Beiträge von Distelbauer

    Wir machen es uns zu einfach!


    Als Biobauer wird man manchmal so stigmatisiert, wie ein Imker, der seine Bienen nicht gegen die Varroa behandelt. Der Biolandwirt fördert ja auch nicht nur Nützlinge. Wer weiß was ich meine.


    Gruß Distelzuechter

    Zitat

    Und wenn es für die Programme *pfluglose Bodenbearbeitung*, sprich: Totspritzen des Aufwuchses in der Stoppel oder der Gründüngung mit Roundup, Sonder-Subventionen von 150€/ha obendrauf auf die Flächenprämie gibt


    Hallo,


    seht ihr wo das Problem liegt? Und das hat schon vor vielen Jahren angefangen. Und einfach ist es wie anutluk schreibt nicht für Jeden auf Bio um zu steigen. Wenn genügend Bedarf in der Umgebung ist und das mit Bio nicht so klappt wie es soll bist dein Land eventuell schneller los als schauen kannst. Wirklich traurig, was da so hinter den Kulissen ab geht. Ihr seht doch im Moment wie es mit dem Genmais geht, ich wär gern optimistischer, aber wie siehts denn aius?


    Gruß DB

    Wenn schon Rähmchen in der "Größe", warum dann nicht Miniplus?
    Ich hab auch schon an Rähmchen in der Warre gedacht, nur im Honigraum, aber ich glaube es ist wie Mandy schreibt. Bei mir wehrt sich innerlich dann doch was es in die Realität um zu setzen, da die Betriebsweise dann doch so wie sie ist durchdacht ist und vor allem Spaß macht.


    Gruß Georg

    Hallo Anulutk,
    ich glaub dir schon, daß nicht mehr ausgebracht werden darf. Möchte auch nicht alle über einen Kamm scheren. Aber wie wird dies überwacht? Ok, es gibt eine Grenze an Großvieheinheiten, die man pro ha nicht überschreiten darf.Aber wie ist das bei Biogasanlagen? Ich weiß halt, daß hier immer wieder nachts solche Gülletransporter zum Nachbarn kommen. Und daß man nach einem Schnitt bis zu dreimal (pro Schnitt) mit Gülle über Grünland geht kann nicht normal sein. Gut, das ist ein Ausreißer hier, aber wenn ich hier so lese könnte das ja auch in anderen Regionen ähnlich sein.


    Gruß Georg

    Ja beim Mineraldünger kann das ja noch sein, aber bei der Gülle ist es nicht so, daß viel auch viel hilft. Ganz im Gegenteil, z.T. werden damit sogar die Wurzeln verätzt. Ich dünge ja schon ca. 20 Jahre null und bin immer noch überrascht wie schön das Gras im Frühjahr dasteht gegen das Gülleüberschwemmte. Gut übers Jahr gesehen hol ich natürlich nicht die gleiche Menge an Biomasse raus.
    Wo das mit der Verschmutzung des Trinkwassers blos hinführt? Wo kommt denn jetzt das Trinkwasser her? Schauder...

    Zitat

    Jeder, der mit der Bienenkiste liebäugelt, sollte sich dieses Video anschauen.


    Das ist nie verkehrt wenn man sich auch Negativbeispiele anschaut, Solche Missgeschicke können aber mit jeder Beute passieren.
    Ich persönlich bin begeistert von der starken Entwicklung dieses Bienenkistenvolks. Sowas mit Naturbau, ist doch toll. An der Betriebsweise lässt sich sicher noch einiges optimieren ;) .Aber es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen :)


    Gruß Georg

    Ich finds schade, daß man die Bienenkiste immer gleich so nieder macht. Der ursprüngliche Krainer Bauernstock hat den Imkern mal einen guten Dienst erwiesen. Die Bienenkistler die ich persönlich kenne (3) machen iher Behandlung nach Konzept, so ähnlich wie Varroakonzept in Baden-Württemberg und haben ihre Völker nun schon im 3ten Jahr ohne Verlust. Also wieso sowas dann gleich als Varroaschleuder abgetan wird ist mir ein Rätsel. Ich würde die Kiste persönlich ausprobieren, kann aber gesundheitlich bedingt nicht mehr so schwer heben. Auch sind mir Rähmchen zumindest zum Schleudern lieber. Aber die BK`ler die ich kenne sind echt nett und ich wäre froh ich hätte mehr so tolerante "Kollegen" im Umkreis.


    VG Georg

    Zitat

    Man betreibt Landwirtschaft ja um Geld zu Verdienen, wozu den sonst. Da spielt halt Wirtschaftlichkeit eine große Rolle. Bei meinen Haustieren, also auch den Bienen, ist das nicht so, aber von denen lebe ich auch nicht.


    In gewisser Weise schon. Nur ist das mit dem Geld verdienen anders geworden in der Landwirtschaft. Gut wären vor 200Jahren die selben Möglichkeiten da gewesen wäre es sicher auch damals so wie heute gelaufen.
    Zu meinem Betrieb. Ich habe 10 ha Land und ca. die Hälfte verpachte.Im Moment, ich weiss, mach ich es noch rein als Hobby. Muß aber momentan noch den Altenteiler mitfinanzieren, solange brauch ich mit dem Hof nicht viel machen. Ohne Altenteiler ist mein Plan Biogeflügel, Gemüse und mal sehn viell. noch etwas Tourismus. Sollte der Plan nicht ganz aufgehen, bin ich in einem recht flexiblen Betrieb wo ich stark runter fahren kann. Mein Motto: Arbeite um zu Leben (besser viell. sogar Überleben), nicht Leben um zu arbeiten. Aber ich weiß das ist nicht Jedermanns Sach

    Sorry Peter, im Prinzip hast du Recht, aber ich bewirtschafte nun schon bald 20Jahre meine Wiesen extensiv und die Blütenvielfalt ist echt immer noch gering. Entweder kommt zu viel "Dünger" aus der Luft oder der Dünger von früher wirkt noch nach. Das Problem beim Heumachen ist tatsächlich daß die Obergräser mehr gefördert werden. Aber dass es deshalb egal ist was man macht nur des Rubels wegen ist mal wieder typisch. Ich möcht was sinnvolles hinterlassen nicht Schulden