Beiträge von Natase

    Vielleicht ist die Antwort nicht mehr relevant, aber ich möchte meine Erfahrungen kurz darstellen.


    Wir haben den R-Com 90 Insect und haben genau das ausprobiert.

    Wir arbeiten bei der Vermehrung meistens mit einem Sammelbrutableger. Der Sammelbrutableger besteht dann in der Regel aus 2 Segeberger Zargen mit 18 bienenbesetzte Brutwaben, 2 Pollenwaben und 2 Mittwänden. Nachdem die anständig gefüttert (wichtig!) wurden, geben wir 2 Zuchtrahmen zu je 30 Näpfen rein. Bei normalen Bedingungen gibt das 40-50 Zellen für den Brutkasten. Jetzt zu der Frage: Wiederholt man das danach nochmal, gibt das vielleicht um 20 Zellen und beim 3. Versuch nur noch vereinzelt Zellen. Im Ergebnis lassen Bienen das also eigentlich nur zweimal mit sich machen. Allerdings kann ein Anbrüter-Kasten dabei helfen.

    Auch wenn viele dafür hassen werden, ich habe für Wespen in Innenräumen nur eine Antwort: http://www.bayergarten.de/schn…42-49fa-a5d0-9e3100d2a70b



    Meine Eltern hatten vergangenen Sommer auch ein Wespenproblem bei deren Mietshaus. Der Mieter hat sich beschwert, da Wespen in sein Badezimmer flogen und auch schon eines der Kinder gestochen hatten. Die Ursache war schnell gefunden, ein Wespennest im Dachkasten. Aber die Viecher verschanzten sich in einer völlig unzugänglichen Stelle und hatten dort ein richtig großes Nest gebaut. Der Mieter hat auch aus falsch verstandem Tierschutz viel zu lange gewartet. Da war dann Wespenschaum das Mittel der Wahl. Etwa 1 Stunde nach Anwendung war da Ruhe.
    Aber in diesem Frühjahr musste der Dachdecker kommen. Die Wespen haben Dämmung und Folien zerstört und Feuchtigkeit konnte eintreten! Daher wehret den Anfängen!


    Gruß

    Hallo Bernhard


    So kommen wir auf einen Nenner und ich opfere meine Mittagspause. Es gibt in diesem Forum häufig Leute, die sich aus Aussagen Einzelheit heraus picken und dann durch einsilbige Kommentare in eine völlig neue Richtung lenken. Das lenkt vom Ursprungsthema ab und war vom Ersteller auch gar nicht gewollt.
    Zu deiner Frage, worauf ich denn meine These (30-40% bewusst akzeptierter Verlust und Zukauf) stütze und welche Berufsimker ich denn kenne um so etwas in die Welt zu setzen, antworte ich unten. Aber trotz deiner Aussage bleibe ich bei meiner Behauptung, aber will diese etwas ausführlicher beschreiben: „… da lohnt sich für die einfach 30-40% Prozent Ausfall zu akzeptieren und im Frühjahr neue Völker zu kaufen.
    a) Trotz des Wissens, dass Völker z.B. geschwächt werden, wenn man z.B. Heidehonig haben möchten oder dass bei Ernte von späten Trachten eine Varroa-Baehandlung nicht mehr optimal durchgeführt werden kann, wandern Berufsimker zu solchen Trachten.
    b) Ich habe nicht behauptet, dass sie bewusst mit schwachen Völkern in den Winter gehen. Auch ich weiß, wie wichtig starke Völker im Frühjahr sind und dass Berufsimker im Frühjahr Völker zusammensetzen oder eigene Ableger gebildet haben. Aber sie kaufen eben auch in einem nicht zu vernachlässigen Umfang Völker im Frühjahr nach. Der Markt ist nicht so gering, wie es hier scheint.
    c) So komme ich auf 30-40%: Völker zusammensetzen und Winterverluste – Ausgleich durch gebildete Ableger und Zukauf!
    In der zweiten Antwort habe ich nur eine fiktive Modellrechnung aufgemacht! Aber wenn man deine Antwort liest und more "More than Honey" im Hinterkopf hält, scheint das in den USA gelebte Realität: Lieber ein Volk verrecken lassen, als 5 Doller weniger zu verdienen.


