mir gibt es einfach ein grosses Kompliment für diese Vermarktungsstrategie, super Idee, hat sicher sehr viel Arbeit gemacht. Da kann sich der DIB mal ne Scheibe abschneiden.

    Ich habe zwei oder drei verschiedene Sorten in den letzten Jahre gesammelt und an die Stallung gepflanzt, dadurch haben die Bienen länger was von und bei sehr großer Trockenheit bekommt auch der wilde Wein Wasser, um die Necktarproduktion noch anzukurbeln. Mittlerweile gibt es Wurzelableger, die ich auch noch an den wenigen kahlen Stellen gepflanzt habe... Ist auch sehr schön für Vögel, die fehlende Steine in der Wand als Nistplatz nutzen, ich habe da schon bis zu 15 Nester an einer Wand gezählt, durch den wilden Wein sind die Nester sehr gut geschützt. Es summt so stark, das ich erst dachte, habe ich etwa einen Schwarm....

    Super Antwort, ist eigentich alles gesagt, was auch nicht ganz unwichtig ist, ist die Qualität der Honigwaben, frischausgebaute Waben lassen sich äußerst schlecht oder nicht ausschleudern, da der Honig sehr zäh ist, gibt es erheblichen Wabenbruch, man braucht schon ältere Waben.

    Ich habe auch gerade zwei Völker aufgelöst, weil die kö nicht mehr so gut war.

    Ich gebe immer sehr viel Rauch in die Beute und warte einige Minuten, so dass sich alle Bienen nochmal mit Honig vollsaugen können. Dann nehme ich eine Sperrholzplatte und lege diese vor das Flugloch, wo die abgefegten zu laufen sollen. Und danach fege ich Wabe für Wabe auf die Speerholzplatte und zum schluß auch die Zarge und den Boden. Bis alles leer ist, die leeren Waben kommen in eine Bienendichte Beute/Kiste. Wenn noch Brut vorhanden ist, kommt die oben drauf auf das Nachbarvolk. Geht nur bei nicht dohnenbrütigen Völkern. Mit Honig vollgepumpte Bienen können sich ganz leicht einbetteln und stechen selten. Und wenn man sie dierekt vor die neue Beute auf eine Speerholzplatte fegt, fliegen wenig Bienen auf und wandern einfach in die andere Beute.

    Drohnenbrütige Völker sollten in einer Entfernung von 50 bis 100 m einfach ins Gras gefegt werden, aber auch mit viel Rauch geben und dies mit zeitlicher Verzögerung von 5 min.

    Also meine abgefegten Bienen waren ganz friedlich und sind einfach ins neue Volk mit eingezogen, die Kö wird nicht eingelassen und abgestochen (in 90 % der Fälle).

    Liebe Inkergemeinde,


    ein wenig grinsen muß ich schon über verschiedene Beiträge hier. Vielleicht ist ja auch ein Heideimker dabei, der genauso wie ich nur lächelnd die Beiträge verfolgt. Wer Heidehonig ernten möchte, muß zwangsläufig mit alten dunklen/größtenteils berüteten Waben arbeiten. Jungfräuliche Waben lassen sich nicht ausschleudern, sondern fliegen samt Wachs an die Honigschleuderwand. Und der Honig wird bei mir am meisten nachgefragt und ist der teuerste Honig, sehr dunkel und aromatisch, wahrscheinlich von der Babykacke... :-). Ich gehe immer noch davon aus, dass jede Zelle, wirklich jede Zelle, bevor sie mit Brut, Pollen oder Honig/Necktar befüllt wird sehr gut von den Bienen gesäubert werden. Da wird alles beseitigt, was da nicht hingehört. Und vielleicht noch mal was zum Honig, ich gehe davon aus, dass dies Necktar ist, der teilweise bis zu 10 mal von der Biene aufgenommen und ausgekotzt wird, mit Bienenspeichel versehen (lecker und sehr hygienisch) und Waldhonig entsteht direkt aus den Auscheidungen der Läuse (mhhh besonders lecker).
    Ein anderer wichtiger Aspekt ist der, dass meine Völker auf Heidehonig nicht überwintern könnten, da sie sehr stark davon Ruhr bekommen (Dies wäre dann besonders lecker). Wenn ich die Bienen durch den Winter bringen will, entnehme ich alle befüllten Waben auch aus dem Brutraum, wahrscheinlich so ca. 80-95 % des vorhandenen Honigs. Danach gibts, wie oben beschrieben sofort eine Futtergabe.
    Aber wie jeder mag, mir schmeckt dieser Honig auch am Besten, wahrscheinlich wegen der vielen "Scheisse" da drin. Vielleicht muß ich dies auch mal so deklarieren, genauso wie bei Tannenhonig drauf stehen sollte, dass der von den Ausscheidungen der Läuse stammt :-) ist sicher der Renner...... quasi Honig von Läusekacke :-) Dies ist wie bereits beschrieben mit "kaltgeschleudert" nur aus jungfräulichen Waben oder oder oder. Es gibt nur eine Situation mit jungräulichen Wachs zwingend zu arbeiten, wenn man Wabenhonig verkaufen möchte, denn schwarzer Wachs sieht nicht so gut aus und schmeckt etwas bitter und läßt sich schlecht aufs Brot verteilen.....


