Beiträge von Nigra

    Gibt ja auch unterschiedliche Kunststoffe...


    Ja und erschwerend kommt hinzu, dass keine einheitlichen und für Normalverbraucher verständliche Qualitätsstandards existieren.


    Ich denke aber nicht, dass es an den blauen Pigmenten liegt. Müsste bei Gelgenheit einmal nachfragen. Vielleicht weiss hier jemand mehr darüber?

    Im Falle Br. Adam, war es wohl nicht seine Intention möglichst viel Geld zu verdienen.


    Wer möglichst viel Geld verdienen will, der imkert ganz bestimmt nicht mit Honigbienen. Darüber sind wir uns glaub' alle einig hier :daumen:. Nur schon wegen dem bekannten Sprichwort:"Und ist der Handel noch so klein, bringt er mehr als Arbeit ein!"


    Aus der Vehemenz Deines Einzeilers schliesse ich aber, dass Du Dir über die Motive der Bienenhändler nicht mehr ganz so sicher bist.


    Wirklich schade, kann Dr. h. c. Kehrle sich nicht mehr zu modernsten Zuchtprogrammen äussern!

    Für so einen jungen Menschen, wie Du es bist

    Man braucht noch nicht das Lebensende zu sehen, um zu begreifen, aus welchen Gründen Bienenrassen importiert werden. Profitgier und kurzfristige Gewinnmaximierung lassen sich eben besser mit Importen befriedigen, als wenn man sich selber an der Zucht lokaler Phänotypen beteiligen muss. Auswüchse der Konsumgesellschaft? Wer schützt die (Agro-)Biodiversität vor der Profitgier Einzelner? Oder ist das vielleicht gar nicht nötig, weil der Mensch so oder so über kurz oder lang wieder verschwindet?


    Worauf sollte man achten, wenn das Nutztier gleichzeitig ein Wildtier ist?


    Wissen wir überhaupt, was wir tun mit unseren Zuchtbemühungen? Viel Wissen ist ja heute allgemein verfügbar.
    Hier nur ein Beispiel: http://www.sendhoff.eu/lecture/slides/block1_print.pdf auch bildschirmoptimiert als Powerpoint zum Herunterladen http://www.sendhoff.eu/lecture/overview.html

    Nigra , vieleicht solltet ihr gründlicher vorgehen (abschwefeln )dann hat sich das Problem mit Adambienenhalter usw.doch von selbst erledigt ,weil es Euere kranken Bienen nicht mehr gibt !


    Verstehe leider nicht, worauf Du hinaus willst. Die Bienendichte schnell auf europäisches Druchschnittsniveau absenken? Mit ca. 20'000 Bienenhaltern sind wir halt schon ziemlich übervölkert.

    Obwohl ich auf Kreta andere Erfahrung mit der heimischen Biene gemacht habe hinsichtlich Angriffslust.
    Naja, lagen sicherlich fünfzig Jahre zwischen...


    Ja, Lothar, 50 Jahre sind eine lange Zeit aus Sicht der Menschen. Und das der Kehrle ein guter Verkäufer war, bestreitet wohl wirklich niemand.

    Zitat

    mit der Abstammung von nur einem Zuchttier

    Wie um Himmels Willen kommst Du denn jetzt darauf?


    Zitat

    nicht unbedingt als Dogma für den gesamten Bienenbestand

    Das kommt halt darauf an, ob man die ursprüngliche Rasse erhalten will oder nicht. Schutzgebiete für Honigbienen brauchen halt einfach eine gewisse Grösse.

    Einem Reinzüchter aus dem schönen Entlebuch ist im Jahre 2007 auch ein Stand mit EFB erkrankt.


    Kein Mellifera Züchter behauptet, seine Völker könnten keine Sauerbrut bekommen.


    Zum Thema "beängstigend":
    Ein bekannter Adambienenhalter hat seine Vereinskollegen zu einem Standbesuch eingeladen, seine Dadantkisten vorgeführt und dazu Waben herumgereicht, bis ihn ein Besucher fragte, wieso er denn Waben mit deutlich sichtbarer Sauerbrut herumzeige?

    Zu Bruder Adam: "Eigenschaften die eine Biene nicht besitzt, kann man auch nicht selektionieren."


    Das stimmt schon. Da muss man dann auf eine spontane Mutation hoffen oder gentechnisch nachhelfen. Die Frage ist jetzt bloss, wo Sie den Zusammenhang mit der Brutkrankheit Sauerbrut sehen? Die abgeschwefelten Adambienenvölker sprechen auf jeden Fall gegen eine solche Mutation.

    Je reinrassiger die Schweizer-Mellifera mittels Fingerprints werden, desto weniger anfällig für Brutkrankheiten sind sie!?


    Nein, so einfach funktioniert das leider nicht. Aber mit der Zuchtwertschätzung (ZWS) können die Werte für Bruthygiene sicherer vorausgesagt und wo notwendig verbessert werden. Die Zuchtwertschätzung ist umso sicherer, je mehr Informationen über die Leistungen der Verwandtschaft bekannt sind. Einflüsse von Fehlpaarungen verfälschen das Bild, weil Fehlpaarungen zu unberechenbaren Eigenschaften der Nachkommen führen können.


    Die Bruthygiene ist aber nicht allein von der Genetik abhängig. Wer schon Nadeltests gemacht hat, weiss das.


    Auch Ihnen als Vermehrer empfehle ich, einmal das Methodenhandbuch der AGT zu lesen.

    der "BLUP" ist im Gefrierspinat...


    In der Zucht werden halt einige Fachausdrücke verwendet, die international verstanden werden. Die Abkürzung steht für: Best linear unbiased prediction
    Müsste man vielleicht im Glossar ergänzen. Es sei denn, das Forum hier solle in Zukunft bloss noch der Unterhaltung dienen...


    Allen die an modernen Zuchtmethoden interessiert sind, empfehle ich meinen Link in Post #32 http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=23016&p=252707#post252707


    Das Methodenhandbuch der AGT ist trotz seiner 100 Seiten leicht zu lesen.

    Etwas Importblut z.B. aus Belgien würde der Mellifera in der Schweiz sicher auch gut tun.


    Das wäre etwa das Dümmste was ein Mellifera Züchter zur Zeit machen könnte. Gerade jetzt wo wir mit den DNA Fingerprints endlich die unerwünschten Fremdeinflüsse herausfiltern können.
    Mit den BLUP Leistungsdaten besteht zwar die Verlockung, dass sich Züchter auf die wenigen Spitzentiere stürzen und nur noch von denen nachziehen. Dadurch könnten in Zukunft tatsächlich Probleme erwachsen, umso wichtiger ist also die Vergrösserung der Schutzgebiete in denen sich reinrassige Mellifera ungestört und frei paaren können.


    Die Schweizer Stimmbevölkerung hat einem Gentech-Moratorium zugestimmt. Ich hoffe nicht, dass die Adambienenhalter durch ihr Verhalten eine nationale Volksabstimmung notwendig machen!

    Ja. Das Schutzgebiet der Buckfast ist in Deutschland wirklich Riesig. Zucht findet auf Belegstellen oder über KB statt.



    Jaja, aber da denken Sie wieder einmal zu kurz. Ihre Lieferanten in Deutschland können noch aus vielen anderen Gegenden importieren. Und schon Deutschland hat nur einen kleinen Bruchteil der hiesigen Bienendichte.