    Woher ich das wissen will? Ich kann jetzt keine Referenzliste vorlegen aber vielleicht soviel:
    a) Ich war im letzten Jahr auf einer Imkertagung auf der ein Berufsimker (~300 Völker) seine Betriebsweise vorgestellt hat. Der aus oben genannten Gründen weniger Völker hat als gewünscht und in gewissem Umfang Völker kauft (Details wollte er nicht verraten). Für ihn sei es wirtschaftlicher Völker für 120-150€ zu kaufen, als seinen gewünschten Bestand an Völker selbst nachzuziehen oder auf späte Trachten zu verzichten!
    b) Wir verkaufen seit 3 Jahren ca. 20 Völker im Frühjahr an einen Berufsimker, was zwei unserer Kollegen aus dem Imkerverein auch machen. So kauft dieser jedes Jahr ca. 150 Völker von denen er ca. 50 selber behält und etwa 100 in der Hauptsache an Berufsimker verkauft.
    c) Im Bienen Journal gab es Winter und im Frühjahr zwei Artikel in dem der Handel mit Völkern thematisiert wurde. Danach gäbe es einen nicht zu verachtenden Markt für Völker im Frühjahr, da sich auch unter Imkern ein zunehmender arbeitsteiliger Prozess durchsetze. Der eine Imker als eher Honigproduzent und der andere eher als Vermehrungsbetrieb. Eine weitere These daraus: Imker, die größere Bestände kaufen würden, täten dies aus einem gewissen Scham heraus in der Regel nicht in der Nähe.
    d) Und dann kenne ich noch einen Imker im Nebengewerbe, der das tatsächlich so macht. Ohne Rücksicht auf Verluste imkern und im Frühjahr 40-50% nachkaufen aber Hauptsache billig. Mehr will ich dazu aber nicht sagen.
    Ich hoffe, ich habe durch meine vorschnell Äußerung, deine Weltbild nicht verrückt?


    Gruß Stefan

    Hallo zusammen,


    die Bienen sind so manchmal nicht zu verstehen? Wir haben vor 3 Wochen Ableger mit neuen Königinnen gebildet und das hat richtig gut geklappt. Wir haben es nicht für möglich gehalten, aber von 28 gebildeten Ablegern sind 28 in Eilage, selbst die Pflegefälle! Aber zwei Ableger verwundern mich etwas und werde die wohl umweiseln in naher Zukunft, da wir noch mal umlarven werden:
    1) Ein Ableger hat ein paar Tage später las alle anderen zu legen begonnen. Nach 10 Tagen haben wir kurz auf Eilage geprüft und da waren alle in Eilage bis auf ein Ableger. Diese Königin war erst 4-5 Tage später soweit. Die Königin ist in einer Ableger Beute mit 5 Waben und hat ca. 2 Waben Brut. Bienen sind ausreichend da, aber zu voll ist der Kasten auch nicht. Die Königin macht eigentlich einen guten vitalen Eindruck. Aber der Ableger setzt Zellen an (schon zweimal ausgebrochen)! Warum nur? Ich denke die wollen ihrer Königin loswerden. Ich will aber den Ableger für unsere neuen Königinnen behalten die wohl in 2,5 Wochen so weit sind und dann umweiseln. Wenn ich jetzt weiter jeden 2. Tag Zellen kneife, stellen die das dann ein?
    2) Eine Königin ist dabei die hat ein deformiertes Heck, ganz krumm die Dame! Aber sonst ist alles gut. Ableger verhält sich völlig ruhig, die Königin legt fleißig. Aber soll ich die jetzt auch umweiseln oder kann man die weiter laufen lassen?


    Gruß Stefan

    Hallo,


    Ich verstehe nicht, dass meine Aussage über einen tollarierbarer Verlust von 30-40% eure Gemüter so erregt! Ich habe doch nicht behauptet, dass die Erde eine Kugel ist!
    Wi Henry schon richtig sagte, Imker die noch intesiv zu Spättrachten wandern, tun dies obwohl sie wissen, dass Sie dann 30-40% Winterverluste haben. Weil es einfach wirtschaftlich vernünftig ist 150€ mit der Spättracht zu holen und im folgenden Jahr für ein neues Volk vielleicht 125€ zu bezahlen (bei uns bekommt man sogar nur etwa 100€ für ein Volk!


    Machen wir mal eine kleine Rechnung - vorsichtige Wert: Einnahmen Spättracht 100€; neues Volk 140€; 40% Winterverlust
    Erwartete Mehreinnahmen: 100€ - 140€*40% = 44 € - Dabei vernachlässigen wir der Einfachheit halber die eingesetzte Arbeitsleistung aber auch einen normalen Winterverlust ohne Spättracht.