    Grüße und bleibt locker... alles wird gut.....

    Der gesamt mai war eindeutig zu kalt und die Robinie ist sehr spät dran mit der Entwicklung, wei mehr als 2 Wochen zu spät, dazu sehr kalte Nächte teilweise komplett erfrorene Blütenansätze un deshalb entweder keine oder zu wenig Blüten. da wo Blüten waren, war es aber auch nicht optimal, die Nächte zu kalt und sehr wenig Nektar in der Blüte, scheint fast überall so schlecht zu sein. Auch hier im Ruhrgebiet war es nicht so doll.


    Ach eins noch, Melino, ich schwöre, dass du sicher nicht in Akazie gestanden hast, aber dies ist ein anderes Thema (Akazien gibt es nur im gelobten neuen Land) höchsten in Scheinakazie oder in Robinie.

    Ich würde schwache gegen etwas stärkere Völker tauschen, also den Standplatz tauschen, dann verstärken die Flugbienen das schwache Volk und geben dem Volk einen kleinen Turbo. Gleichzeitig würde ich den zweiten Brutraum drauf stellen, so dass dann alle Völker gleich stark sein sollten. Einige Tage später direkt mir der Kirschblüte kommt dann synchron auf alle der Honigraum drauf. Bitte keine Brutwaben umhängen oder andere Maßnahmen, dies würde das starke Volk eventuell zu stark schwächen.


    Wenn man früh genug dran ist, kann man auch schwache Völker auf kräftige draufstellen, mit Absperrgitter getrennt, dann unterstützt das starke das schwache Volk, müssen aber beide weichselrichtig sein. Obenauf kommt dann wieder ein Absperrgitter und dann der Honigraum. Später ca. 2-3 Wochen trennt man die Völker (Anfang Mai, spätestens wenn oben die ersten Drohnen schlüpfen) und baut dann beide Völker gleich auf (2 Bruträume und Honigraum oben drauf).


    Diese Verstellmethode sorgt auch dafür, dass die Schwarmstimmung nicht zu schnell aufkommt. Ich würde immer versuchen zweiräumige Bruträume zu haben, Schwarmkontrolle, Wabenhygiene und auch Ablegerbildung sind dann leichter möglich. (Ratschläge gelten für DNM)

    Hallo zusammen, ich denke, dass sich im Laufe der Jahre das Behandlungskonzept erheblich geändert hat. die sehr hohen Milbenpopulationen stammen aus Zeiten, wo man noich nicht genau wußte, wie der Milbe beizukommen ist. Hätte ich vor 20 Jahren meinem Opa den Vorschlag gemacht, doch mal die Drohnenbrut bis zu 4 mal auszuschneiden, dann hätte der mich wohl gewirkt. Auch wurden nicht so viele Ableger gebildet und nach Brutfreiheit mit Milchsäure behandelt. Mein Opa hatte Anfang der 80er irgendwelche Platten mit irgendwelchen chemischen Substanzen, die wohl irgendwie auch wirken sollten, diese wurde dann auch erst sehr spät im Jahr (so irgendwann anfang Dezember) untergeschoben und brachten dann auch einen Milbenfall, da lag die Milben teilweise übereinander dicht an dicht. Da gab es tatsächlich hohe Populationen der Milben. Da wir aber heute zum Glück durch viele wissenschafltliche und private Experimente und Forschung scheinbar die Milbe etwas besser im Griff haben, kommt es nicht mehr zu den Populationen. Und auch die Milbe hat zum Glück ein endliches Leben und fällte dann durch Bodengitter und wird von Ameisen entsorgt. Ich hatte aufgrund der obenbeschriebenen und euch allen bekannten Maßnahmen übers Jahr nur noch Populationen von höchstens 100 -1.000 Milben im Stock. Mein Opa hat quasi seit 1940 geimkert und die ersten großen Invasionen der Milbe miterlebt, da wußte man erst gar nicht was da überhaupt im Volk ist, geschweige, wie man die dann auch noch behandeln kann. Und Milchsäure, Ameisensäure und Oxalsäure hatte er definitiv nicht im Schrank. Dies kam alles erst später, nachdem man mehr über die Milbe wußte.