    Einen schönen Gruß


    Natase


    Ich will auch mal ein paar “kluge” Ratschläge dazu abgeben, jeweils Punkt für Punkt:
    Zu deiner Eingangsfrage sagte mir mal ein erfahrener Züchter. Solange es Drohnen gibt kann man Ableger bilden! Der machte selbst Anfang August noch welche, die anständig überwintern konnten, Die brauchen dann nur Unterstützung. Wir arbeiten nach der Faustformel: Ein Ableger Anfang Mai braucht 1 volle Brutwaben, Anfang Juni 2 Waben, Anfang Juli 3 Waben und Anfang August 4 Waben (Aber im August ist das natürlich riskant!). Aber zu deinen Aussagen:
    a) Was für Berufsimker gut ist, ist es für Hobbyimker noch lange nicht. Deren Betriebsweise richtet sich halt hauptsächlich nach rein wirtschaftlichen Erwägungen. Aber wenn man nur 3-4 Völker hat finde ich Überwintern auf 2 Zagen viel sicherer. Für Sie ist es halt nicht vorrangig die Völker stark in den Winter zu bekommen, da lohnt sich für die einfach 30-40% Prozent Ausfall zu akzeptieren und im Frühjahr neue Völker zu kaufen! Aber der Hobbyimker hat viel mehr Zeit pro Volk und kann auch wirtschaftlich Unvernünftiges tun!
    b) Ja es gibt da Faustformeln: Lies diesen Artikel (http://www.imkerschule-sh.de/s…icks_aus_alt_mach_neu.pdf). Der handelt zwar ums Umweiseln, aber unten siehst du die Faustformel zum Überwintern.
    c) Ich würde noch nicht mit Ameisensäure behandeln. Das bringt noch nichts, der Befall ist im Spätsommer am höchsten und dann sollte man behandeln. So kenn ich es: Nicht vor August mit Ameisensäure bahandeln.
    d) Ja das kenn ich auch. Die alten Imker sind schon ein Volk für sich! Vieles erfährt man erst im Nachhinein mit einem vorwurfsvollen Ton! Imkern ist auch oft Try and Error, aber: „Ein Genie macht keine Fehler. Seine Irrtümer sind Tore zu neuen Entdeckungen.“


    Ich hoffe, das hilft dir weiter.


    Gruß Stefan

    Ich möchte mit meiner Antwort auf die ursprüngliche Antwort eingehen:


    Zu dem Thema hatte ich vor ein paar Wochen eine Idee, die ich auch in die Tat umgesetzt habe. Und das hat gut geklappt. Wir haben eine Reihe Kieler Begattungskästen, die es aufzulösen galt. Mein Vorgehen in Kurzform:
    Ich habe dazu im Vorfeld Magnete in die Oberträger geklebt (leicht überstehend!) - Forstnerbohrer und kleine flache Magnetscheiben (Es gibt schon sehr kleien sehr starke Magnete). Das hat mich pro Kieler Kasten 7-8 min Zeit und 1,50€ gekostet. Danach habe ich Metallstreifen in Wabenbreite zurechtgeschnitten. Und vergangene Woch haben wir die Kästen aufgelöst. Dazu haben wir ein die Waben genommen und im Nu an die Metallstreifen geklipst und in eine normale Beute gehängt. Zudem haben wir eine Wabe mit auslaufender Brut eine leere Wabe und zwei Mittelwände eingehängt - im Muster von vorne Brutwabe, Mittelwand, Leerwabe, 2 mal die Metallstreifen mit den Kieler Waben und hinten wieder eine Mittelwand. Das ganze nach hinten mit einer Styropor Platte abdecken fertig. Klingt aufwendig, geht aber total schnell! Das Thema habe ich schon mal an anderer Stelle angesetzt: http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=40188


    Viel Spaß beim Nachmachen! Stefan

    Hallo,


    wir haben uns vor Kurzem 2 von den Dingern abschwatzen lassen und auch in Gebrauch. Wie geht es weiter, wenn die Königinnen begattet sind? Bisher haben wir mit Kieler Begattungskästen und Ableger Beuten (3-5 Waben) gearbeitet. Da ist umsetzten inzwischen simpel gelöst oder gar nicht notwendig! Nur bei den Apideas bin ich da noch ganz hinter, wie man die anständig in einen Kasten bekommt? Gibt’s da einen Trick, kann man die irgendwie zusammenstecken? Ich möchte die in eine Ableger Beute 4 Waben DNN geben.


    Gruß Stefan

    Hallo,


    ich habe mal eine Frage: Wie lange kann man mehrer geschlüpfte Königinnen in Schlupfkäfigen z.B. in einem Hürdenrahmen halten? Kann dazu einer was sagen? Die Frage ist nicht konkret, aber habe Sie mir heute gestellt, als wir gestern unseren Sammelbrutableger in Begattungskästen aufgeteilt haben. Da fragte ich micht, wie lange geht soetwas gut, vorausgesetzt dass genügend Bienen da sind? Wenn man gekäfigte Königinnen im im Hürdenrahmen beläßt, was passiert dann nach einiger Zeit? Könnte man rein hypothetisch einen Sammelbrutableger ansetzen, die Könniginnen schlüpfen und man verteilt die 4-5 Tage später oder entnimmt die Hälfte und den Rest dann später.


    Gruß Stefan

    Hallo Natase,
    kann ich nicht bestätigen - insbesondere, wenn man mit einem Sammelbrutableger arbeitet. Der SBA kämpft um sein Leben - er wird alles nur Mögliche tun um die Zellen anzuziehen. Seine einzige Chance ist die Königin...


    Bei mir ist dieses Jahr auch mächtig der Wurm drin. Zuchtlatten mit katastrophaler Annahme, Königinnen die nach drei Wochen nach dem Schlupf noch nicht legen, Ableger die drohnenbrütig werden. Ich bin wirklich gefrustet...


    Hallo Freeze,


    was kannst du nicht bestätigen? Ich habe zwei Themen angesprochen:
    a) Aussage: Elementar wichtig für einen erfolgreichen Sammelbrutableger ist eine sehr gute Futterversorgung. – Das sollte jedem biologisch interessierten Imker einleuchten? Nur durch die gute Trachtsituation gerät das Volk doch erst in Schwarmstimmung und genau diesen Effekt nutz man aus. Bei schlechter Tracht hilft nur massiv füttern!!!
    b) Aber ich denke die Aussage nach hochwertigen Königinnen meinst du, oder? Ich erkläre mir das wie folgt. Eine Königin, die vom Genom her das gleiche wie eine Arbeiterin ist, entsteht durch die deutlich höhere Gabe von Gelee Royal. Die Aussage, die ich nun gelesen habe, besagte, dass eine Weiselzelle stets ausreichend mit Gelee Royal befüllt würde. Andernfalls würde der Versuch eine Zelle zu ziehen wieder abgebrochen und die Zelle wieder ausgefressen. Und an der Stelle wären wir wieder bei Punkt a (Futter!!) Ich habe auch schon von Imkern gelesen, die Rahmen mit 100 Larven und daraus 70-80 gleichwertige Weisel bekommen!
    Vielleicht ist ja ein wissenschaftlich ausgebildeter Imker unter uns, der zu Punkt auch etwas fundierter berichten kann?


    Gruß Stefan


    Hallo Simon,


    uns ist im vergangenen Jahr was ganz Ähnliches passiert! Es war kalt am Tag Umlarvtag und dementsprechend mies war unser Ergebnis. Ich glaube wir hatten 8/9 Königinnen aus einem 30er Rahmen. Aber inzwischen weiß ich, dass das kalte Wetter wohl negativen Einfluss hatte viel fataler aber die mangelnde Tracht war. Wir dachten auch schon mal von uns, wir seien die Großmeister der Königinnenzucht. Z.B. haben wir vor 3 Jahren im Raps einen Sammelbrutableger angelegt und dabei von 30 Larven Stück 26 Königinnen gezogen. Ein erfahrener Züchter sagte uns im letzten Jahr: „ Sammelbrutableger müssen schwimmen im Futter“! Wer sich daran hält, kann gar nicht mehr soviel falsch machen. Ein weiterer Tipp: Der Zuchtrahmen sollte stets zwischen eine Pollen- und einer vollen Honigwabe hängen.
    Ob die Königinnen qualitativ minderwertig, glaube ich nicht. Ich habe einmal mal in einem Zuchtbuch gelesen, dass Bienen entweder eine Weiselzelle bis zum Ende anständig pflegen oder die Pflege einstelle und die Made dann ausfressen. Im Umkehrschluss bedeutet dies, wenn eine Königinnenzelle verschlossen wird, ist sie auch ausreichend mit Gelee Royal verpflegt worden. So ist meine Theorie.
    Gruß Stefan

    Hallo,


    auch das haben wir angedacht. Aber wir dachten, die seien schon recht alt und wären nach den 2-3 Wochen auf der Insel schon weg? Aber kennt jemand eine einfache Methode zum sieben. Bienen haben wir im Moment im Überfluss.
    Aber mir kommt da gerade ne Idee, wenn wir Brut in den Honigraum hängen(haben wir auch schon getan), sammeln sich doch auf diesen Waben die jungen Pflegebienen? Diese Abschlagen und alles ist gut?


    Gruß Stefan

    Guten Tag,


    ich habe eine Frage. Wir möchten in diesem Jahr erstmalig Königinnen zu einer Inselbelegstelle geben. Doch wissen wir noch nicht ganz genau, wie das geht und was man beachten muss. Die Weiseln werden am nächsten Sonntag schlüpfen und dann wollen wir sie auch verschicken. Wir haben einen Transportkasten mit 6 EWKs. Und diese wollen wir mit speziellem Futterteig und einem Becher Bienen befüllen. Insbesondere stellt sich aber für uns die Frage, wie man drohnenfreie Begleitbienen bekommt. Könnt ihr mir eine einfache Methode beschreiben um Bienen zu sieben? Gibt es sonst noch wichtige Tipps, die "Anfänger" gerne vergessen?


    Gruß Stefan